Entsorgung leicht gemacht - ich klage an

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Wir regen uns über so etwas auch immer auf.
Gut, darauf hinzuweisen. Nur, denke ich mal (und hoffe es), dass es hier in diesem Kreise nicht die "Richtigen" trifft.
 
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Wo ist eigentlich das Problem ?

Müllentsorgung ist eine Dienstleistung der Gemeinden die eine nicht unerhebliche Infrastruktur und einiges an Personal erfordert und dass will bezahlt sein.....

Theoretisch ist das zwar richtig, aber der Mensch (zumindest einige) "funktionieren" nicht so, für Müll, also was Wertloses, noch etwas bezahlen zu müssen, lässt sich nur schwer durchsetzen. - Die Entsorgungskosten müssten also schon beim Kauf eingerechnet werden, sonst wird es auch weiterhin wilde Müllhalden geben - daran werden moralische Appelle nichts ändern.

Jedoch, bei einer Staatsquote von über 45% in Deutschland, sollte eigentlich auch die Müllentsorgung schon üppig vom Steuerzahler finanziert sein...... :confused:
 
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Hallo Det!
...für Müll, also was Wertloses, noch etwas bezahlen zu müssen, lässt sich nur schwer durchsetzen.
Wenn er berücksichtigt, dass Altpapier, Altglas, Metallschrott und Kunststoffe einen Wert haben, der oft über die Sammel-, Trenn- und Wiederaufbereitungs-Kosten hinaus geht, dass Altholz aus Möbeln und Teppiche bei der Verbrennung einen Heizwert haben, und dass sogar der Bauschutt, wenn er ausreichend Sorten-rein ist, einen Zweck erfüllt, den man auch in Geld berechnen kann,
fragt sich schon jeder "Normalbürger", warum er für das Abgeben beim Wertstoffhof, dass er oft nur mit persönlichem Aufwand für den Transport schafft, auch noch zur Kasse gebeten wird. :motz:
 
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Theoretisch ist das zwar richtig, aber der Mensch (zumindest einige) "funktionieren" nicht so, für Müll, also was Wertloses, noch etwas bezahlen zu müssen, lässt sich nur schwer durchsetzen. - Die Entsorgungskosten müssten also schon beim Kauf eingerechnet werden, sonst wird es auch weiterhin wilde Müllhalden geben - daran werden moralische Appelle nichts ändern.

Jedoch, bei einer Staatsquote von über 45% in Deutschland, sollte eigentlich auch die Müllentsorgung schon üppig vom Steuerzahler finanziert sein...... :confused:

Wenn dass nur so wäre. Wenn dem Bürger vermittelt wird dass mit seiner Steuer auch die Entsorgung finanziert ist was glaubst Du was daraus resultiert.

Es wird noch mehr Müll in der Landschaft entsorgt. Weil ich habe ja dafür bezahlt und somit eine Legitimation dafür erhalten.

Auch wenn ich Vernunftapelle den Sanktionen vorziehe so befürchte ich dass nur drastische Strafen eine Besserung bringen. Auch wenn ich überhaupt kein Freund US-amerikanischer Sitten bin, aber die dortigen Strafen für ertapte Umweltsünder finde ich gut. Geldstrafen die viele tausend Dollar betragen (inzwischen bis zu 10.000 Dollar wie mir eine Bekannte aus Kalifornien berichtete) tun weh und die Demütigung in der Öffentlichket wenn man zu Reinigungsarbeiten herangezogen wird schrecken ab. Klar, auch dort gibt es unverbesserliche aber insgesamt funktioniert es.
 
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Ich finde auch, dass Müllabholungen kostenlos sein müssen, sonst wird es solche Manieren immer wieder geben. Der Mensch ist von Haus aus eher einfach und faul... wenn er sich noch zum Sperrmüll bewegen UND bezahlen muss, funktioniert das nicht.
Darüber hinaus muss es drakonische Strafen geben. Wenn ich mir so manche vermüllte Länder anschaue, könnte ich kotzen, dass es sowas in Deutschland überhaupt gibt.

Christel, vielleicht findest du irgendwann ein Etikett auf dem Müll, eine Adresse, irgendetwas, das eine Anzeige rechtfertigt. Bis dahin hilft vielleicht das Aushängen deiner Bilder ìm Gemeindeschaukasten?
 
