Bilderthema Ein Roadtrip durch die Normandie....

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Ich wollte den Goury leuchten sehen und somit musste ich mich noch eine ganze Weile gedulden, bis die blaue Stunde schon vorbei war...
Dann ging die Lampe endlich an:

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Der kommende Sonnenaufgang war dann wieder rein theoretischer Natur: Nieselregen und Nebel waren meine ungeliebten Begleiter zur frühen Stunde. Also zurück an den Frühstückstisch und ein petit déjejeuner mit meinen "Gasteltern" genossen . :)
Anschließend habe ich dann Cotentin erkundet. Eigentlich wollte ich noch den Phare de Gatteville am Pointe de Barfleur fotografieren, aber der war von meinem Standort aus zu weit entfernt, um in der stockdunklen Nacht dort hin zu fahren. Ein Quartier in der Nähe war nicht zu finden. Somit musste ich ihn von meiner Speisekarte streichen.
Meine Hoffnung galt nun dem Sonnenuntergang, aber ich hatte die Rechnung ohne den aufziehenden Sturm gemacht.
Ich hatte versucht, mit 100mm zu fotografieren - versucht, genau..... Versucht hatte ich auch mit allem, was ich hatte, etwas Windschatten für Cam und Stativ zu machen. Es ging nicht. Kein Bild ist scharf genug geworden, um sich länger als eine Minute damit zu beschäftigen....
 
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Langsam musste ich mal an die Rückreise denken und habe mir kleine Etappenziele gesetzt, weil der Schlafmangel langsam seinen Tribut zu fordern fing - Sekundenschlaf und so.... Ich beschloss, noch einmal nach Étretat zu fahren, diesmal direkt dorthin und auch nur noch für eine Nacht
Früh morgens noch mal zum "Goury" und dann wieder Richtung Norden....

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Bei Tageslicht kann man die Lage besser einschätzen und dann auch näher ans Wasser ran als in der Dunkelheit....
 
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Le Tréport war nun die letzte Station vor der Rückreise.... Ein richtiger Touri-Ort, wo richtig Party ist.
Ich wollte den Leuchtturm fotografieren, was aber schwierig war, weil ich leider nicht alleine war und im ständigen Kommen und Gehen der Menschenmassen meine "menschenleeren" Momente finden musste. Also immer mit einem Auge nach vorne geschaut, wie lange die Selfie-Orgien der einzelnen kleinen Grüppchen noch dauern mögen, gleichzeitig auch nach hinten, ob schon wieder neue "Schwärme" im Anmarsch waren.
Letzenendes ist es geglückt, ein paar Momente für mich alleine mit meinem Motiv zu haben... :ROFLMAO:

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Auf Hinweg hatte mich Google zu Fuß einmal um das ganze Hafenbecken geschickt, um von meinem Quartier aus auf die "richtige" Seite der Mole zu gelangen. Auf dem Rückweg habe ich dann entdeckt, dass man auch ganz einfach über die Schleusentore laufen kann (Google, schäm Dich! :ROFLMAO:).

Dabei fiel mir dann der grüne Schein auf, der sich schön im Wasser gespiegelt hat. Also noch mal ausgepackt und einen Dauerbrenner fabriziert, um das Ganze angemessen festzuhalten....

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Sehr schön, Rolf.

Normandie und Bretagne lohnen sich immer. Warst du mit dem WoMo dort?
 
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Sehr schön, Rolf.

Normandie und Bretagne lohnen sich immer. Warst du mit dem WoMo dort?
Vielen Dank!
Die Bretagne war mir zu weit entfernt. Selbst die untere Normandie, sprich Mont St. Michel, lag nicht mehr in meiner Reichweite, weil ich ja nur eine gute Woche Zeit hatte.
Ich war mit dem Auto unterwegs und habe mir die Quartiere über "Luft Bed & Breakfast" gebucht. Das war relativ teuer, weil der Preis immer für die Unterkunft gilt und nicht pro Person.... Ich hätte aber für den Notfall auch Schlafsack und Isomatte dabei gehabt.
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte

ich habbet nicht mit dem Zug fahren, was ich so alles an Fotokram mitschleppe
und dann noch das restlichen Gepäck...
kommt alles in den Elch und zur Zeit fahre ich noch bis 1200 km in einem Rutsch ganz entspannt
durch ....
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Nachtrag: für die nördliche Bretagne gibt es dann den TGV-Ast nach Brest. Beide fahren als Doppelzug bis Rennes, der dort geteilt wird. Südwärts geht es weiter über Vannes und Quimperlé nach Quimper, nordwärts über Saint-Brieuc und Morlaix nach Brest. Leider fährt der in Paris im Gare Montparnasse ab, dem unwirtlichsten und (relativ) am schlechtesten an die Métro angebundenen Bahnhof.
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Muss jeder halt für sich entscheiden. Ich habe immer einen großen Reise-Rollkoffer, darin zusammengeknautscht die kleine Fototasche, auf dem Rücken den deuter-Tagesrucksack mit Fototascheneinsatz und dem ganzen Fotoausrüstungsgedöns, und in der Hand bzw. auf dem Koffer die Köchertasche mit dem 200-500. Damit kommt man selbst durch die treppenreiche Metro durch, wenn man nicht hetzen muss. 1200 Autokilometer empfände ich als maximalen Stress, und zurück wäre da die halbe Urlaubserholung weg...
 
Quincy 66
Quincy 66 kommentierte
Für die obere Normandie hat es ganz gut funktioniert mit dem Auto. Ich hatte mir ja die Stationen, die ich machen wollte, schon vorher rausgesucht. Ich hätte mir noch viel ansehen können, z.B. den malerischen Hafen von Honfleur. Aber irgendwann reicht auch die Zeit nicht mehr aus. Für die untere Normandie oder gar die Bretagne wird es so nicht funktonieren....
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte

natürlich muss es jeder für sich entscheiden
für mich war und ist mit dem Auto unterwegs sein noch nie Stress
 
Was habe ich denn so alles gelernt :)
Die Normandie ist definitiv eine zweite Reise wert!
Die Gezeiten spielen eine wesentliche Rolle, denn der Tidenhub ist gewaltig. Das gleiche Motiv kann bei Ebbe nichtssagend sein, bei Flut aber sensationell. Ich hatte irgendwie "Pech" das Hochwasser immer um die Mittagszeit und dann wieder in der Nacht war.
Wettertechnisch war es "zu schön", ein paar Wolken hätten mir schon ganz gut gefallen. Der Wind war ebenfalls sehr stark, so dass einiges nicht so geklappt hat wie erhofft (Stichwort Langzeitbelichtungen).
Die Jahreszeit ist wegen der langen Tage vielleicht nicht ideal, denn früh aufstehen ist immer wieder schwer.
Auf Étretat bezogen würde ich sagen, Sonnenaufgang geht vom Sonnenstand her sehr gut, für den Sonnenuntergang ist der Juni nicht die erste Wahl, weil die Sonne über dem Meer untergeht und - Wolkenhimmel vorausgesetzt - die Party dann nicht über der Küste stattfinden würde.
Oktober wäre hier eine gute Option. Dann dürften weniger Touris unterwegs sein und die Tage sind schon viel kürzer.
Einige Dinge würde ich vielleicht noch anders fotografieren, aber dazu braucht man eben die Gelegenheiten - also noch mal hin :)

Was habe ich noch gelernt.... Ich habe ein paar Dinge an der Z7 entdeckt, die mir verglichen mit meinen Spiegelbodies nicht so schmecken, aber das wäre jetzt hier garantiert zu länglich :)
 
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Ich habe auch noch ein wenig "Beifang", Graffitis, Fenster, Türen, Türgriffe - alles, was man unterwegs so sieht..... Aber da besteht ja kein erkennbarer Zusammenhang zur Normandie 😄

Wenn du es in diesen Faden packst, erkennt man es ja am Titel ;)
Eine tolle Sammlung an Leuchttürmen und Steilküsten hast du mitgebracht. Die Bilder machen wirklich Lust, das auch mal "in echt" zu sehen.

Und jetzt? Graffitis? Fenster? Türen? Türgriffe? Von mir aus sehr gerne.
 
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Für meinen Geschmack darf so eine feine Sammlung von Fotos nicht unkommentiert bleiben - und mach es kurz: bin begeistert.
Herzlichen Dank für die wunderbare Auswahl an Appetithäppchen aus der Normandie!
 
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Danke fürs mitnehmen! Bitte "Graffitis, Fenster, Türen, Türgriffe - alles, was man unterwegs so sieht ..." nicht zurückhalten.
 
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Ein herzliches Dankeschön für die schönen Bilder und Deinen Erfahrungsbericht aus der Normandie, Rolf.

Nachdem wir auf der Durchreise gerade erst im Juli ein paar Tage in der Normandie verbracht haben, ist es für mich sehr spannend, an Deinem fotografischen Blick auf diese wunderbare Landschaft teilhaben zu dürfen.

Auf eine Fortsetzung mit dem Beifang freue ich mich sehr.
 
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