Seit einiger Zeit habe ich sowohl die D3X als auch die D3s parallel im Einsatz. In meinen Augen ergänzen sich die beiden Kameras sehr gut. Müsste ich mich spontan für eine der beiden Kameras entscheiden, würde ich sofort und ohne zu zögern die D3X wählen.
Meine Gründe hierfür sind folgende:
Der größte Vorteil der D3x liegt bei den 24 MP. Insbesondere bei Landschaftsaufnahmen oder aber immer dann, wenn ich croppen will, sind die Vorteile der D3X enorm. Bei der D3s fehlt mir zum Teil die Auflösung bei Landschaft und Architektur und vor allem fehlen mir die 24 MP zum Ausschneiden. Sehr viele meiner guten Bilder wären mit der D3s nicht möglich gewesen. Da die Reserven zum Ausschneiden einfach nicht vorhanden sind. Einen weiteren immensen Vorteil sehe ich bei Macroaufnahmen. Die Grundschärfe des Sensors der D3x ist überwältigend. Hier stelle ich einen erheblichen Vorteil der D3X gegenüber ALLEN von mir bisher eingesetzten Kameras fest.
Nachteile der D3X sind mir aber auch bekannt. Zum einen sind die Bilder in jpeg – Qualität schlecht. (ja ja, jammern auf höchstem Niveau, ich weiß) Die selbstentwickelten Bilder aus den RAWs hingegen stellen mich sehr zufrieden. Zum anderen ist die D3x eine Diva. Ich brauchte einige Zeit um die Qualität rüber zu bringen. Heute arbeite ich fast ausschließlich mit einem Dreibein oder einem Einbein und setze die Kamera ganz bewusst ein. Schnappschüsse aus der Hand gelingen natürlich auch, jedoch kann die D3x ihre Vorteile gerade dann nicht ausspielen. Nach meinen Erfahrungen ist sie mindestens um 2 Blenden verwacklungsempfindlicher als z.B. die D3s. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum habe ich noch eine D3s? Es ist ganz einfach, die kann nämlich Dinge, bei denen die D3x nicht mithalten kann. Einmal sei die Serienbildgeschwindigkeit genannt, sie macht rund doppelt so viele Bilder pro Sekunde und das bei 14 bit RAW. Zum anderen macht sie nicht so schnell schlapp, wenn die D3x eine Pause einlegt und erstmal abspeichern muss, da arbeitet die D3s noch weiter. Dies ist für mich der größte Vorteil der D3s. Zum Anderen ist sie natürlich viel besser bei Available Light. Hierüber kann ich aber nicht viel berichten, da ich sehr selten über ISO 800 hinausgehe.
Meine Empfehlung bezüglich der Ursprungsfrage bezogen auf Landschaft und Portrait. Bei Landschaft ganz klar die D3x, bei Portrait geben sich beide nichts, da croppen in der Regel nicht notwendig oder nur im geringen Umfang.
Zur Info, über 90% meiner Bilder entstehen mit der D3x die restlichen rund 10% mit der D3s.
Abschließend möchte ich zwei Bilder anhängen, die die Vorteile der D3X untermauern.
Das erste Bild ist ein ca. 30% crop vom Eisvogel mit D3x und 850mm gemacht. (600er + 1,4 TC) . Die resultierende Qualität hätte ich mit der D3s nicht erreicht.
Das zweite Bild ist eine Macroaufnahme einer kleinen Sandwespe D3x und micro 4/200mm. Auch hier habe ich einen crop von rund 35% vom Original gemacht. Ich denke, dass die Schärfe und Bildqualität für sich respektive für die D3x sprechen.
Lg Jamie Fox
Nachtrag: Habe gerade gesehen, dass die von mir eingestellten Bilder nicht die Qualität haben wie ursprünglich, deswegen mache ich hier einen Link zu den Bildern
http://www.natur-portrait.de/foto-56751-eisvogel.html
http://www.natur-portrait.de/foto-54241-abhaengen.html