Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Lichtschachtsucher kommentierte
Nach dem was ich Sonntag Abend in den Nachrichten gesehen habe wundert mich das nicht. Als gebe es den Virus nicht. In vielen Firmen oder auf Baustellen interessiert die Maskenpflicht auch nicht wirklich.
Ich denke mal dieses Covid-19 wird uns bleiben wie die Grippe oder Masern.
 
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Ich hatte hier mal einen Artikel aus der Welt verlinkt, der über die Strategie des Innenministeriums zur Bewältigung der Pandemie berichtete.
Beschrieben war ein Strategiepapier aus dem April 2020, das Anleitungen zur Kommunikation mit den Bürgern enthält und die Verbreitung von Angst als adäquates Mittel zur Eindämmung der Pandemie vorsieht.

Der Link wurde gelöscht, weil die Aussagen dort auf Grund der Bezahlschranke angeblich nicht nachprüfbar seien. Mein erster Gedanke war: „Na dann bezahl doch.“ Der zweite Gedanke: „Na such doch.“ Mein letzter Gedanke: „Jegliche Beleuchtung des Themas aus einer anderen, als der hier bevorzugten Sicht heraus, ist unerwünscht und wird entfernt.“

Grundsätzlich wird hier wahrscheinlich beinahe Alles, was dort geschrieben steht, Anklang und Zustimmung finden. Ich sehe das Papier allerdings aus einer etwas anderen Sicht heraus. Es lässt erkennen, wie die Sicht der Obrigen auf das Volk ist. Es ist dumm und unmündig und muss zu seinem Glück gezwungen werden. Lest es, oder lest es nicht und denkt Euch insgeheim, dass Ihr nicht gemeint seid. Vielleicht fragt sich der Eine, oder Andere, woher seine Argumente stammen könnten:

Hier die PDF-Datei dazu: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/...papier-covid19.pdf?__blob=publicationFile&v=6

Hier die Seite des BMI, von der man sich das Ding runterladen kann: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/...ngen/2020/corona/szenarienpapier-covid19.html

Und hier ein kleiner Auszug aus dem Papier vom 28.04.2020:

„Wir müssen wegkommen von einer Kommunikation, die auf die Fallsterblichkeitsrate zentriert ist. Bei einer prozentual unerheblich klingenden Fallsterblichkeitsrate, die vor allem die Älteren betrifft, denken sich viele dann unbewusst und uneingestanden: «Naja, so werden wir die Alten los, die unsere Wirtschaft nach unten ziehen, wir sind sowieso schon zu viele auf der Erde, und mit ein bisschen Glück erbe ich so schon ein bisschen früher». Diese Mechanismen haben in der Vergangenheit sicher zur Verharmlosung der Epidemie beigetragen.
Um die gewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseuchung auf die menschliche Gesellschaft verdeutlicht werden:

1) Viele Schwerkranke werden von ihren Angehörigen ins Krankenhaus gebracht, aber abgewiesen, und sterben qualvoll um Luft ringend zu Hause. Das Ersticken oder nicht genug Luft krie- gen ist für jeden Menschen eine Urangst. Die Situation, in der man nichts tun kann, um in Le- bensgefahr schwebenden Angehörigen zu helfen, ebenfalls. Die Bilder aus Italien sind verstörend.
...“
 
falconeye kommentierte

Mir ging es um die Art und Weise, auf die die Bevölkerung gesteuert werden soll.
Falsch.
Das Papier ist vom Beginn der Pandemie und die Autoren befürchten, dass es über 1 Million Tote geben wird, sie haben sichtlich Angst vor der Pandemie. Diese Angst möchten sie der Bevölkerung vermitteln, um das Schlimmste noch abzuwenden. In einer Demokratie ist das dann sogar Pflicht - scheinbar kannst Du dich einfach nicht in die Lage eines zu Beginn der Pandemie Regierenden hinein versetzen.

In Filmen sieht man immer den umgekehrten Fall: die Regierenden wiegen die Bevölkerung in falsche Sicherheit ... Soll die Bevölkerung emotional mitgenommen werden, ist es auch wieder nicht genehm. Also bitte ...

Im übrigen ist das jetzt lange her, und wenn Du versäumst, den Kontext von damals wieder herzustellen, steuerst hier Du uns. Netter Versuch
 
Zuletzt bearbeitet:
AnjaC kommentierte
Mit Deinem Zitat aus den 17 Seiten PDF hast du den Teil herausgegriffen, der sicher sprachlich am schlechtesten formuliert ist ("kriegen", um nur mal ein Beispiel zu nennen) und am meisten dazu geeignet, Empörung hervorzurufen. Ich habe mir den gesamten Text durchgelesen und kann darin ehrlich nichts anderes erkennen, als den Versuch einer Einordnung der Gesamtlage und der Skizzierung verschiedener Verläufe zu einem Zeitpunkt, an dem alle noch sehr wenig wussten. Ich hielte es für ein grobes und unentschuldbares Versäumnis, hätte man das nicht gemacht.

