Hallo in die Runde,
ich bin Anfang des Jahres nach 26 Jahren Analog SLR und ein paar ernüchternden Versuchen mit kompakten Digitalkameras und mit einer Bridge in den letzten 6 Jahren mit der D40 in die DSLR-Fotografie eingestiegen. Die kleine Nikon begeisterte mich eigentlich von Anfang an, besonders nachdem ich mir noch ein sehr gutes Exemplar des Nikkor 18-70 und nach oben als Ergänzung das VR 70-300 für die Kamera gekauft hatte. Brillante Bilder, schneller Autofokus, kinderleichte, fast schon geniale Bedienung. Nach den ersten 20 Fotos im JPG-Fine Modus habe ich dann nur noch im NEF-Format fotografiert, was die Möglichkeiten zur Bildoptimierung noch erheblich erweitert hat. Die meisten Fotos konnte ich aber nahezu unbearbeitet ins JPG-Format umwandeln.
Besonders da mir aber für Ausschnittsvergrößerungen bei der D40 ein wenig Auflösung gefehlt hat, habe ich mir vor gut 2 1/2 Monaten die D80 zugekauft. Am Anfang war ich von dieser erst einmal maßlos enttäuscht. Der Autofokus der D80 hatte beim Finden seines Fokuspunktes erheblich mehr Probleme als die D40 mit gleichem Objektiv, die Bilder wirkten insgesamt unschärfer und erforderten erheblich mehr Aufwand bei der Nachbearbeitung, als ich es von der D40 gewohnt war. Mit dem mitgelieferten 18-135 Kit-Objektiv waren zudem die Bilder kaum zu gebrauchen, bis 50 mm gab es kaum mal ein scharfes Bild, zudem griffen hier auch die oft geschilderten Belichtungsprobleme der D80 bei der Matrixmessung, so dass ich zum Schluss nur noch mittenbetont gemessen habe. Da an der D40 das 18-135 aber die Schärfenprobleme nicht zeigte, habe ich einen Defekt des Objektives verworfen. Erstaunlicher Weise zeigte die D40 mit diesem Objektiv aber die gleichen Probleme mit der Belichtungsmessung wie die D80 (Überbelichtung). Zufall? Ich war schon drauf und dran, meine D80 samt Objektiv zu Nikon zur Überprüfung zu schicken, selbst alles herumexperimentieren mit verschiedenen Einstellungen verhalf nicht zu den gewünschten Ergebnissen, die Fotos mit der D80 blieben qualitativ einfach hinter der D40 zurück. Seit Kurzem habe ich als Immerdrauf ein Objektiv von Tamron auf meiner D80. Mit diesem zeigte meine Kamera auf einmal ungewohnte Verhaltensweisen. Zuerst einmal werden die Bilder nun immer auf den Punkt scharf, egal bei welcher Brennweite. Der Fokus des Tamron ist dabei subjektiv nicht langsamer als der der AF-S Kitlinsen. Viel mehr hat mich allerdings die Belichtungsmessung verblüfft. Ich habe die ersten Fotos nach wie vor mittenbetont fotografiert,
alle Fotos wurden aber zu dunkel. Seit ich die D80 nun wieder auf Matrixmessung umgestellt habe, waren
alle Fotos korrekt belichtet (inzwischen einige hundert). Inzwischen habe ich meine D40 wieder verkauft, denn meine D80 macht nun endlich die Bilder, die ich bei ihrer Anschaffung im Sinn hatte. Nach meinen Versuchen mit dem 18-70 und dem 18-135 bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass die D80 mit den optischen Eigenschaften dieser Objektive hinter ihren Möglichkeiten zurück bleibt. Mit meinem neuen Standardobjektiv, welches nun ja weißgott kein Hochleistungsobjektiv ist und sich sicher nicht mit den lichtstarken Zooms von Nikon messen kann, ist die Bildqualität der D80 nun aber trotzdem endlich das, was ich mir versprochen hatte, nämlich noch besser als die der D40.
Zur D40x habe ich leider keine Vergleichsmöglichkeit, aber irgendwie sind alle Fotozeitschriften der Meinung, dass diese in Sachen Bildqualität die D80 nochmal leicht abhängt. Ein Körnchen Wahrheit wird imho schon drin sein. Im Übrigen hat die D40x (auch nach mehreren Testberichten) nicht den gleichen Sensor wie die D80, sondern eine Weiterentwicklung. Die Bezeichnung soll zumindest anders sein, und Chip hat (ja ich weiß, Chip
) daraufhin bei Nikon nachgefragt und diesen Sachverhalt bestätigt bekommen.
Gruß Steffen