Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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...
Als ITler darf ich sagen, dass die Entwickler von SAP und Telekom einen eher durchwachsenen Ruf geniessen ... Hier hätte es kompetentere, kleinere Alternativen gegeben....

Bzgl. SAP :eek: muss ich das aus eigener, leidvoller Erfahrung bestätigen. Da wurde jede Menge Geld verdampft.
Einen positiven Effekt hatte die Umstellung aber: Statt, wie geplant, Arbeitsplätze einzusparen, wurden neue geschaffen (y)
 
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Zur Tracing App ...

Hier empfehle ich den Kekule Podcast von vor ein paar Tagen

Trotz aller Datenschutzbedenken kann eine App sinnvoll sein, Südkorea zeigt es.

Allerdings sollte (meine Meinung) eine App erst zum Einsatz kommen, wenn alle anderen Maßnahmen, die Basics, etabliert sind. - Masken im öffentlichen Raum, Fiebermessen an öffentlichen Gebäuden und Geschäften, Hände-Desinfektion bevor man das Geschäft betritt., usw., quasi für alle Handlungen außerhalb der eigenen Wohnung sollte es etablierte Hygiene-Protokolle geben.... und dann, on top, auch gerne eine App.


Heute auf einem Blumen- und Pflanzenmarkt haben sich auch Mönche umgeschaut,
selbstverständlich mit Maske, das sind für mich die Basics!.


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falconeye
falconeye kommentierte
> eine App sinnvoll sein, Südkorea zeigt es.
Hör mal in den Podcast rein. Da wird auch diskutiert, dass die App in Südkorea eher nix bringt, bzw. warum nicht.
 
Zum Thema Übersterblichkeit: Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat gestern eine Pressemitteilung mit einer Auswertung für Deutschland veröffentlicht und titelt:

Sterbefallzahlen seit Ende März über dem Durchschnitt vergangener Jahre

 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Abwarten.

Die zweite Welle nimmt gerade Anlauf, angeführt von "Attila, dem Dummenkönig",
wie er seit neuestem genannt wird.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Für alle, die sich wundern: die Rede ist von Attila Hildmann
 
mfey
mfey kommentierte
Der scheint ja irgendwie die Wahrnehmungskoordinaten nicht mehr sortiert zu bekommen, ............hab auf die Schnelle mal bei Wikipedia nachgeschaut, auch wenn da nicht immer alles stimmt. Der Mann verdient keine weiteren Kommentare, auch wenn ich jetzt selbst dagegen verstoßen habe.
 
Kay
Kay kommentierte
mfey
mfey kommentierte
War wohl auch zu erwarten, wenn zur saisonalen Grippewelle, auch wenn sie eher schwach verlaufen ist, nun die Covid-Opfer dazu kommen.
Vor dieser Zeitmarke war sie eben niedriger. Erst am Ende einer jährlichen Betrachtungsperiode kann dann die Bilanz aufgestellt werden.
 
Mir sind die YT Videos von mailab und Quarks zum Thema Corona positiv aufgefallen. Hier ist ein Neurs:
 
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mfey
mfey kommentierte
Der Beitrag mahnt zu Recht zur Vorsicht, übertreibt aber grandios die doch eher seltene Unvernunft mancher Mitmenschen. Und ja Virologen können sich irren, und dann müssen sie ihre Meinungen revidieren. Wenn dann Politiker verunsichert sind, kann ich das verstehen.
Das zeigt eben die Begrenztheit der sogenannten wissenschaftliche Erkenntnis.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte

"Seltene Unvernunft"???? Da kann ich nur bitter lachen. Ich benobachte bei JEDEM Einkauf erhebliche Unvernunft.
 
mfey
mfey kommentierte
Ich bei keinem einzigen, wo lebst du?
 