In der Rückschau ist auch vieles von der Realität überholt worden, z.B. wissen wir, dass das folgende Zitat leider zu optimistisch war, was die Verweildauer auf den Intensivstationen angeht:

 
HaDiDi kommentierte
Das Papier ist vom Beginn der Pandemie und die Autoren befürchten, dass es über 1 Million Tote geben wird ...

Zu Anfang war ich auch sehr vorsichtig (man kann das hier im Thread nachlesen), aber mit zunehmenden Wissen hat sich die Sache doch sehr entspannt - man kann sich individuell sehr gut gegen eine Infektion schützen und von schweren Verläufen, oder gar Tod ist nur eine kleinere Bevölkerungsgruppe meist mit Vorerkrankungen betroffen. Für diese ist Freund Covid sehr gefährlich, bezogen auf die Gesamtbevölkerung eher ungefährlich.

Horrorzahlen von 1 Mio. Toten in Deutschland sind von der Realität ganz klar widerlegt worden. - In den USA mit vierfacher Bevölkerung und einem Trump an der Spitze, der Corona nur mit wenigen Maßnahmen flankierte hat, haben wir nach einem Jahr gerade mal 500.000 Tote. Wer heute noch mit Horror-Visionen Politik machen will, macht sich nur noch lächerlich.
 
falconeye kommentierte

Horrorzahlen von 1 Mio. Toten in Deutschland
@HaDiDi , das war die damals im Papier beschriebene Angst der Autoren, darin auch dokumentiert und begründet. Diese muß man als Hintergrund zur Einordnung der anderen Sätze im Papier damals wissen. Da gibt es für dich nichts zu relativieren, denn es geht hier nur um die Autoren des Papiers damals, nicht um das, was wir heute wissen.
 
luckyshot kommentierte
Letztlich ist das hier doch eine Diskussion um Wortdefinitionen...
Wo hört “Vorsicht“ auf, wo beginnt “Angst“...?
Wo hört “Warnung“ auf, wo beginnt “Panikmache“...?
Sind eine halbe Mio. Tote ein “Horrorszenario“ oder “gerade mal eben 500.000“...?

Merkel sprach im Herbst davon, “es werde über 17.000 Neuinfektionen p.T. geben, wenn nicht...“ - das wurde als “Panikmache“ bezeichnet.
4 Wochen später waren es 25k bis 35k, tageweise bis fast 50k - das war dann plötzlich das neue “Normal“...

Die meisten betrachten die Pandemie und die Maßnahmen aus einem ganz egoistischen Blickwinkel.
Die wenigsten aus einem rein wissenschaftlichen, neutralen.
So kommt es, dass es viele unterschiedliche Meinungen zu jeder einzelnen Frage in diesem Zusammenhang gibt und sich trotzdem jeder im Recht fühlt...
 
Zuletzt bearbeitet:
Im übrigen ist das jetzt lange her, und wenn Du versäumst, den Kontext von damals wieder herzustellen, steuerst hier Du uns.

Oh, ich erinnere mich sehr gut an damals.

@AnjaC

Ich habe das Paper übrigens auch komplett gelesen und ich schrieb ja bereits:

Grundsätzlich wird hier wahrscheinlich beinahe Alles, was dort geschrieben steht, Anklang und Zustimmung finden.

Das Papier hat ganze Arbeit geleistet, die Strategie ist bei Euch angekommen und der Eine, oder Andere zitiert hier ziemlich exakt die Begriffe des dort prophezeiten Horrorszenarios.
 
5 Kommentare
AnjaC kommentierte
Ach Albert, unterstell mir und anderen doch nicht andauernd, wir wären eingeschüchtert oder von Horrorszenarien traumatisiert oder wie man das nennen will. Wir beide haben einfach eine andere Meinung zu dem Thema. Ich kann immer noch klar denken, lasse mich von meinen Emotionen nicht überwältigen und bilde mir meine eigene Meinung aus ganz unterschiedlichen, von der Bundesregierung unabhängigen und internationalen Quellen. Ganz so, wie du das auch tust. Ich unterstelle Dir doch auch nicht, dass bei dir eine Strategie X verfangen hat.

