D300 RAW vs. JPEG

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Knipsfix

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Hallo,
angeregt durch David`s Thread „Was passiert genau beim Weißabgleich“, habe ich heute versucht eine komplette Bilderserie so aufzunehmen, dass die aufgenommenen Daten optimal für den RAW Workflow geeignet sind.

Sprich: Die Bilder so hell wie möglich aufzunehmen, um sie anschließend im RAW Konverter abzudunkeln.

Als Motiv diente die Baustelle des neuen Kohlekraftwerks in Neurath vor blauem Himmel und bei Sonnenschein.

Da man sich ja, wenn man in RAW fotografiert, nicht auf das JEPG Histogramm der Kamera verlassen kann, habe ich pro Motiv eine Belichtungsreihe mit fünf Aufnahmen erstellt und das ganze als RAW und JPEG Fine abgespeichert.

In Lightroom habe ich je das hellste Bild, welches gerade nicht in den Lichtern ausgefressen war entwickelt. Die Ergebnisse konnten sich wirklich sehen lassen.:up:

Neugierig wie ich bin, habe ich diese Bilder dann mit den JPEG Aufnahmen direkt aus der Kamera verglichen. Die JPEG Bilder, welche laut Kamera Histogramm richtig belichtet waren, waren genau so gut wie die RAW Entwicklungen.:frown1:

Ich mache seit ca. eineinhalb Jahren mit meiner D70s nur RAW Aufnahmen und dies habe ich auch bei der D300 beibehalten. Doch mir kommen langsam Zweifel ob das Ganze wirklich Sinn macht.

Viele Funktionen der D300 wirken sich nur auf die JPEG Daten aus und haben keinen Einfluss auf die RAW Daten.

Leute wie David versuchen ihre Kamera total zu verbiegen, um das Histogramm wieder nutzen zu können.

Das tolle Rauschverhalten der D300 verliert schnell seine Wirkung, wenn man die RAW Daten in Lightroom öffnet und das Gefühl bekommt, dass die ISO400 Bilder der D70s auch nicht viel schlechter waren als die der D300.

Viele werden jetzt sagen, dass Capture NX die Lösung des Problems ist. Das mag für viele auch zutreffen, aber ich kann mich mit diesem Programm, auch nach vielen Versuchen, nicht anfreunden.

Ich vermute eher, dass die Lösung darin besteht, die hervorragende Technik einer D300 zu nutzen, gute und korrekt belichtete Bilder in der Kamera zu erzeugen und diese als JPEG auszugeben.

Mache ich hier einen Denkfehler, oder kommen dem Einen oder Anderen von Euch ähnlichen Zweifel?:nixweiss:
 
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Hi,
Ich glaube nicht an einen Denkfehler. Bin selber jemand der so wenig wie möglich nachbearbeiten will, einfach aus Zeitgründen...
Die Kamera einmal so eingestellt wie Du sie brauchst und gut ists...
...ich finde aufgrund der vielen Möglichkeiten in der Digitalfotografie kann man es bis zur unersättlichkeit treiben....und manch hören noch dazu das Gras wachsen... :rolleyes:

Es gibt also 3 Möglichkeiten:
Entweder nur in RAW knipsen und danach mit der Stapelverarbeitung alles (inklusive der Bildoptimierung der Kamera) zu Hause in JPG konvertieren.
oder
Die Bilder in RAW und JPG knipsen
oder
nur JPG machen weil sie eh so gut sind

Möglichkeit 1 ist m.A. die Beste Wahl, weil ich es genial finde, daß die RAW Daten die Bildoptimierungseinstellungen der Kamera beinhalten und Du trotzdem bei Bedarf noch das "Negativ" hast.
Möglichkeit 2 ist auch gut aber halt Speicherkartenintensiv
Möglichkeit 3 ist ohne "Sicherheitsnetz"

Alle 3 Möglichkeiten liefern Dir aber das tolle JPG ! ;)
 
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Wenn eine korrekt belichtete Aufnahme als JPG aus der Kamera in Ordnung ist, das NEF hingegen anders aussieht, Nachbearbeitung benötigt und eventuell stärker rauscht, spricht das gegen den verwendeten Raw-Konverter. Im Fall der D300 vermutlich gegen ziemlich jeden außer Capture NX.

