Frage Einbeinstative - welche am besten?

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.

BrilliantFan

NF Mitglied
Registriert
Guten Abend,

hat jemand Erfahrung mit Einbeinstativen? Welche maximale Arbeitshöhe sie am besten erreichen sollten? Welche Marken am besten?
Manfrotto? Gizo?

Es gibt ein Walimex

http://www.foto-walser.biz/shop/Art...pro_WAL_1983_Carbon_Pro_Einbeinstativ_185.htm

der aus Carbon ist (also leichter und theoretisch empfehlenswerter), jedoch der deutlich günstigere Preis im Vergleich zu Einbeinstativen aus Carbonfasern von Manfrotto etc macht mich etwas stutzig...

Für jeden Tip würde ich mich freuen!

BrilliantFan
 
Anzeigen
hat jemand Erfahrung mit Einbeinstativen? Welche maximale Arbeitshöhe sie am besten erreichen sollten? Welche Marken am besten?

Ich habe mir vor vielen Jahren ein Manfrotto gekauft. Wenn ich mir heute eines kaufen würde, dann wäre es dieses: Manfrotto 685B Monopod. Auf der verlinkten Seite gibt es unten auch ein Video, in dem das Stativ vorgeführt wird. Möglicherweise werde ich mir dieses Stativ im nächsten Frühling kaufen.
 
Kommentar

Beim Einbeinstativ macht Carbon wirklich viel Sinn. (Bei 3-Bein bin ich mir mit Carbon nicht so sicher, denn die Leichtigkeit führt zu einem Mangel an Stabilität. Dies ist bei einem Einbein IMO weniger relevant, da das Ding sowieso wackelt).

Höhe: hängt von Deiner Größe ab, denke ich.
Hersteller: ich plädiere für ausprobieren im Laden, nur so kann man die Qualität erfahren bzw. erfühlen.

Ich hab ein Manfrotto 694 Magfiber (Auslaufmodell) und bin sehr zufrieden, es ist ca 170 hoch, das reichte mir bisher obwohl ich über 190 bin. Es kommt ja noch der Kopf dazu.

Kopf: bloß keinen Kugelkopf, das ist ebenso unnötig wie gefährlich. Ein simpler und billiger Schwenkkopf, z.B. 234RC tut seinen sicheren Dienst.
 
Kommentar
Hier noch mal ein etwas anderer Aspekt um eine gute Wahl zu treffen. Die Gitzo unterscheiden sich von den Manfrottos u.A. dadurch, dass sie die Schraubverschlüsse haben und die Manfrottos die Klemmverschlüsse (das gilt natürlich auch für all die anderen Hersteller). Ich denke es ist ausschliesslich das persönliche Empfinden womit man besser klarkommt, sollte man aber auch mal ausprobieren, denn ich stelle beim Einbein viel öfter die Höhe ein als beim Dreibein.
 
Kommentar
Ich benutze seit über 15 Jahren ein Manfrotto 434 (jetzt 681). Dick, unglaublich robust (wird bei mir im Outdoorbereich oft zweckentfremdet) und auch für lange, schwere Brennweiten geeignet. Nachteil: Nicht ganz leicht.

Carbon ist leichter, allerdings auch etwas empfindlicher. Muss man sich halt überlegen. Wenn man wie ich, das Einbein auch gerne mal zum Beseitigen von Gestrüpp oder als Stütze bei Flussüberquerungen nutzt, kann das entscheidend sein.

Bei Dreibeinstativen hat Carbon deutliche Vorteile bezgl. Schwingungsverhalten und Gewicht. Einen Nachteil durch das geringere Gewicht gibt es in der Praxis nicht (Ausnahme vielleicht leichte Reisestative mit sehr dünnem Beindurchmesser. Hier kann man ganz leicht durch beschweren des Statives mehr Stabilität erreichen).
Dieser Vorteil wird bei Einbeinstativen meiner Meinung nach etwas relativiert.

Ansonsten: Einfach die Seiten von Manfrotto, Gitzo, Monostat usw. durchsuchen und eine Vorauswahl durch Eingrenzung der Größe treffen. Ca. 10cm mehr als Körpergröße ist immer vorteilhaft, da man im abschüssigen Gelände, auf weichem Boden und bei Aufnahemn nach oben immer Reserven braucht.

Die Dicke/Stabilität der Beine hängt von dem verwendeten Kamera/Objektivgewicht bzw. Brennweite ab. Hierzu hast Du keine Infos gegeben.

Gruß
Heiko
 
Kommentar

Hab´ich mir auch angesehen, aber der Mechanismus kam mir billig und hakelig vor - von flüssigem Verstellen keine Rede. Habe dann das bewährte 781 B genommen und bin´s zufrieden.