Anja hat ja dankenswerterweise einen podcast link zur Streeckstudie in Gangelt schon gepostet. Ich fand den podcast/videocast etwas anstrengend und schlecht strukturiert. Wer an einer verständlichen Zusammenfassung per Phönixinterview interessiert ist, darf gerne mal hier nachschauen:

 
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Zur Diskrepanz zwischen erwarteter Wirkung aufgrund epidemiologischer Daten und tatsächlicher Entwicklung werden ja immer die Schweinegrippe und die Vogelgrippe bemüht, deren tatsächliche Weiterentwicklung dann viel glimpflicher ablief, als die Virologen befürchtet hatten. Ich will hier ausdrücklich keinen Vergleich mit Corona anstellen, da ich mich mit den anderen Erkrankungen kaum beschäftigt habe.
Es würde mich nur interessieren, ob die Aussage wahr ist, dass der tatsächliche Verlauf wesentlich milder war, als es die Wissenschaft vorhergesagt hat?
Noch wichtiger wäre die Frage, ob man den Fehler in der Vorhersage gefunden hat, damit sich das nicht wiederholt.
Seit wann verfügen wir eigentlich über eine Grundimmunität (?) gegenüber herkömmlichen Grippeviren?
Stimmt das überhaupt?
Hat das Jahrzehnte gedauert, hat man jemals die Immunitätslage der Bevölkerung getestet, oder sind das Vermutungen?
Ist der eher harmlose Verlauf der üblichen Grippewelle mit anderen Worten dieser "Grund- oder Kreuzimmunität" geschuldet?
Oder haben wir gar keine nennenswerte Grundimmunität und die bisherigen Grippeviren waren einfach per se harmloser?
Wer hierzu was beisteuern kann, bitte Links posten.

Auffallend bei Covid ist ja schon, dass selbst erfahrene Intensivmediziner von dem bunten Erscheinungsbild überrascht sind, das sich keineswegs auf Lungenversagen durch atypische Pneumonie beschränkt.
Gravierende Schäden am Herzmuskel (akute Cardiomyopathie), an der Leber (bis zun Leberkoma) oder an den Dünndarmzellen (massive Gastro-enteritis), Schäden am Nervensystem (mit temporärem Verlust von Geschmacks-, Geruchssinn sowie Hörvermögen) wurden beschrieben.
Ich will hiermit niemanden erschrecken, nur verwundert mich das etwas.
Grundsätzlich ist die Letalität Gott sei Dank sicher deutlich niedriger als die Relation von positiv Getesteten zu Verstorbenen aufzeigt.
Ob es eventuell sogar der Faktor 10 sein wird, sollte nun endlich mal wissenschaftlich untersucht werden, da es immensen Einfluss auf die präventiven Maßnahmen hat.
Je geringer die Letalität um so eher kann man, wenn R kleiner 0 ist, Lockerungen und Rückkehr zu Normalität behutsam wagen.
 
1 Kommentar
falconeye
falconeye kommentierte
> Wer hierzu was beisteuern kann, bitte Links posten.
Musst Du schon selber googlen ;)
Aber ich kann eine Kindheitserfahrung beisteuern ... meine Mama brachte mir bei, ich solle Grippesymptome nicht ignorieren, immerhin würden daran afrikanische Immigranten sterben. Ok, damals gab es noch sehr wenige davon in D und in Afrika damals gab es praktisch noch keine Grippe. D.h., früher war es in der Bevölkerung eine Binsenweisheit, dass wir eine Grundimmunität gegen die Grippe besitzen.

Zu Schweinegrippe & Co. steht doch alles auf Wikipedia ... https://de.wikipedia.org/wiki/Pandemie_H1N1_2009/10
In Kurzform: R war nur 1.2, da reicht schon ein wenig Vorsicht zur Eindämmung. Das hat das Medienecho sicher geleistet. Corona verlief ja deshalb auch vor dem Lockdown schon langsamer, nur halt nicht langsam genug. Was nur unterstreicht, wie wichtig die Warnungen der Virologen sind, DAMIT die Epidemie ausbleibt. Die Todeszahl war wohl trotzdem sechsstellig.

“There is no glory in prevention“
 
Zuletzt bearbeitet:
Als ich die Aussagen von Bäcker Kugler gelesen habe, da wurde mir klar, dass bei einigen Zeitgenossen in Deutschland die Verschaltung im Frontalcortex sehr fehlerhaft funktioniert.

