Die D750 und die Wetterfestigkeit

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Ich habe mir den Prospekt jetzt online als PDF angeschaut: Ja, Nikon ist da bewusst sehr unscharf und missverständlich. Seite 18 oben rechts:

Robustes Gehäuse und aufwändige Abdichtung
gegen Staub und Regen


Der Schutz der Kamera gegen
das Eindringen von Staub und
Feuchtigkeit erreicht dasselbe
hohe Niveau wie bei der
D810.


Sie erklären zwar im Text klar, dass es nur um Feuchtigkeit geht, aber in der Überschrift steht das Wort "Regen". Man will wohl missverstanden werden. Im der englischen Version machen die das übrigens haargenau so:

Rugged body and sealing for reliable dust and rain
protection


Comprehensive sealing is
applied to the camera for an
effective defense against
dust and moisture equivalent
to the D810.


Das ist tatsächlich irreführend und könnte rechtlich relevant sein.
 
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Ich WETTE, Nikon möchte das so verstanden wissen:

Frage: Ist die Kamera gegen Staub und Regen geschützt?
Antwort: Sie ist gegen Staub und Feuchtigkeit so gut geschützt wie die D810.

Das ist die Antwort auf eine andere Frage, aber der Kunde wird das nicht merken...
 
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Nach Lektüre der Bedienungsanleitung hatte ich gelesen, dass eine Stelle an der Rückseite des Monitors nicht berührt werden darf und auch nicht mit Flüssigkeit in Kontakt kommen soll.

Ich kann mir das sehr gut vorstellen, dass die gesamte Mechanik des Klappdisplays und deren elektrische Zuführung ein Schwachpunkt ist. Zum einen wird sich da Näße zwischen Body und Display festsetzen können und vermutlich wird auch das Kabel irgendwann korrodieren, wenn die Kamera häufig in feuchten Umgebungen unterwegs ist. Eine andere Frage ist, wie sind die Zuführungen des Displaykabels in das Display selbst und der Kamera abgedichtet. Bei der Mechanik selbst könnte ich mir im übrigen auch vorstellen, dass diese über kurz oder lang verrottet, bzw. deutliche Spuren von Feuchteschäden aufweist.

Verstehe mich jetzt nicht falsch, aber ich habe im beruflichen Umfeld mit professioneller und hochintegrierter Elektronik zu tun, die per IP65 geschützt ist (sein soll) und selbst da gibt es reichlich Schwachstellen und dadurch witterungsbedingte Ausfälle. Wasser geht halt in den meisten Fällen andere Wege, also sich die Entwickler es vorgestellt haben ;).

Mein Tipp deswegen: Der Bereich zwischen Klappdisplay und Body sollte peinlichst trocken gehalten werden.
 
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Was die d750 diesbezüglich betrifft, gibt`s ja offensichtlich noch keine Erfahrungswerte, aber das System an den d5xxx scheint sich bewährt zu haben, oder hat da schon jemand Klagen gehört?
 
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Hallo Florian,
Abgesehen davon, daß ich mich frage, wie Du dazu kommst, ein polnisches Forum zu verfolgen ..... ?
gute Nachrichten machen schnell die Runde, daher wird darüber auch bereits in einem englischsprachigen Forum diskutiert.

Ich staune tatsächlich, daß da so viele "Lücken" in der Abdichtung sind. War das nur das milde salzige Wasser der polnischen Ostsee oder echtes Seewasser aus einem Ozean?
Ich würde Ostseewasser vermuten, da die Kamera sofort zum polnischen Service gebracht wurde.

Nochmal zum Hergang, der Fotograf stand wohl bis zur Wade im Wasser und hat die Kamera noch hoch gehalten, als ihn eine Welle traf (aber nicht umgeworfen hat). Danach hat er die Kamera sofort abgewischt und die Batterie entfernt.

So wie ich den polnischen Thread verstehe, gibt es dort ebenfalls eine Art Beuteltier (freier Reparateur), der die verlinkten Fotos eingestellt hat und nun versucht die Kamera zu retten.

