Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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muss mit einer Bedienungsanleitung ausgeliefert werde. Folge: Der vorhandene Lagerbestand, der mangels Kaufinteresse seit Monaten wie Blei im Lager liegt, kann keine Verwendung finde
Und wenn man einfach Bedienungsanleitungen ausgedruckt hätte?
 
C
Christian B. kommentierte
...was dazu führen könnte, dass das gesamte Entgelt entfällt. So ist es nämlich harte Wirklichkeit in Apotheken: Rechnet man etwas falsch ab (z.B. weil ein Rabattvertrag zwischen einer Kasse und einem Hersteller in der EDV nicht richtig gespeichert war und deshalb übersehen wurde) und werden deshalb Rezepte retaxiert, bekommt man nicht etwa das, was man richtigerweise hätte abrechnen können, sondern überhaupt nichts. (Hier kann man hoffen, dass es niemand merkt.)
 
Wuxi kommentierte

Du hast keine Ahnung, wie es in einer Apotheke im Moment hinter den Kulissen aussieht, oder?
Das ist richtig. Ich war noch nie hinter den Apothekenkulissen.

Mein Verdacht ist, dass es da grandiose Unterschiede gibt.
A) Apotheken wo es hinter den Kulissen gar nichts gibt.
Z) Apotheken mit einem richtigen halbautomatischen Kommissionierlager hinter den Kulissen
 
Beuteltier kommentierte
Nachdem in der Zeitung vorgestern und gestern stand, dass die Apotheken überlaufen wären wegen der kostenlosen FFP2-Masken, wollte ich heute Nachmittag anlässlich des Kaufs eines Medikamentes auch meine drei Exemplare abholen. Zu meiner Überraschung war zwar vor der Praxisgemeinschaft der Allgemeinärzte im Hinterhaus eine Schlange bis auf den Geweg, vor der Apotheke selbst aber nicht!
Als ich dann vor der Apothekentüre stand, war klar, warum: Ein großes Schild mit "Masken sind aus!" stand da.
Nach dem Medikamentenkauf fragte ich den Apotheker über die Probleme mit diesen Masken aus, er bestätigte mir sowohl die unsicher Liefersituation als auch die bis jetzt ungeklärte Erstattung - die Apotheker müssen in Vorleistung gehen, die gelieferten Masken sofort bezahlen, und sowohl auf die Höhe als auch auf den Zeitpunkt der Erstattung "hoffen". Die gestern Nacht gelieferten Masken waren heute früh um 9:30 Uhr (Apotheke macht um 8:30 auf) schon alle weg...
 
Sans Ear kommentierte
Wär vielleicht leichter gewesen, wenn man die mit der Post geschickt hätte. Kein Gedränge, niedrigere Kosten. Oder ist der Gedanke schon wieder ein alter Hut (hab die Diskussion nicht verfolgt)?
 
C
Christian B. kommentierte
Genauso ist es, wie ich weiter oben ausgeführt habe.
 
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So mein leibes Corona Tagebuch, jezt habe ich die Zeit gefunden mal wieder alles nieder zu schreiben und knüpfe hiermit an diesen Beitrag an

Freitag 11.12.20
Heute eine Verlängerung meiner „Absonderung im häuslichen Umfeld“ bis Montag von GA erhalten. Der Herr vom GA meinte zu mir am Telefon länger ginge das nicht auch wenn ich weiterhin positiv sei, wie aber schon mal geschrieben erwartet aber mein AG von mir einen negativen Befund bzw. Test damit ich wieder arbeiten darf was ich irgendwo auch nachvollziehen kann.
Aus diesem Grund hatte ich mir für Freitagmittag noch einen Testtermin besorgt und bin mal gespannt was dabei herauskommt.
So langsam gehen unsere Vorräte zu Ende und wir haben mal eine Einkaufsliste geschrieben und suchen im Moment noch jemanden der diese für uns abarbeitet. Unserem Brötchenboten möchte ich das eigentlich nicht zumuten.
Im Grunde genommen konzentriert sich alles auf einen Discounter um den Aufwand gering zu halten.
Den Lieferservice von REWE (Sorry für die Schleichwerbung) kann ich in meiner Region nicht in Anspruch nehmen, weil die örtlichen Rewe Händler nicht ausliefern.
Samstag 12.12.20
Der Test vom Freitag ist immer noch positiv ausgefallen mit einem CT Wert von 36.0 welcher laut GA aber nicht mehr ansteckend ist. Die Logik dahinter erschließt sich mir nicht, ich bin positiv, meine Quarantäne ist beendet und ich darf mich wieder frei bewegen.
Aber mein AG will einen negativen Befund haben was ich auch irgendwo nachvollziehen kann.

