"Dreifuss": ein Projekt mit einer dreibeinigen Katze ...

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Anzeigen
Danke Uwe...:)

Kurz vor Mittag konnte ich ein Foto machen, dass sich qualitativ einigermassen sehen lässt. Ich arbeite mit der D4 und dem 135mm Nikkor, MF, 2.8. Es ist die ideale Brennweite um die notwendige Distanz zu Leonie aufrecht zu erhalten.

Sie hält sich heute mehr und mehr von uns fern. Das könnte auch ein gutes Zeichen sein. Allenfalls klingen die Medikamente langsam ab und einerseits könnte sie auf dem Weg zur Besserung sein, auch wenn sie noch viel Schleim produziert.

Das Thema Medikation müssen wir Ende Woche noch einmal mit dem Tierarzt diskutieren. Wenn es irgend wie geht, möchten wir eine erneute Nakotisierung verhindern und allfällige Medikamente ins Futter mischen.

Wie Du vermutlich richtig erwähnt hast, Christel, [MENTION=105731]Waldläuferin[/MENTION] , wird auf uns eine lange Zeit mit grosser Geduld auf uns zukommen. Wenn sie wirklich gesund wird, dann ist Leonies Verhalten nicht mehr von Medikamenten beeinflusst. Das heisst, dass ihr ganzes Wesen und ihr Verhalten der letzten Jahre in der Wildnis auf uns zukommt. Es mag gut sein, dass sie unsere Stimmen noch erkennt. Wie weit das hilft, kann ich aber nicht beurteilen.

Es ist und bleibt spannend und zeitintensiv. Die einzige Chance, die wir mit Leonie gemeinsam haben, ist uns immer und immer wieder anzubieten, nicht aufzudrängen. Vorerst sind wir aber noch in Phase eins: und das heisst, alles daran setzen, dass die Infektion geheilt wird ...


13

picture.php
 
Kommentar
Sam, die Bildqualität ist in diesem Thema das geringste Problem! Das Auge sieht wirklich schlimm aus, es tut schon fast weh, so etwas zu sehen und sich dabei vorzustellen wie es der Katze dabei geht. Aber da Ihr so viel Liebe, Zeit, Energie und sicherlich auch einige Franken in die Genesung dieses armen Wesens steckt gibt es doch eine Menge Hoffnung auf Besserung und ein wieder lebenswertes Leben.

Danke im Namen von Leonie :)
 
Kommentar
Sam, die Bildqualität ist in diesem Thema das geringste Problem! Das Auge sieht wirklich schlimm aus, es tut schon fast weh, so etwas zu sehen und sich dabei vorzustellen wie es der Katze dabei geht. Aber da Ihr so viel Liebe, Zeit, Energie und sicherlich auch einige Franken in die Genesung dieses armen Wesens steckt gibt es doch eine Menge Hoffnung auf Besserung und ein wieder lebenswertes Leben.

Danke im Namen von Leonie :)

Danke Bettina...:)

Die paar Franken sind uns ziemlich egal. Die Hauptsache Leonie wird wieder gesund....:)

Ich habe einen Teil meines Fotoarchivs durchforstet. Leider finde ich nichts. Und das ist komisch. Meine erste digitale Kamera kaufte ich mir auf Weihnachten 2005. Und ich habe alle NEF-Dateien gespeichert.

Das ich betreffend Fotografie ziemlich unordentlich bin, das stört mich weiter nicht. Aber ich könnte anhand eines Bildes das ungefähre Alter von Leonie heraus finden.

Betreffend dem Auge: es sieht schlimm aus ja, aber so lange der Schleim läuft, ist es gut. Leider können wir ihr keine Augentropfen applizieren, noch das Gesicht waschen. Wir gehen davon aus, dass von der Infektion nicht nur die Schleimhäute im Auge, sondern auch der Nase betroffen ist. Dümmer wäre es, wenn sie eine Meningitis hätte (Hirnhautentzündung). Das Antibiotika deckt einiges ab.

Es bleibt abzuwarten .... :)
 
Kommentar
Wenn man Ja sagt zum Leben, dann trägt man auch die Folgen daraus. Obwohl es mir fast jedesmal das Herz zerreisst ob dem Anblick, ist es nötig, dass wir Leonie von Weitem regelmässig "kontrollieren", wo wie ich es beschrieben habe.

So ist es von Vorteil, bin ich mit meinen Kameras und Optiken soweit gut bestückt, dass ich auf Distanz einen Kontrollblick machen kann. Und dann entstehen halt solche Bilder.

Die Scheu heute ist gross. Sie verkriecht sich hinter den Lautsprecher, wenn wir ins Zimmer kommen. Und so mache ich halt knapp Licht, nehme die Kamera, und schaue sie mir an.

Aber sie isst, die Verdauung ist funktioniert. Und für das lassen wir uns sehr gerne anfauchen. Und eines ist gewiss: solange Leonie uns signalisiert, dass sie Leben möchte, setzen wir alles daran, ihr das zu ermöglichen ...:)


14

picture.php

 
Kommentar
Tag 4: Leonie lag heute Morgen früh sichtlich entspannt auf einer Decke. Sie fauchte nicht und liess mich ziemlich nah heran, so dass ich ihr Auge relativ deutlich sah.

