Das "professionelle" Bedienkonzept ...

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Aber im Prinzip nicht wirklich entscheidend.
Man kann mit beiden Konzepten arbeiten,
und ohne Speicherplätze kann ich für mich auch leben.
 
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Bin jetzt kein Profi und kann daher nur mit meinem gesunden (?) Menschenverstand argumentieren:

Es gibt ja eigentlich drei Elemente eines Bedienkonzepts, die mir in der Diskussion bisher gewaltig durcheinander geraten zu sein scheinen.

1. Die Hardware. Wie viele Knöpfe und Räder gibt es für was? Wo sind sie angebracht? Und wie sind sie erreichbar?

2. Die Software. Mit welchen Funktionen ist welches Bedienteil verknüpft? Wie agieren die Bedienteile untereinander (ähnlich einer Tastatur)? Bei der D70 konnte man sogar die CF-Karte formatieren, wenn ich mich recht erinnere....

3. Das Feeling. Wie liegt die Kamera in der Hand? Ist der Eindruck wertig? Wirkt sie robust, kostbar oder billig?

So sehr ich die D200/300/700er Reihe für ihre Philosophie und ihr Handling schätze, so unlogisch waren für mich die drei Druckknöpfe auf der linken oberen Seite. Unpraktisch fand ich immer, die Einstellung P, A, S, M mit dem rechten hinteren Einstellrad und dem rechten oberen Mode-Knopf zu bewerkstelligen. Da hätte ich mir gerne links einen Drehknopf gewünscht (dessen Fehlen die Kamera aber wieder unanfälliger im Gelände macht).

Das System erinnert mich jedenfalls an die selige F70, während ich mich bei der F80 über das Modus-Wählrad freute.

An den "Consumer"-Modellen vermisse ich dagegen wieder diverse Knöpfe wie AF-ON, Belichtungsmessfeldsteuerung, Autofokusmodi usw., die ich häufig nutze. Am meisten stört mich aber das Handling. Es wirkt eben nicht so unkaputtbar, wie bei der "professionellen" Reihe. Mag ja nur Psychologie sein. Aber Kaufen ist irrational, wie wir schon festgestellt haben...

d.
 
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Zumindest bei den Nikons ab D7000 vermisse ich keine Knöpfe.
Den AF-ON Funktion kann man auf die AE/AF-L Taste legen.
Den Fokusmodus kann man genauso einstellen usw usw.
Wirklich aufgefallen ist mir an diesen Kameras ( ich rede nicht für die 3000 und 5000er Serie ) nur dass der AF-ON Knopf nicht vorhanden ist.
Und die Menüs sind auch nicht wirklich anders aufgebaut.
Und die Anschlüsse für Blitz, Fernauslöser usw fehlen natuerlich.

Fallen mir aber zwei Vorteile der großen Consumer Kisten auf:

Der Winkelsucher lässt sich am eckigen Sucher leichter tauschen,
An den 8x0ern ist das runde Teil ein echtes Gefrickel zum abschrauben.

Der Infrarotfernausloeser der an den kleinen Cams funktioniert, an den großen aber nicht, mag nicht die Reichweite und
die absolute Funktionssicherheit bei heller Umgegebung haben. Dafür muss man nicht Gedöns anschrauben und verdrahten. Einfach benutzen!

Gruß
Jürgen
 
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Der Infrarotfernausloeser der an den kleinen Cams funktioniert, an den großen aber nicht, mag nicht die Reichweite und
die absolute Funktionssicherheit bei heller Umgegebung haben. Dafür muss man nicht Gedöns anschrauben und verdrahten. Einfach benutzen!

das ist auch in meinen augen ein wirkliches manko, die infrarotfunktion vermisse ich sehr an der d800 (im vgl. zur d90).
 
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Beispiel:
Du bist auf A

jetzt brauchst Du irgend nen gespeicherten Parameter anders.

Dann gehst du auf B
Machst Deinen Job in B weiter

und wenn Du auf A zurückgehst ist der vorher veränderte Parameter immer noch verändert.

Und da wäre es nach Meinung von einigen, offenbar nicht allen, sinnvoll
wenn die Kamera wieder auf die ursprünglich gespeicherten Werte zurückfallen würde. Spätestens am nächsten Tag weiss ich nicht mehr was in A verändert habe und damit wäre die Konfiguration hinfällig.

Folge: einige u.a. ich nutzen diese Speicherplätze in den "großen" NIkons
nicht.


Ich unterstelle es wäre für die Nikonprogrammierer ein Pipifax eine Option ins
Menü zu bauen: Speicherplätze statisch und variabel.

