Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Spielplätze öffnen wieder, Besuche in Seniorenheimen werden erlaubt, die Gastronomie darf nach und nach öffnen: Bayerns Kabinett hat weitere Corona-Lockerungen beschlossen. Alles Wichtige hier:

 
Kurt Raabe kommentierte

Taja Hans
die Jungs üben für die Palastrevolution
 
AnjaC kommentierte
Ich habe mir das heute sehr genau angehört. Was Bayern imho richtig macht, ist die vorgegebene Zeitschiene und die schrittweise Öffnung. Dadurch wird sich im Nachhinein besser nachvollziehen lassen, welche Maßnahme bezogen auf das Infektionsgeschehen welchen Einfluss hatte.

Heute in der Tagesschau sagte Söder auch, dass sein Vorgehen im Vorfeld mit der Kanzlerin und auch mit dem Land Baden-Württemberg abgestimmt war. Man muss imho auch in Betracht ziehen, dass die Staatsminister der Länder mit Kanzleramtschef Helge Braun immer einen Tag vor einer geplanten Konferenz (also demnach heute) die Inhalte vorbereiten. Davon gab es beim letzten Mal auch keine überraschenden Abweichungen. Die BILD hat da offenbar einen guten Informanten sitzen, die haben die letzten beiden Male von dieser Vorbesprechung schon die richtigen Vorabinformationen geliefert. So auch heute. Das Rauchzeichen vermelden, dass es morgen den Beschluss geben wird, ab einer fixen Zahl von Neuinfektionen pro Region / Landkreis die Maßnahmen dort jeweils wieder auf den Stand vom 20.4. zurückzufahren.

Meine Vermutung: Bayern zieht nach, weil man es für möglich hält und weil die Tourismusregelungen woanders gelockert wurden. Wir sind schließlich auch Urlaubsland. Insgesamt ist Bayern mit allem aber immer noch später dran und vorsichtiger als die meisten anderen Bundesländer.
 
Gianni33 kommentierte
Ich befürchte nur, dass die überall wie Pilze aus dem Boden schießenden unterschiedlichen Lockerungen bei der Bevölkerung den Eindruck erwecken, dass die Corona-Krise doch nicht so ernst zu nehmen ist, wie bisher behauptet. Es wäre m. E. fatal, wenn die bislang gelobte Disziplin nun stark nachlassen würde, nach dem Motto: Wenn jeder Ministerpräsident machen kann, was er für richtig hält, dann kann ich auch machen, was ich für richtig halte.

Nun können wir mit unserer lebhaften Diskussion hier im Foto-Forums-"Corona-Stammtisch" ohnehin keinen Einfluss auf die politischen Entscheidungen ausüben. Wir müssen die unterschiedlichen Entscheidungen letztlich nur hinnehmen.

Ich werde jedenfalls weiterhin so vorsichtig sein wie bisher, um eine Infektion möglichst zu vermeiden - und sogar noch vorsichtiger, weil durch die Lockerungen die Infektionsgefahr nicht sinken, sondern eher noch steigen wird.
Z. B. habe ich heute die fällige alljährliche Vorsorgeuntersuchung bei meinem Arzt abgesagt und vorerst einen 3 Monate späteren Termin vereinbart. Das fällige Rezept wird mir auf dem Postweg übersandt.
Auch werde ich zukünftig bei Einkäufen im Supermarkt zusätzlich zum FFP2 Mund- und Nasenschutz eine abgedichtete UVEX-Schutzbrille tragen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wuxi kommentierte
Außen im Wind fliegen Tröpfchen auch mal 10m weit. Ohne Wind im Innenraum sollten sie nicht weiter als 2m kommen.
 
hansolo22 kommentierte

Aber sie verteilen sich bei Wind deutlich mehr - als weniger konzentriert - als wenn du in eine stehende "Wolke" an Viren in einem Innenraum läufst.
 
