Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Ich muss es mal (wieder) loswerden: Was mich hier allmählich ankotzt (verzeiht den Ausdruck) sind die ungemein zahlreichen Ratschläge an Politiker, Gesundheitsbehörden etc. Einige hier sind offenbar so frei von Zweifeln, dass sie sich vielleicht endlich als Personal nicht nur besserwissend, sondern auch praktisch tätig zur Verfügung stellen sollten, anstatt (teils aus sehr weiter Entfernung) einen "guten" Ratschlag nach dem anderen zu verteilen bzw. über all die Versäumnisse, ihnen niemals zugehört zu haben, je nach Tagesverfassung und Naturell zu frohlocken ("Jö, ich hab's doch immer schon gesagt!") oder zu lamentieren ("Diese Studienabbrecher, Taugenichtse und generell Minderbemittelten sind einfach zu blöd für die einfachsten Glaskugeloperationen!") Und dann noch die Wirtschaftsfolgen! Manchmal reichen die Prognosen bis zum Bürgerkrieg.

Viel produktiver als diesen Mist (okay, nicht alles ist Mist) gebetsmühlenartig zu wiederholen, fände ich sinnvolle und umsetzbare Ratschläge, mit denen jeder von uns im täglichen Leben dazu beitragen kann, die Pandemie etwas einzugrenzen. Tipps wie die von Eva hinsichtlich nachhaltiger Masken, die Brillenträger auch nicht blind durch die Gegend laufen lassen, aktuelle Zahlen und Termine von Pressekonferenzen sowie Links zu originalen Gesetzen und aktuellen Verordnungen wie z.B. von Anja, statistische Ausblicke wie die von Falk, Ausblicke auf aktuelle Forschung etc.

Ja, schon richtig, da kann man nicht immer so toll Leute ausrichten oder schlechtmachen. Aber der Thread wäre auch nicht so vermüllt und von persönlichen Gemetzeln durchzogen. Und schließlich lebt jede TV-Serie von den Intrigen der bösen Schwiegermutter und des raffgierigen Fabrikanten. Ja, ich sehe schon, mein Wunsch wird wohl nicht wahr werden. Aber auch Liebesgeschichten tragen manche Serien auch ein Stück weit. ;)
 
T
Tom.S kommentierte
Wünschen darf man sich alles. Aber ich würde die diesbezügliche Erwartungshaltung in einem Fotoforum nicht allzu hoch hängen.
Was soll ein Haufen Laien denn schon anders liefern können als persönliche Eindrücke, Meinungen, persönliche Geschichten etc? So wie in den drei Wochen der Fussball-WM die gute Hälfte der Leute im Land die besseren Nationaltrainer, Spieler und Schiedsrichter sind (auch in Personalunion), so gibt es in Corona unzählige selbsternannte Virologen, Infektiologen, Intensivmediziner, Höchstrichter etc., die halt ihre Meinung zum Besten geben.
 
ernst.w
ernst.w kommentierte
Was soll ein Haufen Laien denn schon anders liefern können als persönliche Eindrücke, Meinungen, persönliche Geschichten etc?
Darum ging es in meinem Posting auch gar nicht, wie du sicher bemerkt hast.
 
T
Tom.S kommentierte
Du hattest dir doch eindeutig sinnvolle und umsetzbare Vorschläge zur Eingrenzung der Pandemie gewünscht. Da sind Laien nun mal keine ideale Quelle.
 
ernst.w
ernst.w kommentierte
Dass Laien keine Experten sind, okay. Aber dass nicht auch Außenseiter mal gute Ideen haben können, bestreite ich. Das Rad wurde auch nicht von einem Formel 1-Fahrer erfunden. ;) Abgesehen davon haben wir hier tatsächlich einige Experten hier, die verschiedene Fachrichtungen der Medizin, Biologie, des Krankenhaus- und Pflegewesens etc. in diesem Thread. Die gehen großteils ein wenig unter (sehe ich jetzt an deinem Kommentar), weil die Rundumgeräusche so laut sind.