Vielleicht komme ich heute Nachmittag dazu, ein Bild von ihr zu machen.

Für die unglaublich breite Unterstützung, die Hilfsangebote, Thanks und Mails und Telefongespräche rund um Leonie möchte ich mich einmal ganz herzlich bedanken. Das freut mich/uns unglaublich....:):):)
 
Kommentar
...Sie fauchte nicht und liess mich ziemlich nah heran, so dass ich ihr Auge relativ deutlich sah.

hi sam,

tiere sind auch dankbare lebewesen, wenn sie merkt das ihr es gut mit ihr meint wird sie sich bestimmt revangieren, und das ist doch schonmal ein guter anfang.

gruß frank
 
Kommentar
Danke für die Kommentare und die herzlichen Worte....:)

Tag 4 geht für mich - fotografisch - und auch mit Leonie langsam zu Ende. Heute Abend bin ich weg und ich werde dann noch kurz gegen 23 Uhr besuchen gehen, um ihr gute Nacht zu wünschen.

Ein flüssiges Antibiotika soll nun unters Futter gemischt werden. Oral eingeben geht gar nicht. Der Tierarzt meint, dass es sehr lange gehen wird, bis sich der Katzenschnupfen, rsp. die Infektion etwas beruhigt hat. Nun, Zeit haben wir ...
Ebenfalls auf Empfehlung einer Tierärztin haben wir eine Schale mit Wasser und etwas ätherischen Öl ins Zimmer gestellt. So bleibt die Luftfeuchtigkeit etwas hoch, die Öle helfen den Schleim etwas zu lösen ...

Meine Tochter sitzt nun den halben Nachmittag schon im Zimmer bei ihr und lernt für ihr Studium. Meine Tochter hat ebenfalls eine Affinität zu Katzen, überhaupt zu Tieren. Leonie ist ruhig, zwar wachsam, aber dennoch auch entspannter als die ersten Tage ...

Aber, anschauen tut sie meine Tochter und mich nicht ... wir müssen mit den Hinterbacken und geschorenen Rücken vorlieb nehmen und sie zwischen Kiste und Tischbein betrachten:D:hehe:... egal ... :)

In diesem Sinne: bis morgen, Tag 5....allerseits einen schönen Abend ....:)


15

picture.php
 
Kommentar
Toll, das hört sich ja alles sehr gut an. Meine Familie und ich fiebern jeden Tag mit. Unsere Lilly (schwarz mit gelben Augen) saß heute neben mir und schaute interessiert zu. Also, Pfoten werden auch gedrückt :).
 
Kommentar
Danke Uwe und Rolf ... :)

Tag 5 und guten Morgen an alle von Leonie, natürlich frühmorgens ohne Bild...dafür hat sie mich angefaucht - ein gutes Zeichen ... :):D

Der kurze Besuch bei Leonie lässt nichts Neues sagen. Dennoch ist zu vermerken, dass sie das Futter mit dem Antibiotika anstandslos ist. Das ist der Vorteil von verwilderten Katzen, die sind sich gewohnt das zu essen, was sie aufgetischt bekommen oder selbst jagen.

Ich freue mich auf das Wochenende, da können wir uns etwas Zeit nehmen. Erwähnen möchte ich nur noch, dass solche Projekte nur möglich sind, wenn alle mitmachen. Angefangen von meiner geliebten Frau, bis hin zu unseren Kindern, dem Tierarzt und vielen anderen Menschen. Und je mehr das mit hoffen und irgend wie sonst mittragen mit guten Gedanken, je besser geht das ...:)

Und wie schon gesagt: die herzliche Begleitung hier ist jeden Tag spürbar ... :):up::up::up:
 
Kommentar
Als ich nach Hause kam, hörte ich den ersten Satz des Klavierkonzertes Nr. 5 von Beethoven im Radio. Mitsuko Uchida gehört für mich zu den besten Beethoven Interpretinnen überhaupt.

Ich spürte die Emotionalität, nicht nur von ihr, sondern auch des Werkes an sich. Und es ist fröhlich, dramatisch, traurig, usw. Das Werk vereint wohl so ziemlich jegliches Urgefühl des Menschen.

Warum beschreibe ich das hier, in diesem Beitrag eines Tieres, welches den Sommer mit Sicherheit nicht erlebt hätte? Leonie ist zwar gefangen, zeigt Angst, Aggressionen, aber auch ruhige und vertraute Verhalten ...

Es ist unsere Aufgabe, genau zu beobachten. Schritt zu halten mit ihr. Sie intensiv beobachten, sie zu respektieren, auch wenn man bei Tieren oft nur von Verhalten spricht. Neueste Untersuchungen beweisen eindeutig, dass Tiere Gefühle haben. Ich musste das nie untersuchen, ich spüre das...

Manchmal müssen wir uns etwas verrenken, wenn wir einen Kontrollblick auf das Gesicht werfen wollen. Meine Frau kennt da nichts ...