Sonntag 13.12.20
keine besonderen Vorkommnisse, meine Quarantäne ist ja seit gestern beendet so dass ich morgen aus dem Haus darf/kann um wenigstens mal das nötigste einzukaufen. Meine Frau ist bis inkl. Montag vergattert, hat mittlerweile aber auch nen Budenkoller.

Montag 14.12.20
Nach Rücksprache mit meinem Hausarzt erhalte ich ein Attest auf das ich weiterhin in Quarantäne bin bzw. die Weiterführung der Quarantäne empfohlen wird.
Bin ich jetzt in Quarantäne oder nicht, Fragen über Fragen
Heute morgen mal wieder einen Anruf vom GA erhalten, die sog. „Endbefragung“, der Dame habe ich dann nochmals meine Situation geschildert und die beste Antwort die von ihr kam war dann auf meine Frage wie es denn nun weiter ginge mit meiner „Absonderung im häuslichen Umfeld“

Zitat:“ Ja dann muss ihnen ihr Arbeitgeber eben Sonderurlaub geben“

Im Grunde genommen keine schlechte Idee sagte ich zu ihr, ich gebe ihnen jetzt die Telefonnummer unseres Geschäftsführers und dann klären sie das bitte mit ihm selber ab (Wollte sie aber auch nicht) sondern meine Angelegenheit dem „Erst-Ermittler“ wieder übergeben wolle. Mittlerweile habe ich hier 7 verschiedene Rufnummern vom GA liegen die uns im Laufe der Zeit kontaktiert haben.

Dienstag 15.12.20
Langeweile habe ich auch nicht mehr, ich habe mich dazu entschlossen die Küche meiner Tochter fertig auf zu bauen, diese Umzugs-Baustelle lag ja seit dem 2.12.20 brach weil ich ja in Quarantäne geschickt wurde. Das Ganze war ne ziemliche Plackerei weil die Herrschaften sich beim Ausmessen der Arbeitsplatte vertan hatten und das Kochfeld sich vehement weigerte in der Platte zu verschwinden (keine Schablone vorhanden)

Mittwoch 16.12.20
Heute den Rest der Küche fertig gebaut und das Kind ist glücklich

Donnerstag 17.12.20
Heute Morgen um 11 Uhr einen Testtermin für einen weiteren Test zur Abklärung meines Status, auf das Ergebnis warte ich aktuell noch.
 
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So. Wir mosern nicht über andere, sondern tun selbst, was geht, um der Pandemie Herr zu werden. Und dann das:

Kein Einzelfall in unserem Land. Wenige Stunden später, des Abends, ein Bericht über Sachsen und den aktuellen Corona-Wahnsinn dieser östlichen Ecke unseres nördlichen Nachbarn. Selbst das Land Tirol hatte nie so hohe Zahlen. Nach den im Beitrag ausgestrahlten Interviews wusste ich, dass den Österreicher und den Deutschen wirklich nur die gemeinsame Sprache trennt.

(Nur zur Information. Dieses oft Karl Kraus, manchmal auch Klaus Tucholsky fälschlicherweise zugeschriebene Zitat stammt in Wahrheit von Karl Farkas, einem österreichischen Kabarettisten. Er prägte 1957 eine Variante dieses Aphorismus nach dem englischen Bonmot: "Britain and America Are Two Nations Divided by a Common Language".)

[editiert]
 
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Noch eine gute Nachricht:

Heute wurde entschieden, dass in unserer Dorfkirche keine Christmette stattfindet und der Weihnachtsgottesdienst am ersten Feiertag ohne Kirchenbesucher zelebriert wird und online gesendet wird.

Das nenne ich eine Tat im Sinne des Gebotes der christlichen Nächstenliebe - denn damit kann möglichen Ansteckungen vorgebeugt werden.