Also: Weniger Rauschen, mehr Information! Auch Einzelerlebnisse und persönliche Eindrücke, die unmittelbar mit dem Thema verbunden sind, sind Information. Auf die "Nur-Untergangsprophezeihungen" und "persönliche Schlägereien" (so es nicht gerade um die letzte Ampulle Serum geht) hingegen könnte ich gerne verzichten. ;)
 
markusm1000
markusm1000 kommentierte
Du hattest dir doch eindeutig sinnvolle und umsetzbare Vorschläge zur Eingrenzung der Pandemie gewünscht.
Aber wohl nicht an Fr. Merkel oder Hr. Spahn, die lesen hier vermutlich nicht mit, sondern an den Ernst, die Anja, den Albert, ...
Hier hat wohl kaum jemand 100 Mrd. EUR in der Tasche, als dass er irgendwelche bundesweiten Maßnahmen vornehmen könnte. Aber vielleicht hat jemand Alltagtipps, wie man eine Maske praktischer verwenden kann, dass man Tiefkühlpizza vor der Zubereitung aus dem Karton nehmen sollte oder wie man eine Nachbarschaftshilfe organisieren kann. Dass sind Tipps, die auch von uns hier praktizierbar sind. Hr. Laschet sollte dies tun oder Hr. Drosten sollte das tun, ist dagegen sicherlich unterhaltsam aber eben nur wertloses Stammtischgeblubber.
 
Am Ende entscheidet nur das Wetter, .......
....das war auch viele Monate meine Überzeugung, die nun aber, nach Beobachtung des Monats Oktober, deutlich in Straucheln kommt.

Dass es im Oktober in Nord-und Mitteleuropa deutlich kühler wird, damit war zu rechnen und somit war auch mit einer Zunahme der Infektionen.

Ich habe mir täglich die Temperaturen rund ums Mittelmeer angeschaut und stellte fest, das dort nach unseren Empfindungen bei 28 Grad noch der Hochsommer herrscht und sich die Menschen dort auch nach wir vor sehr viel draußen aufgehalten haben werden.

Und nun meine Frage: Warum sind deren Infektionszahlen mehr als doppelt so hoch wie bei uns? Liegt es evtl. daran, dass dort 40% der Menschen Idioten sind und bei uns, Gott sei Dank, nur 20%?

Schönen Sonntagabend
Franz-Josef
 
Zuletzt bearbeitet:
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
C
Christian B. kommentierte
Dann war ich hinsichtlich Württemberg nicht richtig informiert. Müssen wir jetzt mal in die neue württembergische Corona-Verordnung schauen, ob das da jetzt wieder zurückgeholt wurde. Hier im Norden und meines Wissens auch in den anderen Bundesländern darf in Gottesdiensten von der Gemeinde nicht gesungen werden.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Jedenfalls wurde es in den wenigen Gottesdiensten, die ich in diesem Jahr in verschiedenen Kirchen und Gemeinden besucht habe, immer so gehandhabt. Die Musik kam vom Band.
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Allgemein bekannt dürfte sein, dass trockene Luft die Schleimhäute austrocknet und diese dadurch von Viren jeglicher Provenienz leichter befallen werden können.
Dass die Menschen z.B. in der Wüste Gobi kaum Schnupfen oder Grippe bekommen, ist kein Widerspruch, da es dort nur wenige Menschen gibt, die große Abstände zueinander einhalten.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Grüß dich :)
Ich denke, der zweitwichtigste Effekt nach der Luftfeuchtigkeit ist die Temperatur. Da kalte Luft weniger Feuchtigkeit bindet, kondensiert z.B. warme Atemluft auch in trockener Luft, wenn diese nur kalt genug ist, was einen Großteil der Aerosole verhindert.

Und zumindest bei Erkältungen (Schnupfen) spielt das geschwächte Immunsystem bei Unterkühlung von Schleimhäuten eine große Rolle. Ob das bei Covid eine Rolle spielt, weiss ich nicht.
 
...Sie gefährden nicht nur sich, sondern auch die Anderen. Dennoch geht es um diese dubiosen 25% ... das sollen alles Asoziale und Idioten sein? Find ich nicht in Ordnung.
....
Es ist doch definitiv ein asoziales Verhalten.
Ob man dies gedankenlos, selbstsüchtig, rücksichtslos, empathielos, asozial oder ähnlich benennt oder in der Strassensprache als Idioten bezeichnet, spielt wohl eher eine untergeordnete Rolle.
Ich unterhalte mich gerne in meiner nähesten Büroumgebung und mit vielen Büro-Nachbarn und "Anwohnern".
Aber was ich seit März täglich sehe und höre, reicht mir dicke, um meine Schlüße zu ziehen.
Es sind nicht nur die bildungsfernen "unteren Schichten" - ganz sicher nicht.
Aber ich habe hier viel zu oft den "Beweis", dass Unwissenheit durch niedriges Bildungsniveau und die offensichtliche Unfähigkeit, einfache Zusammenhänge zu erfassen (und die richtigen Schlüße zu ziehen) mit einem deutlich vermehrten: ""Corona? ...Scheiß drauf!"" einhergeht...
Es ist nur traurig...