Das ist so abwertend, so bist Du doch sonst nicht unterwegs. Und vor allem ist es nicht zielführend für eine Diskussion - wenn Du eine führen willst.
 
häuschen kommentierte
@AnjaC
Ich schrub „der Eine, oder Andere“ ... das war sogar gendergerecht.
 
AnjaC kommentierte
HaDiDi kommentierte
....„der Eine, oder Andere“ ... das war sogar gendergerecht.

Nööö, das geht deutlich besser.... "der, die, das Eine, oder Andere", so viel Zeit sollte sein.....
 
häuschen kommentierte


Richtiger wäre gewesen, „... bei uns angekommen“ zu schreiben. Der Schwenk in der Kommunikation ist mir noch sehr gut in Erinnerung.
 
Es wird sich unter Umständen zu einer seltenen Krankheit entwickeln.

Definition einer seltenen Krankheit kann auf der HP des Gesundheitsministeriums nachgelesen werden.

Zitat:"In der Europäischen Union gilt eine Erkrankung als selten, wenn nicht mehr als 5 von 10.000 Menschen in der EU von ihr betroffen sind "
 
Kay kommentierte
Da steht viel. Wann geimpft wird, leider nicht.
Unter " Wer wird in welcher Priorisierungsgruppe wann geimpft? " wird nur die Reihenfolge erklärt.
 
Wuxi kommentierte

Ich nehme an Du meinst das hier?

Das habe ich mir durchgelesen und bleibe dabei. Von Corona ist JEDER betroffen zumindest jeder nicht immunisierte Mensch dann jeder kann die Krankeit bekommen. Somit also nicht zutreffend. Setzen.
 
G
Gianty kommentierte
Ja, jeder Mensch kann krank werden.
Was willst Du mir jetzt damit sagen?
 
falconeye kommentierte
luckyshot kommentierte


Was willst Du mir jetzt damit sagen?
Dass Corona nicht zu den “seltenen Erkrankungen“ gehört / gehören wird.
Seltene Erkrankungen sind überwiegend genetisch verursacht, nicht ansteckend und oft nicht heilbar.
 
Mal aus meiner ganz privaten, rein persönlichen Sicht:
Ich war 24 Tage in der Klinik wegen der Reparatur von drei Herzklappen, musste zwei mal Vollnarkose und drei mal Punktierungen erleiden, bin seit 26 Tagen wieder zuhause, und noch lange nicht "über'n Berg". Im Entlassungsbrief stehen Herzschwäche und Asthma.
Ich habe tierische Angst, dass ich eine Infektion durch den Coronavirus (insbesondere seine Mutanten) erwische!
Die von mir natürlich bei jedem außer-haus-fahren zum Einkaufen oder Pakete abgeben getragene FFP-2-Maske schließt auf meinem (durch die OP und den Krankenhausaufenthalt) abgemagerten Gesicht nicht richtig, obwohl ich seit Jahresanfang keinen Bart mehr trage.
Meine Versuche, einen früheren Impftermin gegen Corona zu erhalten als mir nach meinem Lebensalter (65 Jahre) zusteht, waren zwar in so weit erfolgreich, dass man mir nach Einreichung des Entlassungsbriefes aus der Klinik bescheinigte, eine "ERHÖHTE Priorität" zu haben, das bedeutet aber nur, dass ich nicht ganz so lange wie andere 65-jährige warten muss.
Mir braucht man also keine Angst machen, die habe ich schon aus eigener Erkenntnis...
 
Beuteltier kommentierte
Ich mache mir ja keine Sorgen darum, ob ich erst in x Monaten geimpft werde oder schon in x Wochen.
Selbst bei einer "sofortigen" Impfung dauert es ja x Wochen, bis der Impfschutz aufgebaut ist.
Als Problem sehe ich eher die Tatsache, dass ich weiterhin Marcumar nehmen muss, um Blutgerinnsel und damit die Gefahr einer Lungenembolie oder eines Schlaganfalles zu vermeiden. Und in meinem Antikoagulantienbehandlungs-Pass steht ausdrücklich, dass intramuskuläre Injektionen zu vermeiden sind - was ist mit der Impfspritze in den Oberarmmuskel?
 
luckyshot kommentierte
@Beuteltier

Das klingt doch ganz versöhnlich:

Ist eine Covid-19-Impfung unter Einnahme von Gerinnungshemmern wie Phenprocoumon (Marcumar, Falithrom) möglich?
Auch Patienten die aufgrund von Herzerkrankungen Blutverdünner wie den alten Gerinnungshemmer Phenprocoumon (Marcumar, Falithrom) einnehmen müssen, können gegen das Coronavirus geimpft werden. Die Impfung muss allerdings intramuskulär erfolgen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt in diesen Fällen die Verwendung einer möglichst feinen Kanüle. Im Anschluss an die Impfung sollten Patienten die Einstichstelle etwa 5 Minuten komprimieren. Experten raten für Menschen mit Gerinnungshemmung vorsichtshalber zu einer längeren Nachbeobachtungszeiten von 15 bis 30 Minuten.“


