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AnjaC

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Selbst für Motive sorgen – die Verbindung zweier Hobbys​

Bank im Garten, im Vordergrund Blumenbeete

Pflanzen bilden wichtige Elemente im Bereich der Naturfotografie. Die Natur wiederum fasziniert mit ihrer einzigartigen Schönheit und ihrer unglaublichen Vielfalt. Warum also nicht die Fotografie und den eigenen Garten miteinander verbinden und Motive selbst erschaffen? Wie Pflanzen nicht nur mit geringem gärtnerischen Aufwand Freude bereiten, sondern auch die perfekten Fotomotive werden und was man dabei beachten sollte, beschreibt dieser Artikel.

Besondere Pflanzen als Blickfang für den Garten​

Nicht jedem ist das Gärtnern als Talent in die Wiege gelegt. Deswegen kommen hier ein paar Tipps für pflegeleichte Pflanzungen, die mit wenig Aufwand nicht nur fotografisch Freude bereiten.  Natürlich gibt es noch viel mehr Möglichkeiten. Unsere Beispiele sollen daher auch nur eine kleine Anregung sein.

Früchte des Pistazienbaums
Früchte des Pistazienbaums

Eine besonders exotische Pflanze ist der Pistazienbaum. Er kommt aus Asien und liebt vollsonnige Standorte. Mit seinen gelben Blüten ist er ein wahrer Hingucker für jeden Garten. Er sollte jedoch ausreichend Platz haben, da er im Kübel eine Wuchshöhe von bis zu 5 m erreichen kann – und er benötigt ein Winterquartier. Ein weiteres positives Element sind seine essbaren Früchte, die Pistazien. Der Pistazienbaum ist pflegeleicht und hitzeverträglich, er kann lichtarm und unbeheizt überwintert werden.

Passionsblume
Passionsblume

Ein weiterer Exot unter den Pflanzen ist die Passionsblume. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet befindet sich im Südosten der USA. Im 18. Jahrhundert wurde sie als Arzneipflanze wiederentdeckt. Die Passionsblume ist winterhart und wird daher immer beliebter. Sie verzaubert nicht nur durch ihre einzigartige Schönheit, sondern ist auch sehr pflegeleicht. Die Pflanze liebt einen sonnigen Standort. Während der Wachstumsphase sollte sie konstant feucht gehalten werden. Die Passionsblume kann sowohl im Topf gehalten als auch im Garten problemlos ausgesetzt werden.

Acer palmatum, japanischer Ahorn
Japanischer Ahorn (acer palmatum)

Eine äußerst dekorative Garten- und Zierpflanze ist der japanische Ahorn. Die leuchtenden Blätter des aus Ostasien stammenden Strauches machen den Garten zu einer wahren Augenweide. Ein japanischer Ahorn wächst sehr langsam und weist eine äußerst interessante Wuchsform auf. Der Strauch ist sehr pflegeleicht und unkompliziert. Er gilt als winterhart, robust und anspruchslos. Die Pflanze liebt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Besonders im Herbst ziehen die leuchtend roten, fächerartigen Blätter des japanischen Ahorns alle Blicke auf sich.

Ist das geeignete Motiv gefunden, gilt es nur mehr einige fotografische Details zu beachten, um das perfekte Bild festhalten zu können.

Das richtige Objektiv für das perfekte Bild​

Grundsätzlich lassen sich Pflanzen mit jedem Objektiv fotografieren – es kommt darauf an, was du abbilden möchtest. Den Garten als Ganzes, so dass die Struktur deiner Pflanzungen deutlich wird? Dann brauchst du eher ein Weitwinkel-Objektiv. Einzelne Pflanzen formatfüllend? Oder Details wie Wassertropfen auf einem Blütenblatt? Dann helfen ein Teleobjektiv und/oder ein Makroobjektiv weiter.

Einsteigern in die Fotografie wird generell häufig zu einem Zoom-Objektiv geraten – und das nicht ohne Grund, denn mit 18-200 oder 55-200 mm ist man schon mal sehr variabel unterwegs und kann vieles ausprobieren, natürlich auch im Garten. Wunderschöne Detailaufnahmen lassen sich auch mit einer Telebrennweite machen, ggf in Kombination mit einer Nahlinse. Dazu gibt es gerade im neuen und kostenlosen fotoespresso einen interessanten Artikel (ab Seite 21). Aber auch Makroobjektive haben unbedingt ihre Berechtigung. Bei der Pflanzenfotografie kann man hier durchaus mit einer kurzen Brennweite wie 40 oder 60mm zum Erfolg kommen: Die Pflanzen können dir nicht weglaufen ;) , sie haben keine Fluchtdistanz wie z.B. Insekten und du kannst so nah an sie heran, wie du möchtest.

