Die D700 ist eine feine Kamera, keine Frage. Daß ein Berufsfotograf an einem älteren Werkzeug hängt, dessen Bedienung er im Schlaf beherrscht, sagt nichts über die Eignung oder Fähigkeiten der Kamera. Das ist bei allen Profis so. Frag mal Sir Norman Foster nach seinem Lieblingsbleistift? Seine Ingenieure zeichnen die Bauwerke dann aber doch mit dem Computer noch einmal.
Die D800 ist auch im High-ISO-Bereich auf Augenhöhe mit den neuesten Nikon-Kameras (D4s, D750 und D610), wenn Du die Auflösung des Fotos auf die gleiche Größe herunter skalierst. Und nur so ist überhaupt ein Vergleich möglich.
Ob Du die hohe Auflösung nutzt, weißt Du doch heute noch gar nicht. Ist sage immer, ich fotografiere heute die Bilder, die ich mir in 10 Jahren auf einem 100" Bildschirm mit 8K Auflösung (32MP) ansehen werde.
Und wenn 36MP zu viel für Deine SSDs sind, dann reduziere halt auf weniger.
Die Serienbildrate der D800 steigt nicht, wenn man die Qualität der JPEGs von L auf M oder S reduziert, weil die Fotos zunächst in voller Auflösung aufgenommen und dann vom Expeed 3 auf die kleinere Größe herunter skaliert werden. Das ist sogar rechenintensiver.
Erst die Beschränkung auf das 1,2x Crop-Format (5fps) oder auf DX (5fps) erhöht die Bildrate. Mit dem MB-D12 Hochformatgriff UND dem gleichzeitigen Einsatz leistungsstärkerer Akkus (1x EN-EL18 oder 8x AA Batterien oder Akkus) erhöht im DX-Modus (und nur da) die Bildrate auf flotte 6fps. Allerdings nutzt man das im Allgemeinen nur ganz ganz selten. Ich z.B. fotografiere zu 99,99% im Einzelbildmodus.
Und der DX-Modus bietet für Tele-Aufnahmen die grandiose Möglichkeit, ohne weitere Hilfsmittel wie Konverter (die 1. Licht schlucken und 2. die Auflösung des Objektivs reduzieren) mit einem 1,5 fach Crop-Modus den Bildwinkel drastisch zu verkleinern. Probier das mal mit einer D700.