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Eigentlich ist die Sache doch ganz einfach:

Es muss doch möglich sein, ein anderes Denken in die Köpfe der Leute hinein zu bekommen. Gernauso, wie ich jeden Menschen so behandle, wie ich selbst behandelt werden möchte, nämlich freundlich, nehme ich im übertragenen Sinne ganz einfach an, dass es anderen Menschen nicht gefällt, wenn ich ihnen meinen Müll in den Garten werfe. Also, warum werfen diese Leute dann ihren Unrat in meinen Garten (bzw. unseren Wald, unsere Parkanlage, unseren See u.s.w.).

Etwas mehr Rücksichtnahme auf das Allgemeinwohl würde es allen Menschen sehr viel leichter machen, miteinander auszukommen.
 
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Etwas mehr Rücksichtnahme auf das Allgemeinwohl würde es allen Menschen sehr viel leichter machen, miteinander auszukommen.

Nun überfordere den "nackten Raubaffen" mal nicht..... in 6 Mio. Jahren hominider Entwicklung gab es Fürsorge nur für die eigene Kleingruppe, Rücksichtnahme auf eine anonyme Allgemeinheit war evolutionär weder notwendig, noch sinnvoll. - Wer also Homo sapiens zu "widernatürlichen" Verhalten bewegen will, muss ihn mit einem passenden Anreiz- und Bestrafungssystem in die entsprechende Richtung schubsen....

eine Vielzahl spieltheoretischer Experimente belegen, Kooperation entwickelt sich nur, wenn sich diese für jedes Individuum direkt lohnend auswirkt.
 
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Wer! macht so etwas?

Meiner unmaßgeblichen Einschätzung / Erfahrung / Beobachtung machen das folgende Leute:

1.) Schmierenhandwerker, die Arbeiten zu Dumpingpreisen ausführen. Kosten für Abfallbeseitigung (ich mag die Vokabel "Entsorgung" nicht) sind da nicht drin. - Schuld daran sind auch die Auftraggeber, die meinen, für einen Euro pro Quadratmeter, könne man, beispielsweise, eine perfekt geweißte Wand erwarten, vom Fachmann ausgeführt mit Farbe guter Qualität.

2.) Menschen, die es nicht gelernt habe, überlegt und sozial zu handeln und mit ihrer Umwelt (Wald, Wiese, Hausecke, eigenem oder fremdem Eigentum) angemessen umzugehen.

3.) Menschen aus Ecken in der Welt / aus Familien / Traditionen, in denen entweder Denkfähigkeit als Makel gilt. Oder Leute, die Aufträge nach Punkt 1 ausführen. Oder solche, denen Eigenschaften nach Punkt 2 zueigen sind.

Dabei sei angemerkt, daß es solche "Ecken in der Welt / Familien / Traditionen" auf der ganzen Erde gibt, ob in D oder anderswo. - Anders ausgedrückt: Idioten gibt es überall.
 
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Entsorgung in den Wald geht gar nicht. Punkt.


Dennoch kann eine Entsorgung manchmal überraschend kompliziert sein.

Ich mußte mal sehr spontan abends einen Kühlschrank loswerden, also
bin ich mit dem Ding zur lokalen Entsorgungsstelle gefahren – durchaus
in dem Wissen, daß diese geschlossen war. Nur hatte ich erwartet, dort
eine Mulde o.ä. zu finden, wo auch außerhalb der Öffnungszeiten Zeug
deponiert werden könne. Weit gefehlt: Riesige Schilder "Müll abladen
verboten!" vor dem Eingang samt opulenter Video-Überwachung.

Verdammte Hacke, der Kühlschrank mußte in dieser Nacht noch weg.
Und zwar so, daß es (halbwegs) mit meinem Gewissen vereinbar war.
Also stundenlang durch die Stadt gekurvt, um irgendwo beistellfähigen
Sperrmüll zu finden. Gibt's eigentlich immer irgendwo, nur natürlich
dann nicht, wenn man es mal dringend braucht. Irgendwann spät nachts
habe ich in einem Industriegebiet dann eine Abrißbude gefunden und in
meiner Not dort den Kühlschrank platziert.

Bevor jetzt jemand fragt: Nein, ich konnte das Teil nirgends lagern, um
solange zu warten, bis dem Recyclinghof eine Annahme genehm sei.

Bin ich jetzt eine Umweltsau oder Opfer kommunaler Entsorgung?



