Feuerwagen in China

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Fuxin ist eine Industriestadt in der Inneren Mongolei.
Sie hat knapp 2 Millionen Einwohner.
Die traditionellen Häuser sind bereits fast vollständig abgerissen.
Moderne Wohnblocks werden inzwischen durch Wohnhochhäuser ersetzt.
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Von der Industriebahn in Fuxin werden einige Untertageminen, Kohlenladeplätze, ein Kraftwerk und eine Abraumhalde erschlossen.
Hier gibt es noch viel Arbeit für 9 Dampfloks vom Typ SY, die durch 4 Dieselloks vom Typ DF5 unterstützt werden.
Um 8 Uhr ist auch hier wieder Schichtwechsel und die Lokomotiven sammeln sich am „Stabling Point“.
Um hier auf dem Bahngelände fotografieren zu können, muss man pro Langnase 300 Yuan (cs. 35 EUR) Eintritt bezahlen. Das schließt aber eine Besichtigung der Werkstätte mit ein.
Die ersten Loks treffen ein. Im Hintergrund ist das Kraftwerk zu erkennen.
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In kurzer Folge treffen immer mehr Loks ein.
SY1210, 1319, 1359, 1378 und verdeckt die 0770
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Im Hintergrund sind noch weitere Loks zu sehen.
Auch treffen die ersten Dieselloks zum Schichtwechsel ein.
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Kommentar
Beim Schichtwechsel werden die Loks durchgesehen.
Eine Dampflok hat viele bewegliche Teile mit Gleitlagern, die gut geschmiert werden müssen.
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Danach geht es an die Arbeit und die Loks verteilen sich auf der Industriebahn.
Hier ist SY1359 an einem Bahnübergang in der Nähe vom Stabling Point.
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Am Bahnübergang gibt es nicht nur, sondern auch Rikschas,
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Fahrräder mit Heckantrieb,
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Fahrräder mit Frontantrieb
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und vom Gemüsekarren, Handwagen, Nobelkarossen, klapprige Busse und noch viel, viel mehr zu sehen. Die Schwierigkeit besteht eher darin, ein einzelnes Gefährt zusammen mit den Dampfloks abzulichten.
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Nicht weit vom Bahnübergang entfernt befindet sich die Werkstätte der Industriebahn.
Beim Blick in die Halle sehen wir drei Dampfloks (SY1818, 1195 und 0988) in unterschiedlichen Stadien der Reparatur.
Im Vordergrund liegt ein Rohrsatz von einem Dampflokkessel.
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Die Kolben im Vordergrund gehören zur SY1818
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Der Tender von SY1195 wurde aufgebockt.
Die Radsätze werden separat untersucht.
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Das Führerhaus von SY1818 wurde abgenommen.
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Der Chef hat sein Büro in der Halle.
So hat er Alles - einschließlich knipsender Langnasen - im Blick.
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SY0941 steht außerhalb der Halle.
Als Ersatzteilspender ist die Zukunft eher rostig als rosig.
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Dagegen wird SY0988 herausgeputzt.
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Das Messingnummernschild an der Seite wird fein abgeschliffen
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Das Frontnummernschild wird neu lackiert.
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Bei der Abnahmefahrt erstrahlt die frisch lackierte Lok im Sonnenlicht.
Beachtenswert ist auch der rote Stern auf der Rauchkammertür.
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Der Tagebau in Fuxin ist bereits stillgelegt.
Aber auch aus dem Untertageminen wird Gestein gefördert und auf die Abraumhalde gefahren.
Gelegentlich wird auch Schlacke auf die Halde gefahren.
Hier schiebt SY0770, die älteste aktive SY in Fuxin einen Schlackezug.
Videografen stehen lieber etwas abseits, damit das „Klick-klick-klick“ der Kameras nicht auf der Tonspur ist.
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Oben auf der Halde wird abgeladen.
Die Wagen können seitlich gekippt werden.
Die Hochhäuser der Stadt sind im Dunst verborgen.
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SY0770 auf der Abraumhalde in Fuxin
Im Vordergrund wird der Abraum sortiert und nach Kohlestücken durchsucht.
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Das Durchsuchen ist Handarbeit.