Zitat: "….die Einführung der Maskenpflicht. Sowohl Kugler in der Backstube als auch die Verkäuferinnen im Laden würden darunter leiden.... man ist im Stress und auch ohne das Ding schon am Schwitzen“, führt er aus. „Es ist fast unerträglich, kaum auszuhalten.“

Bäcker Kugler und Kollegen wollen wohl auch in Zukunft ihre Sekrettröpfchen auf Brot und Kuchen absondern.... :wut::wut::wut:


Da hantiert jemand mit offenen Lebensmitteln, die beim Kunden nicht mehr erhitzt werden und mokiert sich über das Tragen von Mundschutz? Eigentlich sollte es auch außerhalb von Covid-Zeiten hygienisch üblich sein, dass Menschen, die mit Brot, Kuchen, Salat, Eiscreme, Käse- und Wurstaufschnitt, etc. hantieren Mundschutz und Haarschutz tragen. Hier in Asien ist das in vielen Geschäften seit Jahren üblich.

Noch "verblödeter" sind allerdings Kunden, die ihre offenen Lebensmittel in Geschäften kaufen, die Hygiene-Basics nicht verstanden haben. Bäcker Kugler sollte sich schon mal an den Gedanken gewöhnen, dass das Tragen eines Mundschutzes auch nach Covid Standard bleiben wird.
 
Kay
Kay kommentierte


" Es ist ja Vorschrift in den Läden - man soll ja ... - und wenn man nix dabei hat ... - nee, geht nicht, da kucken die Leute ! "

Was ich da auf 500m teilweise an " Corona-Street " gesehen habe ... - alles wird nur noch besser ! (y)
 
Ernie62
Ernie62 kommentierte
Ja, Ja, so eine Maske hat ja tatsächlich auch Nachteile - die Gesichtserkennung beim Handy funktioniert nicht mehr, da muß dringend ein Firmwareupdate her:LOL:
 
falconeye
falconeye kommentierte
> das Tragen eines Mundschutzes auch nach Covid Standard bleiben wird.

Hoffentlich nicht. Masken sind Overkill, ich habe das Tragen von Masken im asiatischen Raum immer kritisch gesehen, das ziert eine Gesellschaft nicht. Menschen haben ein Immunsystem. Lasst uns keine Hypochonder werden ...
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte


Sehe ich anders.

Masken und Haarschutz für Menschen, die mit offenen Lebensmitteln hantieren, ist bei einer immer größeren Bevölkerungsdichte auch ohne Covid keine schlechte Idee. Außerdem entscheide ich lieber selbst, mit wem ich "Körperflüssigkeiten" austauschen möchte. :cool: - Sekrettröpfchen auf meinem Frankfurter Kranz vom Bäcker gehören ganz sicher nicht dazu.
 
mfey
mfey kommentierte
Wann darf der verkaufende Bäcker denn seinen Mundschutz wieder weglassen? Wenn das Virus in 100 Jahren ausgerottet ist? Die meisten Virologen gehen von einer dauerhaften Coexistenz mit dem Menschen aus. Du entscheidest nicht selbst, sondern anderen wird eine politische Entscheidung mit unzureichender Datenbasis auf das Gesicht gedrückt. Der Verkäufer der eine Ware - in der Regel bereits vor Corona - nicht direkt mit den Fingern aus einem Regal entnimmt und in Sekundenschnelle in eine Tüte packt, ist vollkommen harmlos. Dann müsste er erstens infektiös sein und mit dem Brot sprechen oder darauf husten, dann würde es vielleicht bedenklich. Die Atemluft die er verbreitet, dürfte als Viruslast auf dem Brot kaum ausreichen, andere indirekt zu infizieren.
 