CNX wertet - im Gegensatz zu den anderen Konvertern - im NEF sämtliche Aufnahmeeinstellungen aus. Daher ist in diesem Konverter ein NEF zunächst mit dem JPG optisch identisch. Es hat aber halt den zusätzlichen verlustfreien Bearbeitungsspielraum, der dem JPG als reiner 8-bit-Pixeldatei fehlt.

Wäre ich auf CS3/Lightroom angewiesen, würde ich vermutlich auf NEF verzichten müssen, zu viel Gewurschtel im Trüben: Wie gesagt, diese Programme erkennen ja nicht, was in der Kamera bewusst eingestellt war. Da kommen zwar irgendwelche (falsch-)bunten Bilder raus, viel Arbeit dann, das alles wieder gerade zu biegen.

Wenn ich mir die (suboptimalen) Konvertierungsergebnisse der D300-NEFs z.B. in CS3/Lightroom ansehe, habe ich den Verdacht, dass die kostenlose Beigabe von CNX bei der D3/300 kein reines Entgegenkommen an den Kunden ist. Eher die pure Not, dem Kunden - und den publizierten Kommentaren - zu beweisen, dass die Kamera tatsächlich Bildergebnisse auf der Höhe der Zeit liefern kann. Und diesen Beweis bleibt sie mit anderen Konvertern schnell schuldig.

Gruß,
Thomas
 
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Viele Funktionen der D300 wirken sich nur auf die JPEG Daten aus und haben keinen Einfluss auf die RAW Daten.
Na und, bisher hab ich die nicht gebraucht.

Leute wie David versuchen ihre Kamera total zu verbiegen, um das Histogramm wieder nutzen zu können.
Mit etwas Übung kann man auch mit den JPG Histogrammen leben.

Das tolle Rauschverhalten der D300 verliert schnell seine Wirkung, wenn man die RAW Daten in Lightroom öffnet und das Gefühl bekommt, dass die ISO400 Bilder der D70s auch nicht viel schlechter waren als die der D300.
Das liegt an der grottigen Rauschunterdrückung von Lightroom.

Viele werden jetzt sagen, dass Capture NX die Lösung des Problems ist. Das mag für viele auch zutreffen, aber ich kann mich mit diesem Programm, auch nach vielen Versuchen, nicht anfreunden.
Ich hab gestern wieder mal minutenlang auf meiner Dualcore Kiste auf 'ne Reaktion auf eine Kurvenveränderung gewartet.
Alle anderen Konverter zeigen entweder sofort oder zumindest deutlich schneller eine Reaktion.
Das Teil ist unbenutzbar.

Ich vermute eher, dass die Lösung darin besteht, die hervorragende Technik einer D300 zu nutzen, gute und korrekt belichtete Bilder in der Kamera zu erzeugen und diese als JPEG auszugeben.
Und wie belichtest Du korrekt wenn die Dynamik des JPG nicht ausreicht? Schatten aufhellen ist in NEF deutlich besser machbar. Und die Rauschunterdrückung der Kamera ist nicht wirklich begeisternd.

cheers
afx
 
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Ich hab vor kurzem auf einem meiner nächtlichen Ausflüge auch mal versucht nur JPEGs zu machen. Das Ergebnis war sehr entäuschend sowohl was Rauschen als auch Dynamik anbelangt. Die Ergebnisse mit RAWs und CNX sind um Klassen besser.
 