Mit bloßen Händen werden die Gesteinsbrocken und Kohlebrocken aussortiert.
Feines Material mit der Schubkarre auf einen Haufen geschoben.
Jede Kohlesammlerin – es sind fast nur Frauen – hat einen eigenen Haufen.
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Und das Objekt der Begierde
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In idyllischer Lage an der Abraumhalde befindet sich ein kleiner Bauernhof.
Zwischen zwei Zügen haben wir etwas Zeit uns das mal genauer anzuschauen.
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Die Bäuerin freut sich auf unseren Besuch.
Der Empfang ist herzlich.
Mangels Sprachkenntnisse wird mit Gesten kommuniziert.
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Das Häuschen ist klein.
Die Fenster werden im Winter mit Plastikfolie beklebt und somit „winddicht“ gemacht.
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Der Mais wird nach der Ernte an Stangen gebudnen und draußen gelagert.
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Ein Nachbar.
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Im nächsten Biderbogen geht es kreuz und quer durch über die Industriebahn
SY1378 an der Wangying Mine.
Die Mine befindet sich am Ende der Industriebahn und wird zu 90% mit Dieselloks bedient.
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SY1320 bei Sikeng, einer Verladestation für Kohle. Diese wird her per Radlader in die Wagen verladen.
Der Bereich wurde früher zusammen mit den Haizhou Tagebau mit Elektroloks betrieben. Die Dampfloks haben die Elelktroloks überlebt.
Nur ein paar Oberleitungsmasten erinnern an den früheren Betrieb.
SY1320 trägt ebenfalls einen Roten Stern. Zusätzlich hat sie weitere Embleme am Führerhaus.
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Im letzten Abendlicht verlässt SY1378 einen Kohleladeplatz am ehemaligen Haizhou Tagebau.
Der Tagebau ist bereits nicht mehr in Betrieb. Alle zwei Wochen fährt wird nochmal ein Zug am Tagebau mit zusammengekratzten Kohleresten beladen.
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In der Nähe von Xiudaukou werden mehrere Straßen gekreuzt, die durch Schrankenposten gesichert sind.
Dieses ist der einzige alte Schrankenposten.
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Der nächste Schrankenposten bei Miadong ist schon etwas moderner.
Wenn ein Zug auf den Abschnitt unterwegs ist, ertönt ein nerviger Hupton.
Dann schaut der Schrankenposten, aus welcher Richtung der Zug kommt, schließt die Schranken und winkt mit einer Fahne den Lokführer zu. Damit wird dem Lokführer signalisiert, dass er über den Bahnübergang freie Fahrt hat.
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Der Bahnübergang an der Meicheng Rd, einer Hauptstraße durch Fuxin, ist durch Gitter gesichert.
Die Gitter sind kleine Wägelchen, die auf Schmalspurgleisen auf die Straße gezogen werden.
Auf beiden Seiten der Gleise befindet sich ein Posten, der jeweils die Gitter auf die Straße schiebt.
SY1397 überquert gut gesichert die Straße.
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Ein paar Straßenszenen aus Fuxin.
Warten
An einer zentralen Straßenkreuzung warten Spediteure mit ihren Baufahrzeugen - von der Rikscha bis zum vierachsigen LKW auf Kundschaft.
Die Herren sitzen auch bei Frost draußen in ausgemusterten Sesseln und Autositzen
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Warten auf Kunden.
Pferdefuhrwerk mit Kohlenladung.
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Warten auf Kumpels.
Die Senioren treffen sich zum Plausch auf der Straße.
Dafür wird ein kleines Klappstühlchen mitgebracht.
Ob seine Kumpels bald kommen werden?
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Warten beim Frisör, dass man endlich an die Reihe kommt.
Der Frisör arbeitet draußen auf der Straße, so sind die Investitionen für das Geschäft gering.
Interessant ist die Arbeitskleidung des Frisörs.
War er früher mal Chirurg? Ist es gegen die Kälte? Oder will nur unerkannt bleiben?
Interessant ist auch die „Frisur“ des gutbetuchten Kunden.
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Warten auf besser Zeiten?
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Der Rollerfahrer hat genug gewartet.
Die Bahnschranke hat sich geöffnet.
Gut geschützt mit drei „Airbags“ kann man auch ohne Helm durch die Stadt brausen.
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Wohnen in Fuxin.
Was wohl ein Immobilienmakler dazu sagen würde?