Die Datenlage ist eindeutig,
es gibt keine einfachere und preiswertere Maßnahme um die Ausbreitung des Wuhan Virus zu reduzieren, als das Tragen von Masken im öffentlichen Raum und in öffentlichen Räumen. Aber irgendwie besteht in der westlichen Welt eine Maskenallergie, man hat fast den Eindruck, dass es sich um Folter handelt, wenn man andere nicht mehr mit seinen Speicheltröpfchen "beglücken" darf. :unsure:


Hier in Prosa:

Hier die hard facts in PNAS:
 
3 Kommentare
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
Moin
unabhängig davon das in der jetzigen Situation ein Masken sinnvoll ist,
hat es meiner Meinung nach in der westlichen Welt nichts mit einer Maskenallergie zu tun,
sondern hängt eher mit der Mentalität der Bevölkerungsgruppe zusammen.
Die Menschen haben weniger Angst Gefühlsregungen auch über ihre Mimik auszudrücken.
Da versteckt man sich nicht gerne hinter einem Masken ( Ausnahme Karneval)
 
Gianni33
Gianni33 kommentierte
Die Ost-Asiaten tragen im "Land des Lächelns" doch auch ohne Maske schon eine Maske.;)
 
Zuletzt bearbeitet:
HaDiDi
HaDiDi kommentierte


Nur für die, die Asiaten nicht so gut kennen..... ;)
 
Komme gerade von einem Einkauf von makro (ein Metro-Ableger) zurück und habe dort fix mit dem Handy die "Basics" geknipst:

Einlasskontolle mit Fiebermessen und Abstand bei der Sitzgelegenheit, kein Hightech, aber effektiv und very easy!


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4 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
Ich sehe auf dem Bild ne Menge wirkungsloser Showeffekte. Überflüssig: Warnweste, Handschuhe, Fiebermessen, zweite Person, Schilderwald ... Danke für den Einblick in andere Kulturen. Psychologie scheint Trumpf.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Ja natürlich, awareness ist ein wichtiger Teil. Gedankenlosigkeit (vielleicht auch Dummheit) sieht man sehr schön auf Kays Bild #3.607.1, ständiges Erinnern scheint mir bei den Zivilisationsmenschen (die kaum noch Gefahren kennen) ziemlich wichtig.
 
mfey
mfey kommentierte
Da ist aber ein grober Fehler bei den Sitzgelegenheiten unterlaufe, der äußerste Platz links darf nicht benutzt werden, ist ja lustig!
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte

Den Eindruck könnte man haben, allerdings stand links neben dem gesperrten Platz eine weitere Vier-Sitzbank. Und dann macht diese Sitzordnung schon Sinn. :D
 
Seit Wochen treiben mich immer wieder die gleichen 2 Fragen um, auf die ich aber bislang noch keine Antwort bekommen habe. Vor etwa 7 Wochen habe ich das RKI, das Bundesgesundheitsamt und unsere drei Talk-Queens angeschrieben, und bis heute keine Antwort erhalten.

Ich bin am 8. März 75 geworden und habe meiner Feier mit 65 Verwandten und Freunden am 26.2. abgesagt, da wir unter den Gästen 8 stark vorgeschädigte Personen hatten. Ich war bis zum 31.12.2019 46 (sechsundvierzig!!!) Jahre selbständig und habe mich jedes Jahr gegen Grippe impfen lassen, da das letzte Quartal für mich stets das ertragreichste war und ich deshalb keine Einbußen erleiden wollte.

Außerdem haben meine Frau und ich uns im Herbst auch noch die empfohlene Impfe gegen die Lungenentzündung geholt.

Noch eines vorab: Ja, ich weiß das Corona KEINE Grippe ist.

Trotzdem interessiert es mich brennend, wie hoch der Prozentsatz der nicht gegen Grippe geimpften unter den inzwischen über 170.000 Menschen ist.

Genau so brennend interessiert mich die Frage, in wie weit sind meine Frau und ich durch die "Lungenimpfe" geschützt? Würden die Statistiken besagen, dass der Anteil der Geimpften und Nichtgeimpften nahezu gleich ist, dann ist kein wirksamer Schutz vorhanden. Sollte der Anteil der Nichtgeimpften gar bei 80 oder 90% liegen, dann würden wir uns wohler fühlen.

Daher meine Frage: Gibt es darüber Statistiken oder nicht?

Wünsche allen ein schönes Wochenende und weiterhin keine Infektion!

