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Museumsinsel: Blick von der Friedrichsbrücke auf die Alte Nationalgalerie
(Inzwischen ist es übrigens Pflicht für alle Fotografen im Bezirk Mitte, bei Fotos in der
Totalen mindestens einen Baukran mit auf dem Foto abzubilden, sozusagen als Nach-
weis, dass es sich um eine Aufnahme handelt, die tatsächlich in Berlin entstanden ist.)
Zwischen Rotem Rathaus und Spreeufer erstreckt sich das Nikolaiviertel, benannt nach der hoch aufragenden, mittlerweile profanisierten Nikolaikirche. Das ehrgeizige Projekt zum Wiederaufbau des verfallenen Viertels begann Anfang der 1980er Jahre und wurde von der DDR-Regierung im Jahr 1987 anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins als Vorzeigequartier präsentiert. Bekannt sind neben der Nikolaikirche auch das sogen. Knoblauchhaus, das Ephraimpalais ("Berlins schönste Ecke") sowie das wiederaufgebaute Gasthaus "Zum Nussbaum", Stammlokal einstiger Berliner Prominente wie Heinrich Zille (Maler, Grafiker und Karikaturist) und Claire Waldoff (Sängerin, Schauspielerin und Kabarettistin). Das Nikolaiviertel wurde lange als "Honeckers Disneyland" verspottet, doch tut man diesem Stadtquartier damit m. E. Unrecht. Inzwischen wissen die meisten Berliner und unzählige Touristen den eigentümlichen, etwas spröden Charme des Nikolaiviertels zu schätzen.
Spätabendlicher Blick von der Mühlendammbrücke zum Dom. Zur Linken die Stadtbibliothek,
der Neue Marstall und das im Bau befindliche Stadtschloss/Humboldtforum, zur Rechten das Nikolaiviertel