Hallo Heinz,
Wird denn auch darüber diskutiert, was das Objektiv für ne Meinung zu der Wasserdusche hatte?
es soll sich um das (nicht abgedichtete) 70-300 Zoom gehandelt haben, welches den Vorfall wohl besser (aber nicht ohne Schäden) überstanden hat, auch davon gibt es Fotos:

https://translate.googleusercontent.com/translate_c?depth=1&hl=de&ie=UTF8&prev=_t&rurl=translate.google.com&sl=auto&tl=de&u=http://forum.nikoniarze.pl/showpost.php%3Fs%3D488286eb91024eb5df7f3899f1c374c7%26p%3D3479290%26postcount%3D80&usg=ALkJrhiNs7mc1pXK4AL8WFMNHYlcC2fCiQ

Hier noch weitere Bilder vom Inneren der Kamera:

https://translate.googleusercontent.com/translate_c?depth=1&hl=de&ie=UTF8&prev=_t&rurl=translate.google.com&sl=auto&tl=de&u=http://forum.nikoniarze.pl/showpost.php%3Fs%3D488286eb91024eb5df7f3899f1c374c7%26p%3D3480922%26postcount%3D116&usg=ALkJrhgtNTea6a3ThTk9b5VO79bLmL4-ig

Man mag ja über die Verwendung von Kunststoffen geteilter Meinung sein, aber wenn man sieht, wie korrosiv die Magnesium-Alu Legierung auf die Feuchtigkeit(+Salz) reagiert, kommt man schon etwas ins grübeln.

MfG Jürgen
 
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(*) der Unterschied zwischen feucht und nass ist eigentlich sonnenklar - warum WOLLEN Leute das nicht begreifen? Einfach mal an ein Handtuch denken: Du kannst die D4(s), D8x0(e), D6x0 und D7x00 Modelle in ein FEUCHTES Handtuch einwickeln, ohne Schaden erwarten zu müssen. Tu das nicht mit einem nassen Handtuch.

Das trifft es auf den Punkt :up:.
 
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Ich kann mir das sehr gut vorstellen, dass die gesamte Mechanik des Klappdisplays und deren elektrische Zuführung ein Schwachpunkt ist.


Ich verstehe dich nicht falsch.

Wenn ich als jemand, der eben nicht ständig mit solchen Dingen zu tun habe, lese, dass eine Kamera aufwändig abgedichtet ist, gehe ich eigentlich davon aus, dass das auch so ist.

Und da steht nunmal EINDEUTIG, dass sie gegen REGEN und Staub abgedichtet ist. Da gibt es mmn nichts dran falsch zu verstehen.

Des Weiteren würde ich gerne mal wissen, warum man die Rückseite des Displays und das Kabel nicht berühren soll. Das ist nur Metall und ein breites, flaches, isoliertes Kabel, dass durch eine Führung rutscht. Was soll eine Berührung da ausrichten?
 
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Also wenn man vom ersten posting ausgeht, ist ja nicht nur das Klappdisplay beschädigt, sondern das Wasser ist auch in`s Gehäuse eingedrungen. Nach den Fotos zu urteilen, denke ich, es ist eher schwierig, das wieder so hinzubekommen, dass die Kamera wieder richtig arbeitet. Dies schafft vielleicht unser Mitglied Beuteltier, aber der kann auch nicht zaubern. Der NSP wird wohl von einem Totalschaden ausgehen.:nixweiss:

Euch ist nicht entgangen, dass dem TO nur der Widerspruch von Werbung zur
BDA aufgefallen ist?
Die Bilder, aus einem polnischen Forum kommend, mit der beschädigten Kamera
hat Jürgen "Lilien"ins Spiel gebracht.
 
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Robustes Gehäuse und aufwändige Abdichtung
gegen Staub und Regen


Der Schutz der Kamera gegen
das Eindringen von Staub und
Feuchtigkeit erreicht dasselbe
hohe Niveau wie bei der
D810.


...

Das ist tatsächlich irreführend und könnte rechtlich relevant sein.