VG Franz-Josef
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Statistiken dazu kenne ich nicht. Mein immunologisches Verständnis sagt mir aber, dass nur Impfungen, oder frühere Infektionen zu einer "Teilimmunität" führen, wenn es eine Ähnlichkeit zu den Oberflächenstrukturen (Epitopen) von SARS-CoV-2 gibt. Bei Grippeviren/Impfungen ist das sehr, sehr unwahrscheinlich. Im Immun-Test scheint es auch keine Kreuzreaktionen zu geben, wie etwa bei Corona-Hustenviren.

Die Impfung gegen Lungenentzündung schützt auch nicht gegen SARS-CoV-2, sie schützt gegen Pneumokokken (Bakterien), die als Sekundärinfektion dann nach einer Covid-Infektion zu einer bakteriellen Lungenentzündung führen könnten. Die Pneumokokken-Impfung reduzuiert das Risiko eines schweren Covid-Verlaufs.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Man schreibt als Individualbürger nicht das RKI und Talkmaster an und erwartet dann eine Antwort ...

Grippeimpfung: hat nach landläufiger Meinung keinen positiven Effekt auf einen Covid-Verlauf oder Ansteckungswahrscheinlichkeit. Wird aber für den Herbst empfohlen, um das Risiko einer zufälligen Infektion mit beiden gleichzeitig zu reduzieren, denn diese wäre wirklich schlecht.

Pneumokokken-Impfung: hat einen positive Effekt bei der Grippe, um eine Superinfektion in Folge einer durch die Lunge geschwächten Immunsystems zu vermeiden. Dieser Effekt ist nach landläufiger Meinung bei Covid aber leider geringer, bis ggfsl. nicht vorhanden. Die Impfung selbst reduziert nicht das Infektionsrisiko.

Die NDR Podcast Serie mit Drosten enthält zu beiden Fragen Infos, aber frag mich nicht, welche Folge genau ...
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte

Man schreibt als Individualbürger nicht das RKI und Talkmaster an und erwartet dann eine Antwort ...
und wie kommst Du darauf ???
sind es "Heilige" die in ihrem "Dunstkreis" vom Bürger nicht gestört werden dürfen :)
wenn es einem ein Bedürfnis ist kannst/darfst Du auch Frau Bundeskanzlerin oder Herrn Bundespräsidenten
anschreiben ...... ob man dann eine Antwort bekommt ist was anderes.
Habe unter anderem EU-Abgeordnete angeschrieben und immer eine Antwort erhalten.
 
UlrikeHoffmann
UlrikeHoffmann kommentierte


Ich auch - und habe auch immer Antwort erhalten.
 
Es gibt einige aktuelle Interviews mit Streek, u.a YT d6uKzUON5SA ("phoenix persönlich mit Virologe Prof. Hendrik Streeck").

Er räumt meine Kritik bzgl. der nicht repräsentativen Demografie der Infizierten seiner Studie nicht aus, aber sei's drum. Er spricht einen anderen wichtigen Aspekt an:

Die Infektionsdosis

in einem anderen Interview nennt er sie die am meisten unterstudierte Eigenschaft des Virus.

Er macht folgende Beaobachtungen:

1. Die Mitglieder der Kappensitzung in Gangelt hatten im Mitel einen schwereren Verlauf. Dies war ein Super-Spreader-Event. Er vermutet, dort war auch die Infektionsdosis hoch.

2. Die Rate asymptomatischer Verläufe in Gangelt ist 22%, zieht man die Infizierten der Kappensitzung ab, 36%. Er vermutet, bei geringerer Infektionsdosis sinkt ggfs. auch der Anteil symptomatischer Verläufe.

3. Ein möglicher saisonaler Einfluß, und Einfluß der Maskenpflicht, könnte sich positiv auf Infektionsdosis und damit die Schwere der Verläufe auswirken. Und entsprechend negativ im Herbst.

Ich möchte noch einen Aspekt hinzufügen:

Die Mitglieder der Kappensitzung waren eher jung. Wenn die Infektionsdosis ausserhalb eher gering war, spricht dies wiederum dafür, dass die gemessene CFR nicht repräsentativ für die Gesamtdemografie ist. Und diese wiederum von weiteren Faktoren, wie Klima und Hygienevorschriften abhängt.