Edit: Sorry, ...es sollte ein Kommentar werden, aus Versehen "Zitat" geklickt...
 
3 Kommentare
häuschen
häuschen kommentierte
Wenn einer schon „definitiv“ sagt, dann muss man seine Aussage erst Recht hinterfragen ;)

Anscheinend bin ich nicht in der Lage meinen Standpunkt verständlich darzulegen. Schade :(
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Doch, ich denke, ich verstehe, was Du meinst. Das liegt vermutlich daran, dass ich grundsätzlich nix davon halte, Schuld zu verteilen. Meiner Erfahrung nach hat das bisher noch nie bei irgendwas geholfen.
 
soulbrother
soulbrother kommentierte
Ja, man darf und soll (vieles, alles?) hinterfragen, und ich denke ich versteh schon auch was Du meinst.
Dank Meinungsfreiheit darf ich aber eben dieser Meinung sein, dass es kein "gutes" soziales Benehmen ist (daher asozial), wenn man eine absichtliche (mögliche) Gesundheitsgefährdung der anderen in Kauf nimmt.
Und nein, "Idioten" ist nicht korrekt als Bezeichnung. Aber nicht aus dem Grund, weil es beleidigend oder politisch unkorrekt ist, sondern, weil da sicher auch intelligente Leute dabei sind ;-)

Schuldzuweisungen sind auch nicht mein Ansporn, denn auch ich erkenne oft genug meine "Grenzen".
Bin heute erst wieder kurz raus aus dem Büro, rein in die Toilette und hab die Maske vergessen... und promt kommt genau in der Minute noch jemand zum Händewaschen...
Aber zumindest hab ich dann ein schlechtes Gewissen und ich schaff es halt zu 99% mich "sozialverträglich" zu verhalten... ;-)
 
Mittlerweile sollten wir bei den Maßnahmen das Scharfschützengewehr mit Zielfernrohr anwenden und das dann sehr zeitnah.

Da kommt doch nichts bei raus:

Merkel hat die Sniper, Spahn hat die falsche Munition bestellt, Laschet wünscht sich die Schleudern für den Trachtenverein und Söder schüttelt den Kopf, weil das Personal für den Schießstand mit dem nachladen nicht klar kommt.

Da ist Schrot schon besser. Irgendwer trifft dann doch irgendwas.
Aber die Jäger werden müde, wenn die Treiber lieber noch Ferien in Kroatien machen wollen.
 
Kommentar
AnjaC
AnjaC kommentierte
Bringt ja auch nix. Erstens lässt sich die App auf älteren Handys nicht installieren, zweitens hat tatsächlich nicht jeder eines, drittens heißt die Installation ja noch lange nicht, dass die App auch benutzt wird.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Das einzig Sinnvolle ist es, für die Nutzung der App zu appellieren. Kurze Zeit nach der Bereitstellung der App war das ja auch so. Aber danach war leider Schweigen im Walde.... So machte sich vermutlich der Gedanke bei den App-Verweigerern breit: "Wenn die App was nützen würde, würde man mehr Werbung machen."
 
ernst.w
ernst.w kommentierte

"Wenn die App was nützen würde, würde man mehr Werbung machen."
Und macht man Werbung, heißt es "Würde das Zeug was taugen, bräuchten sie nicht so einen Rummel machen." ;)
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte

Stimmt auch wieder....
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Und viertens hat auch nicht jeder Handybesitzer sein Handy immer dabei.
Fünftens soll es auch welche geben, die ihr Handy längere Zeit ausgeschaltet lassen.
 
So ... nun hab ich mal ne praktische Frage, bzw. ... eigentlich hat mein Sohn sie mir gestellt.