Als jemand, der solche Texte für hochgradig erklärungsbedürftige
Investitonsgüter verfaßt, kann ich nur staunen.

Das ist ein handwerklicher Fehler sondergleichen: angefangen beim
Texter über Kontakter und Lektorat bis hin zum Justiziariat. :heul:

Und das gleich mindestens zweimal: in Japan (engl.) und hier (dt.).


Mal abgesehen davon, daß beide Kameras nicht IP-zertifiziert
sind, ist im IP-Code eine Schutzart "Feuchtigkeit" nicht definiert,
während man Regen als "fallendes Tropfwasser" verstehen
könnte – wäre IP51 … nix Tolles oder gar Rühmenswertes.


Allerdings bezieht sich die Regen-Behauptung auf das Gehäuse
und nicht auf den Monitor. Indes hielte ich es für sehr gewagt,
im Streitfall darauf zu rekurieren und eine Unterscheidung von
Kamera-Gehäuse und Kamera-Monitor zu reklamieren, zumal
beide untrennbar verbunden sind.


 
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Wenn ich als jemand, der eben nicht ständig mit solchen Dingen zu tun habe, lese, dass eine Kamera aufwändig abgedichtet ist, gehe ich eigentlich davon aus, dass das auch so ist.
Da bist Du in guter Gesellschaft und daher gibt es dann auch immer wieder solche Videos:

http://youtu.be/SD1JoAcBZRk

Leider vermitteln diese Vorführungen (wie auch die Werbung) eine m.E. trügerische Sicherheit, da nie eine danach auseinandergebaute Kamera gezeigt wird.
Ich bin da eher ein Pessimist und orientiere mich an den Negativ-Beispielen.

MfG Jürgen
 
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Das alles heißt aber nicht "Wasserdicht". Und es wird auch nicht so betextet. Also: Vorsicht, Regenschutzhülle oder wenn es ganz ernst wird ein Unterwassergehäuse. Ich hab mit der D300 oft genug im Regen gestanden, für mich war die Regenschutzhülle selbstverständlich.
 
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Von Wasserdicht rede ich auch gar nicht. Und auch die Wassermenge in dem Video ist für mich schon mehr als der Regen bei dem ich noch fotografieren würde.

Ich habe auf die Antwort von Nikon eine Nachfrage verfasst und gefragt wie ich bei Regen den Monitor von der Kamera trennen kann. Ich bin ein wenig gespannt ob ich eine Antwort erhalte.
 
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Als jemand, der solche Texte für hochgradig erklärungsbedürftige Investitonsgüter verfaßt, kann ich nur staunen.

Das ist ein handwerklicher Fehler sondergleichen: angefangen beim Texter über Kontakter und Lektorat bis hin zum Justiziariat. :heul:

Und das gleich mindestens zweimal: in Japan (engl.) und hier (dt.).​
Ich schätze das ähnlich ein, Sven. Da hat Nikon sich ein schönes Ei ins Nest gelegt. Denn es handelt sich tatsächlich um irreführende Werbung, wenn ein Kameragehäuse zunächst pauschal mit "Schutz gegen Regen" ohne Hinweise wie "ausgenommen ist das rückwärtige Display" beworben wird und der Kundendienst dann anschließend versucht, diese zugesicherten Eigenschaften einzuschränken oder zu relativieren. Denn der Gesetzgeber sagt nun einmal ganz klar, dass auch in der Werbung keine sachlich falschen oder den Verbraucher täuschenden Aussagen getätigt werden dürfen.
Da kann man also jedem Käufer einer D750 nur dringend raten, den offiziellen Nikon-Werbeprospekt zur D750 aufzubewahren, den Kundendienst von Nikon per Mail zu kontaktieren und sich die Aussage, das rückwärtige Klappdisplay sei vom Spritzwasserschutz ausgenommen, schriftlich (per Mail) geben zu lassen und ebenfalls auszudrucken. Dann hat man sozusagen aus erster Hand den Beleg dafür, dass Nikon in diesem Fall irreführende Werbung betreibt.


