Das Wort Verwacklungsgefahr gefällt mir nicht, suggeriert es doch, de Bilder wären schlecht ...... Was aber nicht passiert ist, dass die D3x plötzlich schlechter wird als eine 12 MP Kamera, dies möchte ich hiermit betonen, suggeriert das Wort „Verwacklungsgefahr“ doch diesen Umstand. ...
Das Wort wurde bewusst gewählt, um genau das zu suggerieren.
Sie kann schlechter werden, je nach Betrachtungsmedium und angewandten Kriterien.
Z.B. wenn das Kriterium der Beurteilung das Maß an Unschärfe ist, welches durch Verwacklung hervorgerufen wurde.
Selbst ein Bild der D3x kann schlechter sein als eines aus der D1 mit ihren 2,74 MP, wenn ich beurteilen soll, welches von beiden verwackelt ist.
Und sollte es in dem Fall das Bild der D3x sein, dann wäre es unter dem Kriterium schlechter.
Je höher die Pixeldichte wird, desto höher wird die Gefahr der Unschärfe durch Verwacklung, welcher man aber einfach durch kürzere Verschlusszeiten entgegenwirken kann.
Die Formel, welcher man zu analogen Zeiten zur Vermeidung folgte, sprich 50mm => 1/50s oder kürzere Verschlusszeit, war doch, nicht nur auf der Auflösung des Films, sondern vielmehr auf der damaligen Standardgröße der Abzüge als Betrachtungsmedium begründet.
Bei den jetzigen Auflösungskapazitäten und den geänderten Betrachtungsmedien, A4-A3, den Pixel Peeper am Monitor, etc. reicht diese Faustformel nicht mehr und man muss seine Gewohnheiten bei dem Umgang mit Verschlusszeiten den Kriterien anpassen.
Wobei, wie ich auch geschrieben hatte, der Vergleich von der D3s zur D3x gar nicht so stark ins Gewicht fällt.
Aber Vergleiche mal die Arbeit zwischen D3s / D700 mit einer Canon 7d im Telebereich.
Hat die 7d 18MP auf einem 1.6er Crop Sensor, so würde das einer Auflösung von rund 46MP auf einem KB-Sensor entsprechen.
Bzw. der dem 1.6er Crop vergleichbare Ausschnitt aus dem 12MP Sensor hätte dann 4,7MP.
Hier kommen die Unterschiede bei den noch verwendbaren Verschlusszeiten ohne Verwacklungsgefahr noch viel deutlicher zu Vorschein.
Sehe ich das als Problem an ?
Nein, denn solange es einem bewusst ist, kann man das berücksichtigen und die Arbeitsweise / Verschlusszeiten dementsprechend anpassen.
Im Grunde also nichts anderes, als deine Aussage hier.
Die beschriebene Problematik bezieht sich darauf, dass die theoretische Qualität feihand nicht so einfach zu erreichen ist, es bedeutet nicht, dass die Bilder plötzlich schlechter werden.
Gruß
Jochen