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Neugierig wie ich bin, habe ich diese Bilder dann mit den JPEG Aufnahmen direkt aus der Kamera verglichen. Die JPEG Bilder, welche laut Kamera Histogramm richtig belichtet waren, waren genau so gut wie die RAW Entwicklungen.:frown1:

Sonne lacht, Blende 8? Das ist eigentlich so richtig der Idealfall, den sich ein Nikon-Programmierer vorstellen kann. Es wundert mich da nicht, daß es nur geringfügige Unterschiede zw. RAW und JPEGs gibt.

Ich mache seit ca. eineinhalb Jahren mit meiner D70s nur RAW Aufnahmen und dies habe ich auch bei der D300 beibehalten. Doch mir kommen langsam Zweifel ob das Ganze wirklich Sinn macht.

Reines RAW macht für mich keinen rechten Sinn, da mir dafür einfach die Zeit der nötigen Nachbearbeitung fehlt. Ich fotografiere um Bilder zu bekommen die ich mir ansehen kann und nicht um einem neuen Hobby aka "RAW-Konverter Feintuning" am PC zu fröhnen ;).

Verstehe mich jetzt bitte nicht falsch, aber auch ich nutze RAW+JPEG/Fine des öfteren. Allerdings nur in Situationen bei denen ich der Meinung bin ich hätte einen Vorteil von RAW. Z.B. nutze ich RAWs eigentlich immer, wenn ich mit ISO 1600/3200 fotografiere, da ich in der Nachbearbeitung das für mich beste Verhältnis zw. Rauschen & Schärfe finden kann und des öfteren traue ich auch noch nicht so ganz dem Weißabgleich (aber bisher unbegründet).

Viele Funktionen der D300 wirken sich nur auf die JPEG Daten aus und haben keinen Einfluss auf die RAW Daten.

Eben, denn in einigen schwierigen Situationen möchte ich den digitalen Vorteil nicht missen einige Parameter im Nachhinein zu ändern. Wenn ich mal nicht aufgepaßt habe und die Belichtung leicht daneben liegt, habe ich im RAW durch die feinere Abstufung der 12/14bit noch die Möglichkeit abgesoffene Bereiche aufzuhellen oder überstrahlte Bereiche leicht abzudunkeln, ohne in das offene Messer zu laufen. In den JPEGs wäre die Information bereits durch die Reduzierung auf 8bit für immer verloren.

Wie schon erwähnt, ich nutze bei RAW immer noch die Optionen des eigenen JPEGs aus der Cam. Zum einen um wirklich die Ergebnisse vergleichen zu können (und da wird schon mal in der Euphorie "kaputt verbessert" und nächsten Tag die Hand vor die Stirnn geschlagen) und da ich dem RAW-Konverter auch nicht so ganz über den Weg traue.

Das tolle Rauschverhalten der D300 verliert schnell seine Wirkung, wenn man die RAW Daten in Lightroom öffnet und das Gefühl bekommt, dass die ISO400 Bilder der D70s auch nicht viel schlechter waren als die der D300.

Wir hatten in diesem Forum schon anderweitig festgestellt, daß die Unterschiede per Hardware zw. D200/D300 bei ISO200 kaum merkbar sind und teils der D200 einen hauchdünnen Vorsprung bescheinigen. Im Umkehrschluß besagt dieses aber auch, daß eine abgestimmte Firm-/Software den entscheidenen Unterschied ausmacht.

Viele werden jetzt sagen, dass Capture NX die Lösung des Problems ist. Das mag für viele auch zutreffen, aber ich kann mich mit diesem Programm, auch nach vielen Versuchen, nicht anfreunden.

Ich mag CNX auch nicht und würde mir sehnlichst wünschen, daß es ein CNX.8BF geben würde. Das dürfte aber schon an der Firmenpolitik und der Konkurrenz beider Firmen scheitern.