Wenn ich es richtig verstanden habe, wäre es z.B. bei Deiner Arbeitsweise
auch ok wenn die Speicherplätze "fix" wären.

Gruß
Jürgen

Nein, wäre es nicht.
Denn wenn ich während meines Jobs aus irgend einem Grund die Kamera ausschalte (leerer Akku, Speicherkartenwechsel etc.) wäre die Einstellung, die ich vorher gemacht hatte, wieder weg. Und ich müsste sie jedes mal wieder neu einstellen.
Bei meiner Arbeitsweise (z.B. bei den Videodrehs) bleiben die wichtigsten Parameter (die in den Individualkonfigs eingestellt habe) unverändert, die Zeit bleibt unverändert, nur Blende und ISO können variieren.
Das gleiche gilt im Studio - hier ändert sich ausschließlich die Blende und der manuelle WA (der aber ohnehin bei jedem Wechsel im Licht Set-Up neu gemacht wird), alles andere inkl. Zeit und ISO bleibt.
Für Jobs, bei denen ich mehrfach und/oder tiefer im Menü in die Konfigs eingreife, nutze ich die Voreinstellung (A, B, C, D), die am besten auf den Job passt, nehme alle notwendigen Veränderungen vor und stelle die Kamera dann am Ende des Tages über die auf einer eigenen Karte gespeicherten Einstellungen wieder auf ihren Ursprungszustand zurück. So wird nichts vergessen und ich habe praktisch keinen Zeitaufwand.
 
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Also ich gestehe, ich kann schon mit dem Begriff "professionelles Bedienkonzept" nichts anfangen. Woher kommt das eigentlich ursprünglich, abgesehen davon, dass es gern von jedem zitiert wird, der -menschlich nachvollziehbar- seine Kaufentscheidung für eine bestimmte Kamera rechtfertigen will...

Ich vermute jetzt mal, dass es damit zusammenhängt, dass die 3stelligen und einstelligen bei Nikon unter "Prefessionel" geführt werden...

Insgesamt denke ich aber, es hängt eher damit zusammen, das der Mensch ja ein Gewohnheitstier ist - je nachdem, mit welcher Kamera und damit "Bedienkonzept" er angefangen und an das er sich über lange Zeit gewöhnt hat wird eben entsprechend argumentiert.

Nach diversen Canons bin ich irgendwann wieder -aus guten Gründen, wie ich finde- bei Nikon gelandet. Meine erste Nikon digital war eine D300 - nach den diversen Canons musste ich seinerzeit die Bedienung erstmal neu lernen und die Position der diversen Schalter lernen. Nach einer D700 und, weil ich die 700 sehr gut verkaufen konnte aber noch keine D3 gefunden hatte für den Übergang eine D300s war ich z.B. derart auf die Lage des Umschalters für die Belichtungsmessung gewohnt, dass ich jetzt bei der D3 ein echtes Problem habe, mich an die "professionelle" Lage seitlich des Prismas zu gewöhnen...

Nach all den "professionellen" tue ich mich aber immer schwer, eine 4stellige in die Hand zu nehmen und über Menüs und Drehrad einzustellen - das geht nunmal nicht, OHNE die Kamera vom Auge zu nehmen...

Aber OB jetzt das "Bedienkonzept" der 3stelligen besser ist und OB die D3 jetzt das ultimativ "professionelle" Konzept hat, das würde ich nicht so formulieren wollen - ich mach lieber BILDER ;-) :fahne::D:D:D

Gruß
Fred
 
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An Lucky:
ich hab nicht gesagt dass die Einstellungsänderungen beim Ausschalten verloren gehen sollen.
Machen sie bei nicht Einstellungsänderungen die nicht auf Speicherpläzen liegen auch nicht.

Aber ich könnte mir vorstellen dass es ein Problem ist, wenn man mehrfach
während einer Session z.B. zwischen Video und Fotoeinstellungen wechselt die man der Situation vor Ort angepasst hat.
Dann willst Du am Set zwischen Deinen Anpassungen schnell hin und her schalten können.
Den Reset auf die Lucky-Konfiguration machst Du dann über die Karte...

Gruß
Jürgen
 
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Der Infrarotfernausloeser der an den kleinen Cams funktioniert, an den großen aber nicht, mag nicht die Reichweite und
die absolute Funktionssicherheit bei heller Umgegebung haben. Dafür muss man nicht Gedöns anschrauben und verdrahten. Einfach benutzen!

Und da wären wir bei einem Nachteil der Kleinen, der mich nervt (bislang der wirklich einzige).
Ich nutze die D600/D610 mit L-Winkel und da ist das Anbringen des Kabelauslösers schon undankbar, vor allen Dingen bei Hochformat-Fotos.
Die 10-polige Buchse bei den großen Nikons ist zumindest, was die Kombination mit L-Winkeln betrifft, deutlich praktischer, da sie an der Front der Kamera und nicht an der Seite sitzt.