Quelle: https://www.herzstiftung.de/ihre-herzgesundheit/coronavirus/corona-impfung
 
Wuxi kommentierte
@Beuteltier alles Gute. Der Ami würde sagen „hang in!“
 
mathe kommentierte
@Beuteltier da fühle ich mit Dir! Marcumar (und später Eliquis) bin ich zum Glück wieder los. Aber wegen einer Autoimmunkrankheit ist mein Immunsystem heruntergefahren. Da reagiere ich gerade ziemlich empfindlich, was Begegnungen angeht.
 
Beuteltier kommentierte
Habe mich heute beim Arzt noch mal "amtlich" schlau gemacht: Ich muss die Marcumar-Dosis nicht vor dem Impftermin verringern, sondern nur meinen Antikoagulantienpass in Gablingen vorzeigen, dann machen die dort alles weitere.
 
Als Problem sehe ich eher die Tatsache, dass ich weiterhin Marcumar nehmen muss
Ich muss seit Jahren Blutverdünner aus denselben Gründen nehmen, etwa die letzten 15 Jahre lang und komme gut damit zurecht. Ich wurde wegen meines Sports, bei dem es im Jahr durchschnittlich zu ein zwei größeren Verletzungen kommt, vor ein paar Jahren auf Lixiana umgestellt, weil erstens so die Blutgerinnung schneller reguliert (erhöht) werden kann und zweitens eine Dauerkontrolle der Gerinnungswerte bei meiner vierteljährlichen Blutabnahme völlig ausreicht.

Okay, Marcumar ist ein eher älterer Blutgerinner und benötigt laufende Kontrolle der Gerinnungswerte. Das ist unangenehm. Aber Marcumar ist bewährt.
was ist mit der Impfspritze in den Oberarmmuskel?
Frag deinen Arzt, der wird dir diese Frage sicher kompetent beantworten. Bei mr ist es so: Cortisonspritzen nein, Impfungen (weit dünnere Nadel) ja. Letzte Grippeimpfungen kein Problem.
 
4 Kommentare
luckyshot kommentierte
Warum eine direkte Antwort als neuer Beitrag und nicht als Kommentar?
Man sieht das zu spät und antwortet ggf doppelt...
 
häuschen kommentierte
Weil man während des Schreibens gern vergisst, dass Zitate nicht in den Kommentaren landen. Passiert mir ständig.
 
ernst.w kommentierte
Weil es irrtümlich passierte. Wer zitieren möchte, vergisst manchmal, den Text wieder in einen Kommentar zu kopieren. Und jetzt, nachdem du hier kommentiert hast, kann ich das auch nicht mehr beheben.

Nächstens vielleicht besser eine persönliche Unterhaltung. Dann kann ich das auch beheben.
 
luckyshot kommentierte

OK, beim nächsten Mal machen wirs beide anders
 
In der Bretagne klappt das gut. Ich als Boche habe letzte Woche den Demi-Boche-Impfstoff in einem Boche-U-Boot-Bunker in Lorient bekommen. Am 9. März gibt's die zweite Dröhnung. Bin Risikogruppe, habe aber keine französische Sozialversicherungsnummer. Die Prozedur ist perfekt organisiert gewesen.
 
1 Kommentar
falconeye kommentierte
Der Vorteil in Frankreich ist, dass es da so viele Impfskeptiker gibt. Da kommt man schneller an die Reihe
 

taja richtig wunderen tut es mich nicht,
wenn ich so sehe was zum Teil in der Nachbarschaft los ist.....
so richtig bis EINS zählen können da einige nicht
 
hansolo22 kommentierte

Laut WHO und sicher ist das im Schnitt gemeint.
Einige Forscher verweisen auf die vorhergegangenen Pandemien, Spanische Grippe und zwei schwere Grippewellen danach.
Jedesmal gingen wohl die Zahlen nach unten nach der dritten Welle.
Die spanische Grippe existiert wohl immer noch als H1N1 Virus - nur jetzt eben nicht mehr unbedingt toedlich.

Beste Gruesse Bernd
 
ernst.w kommentierte

Verstehe. Da spielen dann der dramatische Rückgang in den USA und auch die Bewegungen in GB eine größere Rolle als die Bewegungen nach oben in Europa..
 
falconeye kommentierte

Die dritte Welle der Spanische Grippe war nach zwei Wintern, nicht nach einem. Alles vor Sommer ist die zweite Welle. Die dritte Welle soll durch das Impfen verhindert werden, wird sie wohl auch.