Gruß
Hans
 
Zuletzt bearbeitet:
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Pressekonferenz des Bundes: Heute morgen erfolgte die erste Covid-19-Impfstoffzulassung in der Schweiz (Pfitzer). Es ist (so wurde gesagt) weltweit die erste Zulassung in einem ordentlichen Verfahren (keine Notfallzulassung).
Impfungen sollen bereits in den nächsten Tagen beginnen. Zwei Impfungen im Abstand von 21 Tagen sind notwendig. 5 Tage nach der zweiten Impfung soll eine Wirksamkeit von über 90% erreicht werden.
Das Neuste zur Coronakrise - Um 13.15 Uhr im Stream: Swissmedic informiert über Covid-Impfung - News - SRF
 
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Update 19. Dezember 2020

Germany
New Cases 18.12.2020: 32830
Weekly average: 24647
7 day incidence: 207,8
Rt: 1,10 (0,96 - 1,25)
Forecast 15.01: 46951 (16878 - 130610)
Alert Value A: 1,86 very high risk



Der Alertlevel ist mit 1.86 erneut gestiegen, aber noch unter dem Level 2 "out of control" geblieben. Das ist auch schon die einzige gute Nachricht. Die "dritte Welle" ist nicht gebrochen, aber beginnt, sich abzuflachen. Der R-Wert liegt mit 1.10 etwa 0.05 über den Tageswerten des RKI. Die blaue Kurve (=A+3) zeigt dies am besten. Zumindest im Bundesschnitt, von Ländern wie Sachsen oder Thüringen rede ich hier nicht. Europaweit ist Sachsen zu einem der wenigen grösseren Hotspots avanciert, allerdings wohl auch der offenen Grenze zu Tschechien geschuldet, einem weiteren Hotspot.

Die 7-Tage Inzidenz ist auf über 200/100k gestiegen (die RKI-Zahl von 185 stimmt nicht), die täglichen Toten im 7-Tageschnitt auf fast genau 600, mein Dunkelziffer-Prädiktor auf 3.2.

Eine Prognose fällt mir schwer. Es hängt schlicht nicht von den Maßnahmen ab, sondern davon, ob die Leute die Sache ernst nehmen. Beim ersten Lockdown waren die Strassen wie leergefegt. Jetzt, bei fast identischen Verordnungen, sehe ich weiterhin geschäftiges Treiben überall, selbst in Sachsen ... Hoffen wir mal, dass es genügt, aber der Weg wird sich dann dennoch bis ins Frühjahr hinein ziehen, wenn die Leute nicht zur Besinnung kommen und freiwillig Verzicht üben. Mit der jetzigen Geisteshaltung ist ein R-Wert von 0.7 nicht zu schaffen.

[Anm. Mir ist klar, dass der strikte Lockdown seit Mittwoch in den Kurven noch unsichtbar ist. Aber so viel Verschärfung bringen diese neuerlichen Verordnungen auch nicht, zumal die "triftigen Gründe" nicht kontrolliert werden.]
 
Zuletzt bearbeitet:
4 Kommentare
luckyshot kommentierte
@falconeye
...zumal die "triftigen Gründe" nicht kontrolliert werden.

Ich bin am Freitag lange im Studio gewesen und erst so gg. 22:00 h nach Hause gefahren.
Auf meinem 20-minütigen Heimweg habe ich in Schwabing 2 Kontrollsituationen gesehen (das waren jeweils Fußgänger) und bei uns am Stadtrand eine (aufgehaltenes Fahrzeug).
Doch, ich habe schon den Eindruck, dass (zumindest in München) verstärkt kontrolliert wird...
 
AnjaC kommentierte
hansolo22 kommentierte
HIer auf dem Land sehe ich keine Kontrollen - ist auch schlechter moeglich auf dem Doerfle.

Gestern nacht bin ich zwei schwankenden Gestalten begegnet bei meiner Hunderunde - offensichtlich kamen die von einer privaten Sprittankstelle.
Und das Auto der Nachbarin die Frisoerin ist und COVID-19 hinter sich hat [der gesamte Salon war geschlossen worden] war am Sonntag ab Mittags weg auch nachts als ich mit Fellnase wieder zurueck kam.
Heute morgen wieder da.
Vermutlich hat sie Oelwechsel machen lassen am Opel am Sonntag oder privat Haare schneiden weil die Salons zu sind......

Wir haben verschaerften Lockdown da Inzidenz 350 derzeit also eigentlich nicht mal tagsueber nur aus triftigem Grund.

Ich hab die Hoffnung aufgegeben, dass die evtl. 10% Idioten es noch raffen.

Meiner Meinung nach wird es spaetestens im Maerz eine Impfpflicht geben - und das ist richtig - denn im Januar werden wir eine weitere Explosion an Infektionen sehen als Folger der "strengen" Massnahmen.