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Na die übliche Zahl an Grippetoten, über die wir doch offensichtlich deshalb nicht reden, weil wir sie für akzeptabel und oder unvermeidbar halten.
Je kleiner die Zahl, desto besser, das habe ich nun wirklich oft genug gesagt.
Aber wer will denn allen Ernstes auf Jahre hinaus nur noch mit einer Gesichtsmaske einkaufen gehen, alle seine Bewegungen per App aufzeichnen lassen und auf die Versammlungsfreiheit verzichten?
Der Regierung vollen Zugriff zur Aufhebung elementarer Grundrechte geben? Da darf es sich nur um einen engen zeitlichen Rahmen handeln.
Schon jetzt mußtenGerichte radikal besorgte Politiker zurückpfeifen, weil sie unverhältnismäßige Anordungen getroffen hatten.
Das läßt nichts gutes hoffen, wenn das zur Gewohnheit wird.
Nur noch wenige Freunde treffen, sich jahrelang freiwillig isolieren?
Das fürchte ich, ist die Konsequenz, wenn man das Virus ausrotten möchte, was auch aus anderen Gründen nicht funktionieren wird.
 
5 Kommentare
luckyshot kommentierte
Na die übliche Zahl an Grippetoten, über die wir doch offensichtlich deshalb nicht reden, weil wir sie für akzeptabel und oder unvermeidbar halten....

@mfey - Ist der Grund nicht ein anderer?
Ich habe das so verstanden, dass die Zahl der “Grippetoten“ deshalb nicht mit der der “Coronatoten“ vergleichbar ist, weil sie auf 2 vollkommen unterschiedlichen Wegen ermittelt werden. Jeder einzelne “Coronatote“ ist mit Covid19 infiziert und das wurde im Einzelfall auch diagnostiziert, während die Zahl der “Grippetoten“ rein statistisch errechnet wird. Oder täusche ich mich da? Ich lasse mich gerne korrigieren... ( @falconeye )
Die Berechnung der Sterberate bei Covid19 wäre damit doch um ein vielfaches genauer und verlässlicher, als die der Influenza-Opfer...?
 
VisualPursuit kommentierte

Das ist richtig, man rechnet die Übersterblichkeit aus.
An der hohen Übersterblichkeit in 2017/2018 ist allerding
auch beteiligt daß in der Jahresimpfung ein wichtiger
Stamm übersehen wurde, der in dieser Saison besonders
heftig gewütet hat.

Es gibt für diese Art der Schätzung also durchaus Kausalzusammenhänge.
 
luckyshot kommentierte
@VisualPursuit - Danke.
Die Kausalzusammenhänge würde ich der Methode auch nicht absprechen wollen.
Mir ging es um die Genauigkeit der Zahlenangaben - der berühmte “positiv getestete verunfallte Motorradfahrer“ dürfte in der Coronazahl um ein vielfaches seltener sein als in der Influenza-Zahl...

Die Zahlen sind nicht vergleichbar [Punkt]
 
Zuletzt bearbeitet:
mfey kommentierte

Die Grippetoten werden jährlich anhand der Übersterblichkeit ermittelt, die Zahl ist zwar nur grob aber man darf schon annehmen dass die Dimensionen stimmen.
In Deutschland gibt es die traurige Besonderheit, dass nur 2 Bundesländer an dieser europaweiten Erhebung teilnehmen und man dann nochmals hochrechnen muss.
Das Verfahren ist in der Tat ein anderes als bei Corona, in der Gesamtzahl wird es aber dennoch als zutreffend angesehen, da ja sämtliche Todesfälle erfasst werden.
Bei Corona geht man anders herum vor, man erfasst nur die Todesfälle bei denen eine positive Testung vorlag, da hat man dann das Dunkelzifferproblem.
Die Euro-MOMO Statistik zeigt aber auch jetzt schon in einzelnen Ländern eine deutliche durch Corona verursachte Übersterblichkeit, allerdings nicht in Deutschland, weil wir eben noch rechtzeitig gebremst haben.
Es ist gar keine Frage, dass die Covid-Letalität deutlich über der Grippe-Letalität liegt. Wieviel darüber, dass wäre aber schon wichtig und muss nun eben noch ermittelt werden. Zwischen Grippe und Tollwut ist eben noch viel Platz. Je höher die Letalität um so länger und härter müssen die Maßnahmen sein, um den Schaden zu begrenzen. Um so klarer kann man dann auch Ziele definieren, an denen man seine Maßnahmen festmacht, ohne sie ständig umzudefinieren.
 