Altbau in verkehrsgünstiger Lage mit toller Aussicht!
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Altbau mit Charakter, Motorrad Einstellplatz und praktische Nebengebäude für den Sicherheitsdienst
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Neubau im Park
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Mit zeitloser Eleganz
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Und grandiose Aussicht auf hohe „Hohe Ziele“ mit viel Zukunft.
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Die traditionellen Häuser werden alle abgerissen.
Die Wohnblocks bieten mehr Komfort, aber keinen Platz für Hühner, Tauben, Ziege, Kuh.
Die Wohnblocks haben ein Flair der 60er Jahre.
Platz für Autos gibt es nicht.
Sie sind keine 5 Jahre alt und sehen aus wie 20.
Der Putz bröckelt, die Farben schwinden, Eingangstüren sind demoliert, Tristesse pur!
Ob die „neuen“ Wohnblocks die ausgemusterten Dampfloks überleben werden?
Es entstehen schon wieder neue Siedlungen mit Hochhäusern mit 30 und mehr Etagen.
 
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ich wusste gar nicht, dass man in China so problemlos fotografieren darf.

Anette, danke für die Blumen.
Das Fotografieren war weitgehend unproblematisch.
Die Minenbahnen sind Firmengelände.
Dafür braucht es eine Genehmigung der Minenbahnen.
Ohne Genehmigung erhält man oft keinen Zutritt.
Auch lassen sich die Minenbahnen das gut bezahlen.
Manchmal hatten wir einen "Aufpasser" dabei,
wobei der auch Informationen besorgen konnte,
wann gerade ein Zug zu welcher Mine fährt.

Die Menschen sind sehr freundlich und lassen sich auch gerne fotografieren.

Das einzige unangenehme Situation war in Sandaoling, als wir
die Mädels vor dem Parteigebäude (?) beim Tanzen fotografiert haben.
Aber zu dieser Zeit war auch in Peking gerade der Parteitag und das
ganze Land im Alarmzustand.
Da fallen zwei nachts herumstreunende Langnasen :eek:
mit dicken Knipskisten :cam:
im politisch unruhigen "Uigurenland" :threat:
dem wachsamen Augen des Gesetzes auf. :lupe:


Nach der anstrengenden Fahrt durch Fuxin müssen die Dampfloks entschlackt und neu bekohlt werden.
Dazu wird Wasser genommen und gegebenenfalls der Bremssand aufgefüllt.
Dazu fahren sie in das Bahnbetriebswerk.
SY1319 steht hier unter dem Kohlenkran.
Die Kohlewagen werden von Hand entladen.
Die Kohle wird in Kohlenhunte geschaufelt und über den Schrägaufzug nach oben befördert und in den Tender gekippt.
Gleichzeitig wird in den Kanal zwischen den Gleisen entschlackt.
Die Schlacke wird dann später in Hunte geschaufelt und per Kran in den Schlackewagen (rechts) befördert.
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Hier ein Übersichtsbild mit SY1359 im Vordergrund wurde bereits versorgt.
Im Hintergrund steht noch die SY1319
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Daher muss SY1359 umsetzen.
Durch die tiefstehende Sonne und den vielen Dreck in der Luft ist der Himmel orange
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Bei einbrechender Dunkelheit wird SY1460 versorgt
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In drei Tagen Fuxin gab es noch mehr Dampf- und Diesel-Loks sowie weitere Fotomotive am Wegesrand. Aber damit der Thread nicht platzt möchte ich mich mit dem Stimmungsbild aus Fuxin verabschieden.
Wir besteigen den Bus und fahren zur nächsten Minenbahn nach Juanbaoshan.
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Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
Mensch, Bernd, sieh bloß zu, dass Du diese Bilder gut konservierst.

Das sind ja jetzt schon Zeitdokumente! :up:
 
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Mensch, Bernd, sieh bloß zu, dass Du diese Bilder gut konservierst.

Das sind ja jetzt schon Zeitdokumente! :up:

Zwecks Konservierung lade ich die Bilder ins Forum. :D

Aber noch sind es keine Zeitdokumente.
Die Bilder sind noch aktuell und momentan im Prinzip wiederholbar.
Der Reiseveranstalter bietet voraussichtlich im März diese Reise
noch einmal an.
Trotzdem ist es für den Dampfbetrieb in China inzwischen
nicht 5 Minuten, sondern eher 5 Sekunden for Zwölf.

Die Minenbahn von Juanbaoshan hat neben Dieselloks nur eine aktive Dampflok.
Diese zieht im Wechsel mit einer Diesellok jeden zweiten Tag einen Werkspersonenzug.
Dieser Zug ist ein GmP, also ein Güterzug mit Personenbeförderung.
Planmäßige Abfahrt ist 07:14.
Ich warte in exponieter Lage bei eisiger Kälte auf die Abfahrt des Zuges, :frier:
während ein großteil der Reisegruppe lieber im warmen Bus sitzt. :relax:
Um 07:03 fährt der Zug mit JS6245 ohne Güterwagen, also als reiner Personenzug ab. :frech:
Die anderen sitzen immer noch im Bus. :hallo:
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Auf eisglatter Piste gelingt die Zugverfolgung mit dem Bus.
Herausragender Fotostandpunkt ist eine Eisenbahnbrücke.
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Fahrt in den Sonnenaufgang.
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Zwischenhalt in Gongye(?)
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Ankunft in Fengshuigou.
Die Fahrgäste verlassen den Zug.
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Anschließend wird an der Mine von Fengshuigou noch rangiert.
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Da die abendliche Rückleistung mit dem Tender voraus bei einbrechender Dunkelheit stattfindet,
fahren wir zur letzten Minenbahn dieser Reise nach Pingzhuang.
 
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Lieber Bernd!