Die Spanische Grippe ist so tödlich wie am ersten Tag. Es wurde lediglich nach 3 Wellen und entspr. vielen Toten Herdenimmunität und eine Grundimmunität erreicht. Auch sind wir aktuell nicht von einem Weltkrieg geschwächt. Es wird auch H1N1 verimpft, damit wir keine neuen Ausbruch der Spanische Grippe bekommen - bzw. wurde bis vor wenigen Jahrzehnten oder so.

Ohne Impfen gäbe es diesmal übrigens vierte, fünfte etc. Wellen, da unsere Gesellschaft die Pandemie nicht mehr bis zur Herdenimmunität laufen lassen will, oder auch muss.

Das mit den drei Wellen ist kein Naturgesetz, da hat wer was nicht verstanden ...
 
hansolo22 kommentierte

Falcon,
Bei allem Respekt fuer deine Arbeit - die ich sehr schaetze -ich hab es glaub ich schon verstanden.

De Aussage der Epidemologen ist- mit Beginn der Mutationen schwaechten sich die Infektionen jedesmal ab.
Und das kein Virus das Ziel hat seinen Wirt umzubringen ist ein evolutionaeres Naturgesetz und kein Wunschdenken und das es sich anpasst ueber Mutationen hin zu deutlich weniger Letalitaet.

Welche Welle wir haben - darueber darf man trefflich streiten - nur das wir siginfikante Mutationen haben darueber wohl kaum.

H1N1 ist sicher nicht mehr so toedlich wie damals - ich hatte es uebrigens auch schon.

Und das Herdenimmunitaet seit 1918 weiter vererbt wird ist mir neu.
Der Säugling bekommt von der Mutter eine begrenzte Immunitaet mit ueber die Plazenta und die Muttermilch.
Danach - das wissen alle Eltern leidvoll - wird das Immunsystem trainiert und aufgebaut ueber staendige Infektionen - vor allem grippale Infekte.
Sonst bräuchten wir keine Impfungen bei Kindern gegen Masern, Mumps und Roeteln - denn da sollte ja eigentlich eine Herdenimmunitaet durch Immunisierung weiter gegeben worden sein.

Beste Gruesse Bernd
 
falconeye kommentierte

Ich habe meinem Posting nichts hinzuzufügen.
Im übrigen ist eine Herdenimmunität keine Eigenschaft eines Individuums, verglichen mit den Mutationen der Grippe sind die von Corona bisher klein, und die evolutionären Selektoren für Mutationen sind Immun-Escape und möglichst lange und große Infektiösität bei möglichst geringer Immunantwort. Das heisst nicht automatisch weniger lethal, siehe HIV. Ob der Wirt stirbt, hat für das Virus keinerlei Bedeutung, so lange es nicht schnell passiert. Und H1N1 war bis ins späte 20ste Jahrhundert Teil der normalen Grippewellen, so dass die älteren von uns alle teilimmun dagegen sind.

P.S. B.1.1.7 ist sowohl ansteckender (über eine Verlängerung der infektiösen Phase) als auch tödlicher (UK Auswertung).

P.S.2. Ich sehe diese Vergleiche mit der 1918 Influenza auch gelegentlich. Und rege mich regelmäßig über die oft gemachten, logisch unzulässigen, Analogieschlüsse auf. Natürlich kann es so laufen, wie bei der Influenza 1918. Oder eben auch nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat :

"Warum überlässt die Politik das operative Corona-Management nicht den Profis? Eine Taskforce aus unabhängigen Managern und Spezialisten etwa für Logistik oder Organisation, IT oder Produktionsplanung müsste nicht so viel Rücksicht nehmen auf politische Befindlichkeiten und Wahltaktik. Vor allem aber haben diese Menschen gelernt, zu gestalten, zu organisieren, konkrete Probleme pragmatisch zu lösen.
Und: Sie könnten auch mal etwas ganz anders machen als bisher. Neue Ideen und Konzepte entwickeln, etwa für die Impfstoffverteilung, für Schnelltests – oder auch für den Bau von Pharmafabriken. Wer weiß, welche und wie viele Impfstoffe wir gegen diese Mutanten noch brauchen werden.
Es gibt so viele kreative, hochintelligente Köpfe in Deutschland, die gern helfen würden. Binden wir sie ein, nutzen wir ihr Know-how. Gemeinsam kriegen wir dieses Virus klein. "

Nein, diesmal nicht von meinem Praktikanten, der hatte sich das schon vor Monaten gewünscht.