AnjaC kommentierte
In der Sache gebe ich Dir recht. Aber wenn wir bei der Grippe mit den Zahlen der Übersterblichkeit zufrieden sind, bei der ja auch nicht unterschieden wird, ob jemand mit oder an Influenza gestorben ist, dann sollten wir uns damit zumindest bis wir es besser bestimmen können, auch bei COVID-19 als Messgröße behelfen können.
Nach wie vor - auch wenn ich dann manche naiv nennen - ist für mich trotzdem jedes verlorene Leben eines zuviel. Egal, ob Grippe, COVID-19 oder anderes.
 
Das fürchte ich, ist die Konsequenz, wenn man das Virus ausrotten möchte, was auch aus anderen Gründen nicht funktionieren wird.
Diese Furcht halte ich für unbegründet. All deine Maßnahmen gibt es doch nur, weil es immer noch zu viele Fälle gibt. Mit Fällen im zweistelligen Bereich kommen unsere Gesundheitsämter auch ohne Social Distancing klar, das hat Webasto gezeigt und da war das Gesundheitsamt unvorbereitet, die Kontakte trotz Fieber auf Arbeit. Dahin müssen wir halt zurück, ohne die Reisefreiheit.

Aus dem Webasto-Cluster hat es nicht ein Virus in die Community geschafft, das haben genetische Untersuchungen der aktuellen Virusstränge gezeigt. D.h., das Webasto-Virus ist ausgestorben. Immer mehr Landkreise auf der RKI-Karte werden weiss (kein Fall mehr seit einer Woche), selbst das Epizentrum Heinsberg liegt bei einer Inzidenz von nur noch 1 Fall/Tag/100,000 (mein Threshold in der Alert-Vale Berechnung). Bayern läuft etwas hinterher, mit 2 (u.a. München) bis 5 Fällen/Tag/100,000. Meine lokalen Landkreise liegen bei nur noch einem Fall alle 2 Tage. Aktuell gibt es einen Ausbruch im Landkreis Greiz, Thüringen (über 10 Fälle/Tag/100,000). Dort gibt es jetzt einen Massentest für mindestens 1000 Einwohner. Also auch kontrollierbar.

Will das Alles ernsthaft jemand verspielen?
 
Zuletzt bearbeitet:
mfey kommentierte
mfey schrieb:
Das fürchte ich, ist die Konsequenz, wenn man das Virus ausrotten möchte, was auch aus anderen Gründen nicht funktionieren wird.
@falconeye Diese Furcht halte ich für unbegründet.
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OK. da haben wir etwas unterschiedliche Einschätzungen.
Ich habe nichts dagegen, die Gesundheitsämter so rasch als möglich nachzurüsten, personell und materiell.
Auch da ist man ja angeblich dabei. Der Mediz. Dienst in Westfalen-Lippe hat über 160 freiwillige Mitarbeiter für Krankenhäuser, Gesundheitsämter und Pflegeeinrichtungen freigestellt. Es bewegt sich was in die richtige Richtung.
Es bleibt dennoch ein erhebliches zeitliches Problem, was die Belastbarkeit der Menschen und der Wirtschaft anbelangt.
Die Ausrottung oder totale Eindämmung des Virus ist sicherlich auf einer abzuriegelnden "Landzunge" , Südkorea, oder ähnlichen Ländern einfacher, als in einem mitteleuropäischem Transitland mit 50% Exportabhängigkeit seiner Arbeitsplätze und entsprechend häufigen zumindest EU-weiten Bewegungen der Menschen.
Das schwedische Modell ist nun das genaue Gegenteil und wird bei uns sicher so nicht funktionieren, weil wir nicht diese überwiegend ausgedünnte Besiedlung haben, sondern mehr Zentren. In Stockholm hat man ja auch gesehen, wie rasch dann die Kontrolle verloren gehen droht.
Webasto und Stockdorf: klingt gut, aber ist eine 4000 Seelen Gemeinde wirklich als deutschlandweites Modell geeignet?
Deshalb meine Suche nach dem goldenen Mittelweg:
Eine rasche Durchseuchung mit Immunität wäre super, wenn es Null Letalität und nur wenige ernste Fälle gäbe.
Bei deinem Modell hätte ich eben die Sorge, dass es aus geografischen und demografischen Gründen nur mit erheblicher Verlängerung der jetzigen Maßnahmen bis ad infinitum umgesetzt werden könnte. Gerne lasse ich mich eines Besseren belehren.
Du hälst es also mit anderen Worten für realistisch die Wirtschaft für nicht länger als weitere 4-6 Wochen mit angezogener Handbremse zu belassen (danach läuft das nämlich nach meiner festen Überzeugung vollkommen aus dem Ruder und ist dann auch nicht mehr beherrschbar) und in dieser Zeit den Virus durch geeignete Maßnahmen ganz oder ausreichend trocken zu legen?
Woher kommt dieser Optimismus? Gib mir ruhig ein paar links, das ist einfacher, dann mal zu recherchieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
falconeye kommentierte