Ich vermute eher, dass die Lösung darin besteht, die hervorragende Technik einer D300 zu nutzen, gute und korrekt belichtete Bilder in der Kamera zu erzeugen und diese als JPEG auszugeben.

Im Optimalfall sollte der normale User seine Bilder wie früher zu analogen Zeiten in den Kasten bekommen und für die normale Weiterverarbeitung (Abzüge, Web, Monitorausgabe, etc.) reicht das auch in der Regel aus. Natürlich müssen dazu die Randbedingungen wie Blende, Belichtung, AF, Brennweite und Motivwahl schon stimmig sein.

Für mich macht es einfach die Mischung und die Option im Ernstfall doch noch etwas am RAW optimieren zu können und leider kommen wir dann wieder zum Thema CNX, denn sofern ich nur einzelne RAWs aus einer derartigen Serie mit einem fremden Tool nachbearbeitete ist die gesamte Serie teils nicht mehr stimmig, da der erfahrende User den Eindruck gewinnen könnte einige Bilder wären nicht von der selben Kamera und passen nicht in die Serie.

Mhh, stelle Dir vor, Du würdest die JPEGs der D300 per Default mit Standard abspeichern, die RAWs aber mit Neutral, Brillant oder D2X entwickeln.

Mache ich hier einen Denkfehler, oder kommen dem Einen oder Anderen von Euch ähnlichen Zweifel?:nixweiss:

Ich glaube da schon eher, daß hier jeder User auf seine Weise versucht glücklich zu werden und es eine allgemeingültige Lösung nicht geben wird. Für mich ist halt obiges in einem ausgewogenen Verhältnis :).
 
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Ich mache mit der D300 weiter, wie auch schon mit D70 und D200.

Je nach Anforderung entweder nur jpg (normal reicht, hab schon bei der D200 zwischen fein und normal keinen Unterschied festgestellt) oder eben jpg+raw. Aber eben nur, wenns "draufankommt" und die Lichtsituation wahrscheinlich nachträgliches Eingreifen erfordert. Alles andere ist mir nur Speicherverschwendung.

Der Agentur, der ich ab und zu Bilder liefere, gebe ich auch immer beides. Aber bisher waren sie immer mit den jpg zufrieden (für den Druck!). Die Grafikerin kann halt mit PS umgehen, ihr ist das Capture einfach zu umständlich und die winzigen Nuancen, die man da noch rausholen kann, hat sie noch nie benötigt.

jan.
 
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Wenn eine korrekt belichtete Aufnahme als JPG aus der Kamera in Ordnung ist, das NEF hingegen anders aussieht, Nachbearbeitung benötigt und eventuell stärker rauscht, spricht das gegen den verwendeten Raw-Konverter. Im Fall der D300 vermutlich gegen ziemlich jeden außer Capture NX.[...]

Das und alles was Du sagst kann ich so bestätigen. Allerdings sollte man auch dazu schreiben, warum Nikon Kameras die einzigen sind, die sich nicht so gut mit fremden RAW-Converteren vertragen: Weil Nikon es nicht will. Nikon verschlüsselt die Metadaten (Weissabgleich, Kurven, ...) in den NEFs und verlangt Geld für den Entschlüsselungscode. Die von einigen hier mühsam gemachten Einstellungen, Kurven, etc. gehören also gewissermassen nicht ihnen, sondern Nikon.

Adobe hat sich aus welchen Gründen auch immer entschieden, dieses Spiel nicht zu spielen. Und wenn ich das richtig sehe, stehen sie damit nicht alleine. Ich hoffe im Interesse der Langzeitlesbarkeit der NEFs, dass Nikon dieses Unsinn irgendwann mal aufgibt. Für den Anwender ähnlich gut wäre es, wenn Adobe eine Lizenz kauft, damit man die NEFs samt entschlüsselter Metadaten als DNGs abspeichern kann.

Viele Grüße,

Markus
 
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... einigen hier mühsam gemachten Einstellungen, Kurven, etc. gehören also gewissermassen nicht ihnen, sondern Nikon.