An seiner Schule ist das 4. Semester (er nennt das so - er ist im 5. und macht im Mai Abitur) von der Schulleitung komplett in Quarantäne geschickt worden, weil ein Corona-Fall im 4. Semester aufgetreten ist.
Mein Sohn hat sich wohl am Wochenende mit einem Jungen aus dem 4. Semester getroffen. Dieser Junge ist nicht der Infizierte.

Nun soll auch mein Sohn sich in Quarantäne begeben, sagt die Schulleitung. Bis das Gesundheitsamt zur Sache Stellung nähme könne dauern, so wurde ihm gesagt.

Nun seine Fragen:

Muss er wirklich komplett zuhause bleiben, nur weil die Schulleitung ihm das sagt? (Er hat damit grundsätzlich überhaupt kein Problem. Er ein sehr achtsamer Typ, aber 2 Wochen komplett daheim bleiben zu müssen, dafür ist ihm die Instanz „Schulleitung“ nicht kompetent genug.)

Muss er jetzt zum Corona-Test? Gesagt hats ihm Niemand.

Wenn er morgen zu seiner Hausärztin geht, müsste er den Test bezahlen? (Im Grunde natürlich auch nicht das Problem, aber die Frage kam natürlich bei ihm auf.)

Meine Einschätzung zur Sache:

Die Schulleitung kann natürlich bestimmen, wer dem Unterricht zur Sicherheit fernbleiben soll, aber sie kann keine echte Quarantäne anordnen.
Er muss nicht zum Corona-Test, weil er nicht sicher Kontakt zu einem Infizierten hatte.
Der Arzt entscheidet, ob der Test bezahlt werden muss, oder nicht.

Liege ich richtig?
 
häuschen
häuschen kommentierte
Wo bitte soll ich meine Parolen sonst loswerden, wenn meine Stammkneipe zu hat und ich sie nur vor max. 2 Haushalten schwingen kann? ;)
 
häuschen
häuschen kommentierte
Nochmal zum Thema: Mein Sohnemann hat einen Corona-Schnelltest gemacht.

Negativ - 60€
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
gelenkpfanne
gelenkpfanne kommentierte


Entlässt ihn nun der Direx aus der Quarantäne?
 
häuschen
häuschen kommentierte
Keine Ahnung ... ich denke, das Kind lässt es noch ein paar Tage laufen. Ist grad so schönes Wetter ;)
 
Wie ging es Euch denn mit dem Wochenende und heute?

Am Wochenende waren bei uns die Lokale zum Bersten voll.
Alle. So voll, wie ich das in normalen Zeiten noch nie erlebt habe.
Von Abstandregeln habe ich nichts gesehen, am letzten Restaurant-Wochenende war also sozusagen alles erlaubt.

Heute war ich in meiner Mittagspause zu Fuß im Ort unterwegs.
Takeaway-Boom!
Jedes Restarant, jede Dönerbude, jeder Bäcker zogen lange Schlagen von Hungrigen an.
Auf der Straße dicht an dicht und überwiegend ohne Maske.

Vor allem auch sehr viele Schüler, offenbar ist heutzutage weder Schulspeisung noch Pausenbrot üblich sondern Döner.


Takeaway ist das neue Klopapier.
Und das alles wo die Zahlen so hoch sind wie noch nie.:oops:
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Ich weiß, dass Angst ein stärkerer Antrieb ist als ein Wunsch. Gerade deshalb fragt sich doch, warum "Panikmache" angeblich nicht funktioniert, um den Menschen Angst zu machen, damit sie die Maßnahmen getreulich einhalten?
 
SJ Münchfeld
SJ Münchfeld kommentierte
Weil die Panikmache rein medial die Leute nicht erreicht. Wer von den Jungen und/oder Dummen liest denn Zeitung oder schaut Tagesschau? Die sind doch alle auf der YouTube-Universität!
 
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Reaktionen: Kay
C
Christian B. kommentierte
@Wuxi : Darf man fragen, wo „bei uns“ liegt? Bei uns (Kiel) war derartiges nicht zu beobachten, was daran liegen mag, dass das Wetter am Wochenende bescheiden war. Am Montag war die Innenstadt wie ausgestorben. Es werden Veranstaltungen und dienstliche Termine weit über das gesetzlich geforderte hinaus abgesagt oder verschoben oder lediglich virtuell durchgeführt. Homeoffice wird wieder installiert.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Ich denk mal Stuttgart, wenn man dem Userprofil glaubt ;)
 
falconeye
falconeye kommentierte

Ja, ist in Wien nicht anders. Heute darf noch, dann wird auch. Aber feste! ... Es geht echt Todessehnsucht um.
Dieses Posting hat nach dem Terroranschlag von Wien eine ganz andere Bedeutung bekommen :cry:
Es wird spekuliert, dass dieser letzte Tag bei milden Temperaturen vor dem Lockdown bewusst für den Anschlag gewählt wurde :mad:

Mein Beileid übrigens an die Wiener.
 