Das ist die S-Bahn von Stockdorf nach München. Webasto hat im Speckgürtel von München stattgefunden. Die Infektion hatte sich 100km weit verbreitet. Gefährlicher wäre nur ein Fall in der Clubszene gewesen.
 
falconeye kommentierte
> "Woher kommt dieser Optimismus? Gib mir ruhig ein paar links, das ist einfacher, dann mal zu recherchieren."
Ich bin nicht optimistisch. Ich weiss nur in etwa, was passieren wird, je nach dem, was wir tun werden. Was ich natürlich nicht weiss, ist, was wir tatsächlich tun werden. Daher bin ich auch weder Optimist, noch Pessimist.
Ich habe es schon oft gesagt ... die Exponentialfunktion funktioniert in beide Richtungen. Es geht so schnell, wie es kommt. Das nutze ich in meinen Überlegungen halt konsequent aus. Zu jedem Standpunkt kann man googeln, da findet man immer etwas. Am Ende muss man die Sache schon selbst durchdenken, ggfs. auch rechnen. Oder entscheiden, wem man glaubt. Aber das ist oft Glückssache. Ich empfehle die Serie von Tomas Pueyo auf medium.com.
 
häuschen kommentierte
Webasto-Virus - sollte ich meine Standheizung zurzeit womöglich lieber nicht nutzen?
 
falconeye kommentierte
lol
keine Sorge, R.I.P. Webasto-Virus
 
Der Inhalt ist schwer lesbar für viele. Hier gibt es eine gute Zusammenfassung:


Der für mich wichtigste Satz:

"Die Sterblichkeit unter den Infizierten kann nicht auf ganz Deutschland übertragen werden. Dafür schließt die Teilnehmerzahl zu wenige sehr junge Menschen und zu wenige sehr alte Menschen ein. Die Altersverteilung ist also nicht repräsentativ. Und: Die Heinsberg-Studie umfasst lediglich sieben Todesfälle. Statistische Verzerrungen sind dadurch sehr wahrscheinlich."


Ich hatte dies im Vorfeld schon kritisiert und finde nun auch in der finalen Version der Studie die Daten nicht: wie ist das Alter der 7 Verstorbenen, die Altersverteilung der Infizierten bzw. jetzt immun Getesteten? Ich finde allerdings nun Angaben über die Altersverteilung der Stichprobe. Ich habe die Studie aber auch nur überflogen. Gerne würde ich die CFR altersstrukturbereinigt ermitteln, auch wenn die statistische Unsicherheit hoch ist. Das ist sie für Guangdong mit ihren zu meinem Stichpunkt nur 8 Toten z.B. auch.
 
VisualPursuit kommentierte
Du hast Recht, die Studie selbst wurde nur vom Land finanziert.
Die PR-Kampagne war das:

"Storymachine hatte berichtet, dass die Studie mit insgesamt 30.000 Euro
von Unternehmen unterstützt worden sei. Neben der Deutschen Glasfaser
hatte demnach die Gries Deco Company, Muttergesellschaft der
Deko-Handelskette Depot, Geld für die PR-Arbeit ausgegeben. "
 
Kay kommentierte
mfey kommentierte
Prof Streeck hat ja selbst darauf hingewiesen, dass die Studie keine verallgemeinernden Rückschlüsse auf Bundesebene erlaubt. Weitere größer angelegte Studien sind offensichtlich notwendig.
 