Vielen Dank für deine wunderbare Reportage!
Eisenbahnen haben mich bislang allenfalls manchmal als praktisches Fortbewegungsmittel interessiert.
Deine Bilder und ganz besonders auch deine begleitenden Texte führen mich in eine Welt ein, die mir bislang völlig fremd war. Einmal was die Dampfloks, ihren Betrieb und ihre Wartung angeht, aber auch das gesamte Umfeld, in dem das stattfindet: Wohnorte, Menschen, Werkhallen, Landschaften.

Das alles insgesamt finde ich sehr spannend!
Danke für deine Mühe, uns das so eindringlich aufzubereiten!

Sylvia
 
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Wir haben die letzte Minenbahn erreicht.
In Pingzhuan werden nur Dampfloks vom Typ SY eingesetzt.
Auch hier gibt es wieder die Versammlung zum Schichtwechsel.
Diese findet im Bahnbetriebswerk der Bahn in Zhuangmei statt.
Alle drei Betriebsloks (SY1052, SY1085 und SY1425) sind hier versammelt.
Ein Arbeiter schaufelt die noch heiße Schlacke in einem bereitgestellten Karren.
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Die dampfende Schlacke wird dann den nächsten Abhang runtergekippt.
Dann ist Zeit für einen Plausch mit dem Lokführer der SY1052.
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Normalerweise reichen 2 Loks für den Betrieb der Minenbahn aus.
Aber hier taucht sogar noch eine vierte Lok auf.
SY1083 hat Windleitbleche, eine Domverkleidung und weiteren Zierrat.
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Bekohlt wird mit einem Portalkran.
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SY1083 fährt an der Kohleverladung in Zhunagmei vorbei.
Sie ist erst am Vortag aus der Werkstatt gekommen und war die Nacht über im Einsatz.
Weit wird sie leider nicht kommen. Ein neuer Defekt verlangt eine weitere Reparatur.
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Ich lebte als Kind an einer sehr stark befahrenen Eisenbahnstrecke und fühle mich durch Deine Bilder wieder in diese Zeit zurück versetzt.
Diese Bilder sind sehr schön!
Vielen Dank für`s zeigen.:up:
 
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Wir bereisen jetzt die Mienenbahn.
Wir bekommen einen Aufpasser.
Er sagt uns, dass die Mienenbahn noch keine Dieselloks bestellt hat und erst in 3 Jahren entscheiden will, ob welche beschafft werden.
Im benachbarten Tagebau war im Januar noch eine Reihe von Elektrolokomotiven unterwegs.
Auch diese sollen weiter mindestens 3 Jahre weiterfahren. Dann wird über die Zukunft des Tagebaues entschieden.
Wir sehen eine weitere Dampffahne.
Sie kommt aus dem Betriebsgelände für die Elektroloks.
Es ist die ebenfalls dekorierte SY1084 mit einem Dampfkran.
Oberleitung gibt es nicht mehr.
Die Gleise des Tagebaus wurden bereits entfernt.
Der Kranzug baut jetzt gerade die letzten Gleise auf dem Betriebsgelände ab. :heul:
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Unser Aufpasser dient auf als Kontakt zur Leitstelle.
Wir bekommen die Auskunft, das in der nächsten Stunde eine Lok zum Übergabebahnhof Pingzhuan Nan fahren soll, um einen Leerzug abzuholen.
Statt in einer Stunde setzt sich die Lok zwei Minuten später in die Bewegung. :rolleyes:
Zugverfolgung mit Bus durch die Stadt ist ausgeschlossen. :motz:
Ob das die Leitstelle nicht besser weiß oder wir absichtlich diese Informationen erhalten? :confused:
Ein Zug mit SY1425 und mehr als 80 leeren Kohlewagen verläßt Pingzhuan Nan.
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Im nächsten Bahnhof Wufeng wird der Zug geteilt, da eine Dampflok nicht die weiteren Steigungen mit der Last bewältigen kann.
SY1052 verlässt Wufeng
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In einer langgestreckten Kurve geht es mit SY1052 nach Zhuangmei in die Steigung
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SY1085 fährt einen Kohlezug zum Übergabebahnhof und begegnet dabei ein „Voll-Cabrio“.
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Deine Bilder und ganz besonders auch deine begleitenden Texte führen mich in eine Welt ein, die mir bislang völlig fremd war.

Liebe Sylvia,

ich freue mich, dass Dir meine Reportage gefällt und
ich Dir damit etwas zurückgeben kann.
Ein kleines Dankeschön für das Mitnehmen nach Kamschatka!

Die Einwohner von Pingzhuan sind sehr freundlich und lassen sich auch gerne fotografieren
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Die Damenwelt trägt Mundschutz, um sich vor Abgase zu schützen.
Dann wird der Mundschutz abgenommen, um eine zu qualmen. :dizzy:
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