Die Einsamkeit und Geschichten ...

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Die Friedhöfe im Übrigen werden eingezäunt wegen den Ziegen ... (tierische Grabschändung, die kennen dann nichts ...)


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Sehr eindrückliche Tagebucheinträge Sam, und die Bilder lassen viel Spielraum für Interpretationen. Ich kann Deine Sichtweise auf das karge Leben in den Tälern des Tessin sehr gut nachvollziehen, bei einer Wanderung durch das Val Baveno im April dieses Jahres hatte ich größten Respekt vor den Gegebenheiten, die sich dort offenbarten. Es bedarf keiner großen Vorstellungskraft, mit welchen Entbehrungen und Schicksalsschlägen die Bewohner dieser Täler dort zurecht kommen mussten. Dank Deiner treffenden Worte und den Bildern habe ich die Wanderung noch einmal mitmachen können.
 
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Lieber Sam,

Deine Reise werde ich in Ruhe versuchen zu verstehen, hab vorerst meinen Dank
(ohne Wertungs-Däumchen).
 
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Lieber Sam,

Deine Reise werde ich in Ruhe versuchen zu verstehen, hab vorerst meinen Dank
(ohne Wertungs-Däumchen).

Ich danke allen für die Kommentare....:)
[MENTION=50643]Fiete49[/MENTION] : ja Fiete, Du kennst die Nordtäler und den Bezug, welche ich zu diesen Tälern habe ... danke sehr ...

Nun ja Kay, danke für deine Mühe, meine Reise zu verstehen ... Ich sage noch etwas allgemeines zu mir und zum Tessin.

Ich kenne die Täler seit weit über 20 Jahren und Claudia und ich bereisen sie wann es unsere Zeit zulässt.

Wie ich in einem meiner Tagebucheinträge geschrieben habe, muss ich die Gegend immer wieder neu erobern. Das ist die einzige Kunst oder eben auch die schwierigste Herausforderung, fotografisch wie emotional.

Es gibt Momente, da empfinde ich die Täler oberflächlich, fasziniert mich ein Stein, ein Haus für einen kurzen Moment. Dann sehe ich nur. Das reicht für ein schönes Foto, denn es ist überhaupt nicht schwer in diesen Tälern schöne Fotos mit irgend einer Kamera zu machen. Aber sobald ich mich vom Sehen alleine verabschiede, dann entstehen andere Eindrücke. Dann ist plötzlich eine Geschichte in mir, welche es gilt anzuschauen, innezuhalten und in einen Dialog zu treten.

Susanna sagt, dass sie jedes Mal, wenn sie zu Menschen im Onsernonetal geht, eine gewisse Schwere erlebe. Und mir ergeht es ebenso. Und das meine ich nicht wertend, sondern einfach als Feststellung. Und das meine ich mit meiner Aussage, man muss die Täler erobern. Immer wieder und immer wieder sehr intensiv.

Der verstorbene Dirigent und Musiker Nikolaus Harnoncourt hat sich in seinen letzten Jahren noch einmal mit den Sinfonien von Beethoven auseinandergesetzt. Und mit Beethovens Requiem. Obwohl er sie schon oft dirigiert hat, ging er nochmal an die Partituren, hat geforscht und erlebte die Musik komplett anders.

Die Täler muss ich mir, wie die Musik, jedes Mal wieder neu erobern. Es ist kein Kampf, es ist ein sich hineingeben, was nur zu einem kleinen Teil mit Fotografie zu tun hat. Fotografie ist ein Teil davon. Das ist die Faszination und das ist gleichzeitig ein Geschenk ...

In diesem Sinne lieber Kay, viel Freude mit dem Versuch meine Texte und Bilder zu verstehen und herzlichen Dank dafür ... :)
 
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