Zudem kann die 10-polige Buchse meine Pocketwizard Sender auch mit Energie versorgen, was die leidigen kleinen Knopfzellen überflüssig macht.
 
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Und noch etwas: Ich mag es gar nicht, wenn sich an der Kamera unabsichtlich etwas verstellen kann.
Ich bin bei der 7er schon mehrfach beim Ablegen oder Aufnehmen der Kamera versehentlich ans Einstellrad gekommen und von A auf M gerutscht, ohne es sofort gemerkt zu haben. Da ich nicht jedes Bild sofort kontrolliere, hatte ich jedes Mal einige Fehlbelichtungen…
 
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Und noch etwas: Ich mag es gar nicht, wenn sich an der Kamera unabsichtlich etwas verstellen kann.
Ich bin bei der 7er schon mehrfach beim Ablegen oder Aufnehmen der Kamera versehentlich ans Einstellrad gekommen und von A auf M gerutscht, ohne es sofort gemerkt zu haben. Da ich nicht jedes Bild sofort kontrolliere, hatte ich jedes Mal einige Fehlbelichtungen…


Wobei das bei D600/D610 und D750 ja nun gegen Verdehen gesichert ist. Aber Du hast recht, bei der D7000 war das nicht der Fall.
 
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...
Aber ich könnte mir vorstellen dass es ein Problem ist, wenn man mehrfach
während einer Session z.B. zwischen Video und Fotoeinstellungen wechselt die man der Situation vor Ort angepasst hat.
Dann willst Du am Set zwischen Deinen Anpassungen schnell hin und her schalten können.
...

Das ist bei mir in der Praxis noch nicht vorgekommen.
 
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Meine häufigste bedienungstechnische Fehlleistung ist das Vergessen (Ausschalten) einer eingestellten Belichtungsreihe.
Da würde ich mir wünschen, dass diese über Ein-/Ausschalten oder eben die schnelle Anwahl eines Standard-Profils deaktiviert würde.

MfG Jürgen
 
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Dann bin ich überfordert den Nutzen des jetzigen
"flüchtigen" Speicherkonzepts zu verstehen.
 
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Dann bin ich überfordert

Du bist wohl kein Profi!?:hehe:

Im Ernst: Man könnte die ganze Angelegenheit ja auch von der Seite her betrachten, dass Nikon für viele unterschiedliche Ansprüche und Geldbeutel Kameras anbietet, die eins gemeinsam haben, nämlich dass sie fantastische Bilder liefern können.

Und wem nun ein ganz bestimmtes Feature fehlt, der kann sich entweder bei Nikon melden, oder er wechselt die Marke.
 
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und stelle die Kamera dann am Ende des Tages über die auf einer eigenen Karte gespeicherten Einstellungen wieder auf ihren Ursprungszustand zurück.

Das finde ich doof. Meiner Meinung nach müsste der Ursprungszustand der einzelnen Konfigurationen der Kamera bekannt sein und die Kamera vom Benutzer jederzeit auf diesen zurückgesetzt werden können, und zwar ohne Workaround (mehr ist das nicht) über eine eigene Karte. Das wäre ganz einfach zu implementieren und zu bedienen.

Wenn das tatsächlich nur über eine eigene Karte geht, dann ist das professionelle Bedienkonzept zumindest bezüglich dieses Details recht unprofessionell.
 
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Ich bin bei der 7er schon mehrfach beim Ablegen oder Aufnehmen der Kamera versehentlich ans Einstellrad gekommen und von A auf M gerutscht, ohne es sofort gemerkt zu haben. Da ich nicht jedes Bild sofort kontrolliere, hatte ich jedes Mal einige Fehlbelichtungen…

Willkommen im Club! Wie oft ich bei der D90 Aufnahmen "verloren" habe, weil das Rädchen von A auf M verdreht war ... manchmal merkt man es schnell, aber allgemein habe ich die Monitorkontrolle aus (ich schaue mir nicht jedes Bild gleich nach der Aufnahme an), daher gingen gelegentlich auch Szenen verloren...
 
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an Stephan:
noe ich nix Profi

an Lucky:
wenigstens sind wir uns einig, dass wir uns nicht verstehen :)
geht mir mit meiner Frau auch jeden Tag so...

an weiss nicht mehr wen:
die D7100 hat auch schon den Verriegelungsknopf.
Glaub das war die Erste mit.
Besser ist das!
Aber auch da hat es Mecker gegeben als der aufkam.
 
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