Es folgt der absolute Höhepunkt dieser Reise, der einzige Grund, warum meines Erachtens ein eigener Thread (sowie ein Fotobuch, das ich anfertigen werde) von dieser Reise lohnt.
Das Oasendorf Nayband...
Das wunderschöne Dorf und seine Bewohner hat so große Eindrücke hinterlassen, dass wir im Jahr 2009 einen mehrere hundert Kilometer langen Umweg auf uns nahmen, um es wieder zu besuchen. Sucht man im www. nach Informationen, findet man zwei interessante Aspekte: Eine längere Abhandlungen des Paläontologen Michael Hautmann zum Thema "Die Muschelfauna der Nayband-Formation, (Obertrias, Nor-Rhät) des östlichen Zentraliran" und man erfährt, dass die Gegend um Nayband (auch Nay Band geschrieben), das
Naybandan, als Schutzzone für die letzten asiatischen Geparde deklariert ist. Das Naturreservat, das größte Schutzgebiet des Iran, erstreckt sich über eine Fläche von etwa einer Million Hektar.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll...
Wenn ich mich recht entsinne, war das das erste Foto. Ich war sowas von neidisch auf die riesige Schaukel zwischen den hohen Palmen!
Nayband ist vollständig aus Lehm erbaut.
Das Dorf liegt am Fuße des gleichnamigen Berges, der etwas über 3000 m hoch aufragt. Nayband selbst liegt auf etwa 1000 m über dem Meeresspiegel. Diese Berge haben verhindert, dass sich die Lut-Wüste über Nayband und die umliegenden Dörfer ausdehnte. Wie touristisch deutlich bekanntere Dörfer (die aber auch leichter zu erreichen sind) wie Masuleh und Abyaneh wurde Nayband terrassenförmig angelegt. Die Dächer von Gebäuden dienen als Terrasse oder auch Wege der darüber liegenden Häuser.
Manche der Gassen von Nayband sind überdacht. Sie schützen die Menschen vor dem brennenden Sonnenlicht von Chorasan und bieten Räume für Zusammenkünfte und um sich auszuruhen. Als Dacheindeckung wurden Balken aus Palmenholz sowie Palmblätter verwendet.
Drei etwa dreihundert Jahre alte Türme sind Relikte der früheren Befestigung.
Ich habe einiges gelernt.