Beste Gruesse Bernd
 
Georgie1956 kommentierte

Ich persönlich hätte nichts gegen eine Impfpflicht einzuwenden. Auch halte ich sie verfassungsrechtlich im Rahmen der Güterabwägung für durchsetzbar. Gegen das Recht auf Leben und Gesundheit eines ganzen Volkes kann das Einzelinteresse nicht anstinken, bzw. für bestimmte Situationen, z.B. nachgewiesene Impfunverträglichkeit, müssen Ausnahmen zugelassen werden.
Allerdings glaube ich nicht, dass der Anstoss hierzu aus der Politik kommt. Zu groß ist die irrationale Angst vor Protesten, wie wir sie ja schon erlebt haben. Da macht man sich schnell mal unbeliebt. Leider ist 2021 ein Bundes-Wahljahr und wir werden noch eine Reihe von dummen (Nicht-)Entscheidungen erleben.
Es könnte aber sein, dass statt einer Impfplicht ein gewisser "Impfdruck" bei den Impfgegnern erzeugt wird. U.u. dadurch, dass bestimmte Beschränkungen für Geimpfte nicht gelten, oder für bestimmte Dinge ein Impfnachweis erforderlich wird.
 
Austria
New Cases 18.12.2020: 2085
Weekly average: 2619
7 day incidence: 206,9
Rt: 0,95 (0,90 - 0,99)
Forecast 15.01: 2106 (1467 - 3025)
Alert Value A: 1,64 very high risk



Zur Abwechslung mal auch Grafiken für unsere Nachbarn
Die letzte Woche in Österreich war ein Rückschritt auf dem guten Wege
 
1 Kommentar
T
Tom.S kommentierte
Ich fürchte, das ist noch harmlos im Gegensatz zu dem, was nach dem nächsten Lockdown in Österreich droht. Um bei den Anfang Dezember praktisch gescheiterten Massentests, die in dieser Form ohnehin keinen Sinn ergeben, doch noch einen politischen Erfolg zu erzwingen, wird ab 18.1. ein Freitesten für nahezu alle Lebensbereiche über neuerliche Massentests möglich. Obwohl schon vor dem ersten Massentest betont wurde, dass so eine Momentaufnahme dafür vollkommen ungeeignet ist.
 
Switzerland
New Cases 18.12.2020: 4478
Weekly average: 4308
7 day incidence: 351,9
Rt: 1,00 (0,93 - 1,07)
Forecast 15.01: 5625 (3263 - 9697)
Alert Value A: 1,96 very high risk



Ein Tänzeln gefährlich nahe an "out of control" ...
 
5 Kommentare
falconeye kommentierte
Weitere Länder ...
muMn führt jede noch so kleine Lockerung der Maßnahmen im Augenblick sofort wieder zu einem Wiederausbruch der Pandemie. So lese ich die Erfahrung in den Nachbarländern. Nirgends konnte die Inzidenz so weit gedrückt werden, damit das funktioniert hätte.

Im Umkehrschluß heisst dies, dass uns ein langer und sehr teurer Winter bevorsteht, der im übrigen erst übermorgen überhaupt beginnt
 
HaDiDi kommentierte

MuMn werden die momentanen Lockdown Maßnahmen nicht dazu führen, dass wir wieder landesweit Inzidenzen unter 50 bekommen werden. - Heißt im Umkehrschluss, die Maßnahmen werden länger in Kraft bleiben müssen, vielleicht sogar bis Mitte/Ende März.

In vielen europäischen Ländern ist die Situation ähnlich prekär. Geschätzt kosten die Maßnahmen derzeit in Euro-Europa rund 100 Mrd. BIP-Einbußen pro Woche. Zieht sich die Tragödie noch weitere 10-15 Wochen hin, dann wird die EZB ordentlich Geld drucken müssen, um eine hohe Pleitewelle und Massenarbeitslosigkeit zu verhindern. Dabei ist das Thema Kreditausfälle und Bankenpleiten noch nicht berücksichtigt.

Nach der Corona-Krise kommt eine tiefe Wirtschaftskrise in Europa.
 
ernst.w kommentierte
Nach der Corona-Krise kommt eine tiefe Wirtschaftskrise in Europa.
Ja, nach der siebenhundertdreiundzwanzigsten Wiederholung wissen wir das nun sicher. Die Wirtschaftskrise wird sich allerdings nicht auf Europa beschränken, möchte ich der Vollständigkeit halber hinzufügen.
 