 
1 Kommentar
falconeye kommentierte
Dem stimme ich zu. Die Corona Krise hätte eine militärisch durchorgansierte Führung aus zivilen und militärischen Experten in Logistik, Thinktank, Katastrophenmanagement, etc. bedurft. Aber die personelle Auswahl wäre heikel geworden und die demokratische Kontrolle auch. Es wäre auf Transparenz angekommen.
 
 
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HaDiDi kommentierte
Hierzu sollte man ergänzen, dass in China drei Unternehmen SARS2-Impfstoffe herstellen. Ein Unternehmen nutzt einen Adenovirus als Vektor, ähnlich, wie AstraZeneca, die anderen beiden Unternehmen bieten sogenannte Totimpfstoffe an.

In Kommentar #5.055.7 schrieb ich vor ein paar Tagen u.a. zu China:

" Habe gestern noch mit Bekannten in China telefoniert. Dort wird derzeit "priorisiert" die Gruppe der 40-60 Jährigen geimpft, also Menschen die voll im Saft stehen und die Wirtschaft am Laufen halten. Die Alten sollen warten, sich eine Selbstquarantäne verordnen und sind dann irgendwann dran. Allerdings hat China das Infektionsgeschehen recht gut im Griff und die Inzidenzen sind niedrig. Unter diesen Rahmenbedingungen kann man dann auch andere Prioritäten setzen. "

Passt also zur FAZ-Meldung.
 
Aus meinen Emails: Am Montag, 1. März 2021, informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder und der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer über einen 10-Punkte-Plan für eine Covid-19-Allianz zwischen Bayern und Sachsen im Rahmen einer Video-Pressekonferenz. Akkreditierung ist notwendig, die Teilnehmerzahl begrenzt, offenbar ist zunächst keine öffentliche Übertragung geplant.
 
Kommentar
Jetzt live: Pressekonferenz Spahn/Wieler zur Corona-Lage in der Bundespressekonferenz. Phoenix unterbricht dafür die Übertragung der Bundestagsdebatte, br.de überträgt auf YouTube hier:
 
Kommentar
Update 27. Februar 2021

Germany
New Cases 26.02.2021: 9437
Weekly average: 7892
7 day incidence: 66,5
Rt: 1,05 (1,03 - 1,07) | 1,04 (7-day avg)
Forecast 26.03: 10653 (9084 - 12492)
Alert Value A: 1,37 very high risk



Eine Diskussion erfolgt im Anschluss im Zusammenhang mit den Mutationen.
In der Grafik oben fällt die extrem geringe Bandbreite des Forecasts auf. Diese beruht auf dem R-Wert, der aktuell wie mit dem Lineal gezogen bei 1,05 fast verharrt. Positiv: R steigt nur noch marginal, negativ: R ist bereits signifikant über 1 und steigt sogar langsam weiter. So ergäbe sich zu Ostern eine Inzidenz von ca. 90. Schauen wir mal Die Zahl der Toten im 7-Tagesmittel liegt bei 300. Die Testungen sind um 22,000 minimal gestiegen (aber immerhin kein weiterer Rückgang), mit einer Positivenrate von nun 6.12% (zuletzt 6.43%).

Der Alertlevel ist seit letzter Woche wieder gestiegen (um 0,17), das ist kein "Plateau".
 
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falconeye kommentierte
Ausland ...
 
Variants of Concern (VoC) 27. Februar 2021

Meine Mutationsanalyse legt aktuell eine Inzidenz von eher 200+ als knapp 100 um Ostern nahe.



Allerdings haben die Ungereimtheiten gegenüber letzter Woche sogar noch zugenommen. Im Detail:

Das RKI veröffentlich neue Verbreitungsdaten (Surveillance) zu den VoC nur alle 2 Wochen. Allerdings veröffentlicht das RKI zusätzlich (eher versteckt) wöchentlich den VoC-Anteil im Rahmen der "Testdatenerfassung". Diese lag in KW7 bei 30,9%. In KW6 lag sie bei 22,8% statt den 22,0% der Surveillance, passen also recht gut. Damit ergibt sich von KW6 zu KW7 aber nur ein Anstieg von nur 35% statt den zuvor beobachteten 100%. An sich eine gute Nachricht, aber irgend etwas stimmt hier nicht ...

Rein von den Daten her ist ∆Rt nun auf 0,37 gesunken und der VoC-Anteil nä. Woche läge bei nur 35%. Um aber auch den Verlauf seit Anfang Januar korrekt zu beschreiben, müsste der VoC-Anteil nä. Woche auf ca. 55% springen. Für die 3 Werte ergeben sich Ostern-Inzidenzen von:
35%: 150 (7-Tagesinzidenz/100k)​
45%: 230 (vgl. Grafik)​
55%: 330​

Die Grafik oben zeigt den Verlauf für VoC (KW8) = 45%, also den mittleren Fall.