Gruß
Armin
 
Kommentar
Hallo Heiko,

vielen Dank für Deine Antwort. Ich benutze zur Zeit ein D90 mit einem 16-85 mm Objektiv. Aber es sollen vielleicht noch schwerere Objektive angeschafft werden, daher...

BrilliantFan
 
Kommentar
Bei Dreibeinstativen hat Carbon deutliche Vorteile bezgl. Schwingungsverhalten und Gewicht. [........].
Dieser Vorteil wird bei Einbeinstativen meiner Meinung nach etwas relativiert.

Hast Du dafür eine Quelle?

Ich würde das genau andersherum sehen:
1) Aluminium dämpft Schwingungen und ist auch schwerer daher steht ein 3-Bein damit stabiler. Carbon ist elastischer und es kommt daher eher zu Biege-Auslenkungen und Schwingungen.
2) Beim Einbein ist das alles weniger schlimm, denn man muss es ohnehin mit dem Körper stabilisieren.
 
Kommentar
Hallo Heiko,

vielen Dank für Deine Antwort. Ich benutze zur Zeit ein D90 mit einem 16-85 mm Objektiv. Aber es sollen vielleicht noch schwerere Objektive angeschafft werden, daher...

BrilliantFan

Bin ebenfalls mit D90 und verschiedenen Linsen unterwegs und werfe mal Bilora ins Spiel.
Ich habe mich für das Perfect Pro Carbon im Dialog mit dem Autogriff "S" entschieden.
Zum Stativ selbst fällt mir nix negatives ein, der Kugelkopf ist zumindest gewöhnungsbedürftig.
Ansonsten eine tolle, leichte Hilfe!
Habe mir extra noch eine zweite Platte geordert, somit kann ich meine D40x auch noch ganz easy damit verwenden!
 
Kommentar


dass die schwingungsdämpfung von carbon deutlich besser ist als die von aluminium, ist eigentlich völlig unbestritten und in nahezu jedem stativ-ratgeber nachzulesen. deine "elastizitäts-theorie" entbehrt jeder physikalischen grundlage.

siehe z.b. hier: http://www.computeruniverse.net/groups_home.asp?groupid=kaufberatung&paid=234&pagroupid=30000221

oder hier: http://www.stativfreak.de/GALERIES/SONSTIGES/TEXTE/StativuebersichtRiesbeck/index.htm

stabilität wird nicht vorrangig durch größeres spezifisches gewicht des eingesetzten materials erreicht, sondern durch materialeinsatz (u.a. rohrquerschnitt, dicke, versteifungen), verarbeitungsqualität (u.a. passgenauigkeit und belastbarkeit der verschraubungen) und belastung mit ausreichendem gewicht.
 
Kommentar
Ich kann mich erinnern, dass in diesem Jahr in einer Fotozeitschrift ein Artikel zum Schwingungsverhalten war. Die haben (technische) Messungen mit diversen Installationen unternommen. Ziel war es zwar den Einsatz von Gummifüssen vs. Spikes zu untersuchen, es gab (meine ich) aber auch allgemeine Daten zum Unterschied Aluminium/Kohlefaser/Holz ... nur an die Materialergebnisse kann ich mich nicht erinnern ... ich schau mal nach wenn ich wieder zu Hause bin (wenn's interessiert).
 
Kommentar
Hi,

hab mir zu meinem 70-200 VR II ein Feisol gekauft. Ist von der Verarbeitung und Handhabung super, die Arbeitshöhe reicht auch für Riesen (für mich mit 183 cm sowieso), preisgünstig und mit dem Markins Q 3 klasse, auch für die schwerere Kamera-Objektiv-Kombi, auch mit dem TC 1,7 II.

Das ist der Link:

http://www.feisol.de/feisol-einbeinstativ-cm1471-mit-4-beinsegmenten-inkl-tasche-p-6.html

Mir gefällt -unter anderem-, dass ich drehbare Feststeller habe und nicht die gebräuchlichen "Klipse", die das eh schon zeimlich "fette Teil" noch unhandlicher machen. Es ist leicht und relativ klein zusammenschiebbar.

Wenn man keine schweren Objektive hernimmt reicht meines Erachtens auch das 1401, das leichter und kleiner zusammenschiebbar ist.

VG Frank
 
Kommentar
Hast Du dafür eine Quelle?

Unzählige Fotografen auf der ganzen Erde, die die bereits ihre Erfahrungen bzgl. Carbon/Alu sammeln konnten.

1) Aluminium dämpft Schwingungen und ist auch schwerer daher steht ein 3-Bein damit stabiler. Carbon ist elastischer und es kommt daher eher zu Biege-Auslenkungen und Schwingungen.

