Bei dem ewigen Mistwetter fang ich an, von südlicheren Regionen zu träumen.
Also mal zur Abwechselung dorthin, wo sich einer der größten Flüsse Spaniens seinen Weg durchs Gebirge gebrochen hat und sich ins Meer ergießt. Nein nicht gleich. Früher schafften die ungebändigten Fluten Unmassen an Sand und Schlick zur Mündung, lagerten alles ab und bildeten so eine riesige platte Fläche, ein Mündungsdelta. Heute ist der Ebro durch Staudämme kastriert, das Delta wächst nicht mehr weiter. Das sumpfige Land wurde durch Kanäle teilweise entwässert und Ackerland angelegt. Dennoch: große, weite Flächen werden auch heute noch kontrolliert geflutet, denn hier baut man Reis an. Ein Paradies für Vögel und Mücken. Vor hundert Jahren war die Gegend fast entvölkert, Schuld war die Malaria.
Das Häuschen in den Reisfeldern habe ich vor 15 Jahren beim Tuckern über die schnurgeraden Straßen der Gegend entdeckt. Aufgenommen habe ich es mit der FA, geladen mit Ilford 100 Delta. Genialerweise habe ich den Film vom Dienstleister entwickeln lassen, nahezu bis zur Unbrauchbarkeit.
Was man dem Bild nicht ansieht, ist die Mühe bei der Aufnahme. Erst musste ein zugänglicher Damm zwischen den Reisfeldern erobert werden. Dann war diese schwierige Entscheidung zu treffen, wo die Schärfenebene liegen sollte. Ich habe mich für die Gräser im Vordergrund entschieden. Nun musste ein weiterer Kompromiss gesucht werden: Priorität Blende oder Verschlusszeit? Bei dem ewigen Wind an der Küste keine leichte Entscheidung, also Blende zu bis zum "Aua" und warten, dass mal der Wind Pause macht. Ohne die Geduld der "besten aller Ehefrauen" wäre das Bild nicht entstanden. Ach ja, bei diesen Umständen fiel mir der Verzicht auf die Festbrennweite leicht. Hier hätte man eine solche als "Gummistiefel-Zoom" bezeichnen müssen...Ohne Stativ wäre es auch nicht besser geworden.
Viele Grüße
Herbert
Also mal zur Abwechselung dorthin, wo sich einer der größten Flüsse Spaniens seinen Weg durchs Gebirge gebrochen hat und sich ins Meer ergießt. Nein nicht gleich. Früher schafften die ungebändigten Fluten Unmassen an Sand und Schlick zur Mündung, lagerten alles ab und bildeten so eine riesige platte Fläche, ein Mündungsdelta. Heute ist der Ebro durch Staudämme kastriert, das Delta wächst nicht mehr weiter. Das sumpfige Land wurde durch Kanäle teilweise entwässert und Ackerland angelegt. Dennoch: große, weite Flächen werden auch heute noch kontrolliert geflutet, denn hier baut man Reis an. Ein Paradies für Vögel und Mücken. Vor hundert Jahren war die Gegend fast entvölkert, Schuld war die Malaria.
Das Häuschen in den Reisfeldern habe ich vor 15 Jahren beim Tuckern über die schnurgeraden Straßen der Gegend entdeckt. Aufgenommen habe ich es mit der FA, geladen mit Ilford 100 Delta. Genialerweise habe ich den Film vom Dienstleister entwickeln lassen, nahezu bis zur Unbrauchbarkeit.
Was man dem Bild nicht ansieht, ist die Mühe bei der Aufnahme. Erst musste ein zugänglicher Damm zwischen den Reisfeldern erobert werden. Dann war diese schwierige Entscheidung zu treffen, wo die Schärfenebene liegen sollte. Ich habe mich für die Gräser im Vordergrund entschieden. Nun musste ein weiterer Kompromiss gesucht werden: Priorität Blende oder Verschlusszeit? Bei dem ewigen Wind an der Küste keine leichte Entscheidung, also Blende zu bis zum "Aua" und warten, dass mal der Wind Pause macht. Ohne die Geduld der "besten aller Ehefrauen" wäre das Bild nicht entstanden. Ach ja, bei diesen Umständen fiel mir der Verzicht auf die Festbrennweite leicht. Hier hätte man eine solche als "Gummistiefel-Zoom" bezeichnen müssen...Ohne Stativ wäre es auch nicht besser geworden.
Viele Grüße
Herbert