Christoph Blümer kommentierte
Politiker, gerade aus NRW, hören aber nur, was sie hören wollen, und diese Aussage ist für einen Herrn Laschet vermutlich schon zu komplex...
 
AnjaC kommentierte
Das bestätigt meine Ansicht, dass Streeck hier die Rolle des potentiellen Sündenbocks hat. Seine wissenschaftliche Arbeit ist von den Plänen der PR-Kampagne meiner Meinung nach nicht beeinflusst. Ich schriebs schon vorher mal: was Wissenschaftskommunikation angeht, kann er noch deutlich dazulernen. Dazu gehört auch, einer PR-Agentur nicht freie Hand zu lassen. Über deren Motive lässt sich nur spekulieren, die sind für mich aber deutlich eher lobbymäßig beeinflusst als die überprüfbaren Ergebnisse der Studie.
 
Als Antwort und nicht als Kommentar, weil allgemein wichtig:
Das größte Problem sehe ich in der willkürlich festgelegten Dunkelziffer,
die ohne jeden Beleg mit Faktor 10 behauptet wird.
In Österreich hat man die in zwei Studien ermittelt und war sehr erstaunt, dass sie so gering war:
 
mfey kommentierte
@ernst.w >>In Österreich hat man die in zwei Studien ermittelt und war sehr erstaunt, dass sie so gering war:<<

Sagen wir mal besser man versucht, sich dieser Zahl zu nähern. Hat eine irre Schwankungsbreite, offenkundig auch unzuverlässige Schnelltestergebnisse und keine Antikörperbestimmungen. Scheinbar sind die Testverfahren entweder generell noch sehr unsicher, insbesondere auch die Antikörpertests, weshalb letztere noch nicht zum Einsatz kamen. Ich dachte nach letzten Äußerungen von Drosten, dass nun zuverlässige Antikörper-Tests mit nur minimaler Anzahl falsch positiver Ergebnisse vorlägen? Habe aber auch nur Sekundärliteratur (Zeitungszitate) gefunden, also keine gesicherten Aussagen.
 
ernst.w kommentierte
Sagen wir mal besser man versucht, sich dieser Zahl zu nähern.
Ja. Korrekt. Und deshalb soll sie jetzt bei 10x (Ausgangspunkt dieser Diskussion) liegen? Nein, das kannst auch du dir an den Fingern abzählen: Das kommt niemals hin.
 
hansolo22 kommentierte
Also mich wundert etwas anderes.
Wenn wirklich "nur" so wenige zusaetzlich infiziert sind und die Dunkelziffer nicht 1:9 sondern deutlich niedriger ist - warum geht die Infektionsrate so stark zurueck auch in Schweden wenn nur wenige Prozent der Bevoelkerung infiziert waren.

Kann es sein das in der Bevoelkerung aehnlich wie bei Grippe oder Erkaeltungscorona ebenfalls eine Hintergrundimmunitaet da ist und das Virus am Ende maximal 15 bis 20 Prozent infiziert wie das bei den Grippewellen war.

Dann gaebe es auch keine zweite oder dritte Welle.

Wie anders kann man erklaeren das in Familien wie bei Hr. Oezdemir er selbst erkrankt aber keiner seiner Familienmitglieder und auch seine Oma nicht die er kurz vor der Diagnose noch besucht hatte.

Und solche Faelle gibt es ja wohl häufiger.
 
AnjaC kommentierte
Drosten erklärt in seinem NDR-Podcast (ich glaube, nicht die aktuelle sondern die Folge davor) warum die Untersuchungen von Haushalten zum Infektionsgestehen und der Ansteckungsrate im Moment noch nicht repräsentativ durchgeführt werden können. Die Rede ist immer von den ominösen 15% Zweitinfektionen innerhalb einer Familie. Aber die Zahl kann noch nicht als valide angesehen werden. Eines der vielen Dinge, die wir noch nicht wissen.
 