Pressetermine
Heute, 12:30 Uhr Bundespressekonferenz: Die Pandemielage im Lock down mit Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn, Prof. Dr. Lars Schaade, Vizepräsident des RKI, Prof. Dr. Uwe Janssens, Präsident der DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin) Prof. Dr. Melanie Brinkmann, Arbeitsgruppenleiterin des Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung und Dr. Michael Müller, Vorstandsvorsitzender des Vereins der Labormediziner ALM
zu sehen bei phoenix

Vom 4. bis 6.11.2020 tagt erneut der Deutsche Bundestag, wie immer zu sehen auf bundestag.de und auf phoenix.
 
4 Kommentare
AnjaC
AnjaC kommentierte
Melanie Brinkmann rockt die Bundespressekonferenz :LOL:(y)(y)(y)
Nachdem Spahn und Schaade wohl gesetzte und richtige Worte gefunden, diese aber mit wenig Empathie vom Blatt abgelesen haben (da braucht man keine Schlaftabletten mehr), eröffnet Brinkmann, erst kurz zuvor eingetroffen, ihren Beitrag mit den Worten "Also, ich hab jetzt kein Skript vorbereitet. Ich hab gedacht, ich rede einfach mal so" (sinngemäß). Und dann zieht sie vom Leder, alles richtig, alles auf den Punkt, u.a. auch die Aussage, dass es ihr auf den Geist geht, immer wieder diesund jenes nochmal durchkauen zu müssen. Außerdem, dass man im Sommer zu viel Zeit mit Nichtstun verschwendet hätte, dass es durchaus auch zu weiteren Wellenbrechern kommen kann (von mir jetzt aus dem Gedächtnis geschrieben). Prof. Janssen, nach ihr dran, auch sehr hörens- und sehenswert.

Hier ist das (noch live-)Video:

 
P
P.Gnagflow kommentierte
Zitat: "Prof. Dr. Melanie Brinkmann, Arbeitsgruppenleiterin des Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung"

Nur mal `ne Frage - interessehalber: Ist das die Tochter von Professor Brinkmann selig? Ich meine, so ein bekannter Vater, das wäre ja dann als Renommeé fast schon nicht mehr zu übertreffen.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Ich dachte eigentlich, der Mief vergangener Jahrzehnte, als erfolgreiche Frauen sich entweder über die Karriere irgendwelcher Männer definieren oder seltsame Herrenwitze ertragen mussten, wäre vorbei.
Prof. Melanie Brinkmann ist nicht nur Leiterin der Arbeitsgruppe "Virale Immunmodulation“ am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, sondern hat auch seit 2018 eine W2-Professur für „Genetik der Viren“ am Institut für Genetik der Technischen Universität Braunschweig inne. Dies ist ihre Publikationsliste. Für die Schwarzwaldklinikgucker unter uns empfehle ich aber eher ihr Kinderhörbuch "Ist Corona pink?"
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Trotz Lockdown light und anderen Einschränkungen soll man den Humor nicht verlieren.... geht doch! (y)
 
Schnell gelesen, gut zusammengefasst: Natalie Grams in Spektrum über Impfmythen in Zeiten von Corona.

Zitat:
Dabei ist genaues Hinschauen genau das, was wirklich wirkt. Dabei wird es nötig sein, auszuhalten, dass im Moment noch viele Fragen offenbleiben – Fragen, die viel wichtiger sind als die oft abseitigen, längst beantworteten oder jeder Logik entbehrenden, die von Antiimpfideologen gestellt werden.

Zum Artikel:
http://www.spektrum.de/kolumne/die-pharmaindustrie-will-uns-nicht-vergiften/1788860
 
Kommentar
Zum Thema Wettereinfluss, Temperatureinfluss etc. auf SARS-CoV-2 gibt es eine Publikation von Dylan H. Morris et al. vom 16.10.2020 (dazu weiter unten mehr).