Für einen Forecast kann ich in meinem Modell den nächsten VoC-Anteil schätzen. Laut Modell selber wäre dieser 35%, damit blieben wir über Ostern also unter einer Inzidenz von 200.

Aber freuen wir uns nicht zu früh. Laut einer Verlautbarung von Söder hat sich der VoC-Anteil in Bayern in KW7 abermals verdoppelt, auf über 40%. Also nicht nur auf 30% gestiegen. Sollte dies auch bundesweit passiert sein, entgegen der RKI-Testzahlen, so würde das 55%-Szenario zutreffen, das zudem den Verlauf der Inzidenz seit Jahresbeginn insgesamt besser beschreibt.

Die nächste Woche bleibt also gewohnt spannend
 
Zuletzt bearbeitet:
4 Kommentare
falconeye kommentierte
Frage an die Mathematiker im Forum ...

Bisher gehen alle davon aus (alle Modellierer wie auch mein Modell), dass sich die neue Variante VoC schneller verbreitet, weil sie einen inherent höheren Wert von Rt besitzt. Daher verdrängt die neue Variante die alte Variante exponentiell schnell gemäß ihres ∆Rt.

Aber dies ist nur eine Annahme, die zu überprüfen wäre.

Ein Alternativ-Szenario wäre z.B., dass es zwei Subpopulationen gibt, die zufällig überwiegend die alte, oder die neue, Variante tragen. Sagen wir einmal, Kinder und Erwachsene. Oder Erwachse und Bewohner von Pflegeeinrichtungen.

Und dann sagen wir mal, die eine Subpopulation hat, bedingt durch anderes Verhalten, einen höheren Wert von Rt als die andere. Das sähe dann genau so aus, die eine Virusvariante vermehrt sich schneller. Von aussen, rein epidemiologisch, nur zu unterscheiden, wenn man Subpopulationen monitort.

Über den Einfluß von Subpopulationen auf den Verlauf der Rt-Kurve habe ich hier schon vor ca. einem Jahr geschrieben. Dies führt nämlich u.a. dazu, dass sie zwischendurch ansteigt und wieder abfällt (wenn Subpopulationen immun werden). Das ist ganz anders, als eine infektiösere Form des Virus.

Ich könnte mir vorstellen, dass wir es bei den VoC mit beiden Effekten gleichzeitig zu tun haben: VoC verbreitet sich schwerpunktmäßig in Subpopulationen, die ohnehin ein Verhalten mit höherem Rt haben.

Daraus resultiert dann modellmäßig ein Schwanken des beobachteten Wertes ∆Rt, bezieht man ihn nur auf den VoC selbst: Zunächst würde ∆Rt überschätzt, mit der Immunisierung von Teilgruppen dann unterschätzt, um sich schließlich einzupendeln.

Meine These:
  1. Aktuell ist ∆Rt überschätzt
  2. Das scheinbare ∆Rt nimmt gerade ab
Aber wann er unterschätzt sein wird oder wie der modellierungstechnisch korrekte Wert lautet, weiss aktuell vielleicht niemand. Schlimmer noch: womöglich ist das Problem noch gar nicht entdeckt.

Ich bleibe dabei, aktuell kann ich nicht auch nur ansatzweise einschätzen, ob die Effekte der VoC oder die saisonalen Effekte überwiegen werden. Dafür gibt es zu viele Ungereimtheiten auf Modellseite.

...
irgendjemand, der mir bis hierher gefolgt ist ... ?
 
VisualPursuit kommentierte
Spannender Gedanke, und wie gewohnt sehr schlüssig von Dir vorgetragen.
Mach so weiter, und ich will 'ne Autogrammkarte von Dir.....
 
falconeye kommentierte
UPDATE 4.3.2021

Meine Scätzung von 45% für KW8 war eine Punktlandung. Die beiden Zahlen des RKI (Surveillance und Testdatenerhebung lauten nun offiziell 46% und 40%, gemittelt 43%
 
AnjaC kommentierte
War heute früh, als ich die Zahlen las, mein erster Gedanke
 
Ja schon, aber das hebt meine Laune auch nicht. Nach dem Motto, Wissen ist Macht, nichts wissen macht auch nichts.
Der Erfolg dieses Szenarios steigt und fällt wohl mit dem Impffortschritt.
 
Kommentar
hansolo22 kommentierte
Dann schaun wir mal und vergleichen das in 3 Monaten mit der Expertenprognose.
Die Immunitaet sollte ja auch nicht lange halten, meinten die Experten......
 