Kay kommentierte
Die absoluten Zahlen kenne ich nicht. Vermutlich sind sie sehr gering, weil es eine Auswahl von einer bescheidenen Gesamtmenge ist.
15% sind dann eventuell nur drei Personen. Zudem ohne nach Zufallsauswahl gefundener Kontrollgruppe klingt aus dieser " Forschung " manches gewaltig, ist aber nicht unbedingt valide reproduzierbar.
 
Update 5.Mai

findet sich in der Antwortsektion zum Artikel, ->

Enthalten ist auch ein Vergleich von RKI, Helmholtz Institut und meinem Modell bzgl. der Berechnung von R0.

Wie sich herausstellt, hat das Helmholtz-Modell einige Schwächen. Aber dafür wird R0 für jedes Bundesland getrennt ausgewiesen und ein Forecast gemacht.
 
5 Kommentare
AnjaC kommentierte
Wie sich herausstellt, hat das Helmholtz-Modell einige Schwächen. Aber dafür wird R0 für jedes Bundesland getrennt ausgewiesen und ein Forecast gemacht.

Hm... alleine am SIR-Model und der anderen Berechnung kann es glaube ich nicht liegen? Bist Du sicher, dass Helmholtz auf die RKI-Daten zurückgreift oder auf die ebenfalls täglich gemeldeten Daten der Gesundheitsämter/Landesgesundheitsämter? Die differieren nämlich voneinander. RKI zählt nur die labortechnisch bestätigten Fälle, die Gesundheitsämter auch die symptombestätigten, aber nicht laborüberprüften Fälle. Vor einigen Tagen gab es eine Umstellung bei Meldung der Gesundheitsämter an ihre Landesbehörde (jedenfalls in NRW), die dort auf rein labortechnische Meldungen umstellen mussten. Einige Ämter wehren sich allerdings mit stillem Protest und veröffentlichen nun beide Zahlen.
 
Kay kommentierte
Praktikanten.
Es werden jetzt(!) " Containment Scouts " gesucht. Die werden dann wohl angelernt,

Wer dann als Fachinformatiker lernen möchte, bekommt eine Vergütung nach folgender Regelung :
 
falconeye kommentierte

Man muss die Datenquelle des Helmholtz-Modells in der Originalpublikation suchen, sie lautet:
Aktuell listet sie 127,655 Records, für je 1-68 Fälle der RKI Meldung. Das sollte übereinstimmen, aber man müsste diese Datei halt selber auswerten, um es zu überprüfen. Immerhin, ich habe jetzt Daten bis auf Landkreisebene gefunden, die ich auswerten könnte. Aber das sind halt Daten, die zeitlich zurück getragen werden, mit all den Problemen.

Die systematischen Abweichungen von R0 kommen ohnehin nicht daher - denn ein fester Faktor bei den Meldungen kürzt sich weg.

Ich vermute wirklich, das Helmholt-Modell ist komplizierter als nötig geraten. R0 wird in dieser Methode sehr indirekt bestimmt. Ich würde nicht von einer Messung sprechen.
 
AnjaC kommentierte
Kay
Das ist nicht neu und erfolgt auch nicht erst jetzt. Die Containment-Scouts werden schon seit Ende März eingestellt. Es gab eine offizielle Stellenausschreibung des RKI zusammen mit dem BMG für 1500 Stellen. Bayern hat irgendwann im April schon verkündet, die entsprechenden Teams komplett aufgestellt zu haben.
 
Kay kommentierte
Da hat Hugo auch den Praktikanten hingeschickt, weil Ihr die schnellsten seid !
 
In Jena hat das Verwaltungsgericht den Mundschutz in den Schulen gekippt.
Auf Grund der geringen Infektionen in Jena sehe man dafür keine Notwendigkeit.