HaDiDi kommentierte
Information ist alles, dann wird ja niemand überrascht und kann sich entsprechend vorbereiten.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen von SARS2 werden weltweit sehr unterschiedlich sein und es wird neue Gewinner und Verlierer im internationalen Wettbewerb geben, Europa wird eher nicht zu den Gewinnern der SARS2-Krise gehören.
 
Beuteltier kommentierte
Überrascht wird dann niemand, das trifft zu. Aber sicherlich wird sich nicht jeder entsprechend vorbereiten können...
 
Aus UK gibt es schlechte Nachrichten. SARS2 mutiert, passt sich besser an den neuen Wirt (Mensch) an und die neue Variante breitet sich schnell aus.

PHE investigating a novel strain of COVID-19 - GOV.UK (www.gov.uk)

Was könnte das für die mRNA-Impfstoffe bedeuten?

Der Biontech-Impfstoff kodiert für Teile des Spike Proteins. Das gesamte Spike Protein im infektiösen Viruspartikel ist eine hochkomplexe 3D-Struktur, die mit Polysaccharid-"Antennen" getarnt wird. Das Spike Protein bindet am ACE2 Rezeptor menschlicher Zellen und dringt so in die Zelle ein.

Corona-Impfstoff: mRNA-Vakzin wirkt - Neuartiger mRNA-Impfstoff von BioNTech schützt zu 90 Prozent vor Covid-19 - scinexx.de

Structural and functional properties of SARS-CoV-2 spike protein: potential antivirus drug development for COVID-19 | Acta Pharmacologica Sinica (nature.com)

Bisher habe ich noch keine Artikel über die Biochemie der der nach der Impfung entstandenen IgGs gelesen. Wie viele Epitope werden erkannt und wie stark ist die tatsächliche Bindungsaffinität am infektiösen Viruspartikel. Da der mRNA Impfstoff nur für Teile des S Proteins kodiert, wird es wohl nur eine Immunantwort gegen wenige Epitope geben. Da diese Teil-Peptide wahrscheinlich nicht die exakte 3D-Struktur im infektiösen Virus imitieren können (3D-Proteinfaltung ist ein hochkomplexer Vorgang), wird die Bindungsaffinität der Antikörper nicht optimal sein.

Das Beispiel UK zeigt uns, SARS2 mutiert und neue Varianten breiten sich schnell aus und das schon quasi ohne speziellen Selektionsdruck. Der Biontech-Impfstoff wird für Selektionsdruck sorgen. Es ist relativ wahrscheinlich, dass SARS2-Varianten entstehen werden, die sich im Spike-Protein so verändern werden, dass sich die Bindungsaffinität der gebildeten IgGs verringert, aber das Andocken an das ACE2 Protein weiter funktioniert.

Ein Impfstoff mit abgeschwächten/abgetöteten SARS2-Viruspartikeln würde zumindest zum Erkennen von deutlich mehr Epitopen führen und somit unterschiedlicherer IgGs. SARS2 bräuchte dann deutlich mehr Mutationen um sich dem Immunangriff zu entziehen.

Es sollte also niemanden überraschen, wenn im Herbst 2021 neue SARS2-Varianten entstanden sind, gegen die man andere Impfstoffe braucht.
 
3 Kommentare
falconeye kommentierte
BNT162b2 (der jetzt zugelassene BioNTech Impfstoff) kodiert für Teile des S-Proteins, wie Du sagst. BNT162b1 jedoch für ein volles S-Protein. Beide Impfstoffe haben die Phase I ( II ?) überstanden, b2 wurde bei gleicher Wirksamkeit wegen besserer Verträglichkeit dann favorisiert. Das kann man notfalls aber revidieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
AnjaC kommentierte
Christian Drosten schreibt auf Twitter

und verlinkt auf ersten Steckbrief mit den Mutationen N501Y, P681H, 69-70del vom 19.12.2020

Ich übersetze die summary:

Vor kurzem wurde im COG-UK-Überwachungsdatensatz ein eindeutiger phylogenetischer Cluster (mit der Bezeichnung Linie B.1.1.7) entdeckt. Dieser Cluster hat sich in den letzten 4 Wochen schnell vergrößert und wurde seitdem an anderen Orten in Großbritannien beobachtet, was auf eine weitere Ausbreitung hindeutet.

Mehrere Aspekte dieses Clusters sind aus epidemiologischen und biologischen Gründen bemerkenswert und wir berichten im Folgenden über vorläufige Ergebnisse. Zusammengefasst:
Die B.1.1.7-Linie macht einen zunehmenden Anteil der Fälle in Teilen Englands aus. Die Zahl der B.1.1.7-Fälle und die Zahl der Regionen, die B.1.1.7-Infektionen melden, nehmen zu.
B.1.1.7 weist eine ungewöhnlich große Anzahl von genetischen Veränderungen auf, insbesondere im Spike-Protein.

Drei dieser Mutationen haben potenzielle biologische Auswirkungen, die bereits in unterschiedlichem Umfang beschrieben wurden:

Die Mutation N501Y ist einer von sechs Schlüsselkontaktresten innerhalb der rezeptorbindenden Domäne (RBD) und wurde als Erhöhung der Bindungsaffinität zu humanem und murinem ACE2 identifiziert.
Die Spike-Deletion 69-70del wurde im Zusammenhang mit der Ausweichung auf die menschliche Immunantwort beschrieben, ist aber auch mehrfach in Verbindung mit anderen RBD-Veränderungen aufgetreten.
Die Mutation P681H befindet sich unmittelbar neben der Furin-Spaltstelle, einer bekannten Stelle mit biologischer Bedeutung.

Das schnelle Wachstum dieser Linie weist auf die Notwendigkeit einer verstärkten genomischen und epidemiologischen Überwachung weltweit sowie von Laboruntersuchungen zur Antigenität und Infektiosität hin.
 
Zuletzt bearbeitet:
falconeye kommentierte
Mal unabhängig von der B.1.1.7 Linie ... Mit Verbreitung der Immunität in der Bevölkerung (Impfung und Infektionstätigkeit) bei gleichzeitig hoher Inzidenz wächst natürlich der Selektionsdruck zugunsten einer impfresistenten Linie. Insofern wäre es besser, erst nach durch Maßnahmen gesenkter Inzidenz zu impfen und nicht, um eine bereits hohe Inzidenz zu senken.

Ich sehe eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass nach Abschluss der Impfungen eine resistente Mutation übrig bleibt, die aber weit weniger verbreitet sein wird. Ich sehe keinen Grund, warum dann aber diese nicht mit einem modifizierten Impfstoff eradiziert werden können sollte, analog SARS1.
 
Ohne Worte, gestern wurde bekannt dass im Altenpflegeheim unserer Gemeinde 20 von 34 Heimbewohner und 14 von 20 Pflegekräften mit Covid-19 infiziert sind. Festgestellt nach einem Reihentest Anfang dieser Woche.
Ich frage mich was wohl alles falsch läuft. Ich gebe es auf noch weiter nach Hintergründen zu fragen. Der gesunde Menschenverstand hat sich leider schon vor Monaten verabschiedet.
 
1 Kommentar
C
Christian B. kommentierte
Au weiha, das ist ja schrecklich.
 
Das mutierte Covid-19-Biest flutet ja nun schon seit gestern alle Nachrichtenkanäle. HaDiDi hat uns mit der Neuigkeit des mutierten Covid-19-Stamms in wissenschaftlicher Sprache beglückt. Ich will nun eine für mich als "Alltagsdeppen" leichter verständliche Form dieser Nachricht verlinken, die gestern im Kurier (halbwegs seriöse österreichische Tageszeitung) erschienen ist:

https://kurier.at/politik/ausland/g...ante-bis-zu-70-prozent-ansteckender/401135319
 
Kommentar
Moin
Statusmeldung:
Ob du bescheuert bist, hab ich gefragt?
Vorletzte Woche war ich freitags noch kurz im Büro bei einem meiner Vorgesetzten, der Corona bis dato auch für 'nicht so schlimm' gehalten hat. Abstand war gegeben, ich hatte, wie mein Teamkollege der mich begleitete, Maske auf. Mein VG nicht. Das Treffen dauert 5-10 Minuten.
Montag komme ich in die Firma, der Vorgesetzte ist in Quarantäne, seine Frau hat Freitag Nachmittag das Positive Testergebnis bekommen. Seine Testung stand noch aus. Dienstag kommt dann auch sein Positives Ergebnis. Von den Kontaktpersonen, da gibt es einige die deutlich mehr und länger Kontakt hatten (8-10 allein in unserem Betrieb), kommt genau niemand (!) in Quarantäne.
Dem Vorgesetzten geht es ziemlich mies, er ist zwar, stand Donnerstag, Zuhause, aber lt. seiner Aussage hat er sich noch nie so krank gefühlt. Ich gönne es ihm, denn durch sein Idiotisches verhalten hat er etliche gefährdet, sich ebenfalls zu infizieren.

