Preikestolen. Oh je. Eines der beliebtesten Ziele in Südnorwegen. Pro Jahr erwandern geschätzt zwischen 200.000 und 400.000 Menschen diese Aussichtsplattform. Neben der landschaftlichen Schönheit ist ein Grund dafür, dass die Wanderung recht kommod ist und in 1,5 - 2 Stunden auf komfortabel ausgebautem Weg bewältigt werden kann. Es kursieren schlimme Fotos im Netz, auf denen man vor lauter bunt gekleideten Menschen kaum die Plattform sieht. Aber wir wollen auch hin. Was machen? Folgende Möglichkeiten:
a) bei miserablem Wetter hoch
b) bei Dunkelheit hoch
c) oben übernachten und den Sonnenaufgang (höhö) genießen
Wir entscheiden uns für eine Kombination dieser Optionen. Dann sollten wir auf der sicheren Seite sein. Punkt a) ist schon mal gebongt. Anstatt mit der Fähre die 40 km den Lysefjord entlang an die andere Seite zu fahren nehmen wir die Straße. ... ....Wir benötigen 5 Stunden, nicht zuletzt durch eine Sperrung mit weiträumiger Umleitung. Das Wetter ist miserabel, weiterhin Regen, trüb, kühl - also abends auf zum Preikestolen!
Gegen 20 Uhr am Parkplatz angekommen fahre ich auf die Schranke zu, sie öffnet sich, wir also rein. Es schifft wie Hölle. Uns kommen Zweifel. Was machen? 2 Stunden mit Zeltgeraffel in diesem Wetter hochlaufen und das Zelt bei Dunkelheit im strömenden Regen aufbauen? 200 NOK zahlen, wieder rausfahren und sich diesen Krampf sparen? Wann kommen wir wieder her?? Eben. Also Rucksäcke packen und um 21:15 Uhr los. Wir passieren ein riesiges Schild: "The hike is not recommended today!" Das Wetter ist so besch ...eiden, dass ich die DSLR im Rucksack lasse. Daher nur ein Handy-Foto:
Wir fragen uns mehr als einmal, ob das nun eine gute Idee war.