Also wenn man eure Kommentare liest, hat man den Eindruck ihr habt noch nie selber ein Foto geschossen, schon garnicht von einem Vogel.
Vielen Dank für diesen nützlichen Beitrag. Ich werde jetzt nach Hause gehen und nachdenken.
Hallo Herbert,
Deine Ausführungen zu durch Hitze flimmernden Luft und den Auswirkungen auf die Bildqualität sind sicherlich richtig, aber Abstand vom Boden bringt zu der Tageszeit und unter den Bedingunen fast nichts.
Das Bild entsteht von oben herab und das ist bei Tieraufnahmen meist gar nicht sinnvoll!
Ich find es sehr gut das die Aufnahmen auf Augenhöhe der Tiere entstanden sind, wie z.B. bei dem Hasen.
Für solche Aufnahmen ist ein Winkelsucher überaus nützlich!
Verbessern kann man die Lichtbedingungen und damit auch die Bildqualität, eigentlich nur durch sehr frühes Aufstehen
Ein Stativ bringt in der Mittagssonne keine Wesentliche verbesserungen.
...
Mich bewegt die Frage: Gibt es technisch/handwerkliche Möglichkeiten,
die durch thermisch bedingte Turbulenzen verursachten Unschärfen zu vermeiden?
Also, wenn man schon mittags in der Sahara fotografieren muss - was sollte man da tunlichst vermeiden?
Leider ist die Zahl derer, die im Besitz "richtig" langer Brennweiten sind, so weit ich es sehe, hier im Forum begrenzt. Möglicherweise sind sie als Tierfotografen morgens schon so früh an der Front, dass sie das Thermikproblem auch nicht haben.
Euch kann man nicht einmal ein paar Tage allein lassen. Und schon wird wieder heftig diskutiert
...
[*]Bei der Mondfotografie zu Hause ist mir aufgefallen, daß Luftturbulenzen in der Nähe des Objektivs stärker wirken als jene die weiter weg sind. Finde ich in der Wüste/Steppe einen Schatten(Baum, etc ...) dann verwende ich den um die ersten Meter Luft vor dem Objektiv turbulenzfrei zu bekommen - u.U stehe ich selber schon wieder auf der anderen Seite in der Sonne.
...
LG, Andy
Deine Ausführungen zu durch Hitze flimmernden Luft und den Auswirkungen auf die Bildqualität sind sicherlich richtig, aber Abstand vom Boden bringt zu der Tageszeit und unter den Bedingunen fast nichts.
Das Bild entsteht von oben herab und das ist bei Tieraufnahmen meist gar nicht sinnvoll!
Der Ingenieur in mir schreit grad: Pythagoras, Pythagoras.
Man möge sich selbst ausrechnen was es für einen Winkel-Unterschied ausmacht, ob das Objektiv auf dem Knie ruht, oder auf einem moderat ausgezogenen Einbein.
Die Geschichte mit der Augenhöhe ist im Prinzip richtig und wird durch diverse schlechte Zoobildchen auch immer wieder belegt, auf die Entfernungen, die hier bei 1020mm Brennweite im Spiel waren sind die paar cm in der Höhe schlicht zu vernachlässigen.
Wir Neider erstarren in Ehrfurcht vor solch geballter Kompetenz.
Wieder was gelernt. Bei Objektiven oberhalb von 5000€ darf man nix kritisieren.
Und dann noch gewürzt mit Feininger....Respekt :up:
Allerdings wiederhole ich noch einmal, dass ich die Qualität bei diesen Bilder nicht richtig beurteilen kann, da ich immer noch nicht weiß, wie sie genau bearbeitet worden.
Nun, Kay, mittlerweile hattest Du reichlich Gelegenheit, über meine Einwände nachzudenken.
Ich habe sie im Beitrag 26 ausführlich formuliert. Vermutlich hast Du sie nicht zur Kenntnis genommen oder nicht verstanden, wo des Pudels Kern liegt:
Du gibst im Beitrag # 34 folgende Ratschläge, um die Bildschärfe zu verbessern:
"Man hätte, wie oben erwähnt, ein Einbein vormontieren können.