Ein weiterer Aspekt: der jüngst in China überraschend positiv verlaufene Test mit einem Totimpfstoff gibt muMn einen Hinweis darauf, dass so etwas wie eine "Mikrodosis" auch impfend wirken könnte. Ich denke, hier müsste verstärkt geforscht werden.

Ach, und noch eine Erwähnung: Streek's Labor macht für den Großraum Bonn auch PCR Tests. Und da ist zuletzt zu seiner eigenen Überaschung nur noch jeder ca. 800ste Test positiv. Das RKI gibt hier Raten von ca. 3% an, glaube ich. Raten unter 0.1% sprechen dafür, dass man das Virus über den Sommer vielleicht doch ausrotten kann (das sage jetzt ich). Besser wärs, denn "der Winter naht" ;)

Bonn und Umland liegen aktuell übrigens bei einer 7-Tages Inzidenz von 4/100.000.

Bei einer Test-Positiv-Rate von 0.1% oder weniger (1/2000 auf Bevölkerungsebene) wären übrigens Pooltests hocheffizient und könnten benutzt werden, Gesamtbevölkerungen durchzutesten, um die wenigen übrig gebliebenen Virusträger zu isolieren. Ein Landkreis mit 100.000 Einwohnern benötigt so nur ca. 200 PCR Tests, was ein lokales Labor an einem Tag problemlos schafft. Natürlich machen die Abstriche Aufwand ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
Also die "mangelnde" Ansteckung innerhalb von Familien ist schon seltsam.

Neulich war eine Arztfamilie im TV mit zwei Teenagern.
Die Erwachsenen hatten auf der Rueckfahrt in Ischgl angehalten und sich dort infiziert.
Beide hatten milde Symptome, keiner der Teenager hat je positive Tests gezeigt im Verlauf der Erkrankung zu Hause der Erwachsenen.

Wenn bereits niedrige Dosen Totimpstoff Immunitaet ausloesen dann waere jetzt meine Vermutung dass wie @falconeye schrieb evtl. niedrige Dosen des Lebendimpfstoffs niedrige Virenlast bei Ansteckung dasselbe bewirkt und wir deshalb eine Dunkelziffer ohne Symptome haben.

Da Roche ja sagt sie haben in Kuerze 5 Mio. Antikoerpertest zur Verfuegung dann wuerde ich doch jetzt mal eine Landkreis nehmen der sehr betroffen war und mal wirklich z.B. einen ganzen Landkreis oder eine Kreisstadt testen - soweit es eben Freiwillige gibt.
 
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Also die "mangelnde" Ansteckung innerhalb von Familien ist schon seltsam.
...
Da Roche ja sagt sie haben in Kuerze 5 Mio. Antikoerpertest zur Verfuegung dann wuerde ich doch jetzt mal eine Landkreis nehmen der sehr betroffen war und mal wirklich z.B. einen ganzen Landkreis oder eine Kreisstadt testen - soweit es eben Freiwillige gibt.
Das nennt sich übrigens wohl „Secondary Attack Rate“. Drosten hat schon Anfang Februar darauf hingewiesen, dass diese ungewöhnlich niedrig sei (ca. 15%). Das ergab damals seine Auswertung des Webasto Vorfalls. Nun verdichten sich die Hinweise diesbzgl.

Allerdings werden uns weitere Antikörpertests nicht schlauer machen. Gibt ja jetzt Gangelt, NYC, die Schule in Frankreich, demnächst München.

Man müsste alle Fälle, für die der Ablauf der Infektion genau rekonstruiert ist, bzgl. vermutlicher Infektionsdosis und Verlauf (innerhalb der jeweiligen Altersgruppe) korrelieren. Solange dies niemand macht, wird dies ein Rätsel bleiben. Für Grippeviren wurden tatsächlich Versuche mit Freiwiligen gemacht (dort gibt es diese Korrelation, im Allgemeinen jedoch nicht).

Ein weiterer Hinweis: die wohl oft schweren Verläufe bei Ärzten, z.B. Li Wenliang, der als Held der Krise mit 33 starb. Vielleicht ist durch mangelhafte PSE die Infektionsdosis hoch gewesen. Allerdings: in NYC ist die Durchseuchung unter Ärzten nur 1/2 - 2/3 so hoch wie in der Bevölkerung. Das spricht dafür, das PSE im Prinzip funktionieren.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Ich vermute mit PSE meint er PPE. :D

 
falconeye
falconeye kommentierte
falconeye
falconeye kommentierte

Der Link geht für mich nicht. Hast Du einen zitatfähigen Link oder Titel?

