Aber ist sie denn soviel besser als die D700, dass sich ein Wechsel, der doch mit einem nicht unerheblichen finanziellen Aufwand verbunden ist, lohnt?
Ich würde das ganz einfach Beantworten:
Beruflich Lohnt es sich sehr Wahrscheinlich.
Privat wohl kaum.
Bei ersterem kommt dazu dass die RAW Daten der neuen Sensorgeneration einfacher zu Bearbeiten sind, allerdings brauchen doppelte Megapixel auch doppelte Rechenleistung, also wird der Effekt nicht zum Tragen kommen wenn man nicht in neue Hardware investiert. So oder so steht am Ende eine bessere Bildqualität.
Allerdings bei schlechterem Bedienungskonzept, was tierisch nerven kann und für mich bei der Fotografie nicht unerheblich. Ich hab mal Probeweise mit einer D610 als Zweitbody eine Hochzeit fotografiert und hätte das Teil jedes mal wenn was zu verstellen war am Liebsten auf den Boden geschmissen und drauf rum gesprungen.
Ein Sportfotograf wieder hätte mit der Neuen wohl kaum seine Freude da die D700 auch schnellere Bildfolgen schafft, bei besserem Body und kleineren Dateien. Da hat die 750er mehr Nachteile. Man sieht hier wie sehr die 700er keinen Nachfolger hat.
Privat kommt nun dazu dass man weder sein Geld damit verdient, noch so viel Fotografiert. Und viele vergessen wie wichtig es auch ist seine Kamera zu kennen. Dass man weis wie man die Belichtungskorrektur einstellen muss noch bevor man das Foto gemacht hat, wie die Matrixmessung tickt, wo man am besten für den AF Ansetzt usw. bei Nikon ist das nicht so schlimm aber auch da tickt jede Kamera etwas anders. Bei Canon war das stärker, da musste ich für jede Kamera vieles neu lernen.
Manchmal ist es also besser bei der alten Kamera zu bleiben, anders mal wird man mit einem Neukauf sehr viel Glücklicher. Privat wie Beruflich.
Und ist doch ein Jammer wenn man so eine Kamera abgibt bevor der Verschluss nicht mindestens einmal durch ist