Man hätte vorher überlegen können, welche Brennweite man aufgeschraubt hat und hätte die ISO hochdrehen können.
Man hätte einen Bohnensack bereitlegen können, um aufgestützt vom Wagendach fotografieren zu können.
Man hätte erst einmal den Konverter weglassen können, um nicht gerade mit maximaler Brennweite die Versuche mit einem neuen Objektiv zu beginnen."
Diese Vorschläge sind grundsätzlich richtig.
Aber:
Sie hätten weder bei dem Hasen, dem Roadrunner oder bei der Javelina eine extreme Bildverbesserung gebracht. Auch OHNE Konverter wäre die Abbildung erheblich schlechter ausgefallen, und das völlig unabhängig von der Güte des Objektivs.
Ich darf die Bildautoren zitieren:
"Hase, 500/s, Tele auf Knie gestützt"
"Roadrunner, 640/s, Tele auf Knie gestützt"
"Javelina, 640/s, mit TC-17E II, auf Autodach abgestützt"
Nun darf man ja mal darüber spekulieren, in welcher Haltung man wohl ein Tele auf's
Knie stützt. Dann darf man auch noch vermuten, wie hoch über dem Erdboden die Sichtlinie
von der Kamera zum Objekt verläuft. Wenn man die Bilder betrachtet, wird man auch eine Ahnung von der Bodenbedeckung und ihrem Zustand (frisch oder trocken) erhalten. Der Schatten zeigt: Hier steht die Sonne erheblich im Zenit, die Vegetation schreit "Ich bin im Süden".
Was sich nun unter diesen Bedingungen einstellt, ist auf dem angefügten Bild besonders deutlich zu sehen.
Die thermischen Bewegungen der aufgeheizten Bodenluft "zerpflücken" das Bild durch unterschiedliche optische Dichten. Es ist gleichgültig, ob "Flaschenboden", Russentonne oder 10-Kilo-Euro-Röhre, alle Objektive, die ein großes Abbild entfernter Objekte liefern, sind davon betroffen.
Wer seine Motive aus dem Ansitzzelt aus kurzer Distanz über die grüne Wiese oder im Wald "erobern" kann, ist da fein raus. Er wird die turbulenzverursachten Unschärfen kaum bemerken. Völlig anders ist es auf der Pirsch unter den oben genannten Verhältnissen bei hochstehender Sonne und vegetationsarmem/-losem Boden, Sand oder Fels.
Unter diesem Aspekt, ist Kays Rat, es mit dem Einbein zu versuchen, nicht der übelste. Er gibt zumindest eine Chance, die schwere Combo aus der unmittelbaren, bodennahen Turbulenz-Zone herauszuhalten. Ein sicherlich guter Rat ist es ebenso, die ISO hochzudrehen (oder auf zu starkes Abblenden zu verzichten) um auf kürzestmögliche Belichtungszeiten zu kommen. Dadurch wird das thermisch zerpflückte Bild "schärfer".
Problematisch, aber ist die Sache mit dem Bohnensack auf dem Autodach, wenn so über die volle Breite des Fahrzeugs das Objekt angepeilt wird. Das Dach ist unter den o.g. Bedingungen so heiß, dass man Eier darauf braten kann. Die optischen Konsequenzen lassen sich mit dem unbewaffneten Auge leicht beobachten, wenn man über ein in der Sonne geparktes Auto peilt.
Ich fände es außerordentlich sinnvoll, wenn sich die Besitzer längerer Brennweiten einmal mit dieser Problematik weiter befassen würden und eigene Erfahrungen hier vorstellten.
Nicht zuletzt wäre eine Versuchsreihe (Fernaufnahme ohne und über heißes Autodach) zu empfehlen.
Viele Grüße
Herbert
Es erfolgte keinerlei Bearbeitung, da wir hier nur mit dem absolut notwendigen Mitteln arbeiten. Ledlich Konvertierung mit Capture NX und Verkleinerung auf Web-Niveau.
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