Betrifft der Artikel SARS-CoV-2? Sonst isser wertlos ...
 
Gianni33
Gianni33 kommentierte

PSE = Personal Security Environment
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Die Secondary Attack Rate ist schwer zu bewerten, da man dabei auch den Eintrag in die Familie bewerten muss, die einzige Konstellation, in der man das derzeit wegen der Lockdown- und Quarantänemaßnahmen messen kann. Das hat Drosten auch sehr verständlich erklärt, ich finde bloß gerade die entsprechende Podcastfolge nicht.

Im Zusammenhang damit, dass Kinder offenbar eine gleich hohe Virenlast wie Erwachsene haben, dennoch oft asymptomatisch bleiben, bleibt das eine bisher ungeklärte Frage, deren Antwort mich auch sehr interessieren würde.
 
Die in meinen Augen berechtigte Kritik am RKI wird auch von seriöser Seite zu Recht immer lauter.
Die öffentlichen Medien haben heute erstmalig nach meiner Wahrnehmung etwas ausführlicher darüber berichtet (ARD, ZDF)
Ich bleibe bei meiner Aussage, dass die bisherigen Aussagen zur "Gefährlichkeit" von Covid (tatsächliche Letalität unter Berücksichtigung der Dunkelziffer) keine ausreichend belastbare Grundlage hatten, um wesentliche demokratische Grundrechte so drastisch zu beschneiden und Millionen von Existenzen zu gefährden/zu zerstören, was nun passiert ist.
Natürlich hätte man repräsentative Stichproben wiederholt schon längst machen können, mehrere Wissenschaftler hatten das sofort gefordert, oder glaubhaft belegen müssen, warum dies nicht ging.
Beides ist nicht geschehen, und nun haben wir den Datensalat der nur noch einen Kurs auf "Sicht" erlaubt.
Wenn wir nur die positiv Getesteten ohne repräsentative Stichproben zur Verbreitung der Erkrankung als Referenz zu den Verstorbenen nehmen, dann steigt natürlich bei exponentieller Zunahmen der Testungen auch die Zahl der Erkrankten. Vollkommen zu Recht wurde dies kritisiert, da man dann kaum noch wissen kann, ob wir die Testaktivität oder die Erkrankungshäufigkeit messen, da beides sich nun vermischt.
Die Gefährlichkeit des Virus wird dann systematisch deutlich zu hoch in den abendlichen Nachrichten dargestellt. Aber Sensationen erhöhen die Einschaltquote.
Die Notwendigkeit des partiellen Lockdowns war nicht ausreichend abgesichert, da das RKI zu spät die Notwendigkeit repräsentiver Untersuchungen eingestand und die Infektionszahlen bereits davor - dank hoher Akzeptanz der social distancing Maßnahmen seitens der Bevölkerung - sich sogar unterhalb der von den Politikern vorgebrachten Grenzen einpendelten.
Der angebliche Erfolg des "Lockdowns" ist nicht ausreichend belegt. Und wer dann sagt, ohne Lockdown wären die Zahlen wieder angestiegen, kann dann jede willkürliche Maßnahme genau so begründen.
Warum hat das RKI von Obduktionen gegen den Widerstand der Pathologen abgeraten? Das fördert nur unsinnige Verschwörungstheorien und hat der fachlichen Aufklärung geschadet.
Erst hat das RKI - wie auch viele andere - die Gefahr unterschätzt, danach hat es diese eher übertrieben.
Beides ist falsch: sowohl die Verharmlosung als auch die Übertreibung der Infektionsrisiken. Langsam gewinnt die Vernunft Oberhand, die uns sagt, dass man nun mit hoher Priorität verläßliche Daten zur tatsächlichen Letalität durch repräsentative Erhebungen dringend nachliefern muss, damit die Politik vernünftige Entscheidungen treffen und begründen kann.
 
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