16

picture.php
 
Kommentar
Durch den Türspalt schaute ich ihr in aller Ruhe zu. Langsam ging sie dann wieder, und schaute zurück ....:)

Auch wenn Leonie regelmässig und viel isst, geben wir noch keine Prognose ab. Positiv ist, dass sie das die Medikamente im Futter anstandslos isst. Und meine Frau meint, dass ihr Allgemeinzustand etwas besser sei ...

Irgendwie bekomme ich so langsam das Gefühl, dass dieser Thread ein Tagebuch wird ... :)


18

picture.php

 
Kommentar
Ich freue mich mit euch!!! Es es schön, zu sehen, wie sie offensichtlich relativ entspannt weiter frisst.

Die Daumen sind weiterhin Sam :)

Danke Rosi! :):up:

Wir sind - trotz aller Vorsicht - optimistisch. Eines ist klar: wir lassen sie nicht mehr in die Wildnis, auch wenn sie gesund sein sollte. Dagegen spricht ihr Alter und ihre zunehmende Angreifbarkeit durch ihre Behinderung. Wir haben schon weiterführende Lösungen angedacht, so dass wir ihr auch einen artgerechten Lebensabend bieten können.

Die eine Möglichkeit ist bei uns selbst. Wir haben ein grosses Haus und obersten Stockwerk genügend Platz, so dass wir mit ein paar Handgriffen Leonie genügend Auslauf und Beschäftigungsraum bieten könnten.

Die andere Möglichkeit wäre die grosse Wohnung unserer Tochter. Sie möchte schon lange eine Katze, kann sie aber (2. Stockwerk) nicht nach draussen lassen. Da die Wohnung aber zweigeschossig ist, hätte Leonie ein grosses Tummelfeld. Und da die Wohnung ein paar Meter von uns weg ist, könnten wir uns auch gegenseitig in der Betreuung und Pflege unterstützen ...

Na ja, schön, schon jetzt eine Lösung ... egal wie es raus kommt ... :)
 
Kommentar
Hallo Sam

Ich schau regelmässig hier rein und bin recht berührt davon ,zu sehen ,wie der kleine Kämpfer durch eure Anstrengungen eine Chance zum Happyend bekommt.Als Katzenfreund weiss ich wie schwierig und kompliziert Pflege und Genesung (oder Sterben) sein kann.Euer Dreibein hat mit deiner Familie die richtige Pflegestation erwischt.Ich wünsche euch weiterhin alles Gute für den kleinen Racker :up: .
 
Kommentar
Danke Rosi! :):up:

Wir sind - trotz aller Vorsicht - optimistisch. Eines ist klar: wir lassen sie nicht mehr in die Wildnis, auch wenn sie gesund sein sollte. Dagegen spricht ihr Alter und ihre zunehmende Angreifbarkeit durch ihre Behinderung. Wir haben schon weiterführende Lösungen angedacht, so dass wir ihr auch einen artgerechten Lebensabend bieten können.

Die eine Möglichkeit ist bei uns selbst. Wir haben ein grosses Haus und obersten Stockwerk genügend Platz, so dass wir mit ein paar Handgriffen Leonie genügend Auslauf und Beschäftigungsraum bieten könnten.

Die andere Möglichkeit wäre die grosse Wohnung unserer Tochter. Sie möchte schon lange eine Katze, kann sie aber (2. Stockwerk) nicht nach draussen lassen. Da die Wohnung aber zweigeschossig ist, hätte Leonie ein grosses Tummelfeld. Und da die Wohnung ein paar Meter von uns weg ist, könnten wir uns auch gegenseitig in der Betreuung und Pflege unterstützen ...

Na ja, schön, schon jetzt eine Lösung ... egal wie es raus kommt ... :)

Das freut mich sehr, dass Leonie eine Zukunftsperspektive bei euch bekommt, Sam :)

Ich schaue auch immer jeden Tag zuerst hier rein, anfangs immer mit einem bangen Gefühl :frown1:, aber nun werde ich auch vorsichtig optimistischer ;)

Ich hoffe sehr, dass die kleine Leonie es schafft!
 
Kommentar
Das freut mich sehr, dass Leonie eine Zukunftsperspektive bei euch bekommt, Sam :)

Ich schaue auch immer jeden Tag zuerst hier rein, anfangs immer mit einem bangen Gefühl :frown1:, aber nun werde ich auch vorsichtig optimistischer ;)

Ich hoffe sehr, dass die kleine Leonie es schafft!

Danke Norbert und Gudrun! :)

Wie Du es gut beschrieben hast, Norbert, ist noch nichts entschieden. Wir nehmen jeden Tag so, wie er kommt... :)

Ja, Gudrun. Auch das wäre so wie es wäre. Entscheiden tut Leonie, nicht wir. Nach wie vor haben wir den Eindruck, dass sie leben möchte. Und so lange sie uns das zeigt, und wir den Eindruck haben, dass sie nicht stark leidet, so lange sie trinkt und ist, so lange, so lange werden wir unser Engagement aufrecht erhalten...:)

Der Tod wäre nur eine vorübergehende Sache. Sehen würden wir uns ohnehin wieder...:)
 
Kommentar
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten