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Die Siedlung Fröttmaning wurde erstmals 815 urkundlich erwähnt und gehört damit zu den ältesten Siedlungen im Stadtgebiet München zu dem es 1931 eingemeindet wurde. Ab den 1950er Jahren wurden die Gutshöfe wegen der sich ausbreitenden Mülldeponie abgerissen. Fröttmaning wurde quasi unter dem Müll der Münchner begraben. Lediglich die Heilig-Kreuz-Kirche aus dem 12. Jahrhundert blieb bis heute erhalten.
In den 1970ern wurde mit der Renaturierung des Müllberges begonnen. Heute ragt der Fröttmaniger Berg etwa 70 m aus der Umgebung heraus. 1999 wurde eine Windkraftanlage auf dem Berg in Betrieb genommen.
Im Zusammenhang mit dem Bau der Allianz-Arena für die Fußballweltmeisterschaft 2006 wurde ein Künstlerwettbewerb ausgeschrieben, den Timm Ulrichs mit seiner Installation "Das versunkene Dorf" gewann. Ulrichs erstellte in unmittelbarer Umgebung der Allianz-Arena eine nicht begehbare Replik der Heilig-Kreuz-Kirche aus Fertigbetonteilen am Fuße des Fröttmaninger Berges. Sie scheint vom Berg halb verschüttet. Der Künstler versteht es als Mahnmal für die kulturellen Opfer einer zerstörerischen Zivilisation: "Erst wird die Geschichte unter Müllbergen begraben und dann werden auf den verrotteten Fundamenten neue Kathedralen gebaut" (in Anspielung auf die Allianz-Arena).