AnjaC kommentierte
Ich weiß. Nur leider oder immerhin wird zwar seine Prognose in der Medienwelt einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht, Deine Expertisen nicht. Ich frag mich immer noch, wie wir das hinbekommen könnten. Es wäre wirklich ein wichtiger Beitrag.
 
falconeye kommentierte

Ich habe ja keine wirkliche Expertise zu teilen. Nur die Beobachtung, dass an den gerade gängigen Modellrechnungen etwas faul ist. Ich biete also nur eine Extra-Portion Unsicherheit
 
falconeye kommentierte
falconeye kommentierte
Ich hatte mich hier ja schon mehrfach positiv zum Sputnik Impfstoff geäußert. Das Zwei-Vektor-System erscheint mir sinnvoll und so verwundert es nicht, dass Sputnik dem Ein-Vektor-Impfstoff von AstraZeneca überlegen scheint.

Logistisch braucht man bei Sputnik keine Klimmzüge machen, das Impfen beim Hausarzt, oder gar beim Landarzt, der auch Hausbesuche macht, sollte problemlos klappen. In der FAZ wird nun berichtet, dass Sputnik in 38 Ländern registriert ist und neben Ungarn, sich nun auch Tschechin für den Russen-Impfstoff interessiert. Die EU, oder gar Deutschland zeigen derzeit wenig Interesse, leider......

Sputnik V: Einer der gefragtesten Impfstoffe der Welt (faz.net)
 
5 Kommentare
falconeye kommentierte
Zu Sputnik gibt es eine durchaus positive Publikation https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(21)00191-4/fulltext
Andererseits frage ich mich, wie es sein kann, dass Moskau, wo sich selbst Touristen ohne Warteschlange mit Sputnik impfen lassen, immer noch eine eher hohe Corona Inzidenz hat ...
Da passt was nicht zusammen, und sei es nur das Misstrauen der eigenen Bevölkerung, das wohl seine Gründe hat. Ohne UNABHÄNGIGE Studien zu Sputnik V glaube ich erst mal keine Zahlen. Da hilft auch kein Peer Reviewing, wer soll denn die Roh-Zahlen bitte nachprüfen ... ?
(Ein Land, dass seine Politiker vergiftet, hat sicher kein Problem, dafür zu sorgen, dass Staatsbedienstete Mediziner Zahlen schönen. Was nicht heisst, dass sie es auch tun. Aber wie gesagt, für Vakzine aus RUS und CHN brauchen wir unabhängig erhobenes Zahlenmaterial.)
 
Zuletzt bearbeitet:
HaDiDi kommentierte

Sputnik wird in über 30 Ländern verimpft, wenn der "pöse Putin" und seine treuen Staatsbediensteten die Wirkungsweise zu positiv darstellen, wird das kurzfristig auffallen. Unabhängiges Zahlenmaterial sollte es also bald in Hülle und Fülle geben. Zumindest theoretisch sollte es mindestens (ich denke sogar besser) die Daten von AstraZeneca erreichen.

Bisher scheint Sputnik noch nicht in Thailand verfügbar, ich wäre aber nicht abgeneigt, wenn der Impfstoff erhältlich wäre. Als Grundimmunisierung sicherlich wirksam und zukünftig werden wir wohl weitere Auffrischimpfungen brauchen. Dann kann man auch einen, an die neuen Mutanten adaptierten, RNA-Impfstoff nehmen. Mir erscheint es sinnvoll, für die Auffrischimpfungen die Vektoren bzw. Trägermaterialien zu wechseln, so dass sich dagegen keine zu starke Immunreaktion aufbaut. Es ist also gut, dass es so viele unterschiedliche Optionen gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kay kommentierte
Man kann auch heftig diskutieren, ob die Sacher-Torte nun besser schmeckt als Schwarzwälder-Kirsch


und an der Konditorei, vor der man steht, hängt ein Schild : " Auf unbestimmte Zeit geschlossen ! "
 
häuschen kommentierte
AnjaC kommentierte
Ich habe jetzt mal einen ganzen Schwung an off-topic gelöscht, der sind an der Frage von @häuschen entzündete.
Als abschließende Antwort auf die Frage:
Bitte genau lesen. Falk hatte keine Namen genannt und außerdem im Plural geschrieben. Diese Aussage ist belegbar.
Nett, dass Ihr meine Arbeit machen möchtet, aber ich habe das schon sehr genau im Blick gehabt.

Alles, was an Kommentaren danach kam, war off-topic und gehört nicht hierher.
Bitte zurück zum Thema.
 
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