Carbon und Holz absorbieren Schwingungen besser, als Alu. Das ist eine altbekannte Tatsache und wird eigentlich von kaum einen angezweifelt.
Vielleicht hast Du mal die Möglichkeit zwei Stative mit gleichem Beindurchmesser aus Alu und Carbon (z.B. ein Gitzo 1500 und ein 5541) zu vergleichen. Bei längeren Brennweiten und eingeschaltetem Live View kann man ganz besonders schön sehen, wie unterschiedlich lange die Kamera nach dem Auslösen nachschwingt.

Carbon ist sehr verwindungssteif. Natürlich spielen hierbei auch die Verschlüsse eine große Rolle. Es nützt das schönste Carbonstativ wenig, wenn die Verbindung der Beine nicht stimmt und alles wackelt. Daher würde ich ein gutes Alustativ immer einem billigen Carbonstativ vorziehen.

Zum Gewicht: Ist alles relativ. Die Gleichung Carbon = leicht = instabil ist absolut theoretisch gedacht. Und die Gleichung, dass alle Carbonstative immer leichter sind als Alustative auch. Beispiel: Mein Gitzo Carbonstativ wiegt sogar etwas mehr, als mein Manfrotto 055 (von der Stabilität und auch der Durchmesser der Beine liegen da aber Welten zwischen).

Es hat schon einen Grund, warum bei Naturfotografen, die mit ihren langen Brennweiten auf gute Schwingungsdämpfung angewiesen sind, durch die Bank fast nur Holz oder Carbonstative benutzt werden und vergleichsweise selten Alu.
Und auch bei den professionellen Kameraleuten aus dem Filmbereich hat sich die günstige Kombination von Gewicht und Schwingungsdämpfung längst durchgesetzt.


2) Beim Einbein ist das alles weniger schlimm, denn man muss es ohnehin mit dem Körper stabilisieren.

Sehe ich genauso.

Gruß
Heiko
 
Kommentar
Ich habe mir dieses hier gekauft: Benro MP-66 m8

http://www.7dayslive.de/cgi-bin/sho...u&artnr=114&pn=0&sort=0&partnr=B0057-BEM&all=

Gründe:
* Max. Höhe: 1450 mm (aber da ich an meiner D200 noch den MD dranhabe passt das recht gut. Wenn dann noch ein Kopf - nutze es auch öfters ohne - dazukommt passt die Höhe auch für normalgroße Menschen)
* Normale Höhe: 395 mm (so klein, dass es prima eingeschoben und quer an meine Fototasche passt. Damit immer auf Reisen dabei, wo mir ein Dreibein zu schwer wäre)
* Gewicht: 0,46 kg
* Belastbarkeit: 10 kg
* Gewinde: 3/8'' Gewinde - die Gewindeschraube kann gedreht werden, so dass man ein 1/4'' Gewinde hat.

* günstiger Preis bei dennoch m.E. guter Verarbeitung


Gruß Wolfgang
 
Kommentar
Ich wollte ein Einbeinstativ mit Schnellwechselplatte und Schwenkkopf und mehr als 150cm Höhe.

Wurde dann das Cullmann 3080:

http://www.die-digitalkamera.de/produkte/cullmann-3080-multipod.htm

Nützlicher Nebeneffekt: ich kann es im Bedarfsfall auch als Autostativ einsetzen.

Die Schwingungsdämpfung halte ich persönlich bei einem Einbeinstativ für zweitrangig, da im Zweifelsfall ich selber mehr zum Verwackeln beitrage als das Stativ.

Helmut
 
Kommentar


Ich glaube das war in der "Spiegelreflex" oder so ähnlich, müßte mal Kleinpetri fragen, der hat den Artikel auch entdeckt. Ausgabe Oktober oder November.
 
Kommentar
Ich hab irgendwie ein Déjà-vu..

Schau dir die Monostat-Stative an. Sind klasse: http://www.monostat.com/D/monostat_application.php

Ich habe das MONOSTAT RS16 PRO - ART und kann nicht klagen. Als Kopf fungiert ein Manfrotto 486RC2. Wichtig bei den Monostats - wie bei allen Einbeinstativen - ist: Je mehr Auszüge, desto instabiler. Ich würde daher schauen, dass das Stativ max. 3, besser nur 2 Auszüge (wie das RS16Pro) hat. Ob das Stativ nun 10cm länger oder kürzer ist, spielt eigentlich kaum eine Rolle. Meist bindet man es eh an den Rucksack oder aber hängt es in einer passenden Tasche um (hab ich mir zum Monostat mitgekauft).

Was das Monostat von den anderen Einbeinstativen unterschiedet, ist der Fuss. Wenn du einen Händler lokal vor Ort hast, probiers mal aus. Wird dich sicher überzeugen.
 
Kommentar
-Anzeige-