Adobe hat sich aus welchen Gründen auch immer entschieden, dieses Spiel nicht zu spielen. Und wenn ich das richtig sehe, stehen sie damit nicht alleine. Ich hoffe im Interesse der Langzeitlesbarkeit der NEFs, dass Nikon dieses Unsinn irgendwann mal aufgibt. Für den Anwender ähnlich gut wäre es, wenn Adobe eine Lizenz kauft, damit man die NEFs samt entschlüsselter Metadaten als DNGs abspeichern kann.

Viele Grüße,

Markus

Da stimme ich Dir gerne zu! Der Kampf der Großen geschieht mal wieder auf dem Rücken der Kleinen.
Auch das für die Raw's der D3/ D300 Photoshop CS3 nötig sein soll, stinkt mir mächtig ...
 
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Hallo,
was passiert wenn in den JPG's die Metadaten editiert werden,
wenn nur die Helligkeit ein klein wenig geändert werden soll, wenn die Bilder nachgeschärft werden sollen ???
Es kommt beim erneuten abspeichern zu einem Qualitätsverlust, habt ihr auch diese Änderungen mit in eure Überlegungen einbezogen.

JPG = jedes erneute speichern eines geöffneten Bildes = Qualitätseinbuße.

Oder habe ich jetzt einen Denkfehler gemacht ?
 
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Es gibt also 3 Möglichkeiten:
Entweder nur in RAW knipsen und danach mit der Stapelverarbeitung alles (inklusive der Bildoptimierung der Kamera) zu Hause in JPG konvertieren.
oder
Die Bilder in RAW und JPG knipsen
oder
nur JPG machen weil sie eh so gut sind


Möglichkeit 2 ist auch gut aber halt Speicherkartenintensiv

Hi,
nach meinen Berechnungen ca. 10 %. Darauf kommt es also auch nicht mehr an wenn man sich entschlossen hat überhaupt in RAW aufzuzeichnen.
 
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Wäre ich auf CS3/Lightroom angewiesen, würde ich vermutlich auf NEF verzichten müssen, zu viel Gewurschtel im Trüben: Wie gesagt, diese Programme erkennen ja nicht, was in der Kamera bewusst eingestellt war. Da kommen zwar irgendwelche (falsch-)bunten Bilder raus, viel Arbeit dann, das alles wieder gerade zu biegen.

Ich fotografiere "nur NEF" in Kombination mit Lightroom, nachdem ich lange Vergleiche mit JPGs und NEF's hinter mir habe. Die JPGs out of Cam der D300 können mindestens bei mir mit dem Resultat aus LR nicht konkurrieren, soviel zum Gewurschtel im Trüben... auch LR braucht eben etwas Einarbeitungszeit, aber dann gehts fix und gut, was ich von CNX bisher nie sagen konnte.
Markus

Edit: wenn es darum geht, eine bestimmte Bildvorstellung umzusetzen, was bei 90% der Bilder zutrifft, fischt imho CNX bei den Farben genauso im Trüben wie jeder andere RAW-Konverter. Wie sollen sie auch wissen, welche Farben ich mir vorstelle?
 
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Ich mache seit ca. eineinhalb Jahren mit meiner D70s nur RAW Aufnahmen und dies habe ich auch bei der D300 beibehalten. Doch mir kommen langsam Zweifel ob das Ganze wirklich Sinn macht.

Viele Funktionen der D300 wirken sich nur auf die JPEG Daten aus und haben keinen Einfluss auf die RAW Daten.

Das tolle Rauschverhalten der D300 verliert schnell seine Wirkung, wenn man die RAW Daten in Lightroom öffnet und das Gefühl bekommt, dass die ISO400 Bilder der D70s auch nicht viel schlechter waren als die der D300.