Mal abgesehen davon, daß beide Kameras nicht IP-zertifiziert sind, ist im IP-Code eine Schutzart "Feuchtigkeit" nicht definiert, während man Regen als "fallendes Tropfwasser" verstehen könnte – wäre IP51 … nix Tolles oder gar Rühmenswertes.
Das ist natürlich richtig. Keine Nikon-DSLR ist bzgl. Wasserdichtigkeit IP-codiert, aber es bleibt trotzdem die Werbeaussage Nikons im Raum stehen, dass bestimmte Kameras gegen "Feuchtigkeit und Regen" geschützt seien. Damit ist zumindest sichergestellt, dass Nikon sich nicht schon bei ein paar Tropfen Spritzwasser damit herausreden kann, die seien mit ihrer Werbeaussage nicht gemeint.


Allerdings bezieht sich die Regen-Behauptung auf das Gehäuse und nicht auf den Monitor. Indes hielte ich es für sehr gewagt, im Streitfall darauf zu rekurieren und eine Unterscheidung von Kamera-Gehäuse und Kamera-Monitor zu reklamieren, zumal beide untrennbar verbunden sind.
Ich wage mal zu behaupten, dass jeder Richter Nikon eine solche Spitzfindigkeit wie "Aber das bezieht sich doch nur aufs Gehäuse, nicht aufs Display" (welches, wie Du richtig bemerkst, für den Anwender untrennbar mit dem Gehäuse verbunden ist) links und rechts um die Ohren hauen und höchstens als entscheidendes Indiz für eine versuchte Irreführung des Verbrauchers bewerten würde.
 
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Damit ist zumindest sichergestellt, dass Nikon sich nicht schon bei ein paar Tropfen Spritzwasser damit herausreden kann, die seien mit ihrer Werbeaussage nicht gemeint.
Ich würde mal davon ausgehen, dass Nikon es sich in der Praxis noch einfacher macht.
Nach allem was ich bis jetzt so an Erfahrungsberichten gelesen habe, wird bei einem Wasserschaden vermutlich grundsätzlich unterstellt, dass es zu einem größeren Schadensereignis gekommen ist, was dann automatisch den Garantieverlust bedeutet.
Da wird scheinbar nicht hinterfragt, wie es dazu kommen konnte und ob die Kamera vielleicht nicht der Werbeaussage entspricht.

Man hört da ja auch von einem Smartphone Hersteller, der mit einer Wasserdichtigkeit wirbt, die dann in der Praxis nicht immer gegeben ist.
Allerdings wird dort nur eine Wasserfestigkeit bis zu 30 Minuten garantiert und wer kann schon nachweisen, dass das Gerät nicht 2 Tage im Teich lag?

Der Beweis ist hier wie dort kaum zu führen.

MfG Jürgen
 
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Ich empfehle die Lektüre der Seite 455 der Bedienungsanleitung über den sorgsamen Umgang mit der Kamera, wo steht, dass die Kamera nicht wasserfest ist und es zu Fehlfunktionen wegen hoher Feuchtigkeit kommen kann. Ich finde das alles sehr irritierend und widersprüchlich. Wie das Produkt beworben wird und was in der Bedienungsanleitung steht, scheint hier ganz offensichtlich nicht zusammenzupassen. Wer sich auf die Werbung verlässt, wird hier wohl im Regen stehen gelassen.
 
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Ich würde mal davon ausgehen, dass Nikon es sich in der Praxis noch einfacher macht.

Letztendlich muss sich der Kunde im Schadensfall auf einen Prozess einlassen, wobei, wie Du ganz richtig schreibst, der Beweis kaum zu führen ist. Wer hat schon das Geld und die Ruhe, sich auf einen derartig unsicheren Prozess einzulassen?
 
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Aber ich finde, dass man das nicht mitmache muss. Ich werde das auf jeden Fall weiter verfolgen. Gegebenenfalls werde ich auf Wandlung bestehen oder mindestens eine Regenhülle fordern.
 
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