Bei meiner Frau auf der Arbeit (Behinderten Wohnheim) ist jetzt wöchentlich Testen möglich. Leider Montags vormittags, was für sie als Nachtwache mit 10h Diensten extrem unpraktisch ist. Eine Impfliste ist die Woche ebenfalls rum gegangen und es haben sich alle Pflegekräfte in ihrem Haus eintragen lassen. Finde ich sehr gut, wenn ich höre das viele, auch im Pflegerischen Bereich, der Impfung extrem skeptisch gegenüber stehen.
In ihrer Stiftung sind von über 20 Wohneinrichtungen noch 3 Corona frei, zum Glück auch das Haus wo sie arbeitet.

Wir werden über Weihnachten lediglich den Opa meiner Frau besuchen. Ihre Oma ist am 4.12. verstorben, und ihr Opa dadurch nun ganz alleine, und wir sind eh mindestens zwei Mal die Woche bei ihm, da meine Frau die einzige aus der Familie ist, zu der er noch Kontakt pflegt.

Meine Cosplay Shootings sind seit Mitte November für dieses Jahr beendet, aber ich kenne immernoch Hobby Fotografen die z.t. 5 Cosplayer nacheinander am Tag shooten, Freitag bis Sonntag durch.

Ich wundere mich nicht, warum die Zahlen nicht zurück gehen...

Statusmeldung Ende.
Cassie
 
HaDiDi kommentierte
Ich füge einen weiteren Umstand hinzu, an Covid sterben überwiegend Menschen über 75.... das statistische Risiko ist also demografisch sehr ungleich verteilt.

Naja, es werden vielleicht 50%, ganz kurzfristig vielleicht 100% ...... 200%, oder gar 2000% sind natürlich Unsinn, steigt die Todesrate stark an, werden die Menschen automatisch vorsichtiger. Und natürlich steigen nicht nur die Infektionszahlen exponentiell an, auch die Menschen mit Immunität (Herdenimmunität) steigen entsprechend an, so dass Rt automatisch wieder absinkt.

Jährliche Übersterblichkeit wäre eine bessere Vergleichsgröße, 15-20% Übersterblichkeit wäre schon eine Hausnummer, die wohl nicht überschritten wird.
 
falconeye kommentierte
Unsinn?
Wenn es keine 200%+ werden, weil die Menschen ihr Verhalten dann doch noch geändert haben, widerlegt dies nicht mein Argument.

200% wären ca. 5550 Tote täglich, dafür muss sich vielleicht nur ca. jeder 200-ste der Gruppe 65+ täglich neu infizieren - was bitte ist daran unrealistisch hoch? Selbst 2000% sind zum Höhepunkt einer ungedämmten Epidemie, die dann alle infiziert, realistisch, da sich dann über nur wenige Tagen eine Mehrheit infiziert.

Ohne Eindämmung ergibt sich (einmalig) eine jährliche Übersterblichkeit von 50%, das lässt sich relativ einfach berechnen. Dank Eindämmung werden wir weit darunter liegen, so oder so, da bin ich bei dir.

Aber um deine Frage aufzugreifen, wäre es anders, wenn das Risiko gleicher verteilt wäre?

Z.Zt. ist das Risiko zu sterben (IFR) mit 40 ca. 0.1%, mit 80 ca. 10%. Wenn es für jeden bei 1% läge (dem demografischen Mittel für D von rechnerisch 1.01%), wären die Menschen dann vorsichtiger? Ich denke tatsächlich eher nicht. Wenn ich zurückdenke, welche Risiken ich in meiner Jugend eingegangen bin, beim Klettern etwa, oder bei Reisen in Gebiete mit aktiven Aufständen, dann bin ich da eher skeptisch. Deshalb habe ich diesen Punkt oben einfach mal weggelassen.
 
HaDiDi kommentierte
Eine Übersterblichkeit von 50% aufs Jahr gerechnet, bedeutet 500.000 zusätzliche Covid-Tote, das schaffen selbst die USA mit vierfacher Bevölkerung nicht, meine angenommenen 10-15% Übersterblichkeit erscheinen mir da deutlich realistischer.