Egel wie man über die Notwendigkeit des Mundschutzes denkt aber ich finde das schon gewaltig das sich
das Gericht da überhaupt einmischt. Jetzt bestimmen wohl Richter über die notwendigen Schutzmaßnahmen.
Für mich sind die komunalen Politiker dafür zuständig und verantwortlich.
 
of51 kommentierte

Geklagt hatte die Waldorfschule.
Und Richter wissen also was bei Corona richtig, falsch oder verhältnismäßig ist.
 
falconeye kommentierte
Hmmh, ich weiss nicht, ob diese Prüfung so einfach war. Hierfür muß eine Maßnahme ja offensichtlich unverhältnismäßig sein.
Jena gehört i.d.T. zu den fallfreien Kreisen. Allerdings gab es vor 10 Tagen nach 2 fallfreien Wochen doch noch einmal 3 Fälle. Das Umland (Nachbarkreise) hat noch aktive Fälle. Es geht ja darum, diese Nachbarkreise auch fallfrei zu bekommen, trotz Dunkelziffer. Um das Urteil nachvollziehen zu können, müsste man wissen, wie groß der Einzugsbereich der Schulen in Jena ist ...
 
AnjaC kommentierte
Die Frage ist imho, worauf haben sich die Richter bei ihrer Entscheidung gestützt? Haben sie Expertenrat eingeholt, z.B. einen Gutachter oder haben sie verglichen, mit welchen Begründungen Mundschutz in Schulen in anderen Bundesländern gegeben ist? Bei uns ist es so: bisher (ist seit gestern anders) war Mundschutz nur auf dem Weg zur und von der Schule in öffentlichen Verkehrsmitteln vorgeschrieben. Die Schule hat es selber so geregelt, dass ausserhalb der Klassenräume auf dem Hof, in den Gängen etc. die Maske aufgesetzt werden muss. Dagegen hat kein Elternteil geklagt..... und laut Pressekonferenz von gestern soll das in Bayern jetzt generell so sein.
 
HaDiDi kommentierte
Deckenventilatoren, Fenster auf und mindestens 2m Abstand zwischen den Schülern, max. 10 Schüler im Raum, dann ist auch das Infektionsrisiko im Klassenzimmer gering.

Dagegen Heizung an, Fenster zu, keine Luftbewegung und 20 Personen ++ im Klassenzimmer, dann braucht man durchgehend Masken, sonst ist die Luft mit "Tröpfchen" geschwängert.
 
falconeye kommentierte
Ja, die bayrische Verordnung von gestern ist teilweise recht detailliert. Masken in der Schule, nicht während des Unterrichts. Masken im Restaurant, nicht am Tisch. Gläser heisser spülen. Da die Kontaktbeschränkung auf eine erlaubte haushaltsfremde Person weiter bestehen bleibt (die Ausgangsbeschränkung wurde aufgehoben), nun mit der Erweiterung auf Familienangehörige in direkter Linie, sind die meisten üblichen Restaurantbesuche mit Freunden bzw. einem befreundeten Haushalt nicht möglich. Da wird die Gastronomie noch nicht aufatmen, denke ich.
 
Auch werde ich zukünftig bei Einkäufen im Supermarkt zusätzlich zum FFP2 Mund- und Nasenschutz eine abgedichtete UVEX-Schutzbrille tragen.

Selbst betroffen - geschwächtes Immunsystem aufgrund div. Behandlungen- habe ich meine Einkäufe auf ein Minimum heruntergefahren. Einmal in der Woche bringen mir meine Nachbarn (mit Kombi), deren Haustiere ich seit einigen Jahren in der Ferienzeit betreue, was von Aldi etc. mit (Einkaufszettel via WhatsApp). Bezahlt wird mit Überweisung. Bei DM habe ich einiges gesammelt und dann per Post bestellt. Wenn ich doch einmal in der Woche zum Einkaufen gehe, dann um 7.15 Uhr. Da sind die ersten Kunden in den früh geöffneten Geschäften schon weg. Danach gib es erst einmal mehr Personal als Kunden. Ab Montag werde ich kontaktlos bis 50€ einkaufen können. Ich hoffe, das reicht bis mein Immunsystem sich wieder stabilisiert hat .
 
F
Fiesta1 kommentierte
Danke für den Uhren Tipp , zahle nur mit Uhr
 
Kay kommentierte
Könnt Ihr eine Uhr (mit möglichst einfacher Bedienung) empfehlen ? - Dank für Tipps !
 