Ich vermute eher, dass die Lösung darin besteht, die hervorragende Technik einer D300 zu nutzen, gute und korrekt belichtete Bilder in der Kamera zu erzeugen und diese als JPEG auszugeben.


Meine Hauptmotivation, eine neue Kamera zu kaufen ist, die Nachbearbeitungszeit zu verkürzen. Die JPEG-Engine der D70 ist veraltet und die Ergebnisse sind unbefriedigend.

Wenn ich schon die JPEGs out-of-cam der D80 sehe, werde ich blass vor Neid, denn das bekomme ich auch mit großem Zeitaufwand nicht oder nur gerade so als Output meiner Kameras.

D3 / D300 haben eine gegenüber der D80 noch weiter verbesserte JPEG-Engine.

Jetzt gibt es drei Strategien:

a) JPEGs machen, RAW vergessen. Nachteil: Beruflich ist mir das Risiko zu hoch.

b) RAWs machen und nach der Redaktionsarbeit ohne Änderungen durch die kostenlose und stabile Stapelverarbeitung von ViewNX laufen lassen (sollte das gleiche Ergebnis bringen wie JPEGs aus der Kamera, verifizier das mal einer bitte). Spart Platz und lässt einem alle Möglichkeiten, Nachteile: Die Stapelverarbeitung braucht Zeit, evt. kann NX nicht Alles, was die Kamera kann.

c) RAWs und JPEGs machen, die Zeit für die Stapelverarbeitung sparen und im wesentlichen die JPEGs verwenden, RAWs nur als Backup. Nachteil: Bis zu 10 Megabyte pro JPEG Plattenplatz wahrscheinlich sinnlos verschwendet, bei er Redaktion für jedes Bild zwei mal die Löschtaste drücken müssen.

Ich weiß es noch nicht, muss selber Testreihen machen, wenn ich das Geld für meine neue Kamera endlich zusammengepart habe.

Herzliche Grüße

Frank
 
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Es ist nicht damit getan die Daten lesen zu können, außerdem kann das eh schon jeder. Die stehen offen in der Datei. Die Interpretation der Daten und die Umsetzung in Algorythmen ist das Entscheidende. Ist bei Nikon Sättigung +1 dasselbe wie bei Canon? Schärfung 5? Was ist das wie wird geschärft, ...


Das und alles was Du sagst kann ich so bestätigen. Allerdings sollte man auch dazu schreiben, warum Nikon Kameras die einzigen sind, die sich nicht so gut mit fremden RAW-Converteren vertragen: Weil Nikon es nicht will. Nikon verschlüsselt die Metadaten (Weissabgleich, Kurven, ...) in den NEFs und verlangt Geld für den Entschlüsselungscode. Die von einigen hier mühsam gemachten Einstellungen, Kurven, etc. gehören also gewissermassen nicht ihnen, sondern Nikon.

Adobe hat sich aus welchen Gründen auch immer entschieden, dieses Spiel nicht zu spielen. Und wenn ich das richtig sehe, stehen sie damit nicht alleine. Ich hoffe im Interesse der Langzeitlesbarkeit der NEFs, dass Nikon dieses Unsinn irgendwann mal aufgibt. Für den Anwender ähnlich gut wäre es, wenn Adobe eine Lizenz kauft, damit man die NEFs samt entschlüsselter Metadaten als DNGs abspeichern kann.

Viele Grüße,

Markus
 
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In den Foren gibt’s etliche Fragen zu allen möglichen mehr oder weniger geeigneten Kameraeinstellungen der D300. Oder die zahllosen Rauschvergleiche. Oft gehen diese Diskussionen voll ins Leere, da auch der Einfluss der verwendeten Konverter beim Beurteilen am Rechnermonitor unbekannt ist oder schlicht übersehen wird. Und offensichtlich sind einige Konverter an die D300er-NEFs besonders unglücklich angepasst.

