Spätestens wenn sich im Februar oder März nächsten Jahres der Standardpreis auf 999 EUR für ein nagelneues Gehäuse etabliert hat, wird man gebrauchte, 2-jährige Modelle bereits für unter 600 EUR bekommen können mit gerade mal 20.000 Auslösungen...
Das ist in jedem Marktsegment so, dass die "Neuwagen- resp. Neubodykäufer" den größten Verlust verzeichnen müssen, oder?
Das bedeutet für mich, dass ich bei einem gepflegten 600 EUR Gebrauchtmodell noch sicherlich 3 bis 4 Jahre "Feuer frei" bei den Auslösungen bis zur vermeintlich magischen 150.000 "Verschluss-Ende-Position" haben kann...
Ich bin davon überzeugt, dass man bei entsprechend pfleglicher Behandlung auch ein mehrfaches an Leistung noch aus diesen Kameras holen kann und bis dahin hat man dann noch geschätzt 5 Jahre Zeit, bis sich FX auf breiter Front und in bezahlbaren Regionen etabliert hat.
Das war das Statement für den Privatanwender!
Der professionell und damit Geld verdienende Nutzer wird sicherlich für sich prüfen, inwieweit in neues Equipment tatsächlich investiert werden muss. Das hängt von den Aufträgen und dem Aufnahmespektrum ab.
Die D300 ist sicherlich eine gute Kamera, für meine Aufnahmegebiete bringt mir die ein oder andere Änderung gegenüber der D200 sogar Nachteile beim Handling, so dass ich ganz entspannt dem Preisverfall einer D3 entgegen sehen kann. Und vielleicht wird es noch nicht einmal dieses Modell sondern ein kompakteres und preisgünstigeres Gehäuse mit FX Sensor - wer weiß...
Andererseits überlege ich, ob ich nicht kommendes Frühjahr vielleicht doch noch ein Zweitgehäuse gebraucht kaufen soll, damit bei entsprechenden Events der Objektivwechsel wegfallen kann und ich nur die Kamera tausche...
Das ist übrigens für mich persönlich der Grund, warum ich nicht eine D300 in Erwägung ziehen würde, da einfach das Handling - wenn auch nur in einigen Punkten - anders ist. Das ist etwas, was meine intuitive und automatische Bedienung "behindern" würde... und gleich 2x D300 wäre für mich persönlich "too much"!