Tomas Pueyo hat auf seinem Twitteraccount heute früh eine Grafik dazu veröffentlicht, die die Ergebnisse und die Schlussfolgerungen für unseren Alltag verdeutlicht:

Klick auf den Link führt auch ohne Twitteraccount zur Grafik. Diese kann per Klick nochmals vergrößert werden:

Er schreibt dazu (Übersetzung von mir):
Wenn Sie ein Treffen im Freien abhalten können, tun Sie es.
Wenn Sie es drinnen abhalten müssen, lüften Sie. Öffnen Sie die Fenster. Verwenden Sie einen Ventilator.
Wenn Sie die Fenster nicht öffnen können, verwenden Sie ein gutes Lüftungssystem mit guten Filtern.
Aber erhöhen Sie auch die Temperatur und passen Sie die Luftfeuchtigkeit an.
Die Leute vergessen letzteres.

Aus der Publikation (nicht peer reviewed) übersetze ich das Abstract:

Seit seinem Auftreten Ende 2019 hat SARS-CoV-2 eine globale Pandemie verursacht, und es könnte zu einem endemischen Humanpathogen werden. Das Verständnis des Einflusses der Umweltbedingungen auf die Lebensfähigkeit von SARS-CoV-2 und sein Übertragungspotenzial ist entscheidend, um die Dynamik der Epidemie zu antizipieren und Strategien zur Eindämmung zu entwickeln. Es ist bekannt, dass Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit starke Auswirkungen auf die Umweltstabilität von Viren haben, aber es gibt nur wenige Daten für SARS-CoV-2, und ein allgemeines quantitatives Verständnis darüber, wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit die Virusstabilität beeinflussen, ist nach wie vor schwer zu gewinnen. Hier charakterisieren wir die Stabilität von SARS-CoV-2 auf einer inerten Oberfläche bei einer Vielzahl von Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen und stellen ein mechanistisches Modell vor, das eine genaue Vorhersage der Virusstabilität unter unbeobachteten Bedingungen ermöglicht.
Wir stellen fest, dass SARS-CoV-2 bei niedrigen Temperaturen und extremer relativer Luftfeuchtigkeit besser überlebt; die mittlere geschätzte Halbwertszeit des Virus betrug mehr als 24 Stunden bei 10 °C und 40 % relativer Luftfeuchtigkeit, aber etwa anderthalb Stunden bei 27 °C und 65 % relativer Luftfeuchtigkeit. Unsere Ergebnisse zeigen Szenarien eines besonderen Übertragungsrisikos auf und liefern eine mechanistische Erklärung für beobachtete Superausbreitungsereignisse in kühlen Innenräumen, z.B. in Lebensmittelverarbeitungsbetrieben. Darüber hinaus sagt unser Modell Beobachtungen von anderen menschlichen Coronaviren und anderen Studien über SARS-CoV-2 voraus, was auf die Existenz gemeinsamer Mechanismen hindeutet, die die Umweltstabilität bei einer Reihe von behüllten Viren bestimmen.

Zur Publikation:

 
2 Kommentare
Wuxi
Wuxi kommentierte
Was ich am Ventilatortipp immer nicht verstehe: wenn der blöd steht dann befürdert er ja geradezu die Viren.

Einen gerichteten Luftabzug z.b. nach oben kann ich nachvollzeihen aber ein V ist doch eigentlich nur ein "Luftumrührer".
 
falconeye
falconeye kommentierte
Der Hinweis von Tomas Pueyo bezieht sich auf die Lebensdauer von SARS-CoV-2 Viren. Dieser Effekt ist aber sekundär zur Stärke der Aerosolbildung. Ob einmal zu Boden gesunkene Viren länger stabil bleiben, ist nämlich eigentlich ziemlich unerheblich.

Ein Ventilator (Fan) gilt als kontraproduktiv, ausser in einem Setting mit Luftfiltern oder aktivem Lüften.
 