In CNX sehe ich das Zusammenwirken von Kameraeinstellung und Darstellung auf Rechnermonitor unmittelbar, das NEF sieht immer aus wie das JPG, das NEF verhält sich konsistent zwischen Kamera/Konverter. Die Wirkung der einzelnen Kameraeinstellungen sind also auch im NEF sehr gut zu erkennen, zumal die Parameter in Kamera und CNX identisch benannt sind und wirken. So kann man quasi nebenher auch Eigenheiten der neuen Kamera rasch kennenlernen.

In CS3 (und anderen) kann ich das Zusammenwirken von Kameraeinstellung (Farbabstimmung, Entrauschung usw.) und Konvertereigenart nicht klar erkennen, für mich eine Rechnung mit zu vielen Unbekannten. Fischen im Trüben eben. Bezweifele aber nicht, dass man auch mit Lightroom & Co. zu Ergebnissen kommt. Für mich aber zu umständlich. Und unsicher: Verhält sich das Adobe-D300-Modul nach einem allgemeinen Software-Update noch wie vorher? Auch Adobe sticht in dieser Hinsicht nicht durch übertriebenes Mitteilungsbedürfnis hervor.

Für diejenigen, die CNX aus mir gut verständlichen Gründen hassen und ohnehin mit Photoshop arbeiten, gäbe es einen in qualitativer Hinsicht brauchbaren Kompromiss: Nur NEF aufnehmen, Stapelverarbeitung in NX mit den Schritten Öffnen, Schärfung entfernen (mit aktivierter Schärfung kann ich auf Kameramonitor Verwackler leichter erkennen), Export als 16-bit-Tif inkl. ICC-Profil. Sieht so aus wie’s JPG, ist aber eine robuste Datei. Geht automatisch und recht schnell.

Die NEFs behalte ich, Anforderungen an die Ausgabe können sich ändern und meine Farbauffassung unterliegt Laune und Tagesform.

Mir ist nicht danach, CNX oder gar proprietäre Verschlüsselungsformate in irgendeiner Weise zu verteidigen. Wären Nikon-Kameras genauso intuitiv und flüssig zu bedienen wie diese Software, die Kameras wären längst Geschichte.

Gruß,
Thomas
 
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Vieles wurde ja dazu schon in den vorigen Postings schrieben, das kann ich großteils auch unterschreiben.

Ich persönlich kann mit CNX überhaupt nichts anfangen. Das habe ich ja schon in diversen Threads mitgeteilt. GUI und Geschwindigkeit sind eine Katastrophe.
Habe zwar seit ein paar Tagen das SP1 für das Framework 2.0 installiert und finde, dass CNX damit etwas an Geschwindikeit gewonnen hat. Speziell beim Öffnen von Dateien. Aber mit der Oberfläche und dem Workflow kann ich mich nicht anfreuden. - Auch nach mehreren Anläufen.

Arbeite schon jahrelang mit ACR und PS CS3. Die Ergebnisse sind aber mit der D300 nicht ganz optimal. Speziell was das Rauschen anbelangt. Da werd ich mir jetzt mal NoiseNinja ansehen.
DXO soll ja in der v5 einen sehr guten RAW Konverter erhalten haben. Speziell Farbrauschen soll aufgrund eines neuen Algorithmus damit kein Thema mehr sein. Dazu fehlen mir aber Erfahrungen, da die v5 noch nicht unter x64 läuft. Im Forum habe ich auch noch nichts dazu gelesen.

Ich selbst kann auch bestätigen, dass die JPGs (wenn die Belichtung passt) out-of-cam sehr gut sind. Gerade bis ISO 800 schon ein Fortschritt.
Nehme aber eigentlich immer NEF und JPG auf. Dazu mussten aber 2 x 16GB Karten gekauft werden.
Bei schwierigen Bedingungen ist JPG vom Potential her einfach bald an der Grenze und man muss einfach über NEF (14bit) gehen. Dann arbeite ich gern mit ACR/PS. Es ist schnell und ich bin es halt gewohnt. Nur das Rauschen muss ich noch in den Griff bekommen. Wie schon gesagt, versuche ich es jetzt mal mit NoiseNinja.
 