Ja und ich denke, dass die Gruppe der 20-40jährigen deutlich vorsichtiger wäre, wenn das Sterberisiko in dieser Gruppe auch bei 1-2% läge.
 
ernst.w kommentierte

Das Problem ist nicht das Schlupflöchersuchen, das ist nur ein Symptom.
Ja, da bin ich bei dir.

Aber dieses Symptom zeigt leider auch deutlich die Notwendigkeit, Hirn regnen zu lassen. Bei aller Unwilligkeit, bei aller mangelnden Vorstellungskraft: Nicht mal 50% der Erwachsenen sind willens, für ihre und die Gesundheit ihrer Kontaktpersonen temporär ein wenig von der individuellen, höchstpersönlichen Lebensfreude (vulgo "Spaß") herzugeben. Und ich spreche hier schon von Teilen meines ganz gut vernetzten Familienkreis. Und die ist wahrlich groß (wir reden da von mehreren tausend) und auch strategisch gut verteilt.

Jetzt hätte ich gedacht, dass das persönliche Nahekommen solcher Todesfälle doch mit einer ernsthaften Befassung mit den Folgen der Krankheit einherginge. Interessanterweise hat aber der (durchaus vorhandene und in Wellen spürbare) Schock, dass in unserer Familie nicht nur Covid-19 ganz real auch mit schweren Verläufen aufgetreten ist, sondern auch daran gestorben wurde, nur sehr kurz gewirkt. Selbst die unmittelbar Überlebenden sind fast wieder auf Stand vor Covid-18 mit nur ganz wenig mehr an Vorsicht.
 
falconeye kommentierte

Meine Überlegung bezog sich auf eine Gesellschaft, die auf die Bedrohung überhaupt nicht reagiert. Um eine Skala zu setzen.
 
Nirgendwo kann man sich zur Zeit sicher fühlen...


 
3 Kommentare
HaDiDi kommentierte
Ich hatte schon vor gut einer Woche von sporadisch auftretenden Fällen in der Region Trat, in der Region Chiang Mai und im nordöstlichen Isaan berichtet. Allesamt illegale Grenzübertretungen von Burma, Laos und Kambodscha.

Die Grenzkontrollen (incl. grüner Grenze) sollen nun verstärkt werden, der Seafood-Markt wurde geschlossen und die Provinz südöstlich von Bangkok wurde sofort abgeriegelt. Hoffentlich ist es noch früh genug und dieser Ausbruch kann wieder komplett "ausgetrocknet" werden. - In Thailand gibt es quasi keine Herdenimmunität, so dass Freund Covid überall Opfer findet.


Nachtrag: Dieser nette Engländer (der sich schon auf den Brexit freut) hat heute den 4. Advent noch ziemlich entspannt,
rund 100 km südlich von Samut Sakhon, an einem Strand verbracht:


 
Zuletzt bearbeitet:
falconeye kommentierte
Langeweile pur
[bevor ihr denkt, ich sei nur neidisch ... nö, hab Jahre am Mittelmeer verbracht und spreche aus Erfahrung]
 
HaDiDi kommentierte
Mit gutem Internet gibt es keine langweiligen Orte mehr....
 
Und Andreas Gassen hat den Knall auch immer noch nicht gehört. Die KV Hessen nimmt jetzt Stellung:


Volltext:

Hier das Interview von Gassen, auf das Bezug genommen wird:
 
1 Kommentar
falconeye kommentierte
Warum setzt die KBV Gassen in einer ausserordentlichen Versammlung per Videokonferenz nicht endlich ab? Der Begriff "KBV" hat bereits gehörig Schaden genommen ...
 
Mahlzeit zusammen, nur mal zur Info.
Ich bin erlöst, soll heißen das ich nicht mehr positiv bin und wieder auf die Menschheit los gelassen werde.
Laut der Warn App hatte ich gestern mittag schon grünes Licht, den schriftlichen Befund (PDF) konnte ich aber erst heute morgen abrufen.

In diesem Sinne wünsche ich allen noch einen schönen vierten Advent.
(Edit wegen Rächtschaibfeela)
 
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1 Kommentar
falconeye kommentierte
Danke - hat das Daumendrücken also geholfen
 
Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Bad Tölz fand eine gute Lösung angesichts der Corona-Situation:
Die Weihnachtsgottesdienste am Heiligabend finden im Kurpark vor dem Kurhaus statt.



Gruß
Hans
 
Kommentar
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