Acer palmatum, japanischer Ahorn
Japanischer Ahorn, Aufnahme mit einem Makro-Objektiv bei Blende 4 und 60mm

Außer der Brennweite ist jedoch auch die größtmögliche Blende des Objektivs wichtig: willst du deine Motive vom Hintergrund freistellen, soll der Hintergrund also verschwimmen und nur die Pflanze als Hauptmotiv knackscharf sein, wählst du eine große Blendenöffnung (d.h. eine möglichst kleine Blendenzahl). Hier kannst du mit den o.g. Zoom-Objektiven schon an Grenzen stoßen. (Makro-)Objektive, die dir eine große Blende von z.B. 2.8 oder größer bieten, sind hier sicher die bessere Wahl.

Acer palmatum, japanischer Ahorn
Japanischer Ahorn, Aufnahme mit Blende 1.8 und 135mm

Keine bedeutende Rolle spielt das, wenn du eine größere Übersicht deiner Gartenanlage fotografieren möchtest. Hier wird es dir darauf ankommen, möglichst viel im Bild scharf zu haben und du wirst eine kleiner Blende (größere Blendenzahl) wählen.

Farben, Licht und Stimmungen​

Der japanische Ahorn, die Passionsblume und auch der Pistazienbaum in der sogenannten blauen oder goldenen Stunde fotografiert, erzeugt eine ganz besondere Stimmung.

Die goldene Stunde bezeichnet die Zeit kurz nach Sonnenaufgang oder kurz vor Sonnenuntergang und ist abhängig vom Ort, der Jahreszeit und den Wetterbedingungen. Das Licht ist dann rötlicher, wärmer und weicher als zu anderen Tageszeiten.

goldene Stunde: Gartenbank im Anschnitt vor Herbstlaub
Goldene Stunde

Auch in der blauen Stunde sind Licht und Stimmungen einzigartig und, wie der Name schon sagt, von einem kräftigen Blau. Dies ist die Zeit kurz vor dem Sonnenaufgang bzw. nach dem Sonnenuntergang zwischen Dämmerung und Nacht.

Unser Auge nimmt diese Farbstimmungen nicht so deutlich wahr wie der Sensor deiner Kamera. Probiere es einmal aus, du wirst vermutlich begeistert sein 😊 Die Farben der goldenen und der blauen Stunde erzeugen auf deinen Fotos eine magische und einzigartige Stimmung, die deinen Naturfotos einen besonderen Reiz verleiht.

Vorgarten bei blauer Stunde
Blaue Stunde

Nicht gut geeignet sind hingegen Tageszeiten mit sehr hartem Licht, z.B. wenn die Sonne hoch am wolkenlosen Himmel steht. Ein bedeckter Himmel dämmt starke Sonnenstrahlung sehr gut und ist daher zum Fotografieren besser geeignet.

Zusammengefasst ​

Wer Naturfotografie liebt, kann die besten Motive im eigenen Garten finden bzw. sie gezielt anpflanzen. Mit der richtigen Ausrüstung, einer geeigneten Kameraeinstellung, guten Lichtverhältnissen und ein bisschen Grundwissen lassen sich wunderschöne und einzigartige Aufnahmen schaffen. Zu den beliebten Motiven zählen Bäume, Pflanzen und Ziersträucher im Garten sowie große und kleine tierische Gartenbewohner

k_passion-flower_1280_pixabay.jpg
Passionsblume

Was das Grundwissen angeht, helfen wir dir in der Community gerne weiter. Schau doch z.B. mal in unsere Unterforen für Naturfotografie. Bist Du Anfänger in der Fotografie,  empfiehlt sich ein Blick in unsere Einsteigerforen. Scheue dich nicht, deine Fragen dort zu stellen, wir haben alle einmal angefangen und waren dankbar für Tipps und Tricks.

Zum Mitmachen geeignet sind auch unsere vielen Thementhreads – hier nur ein paar der besonders beliebten, wenn es um Pflanzen geht:
Bildnachweis: pixabay
 
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