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Hallo,
ich sehe auch nur den Vorteil Raw, das man sie verlustfrei bearbeiten kann und wieder in den Rohzustand zurüch setzten kann.
Ich mache von meine Bilder meistens Prints und fahre mit Jpeg auch sehr gut.
Bei einen Print von 20x30 sieht man keinen Unterschied, wenn es größer wird dann muss man schon sehr nah dran gehen um was zu sehen.
Ich nutze beides, es kommt immer drauf an was für ein Erbsenzähler man ist.
Mir reichen die JPEG in den meisten Fällen, das muss aber jeder für sich selber entscheiden.

LG Michael
 
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Für mich als einen zukünftigen (ich zähle schon nur in Tagen) Inhaber einer D300 ist dies interessant. Schon früher habe ich mich allerdings für raw+jpg entschieden.
Aber........
kann mir jemand plausibel darstellen, warum bei einer Kamera+Objektiv=mind. 2.000 Euro eine zusätzliche wiederbeschreibbare Speicherkarte für 100 Euro ein Problem ist?
 
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Weil es nicht nur die Speicherkarte ist. Es geht dann schon bei den Festplatten weiter. Und bei der Zeitverschwendung in der Weiterverarbeitung, Archivierung etc.

Nur weil es die Möglichkeiten gibt, brauche ich sie trotzdem nicht immer und überall zu nutzen, wenn es nicht nötig ist.

Ich wage mal zu behaupten (aus eigener Erfahrung), dass selbst bei den meisten Aufnahmen, "wos draufankommt" das jpg out-of-cam völlig ausreicht. Ein späterer Unterschied am Endergebniss wie z.B. beim Ausbelichten oder Drucken wird NICHT zu erkennen sein (von Webbildern oder Ansicht am Computermonitor oder Fernseher ganz zu schweigen). Dass manchmal trotzdem RAW nötig ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Aber der Sinn, jedes Bild unabhängig vom gewollten Endergebniss in RAW aufzunehmen, anschließend automatisiert im CNX ein jpg zu generieren, das genauso aussieht, wie das, was die Kamera eh produziert hätte, verschließt sich mir.

Und wenn ich in einem Posting weiter oben lese, dass er auch noch das 16bit Tif abspeichert (macht dann zusammen ca. 100MB pro Bild), dann frage ich mich ernsthaft, was das soll.

Aber zum Glück werde ich nicht zu solchem Unfug gezwungen, es soll jeder machen wie er will.


jan.
 
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Für mich als einen zukünftigen (ich zähle schon nur in Tagen) Inhaber einer D300 ist dies interessant. Schon früher habe ich mich allerdings für raw+jpg entschieden.
Aber........
kann mir jemand plausibel darstellen, warum bei einer Kamera+Objektiv=mind. 2.000 Euro eine zusätzliche wiederbeschreibbare Speicherkarte für 100 Euro ein Problem ist?

Da hast Du vollkommen recht, aber viele wollen oder können dann nach der Anschaffung einer D300 nicht mehr das Geld für zwei oder mehrere große CF-Karten ausgeben. Ich glaube, das muss man respekierten.
Obwohl ich auch der Meinung bin, wenn man sich eine D300 kauft auch die Karten drin sein müssen. Sonst wär ein günstigerer Body vielleicht die bessere Wahl für eine insgesamt gute Ausrüstung.

Die Anschaffung von großen Karten sehe ich für mich persönlich nicht als Problem, sondern nur als Nachteil des Konzeptes "NEF+JPG".
Wenn man viele Bilder macht, kommt man auch mit zwei 16 GB Karten nicht recht weit. - Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.
 
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