Moin
Mal wieder eine Story von mir:
Frauchen bekommt am Sonntag die Mitteilung über eine WhatsApp Gruppe, daß im Kampfsport Dojo, wo sie Donnerstag und Freitag trainiert hat, jemand Positiv getestet wurde. Dieser hatte wohl, wie dort vorgeschrieben, permanent eine Maske auf.
Frauchen, Heilerziehungspflegerin, also Kontakt mit einigen Risikogruppen, versucht also das Gesundheitsamt Düsseldorf zu erreichen, was unmöglich zu sein scheint. Eine Email soll es richten. Da sie eh erst Samstag wieder zum Dienst muss, ist es nicht ganz so dringend. Email ging um 12:00Uhr raus.
Um 20:00Uhr erfolgte dann der Rückruf, jedoch ausschließlich aus dem Grund, da sie ihren Beruf angegeben hat.
In der Zwischenzeit hatte sich die Positiv getestete Person in der WhatsApp Gruppe selbst auch gemeldet und mitgeteilt, das sie nur Dienstag beim Training war.
Das Telefonat war jedoch dennoch informativ. Es werden bevorzugt Pflegerisch tätige Personen angerufen, selbst Kat. 1 Kontaktperson werden in Düsseldorf nicht alle vom Gesundheitsamt informiert. Es fehlt an Kapazitäten. Die Nachverfolgung ist also bereits jetzt nicht mehr gegeben.
Aus dem Dojo wird niemand getestet, die Kontaktdauer beträgt zwar mit 2h in einem Geschlossenen Raum weit mehr als die 15min. die eine Kat. 1 Kontaktperson haben muss, jedoch hatte der Positiv getestete ja durchgängig eine Maske auf.

Was man davon halten mag, sei einen selbst überlassen. Ich denke, die viel prophezeite Überlastung des Gesundheitssystems wird kommen und ist in Teilen, siehe Gesundheitsamt, bereits geschehen.

Ich habe die letzten Monate genutzt um unseren Lebensmittelvorrat soweit aufzustocken, das wir auch 20 Tage problemlos überleben. Vorteil daran, das die Frau im Pflegeberuf tätig ist: sie wird wohl maximal 7 Tage in Quarantäne müssen, und danach, als Mensch 3. Klasse, wieder an die Maloche.

Lg
Cassie
 
5 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
Das ist korrekt, die GHÄmter verfolgen nicht mehr alle Kontakte. Einem Vorschlag von Drosten folgend, versuchen die GHÄmter verstärkt, wo möglich, SSE-Ansteckungsorte zu identifizieren und damit potentielle Cluster zu erkennen - um dann komplette Cluster unter Quarantäne stellen zu können. Man kann zeigen, dass diese Strategie bei gleichem Personalaufwand eine epidemiologisch größere Wirkung entfaltet.

Ich finde es übrigens interessant, dass dieser Vorschlag von Drosten, und nicht Streek, Kekulé et al. stammt. Drosten liest viel internationale Literatur und verzichtet dafür auch mal auf Öffentlichkeit. Damit spielt er für mich in einer anderen Liga.
 
Cassie
Cassie kommentierte
Das mit dem Überfordert sein war kein Vorwurf, bitte das nicht falsch verstehen. Das Gesundheitssystem ist nicht dafür ausgelegt und die zeit von der ersten zur zweiten Welle war, was das angeht, auch nicht unbedingt so bemessen das sich daran hätte nennenswert hätte ändern lassen.
Allerdings verstehe ich nicht, wenn jetzt 20-25 Personen 2h Lang in einem Dojo zusammen Kampf Sport (=Kontakte!) gemacht haben, zusammen mit jemandem der Positiv getestet wurde, wird genau gar nichts unternommen. Weil ein MNS getragen wurde. Das halte ich für bestenfalls Fahrlässig.
 
Kay
Kay kommentierte
Meinst Du, man sollte die Trainingsteilnehmer für ihren Leichtsinn bestrafen ?
 
Cassie
Cassie kommentierte
Ehrlicherweise: Ja.
Aktuell geht man mit jeder dieser Besuche ein gewisses Risiko ein, in Quarantäne zu kommen, so denn ein Positiver Fall auftaucht.
Daher sollte, wenn eine Kontaktdokumentation stattfindet, man diese wenigstens nutzen und die betreffenden Personen in Quarantäne schicken. Eine Liste mit Namen existiert für den betreffenden Tag, die direkten Trainingspartner sind bekannt. Wenn sich keiner infiziert hat: Glück gehabt. Wenn sich einer infiziert hat: hoffen daß er in der Zwischenzeit niemandem ansteckt. Wenn sich 5 infiziert haben, haben wir einen Superspreader Event mit Vorankündigung, der solange weiterläuft bis alle Symptome haben und ggf. weitere infizieren.
Ich persönlich rechne jederzeit damit, in Quarantäne zu kommen, allein weil ich noch arbeite und dort zwangsweise Kundenkontakt habe.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Wer redet von bestrafen? Es ist fahrlässig, nicht zu testen. Das sehe ich auch so. Nur ist das offenbar die neue Teststrategie.
 