 
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Tja, im Zweifelsfalle siehe § 31 OWiG. Wenn Du Glück hast, bist Du ein unbescholtener Umweltstrolch. :D:lachen:
 
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Ich versteh die ganze Aufregung nicht :nixweiss:

Ich entsorge alles, auch den kompletten Giftmüll meiner Baustellen im Wald. Ist doch wunderbar. Da ist Platz, es kostet nix und ob die paar Tonnen nun im Wald, oder anderswo herumliegen macht doch keinen Unterschied :D
 
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Strolch könnte passen. Zumindest gefällts mir bei Sven.
Unbescholten?
Na ich weiss nicht!

Aber ich hab die Typen im zuständigen Recyclinghof auch schon mal gefragt,
ob sie sich bei dem Heckmeck den sie machen, nicht wundern
warum nicht mehr Zoig im Wald landet.

Hab die Dosen dann aber trotzdem nicht wieder mitgenommen sondern unbeobchtet
in eine Ecke gestellt und dann leider vergessen...

Meist bringe ich meine wertvollen Wertstoffe in einen "ortsfremden"
Wertstoffthof. Der lokale nimmt nicht alles, der zuständige nächstgelegene größere Hof nimmt Gebühren und von Gewerbetreibenden erst Recht.

Die Folge die kriegen von mir nix, dann fahr ich das, wenn mein Hänger voll ist
eben woanders hin. Ist zwar ne Ecke weiter, die dürften mich zwar mit dem Kennzeichen nicht,
aber das ist wesentlich streßfreier.

Gruß
Jürgen
 
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Sperrmüll ist meistens, zumindest wie ich es kenne, kostenfrei. Man ruft eine Nummer an, gibt an, um was es sich handelt, bekommt einen Termin und stellt dann hinaus. Daher habe ich für solche Aktionen, wie ich sie hier gezeigt habe, kein Verständnis.

Da das ganze ja Nacht- und Nebelaktionen sind, fände ich es wenigstens anständig, wenn die das in der unmittelbaren Nähe der Eingänge zu den Wertstoffhöfen, die ja nicht in einem Wohnviertel liegen sondern auch ziemlich einsam, entsorgen würden. Aber mitten im Reichswald, wo es vor sich hinvergammelt, der Natur Schaden antut, das ist für mich ein no go.

Allerdings ist mir auch schon der Gedanke gekommen, dass ich, da ich eine solche Schandtat schon zum 2. Mal dem Ordnungsamt gemeldet habe, womöglich noch selber in Verdacht gerate, wenn ich noch mehr Müll melde :eek::eek:

Mal sehen, was ich machen werde, wenn ich demnächst wieder eine schwarze Mülldeponie finde :nixweiss:
 
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Na gut. Überredet. Ich oute mich hiermit als internationalen Umweltverschieber.

Vor einigen Jahren habe ich in Oberammergau etliche Computerlehrgänge für Kolleginnen und Kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet gegeben. Als Unterbringung habe ich mir jeweils ein Appartement angemietet. Während meines dortigen Aufenthaltes ist natürlich auch Müll entstanden. So weit, so gut. Oder auch nicht.

Dazu muss man wissen, dass Oberammergau eine in meinen Augen besonders bescheuerte Müllbeseitigungsverordnung hat. Der angefallene Hausmüll sollte in sage und schreibe 8 (in Worten ACHT) verschiedenen Mülltonnen entsorgt werden. Da sagt man sich doch als mitteleuropäischer Nichttrenner: "Nein! Mit mir nicht!"

Also wurde der gesamte Hausmüll in eine große Aldi-/Lidl- oder sonstige -Tüte gepackt, dann rein ins Auto, die paar Kilometer über die österreichische Grenze gefahren, und ab mit dem gesamten Rotz in den nächsten Papierkorb am Wegesrand. Das war sehr umweltbewusst und ordentlich.
 
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...
Da das ganze ja Nacht- und Nebelaktionen sind, fände ich es wenigstens anständig, wenn die das in der unmittelbaren Nähe der Eingänge zu den Wertstoffhöfen, die ja nicht in einem Wohnviertel liegen sondern auch ziemlich einsam, entsorgen würden.

...

Am besten wäre so eine Art Babyklappe für ausgesonderte Kühlschränke vor den Toren der Recyclinganlage. :)
 
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