Kurze Zwischenbilanz, heute getestet, eine sich erneuernde Schlange mit Abstand und Maske von ca. 20 Leuten vor einem kleinen Bürocontainer der vor der Teststelle steht. Innen drei Damen die den Termin erfassen und einen Zettel mit QR- Code und Teströhrchen herausgeben, dann ins Gebäude und Abstriche durch eine Frau im Ganzkörperkondom ausgeführt, den Code mit der Corona Warnapp eingescannt und jetzt heisst es warten. Das Ergebniss wird nur durch die App mitgeteilt, von Anrufen vor 7 Tagen wird abgesehen, sinnlos.
Ich komm mir vor wie im Film.
 
Lichtschachtsucher
Lichtschachtsucher kommentierte
Der HNO hat mit schon mal mit so Drähten die Nasenmuscheln gegrillt, da ist so ein Wattestab ein Streicheln.
 
Kay
Kay kommentierte
Ein Friseur aus einem fernen Land hat Wattestäbchen in heißes Wachs getunkt, die Dinger mir in die Nase geschoben und nach einer weile wieder rausgezogen.
Da ich vorbereitet war und wußte, dass es für das spätere bessere durchatmen angenehm ist, habe ich die Aktion begrüßt und dann ziept es auch, aber das ist dann so.
 
Cassie
Cassie kommentierte
Davor habe ich persönlich Mega Angst, dem Nasenabstrich. Ich wäre schon 2 mal fast an Nasenbluten Verblutet, 2 Tage trotz Tamponade und Veröden am Siffen gewesen... jetzt nehme ich dazu noch Gerinnunghemmer :rolleyes:
 
falconeye
falconeye kommentierte

Dann lass einfach nen Rachenabstrich machen, war bei mir die Standardprozedur und bis auf den Würgreiz unproblematisch.
 
Bertho
Bertho kommentierte

Da fühle ich mit Dir. So'n Schiet will keiner haben. Warum fiesta1 hier so rumirrlichtert, weiß er wohl selber nicht :(.
 
Hier wird ja gerne über diejenigen hergezogen, die nach Meinung
der Schreiber bei der Verteilung der Hirnmasse etwas zu kurz gekommen sind...
Ich sag jetzt lieber nix dazu ;)



full


(Vorhin beim EDEKA gegenüber)

.
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
häuschen
häuschen kommentierte


Da könnte man doch mal live nach ihren Beweggründen fragen, interessiert mich wohl auch. Oder ist es doch nur eine schnöde Durchfallerkrankung?
 
Lichtschachtsucher
Lichtschachtsucher kommentierte
Wir waren in den sechzigern arm, meine Frau in den siebzigern in ihrem Zuhause in Thailand noch ärmer, da ist eine gewisse Vorratshaltung angeboren. Das ist jetzt kein Witz. Das mit nassen Lappen den A.... wischen das manche Leute propagieren halte ich für nicht durchdacht, um eine Waschmaschine mit den verkoteten Lappen zu füllen brauchts eine Menge Lappen damit sich das anwerfen der Lappenschleuder auch lohnt. Das doch zum schlapplachen diese Lappensache.:46:
 
markusm1000
markusm1000 kommentierte
Das Klopapier ist ja nur das augenfällige. Wenn er den Sack Zwiebeln und die Kiste Kohl im Keller sieht, wird er verstehen.
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Zumindest liegt da seit 2 Wochen ein 10kg-Sack mit Rotkohl.
 
Neue Testkriterien und Empfehlungen des RKI für Herbst/Winter 2020:




 
Kommentar
2 Kommentare
markusm1000
markusm1000 kommentierte
Zum fotografieren von Klopapier, nehme ich da besser eine Z7 oder eine D850?
 
G
Gianty kommentierte
Es scheint Interessenten zu geben ;)
 
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