Zuletzt bearbeitet:
Kurt Raabe kommentierte
Moin Kay
wenn Interesse sollten wir einen eigenen Thread aufmachen da OT
Nutzt Du Android oder Apple.
Ich nutze zum zahlen die Diesel Full Guard 2.5
 
Reaktionen: Kay
Wuxi kommentierte
Kay
Wenn Du ein iPhone hast dann die Apple Watch. Funktioniert sehr gut. Allerdings bislang nur mit Kreditkarte noch nicht mit Bankkarte.
 
Reaktionen: Kay
Kay kommentierte
Danke, habe nachgelesen. Nix für mich ohne Schlauhandfernsprecher und ohne Anwendungsspeicher (kein Schmardfon und keine Äbbs) - erst zum 80. Geb. - erinnert mich
 
Thailands Infektions- und Todeszahlen sind sehr niedrig. Gibt es dafür Erklärungen?

Höhere Temperaturen und UV-Einstrahlung scheinen das Wuhan Virus, wie auch viele andere Viren, zu deaktivieren. Das Virus-Partikel ist outdoor nach kurzer Zeit nicht mehr infektiös. Das gilt allerdings für viele warme Länder.

In Thailand, im Gegensatz zu Singapore, spielt sich das Leben aber noch überwiegend outdoor ab. Viele Restaurants/Pubs sind offen und haben nur Ventilatoren, statt zugeriegelte Räumlichkeiten mit AirCon. Außerdem führen outdoor-Aktivitäten bei sonnigem Wetter zu höheren Vitamin D-Level mit der entsprechenden Schutzfunktion vor Infektionen.

Wichtigster Faktor ist aber wohl die gesellschaftlich übliche "soziale Distanz". Bei der Begrüßung werden die Hände vor der Brust gefaltet (Wai) und es gibt keine Begrüßungsumarmungen. Abstand halten (bis auf die Berufsberührerinnen ) wird gesellschaftlich erwartet und verringert so das Ansteckungsrisiko. Zudem wird das Tragen von Masken nicht als hinderlich, oder Einschränkung empfunden.

Es gibt andere warme Länder, wo jedoch Umarmungen und enger körperlicher Kontakt (meist zwischen Männern) zur Kultur gehört. Zu nenne wären da südeuropäische Länder, muslimische Länder und Indien. - Diesen Unterschied sollte man auch an den Infektionszahlen erkennen können.
 
AnjaC kommentierte
Und warum sind dann die Zahlen in Franken so hoch? Im Ernst: es gibt Überlegungen oder sagen wir mal Spekulationen, warum die Zahlen im Osten niedriger sind. Eine mögliche Erklärung wäre die geringere Bevölkerungsdichte. Eine andere bezieht sich auf die bis 1998 verpflichtende BCG-Impfung (Tuberkulose), Stichwort Hintergrundimmunität. Da gibt es auch in anderen Ländern Untersuchungen.
 
Gianni33 kommentierte
Auch der Sachse kann sehr kommunikativ werden - wenn es etwas zum "Meckern" gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
gelenkpfanne kommentierte
Mag sein. Aber er kuschelt dabei eher selten...
 
falconeye kommentierte
Zu Thailand, Sachsen, BCG ...
Meiner pers. Meinung nach kommen hier sieben Faktoren zusammen (der Effekt der BCG Impfung allerdings wohl nicht, dieser Effekt hält nicht so lange an (nur etwa 20 Jahre, DDR ist aber schon länger Geschichte)):
- Mobilität der Bevölkerung (Fernreisen, Tagesausflüge, Pendeln, Hektik, Alter - letztlich also das verfügbare Einkommen)
- Bevölkerungsdichte (insb. Malls, Aufzüge, Gyms, Nahverkehr, Clubszene)
- Temperatur x Luftfeuchtigkeit x Outdooraffinität der Bevölkerung (ggfs. saisonal verschieden)
- Wirtschaftliche Vernetzung, insb. international
- Kontaktfreudigkeit der Kultur
- Häufigkeit von Großereignissen
- Bildungsniveau

Z.B. sind buddhistische Tempel offener als christliche Kirchen oder Synagogen oder Moscheen. Fällt unter outdooraffin. Das Bildungsniveau sollte nur eine Rolle spielen, wo das Schulsystem nicht funktioniert.

Den Effekt der Vernetzung sieht man sehr gut an den aktuell fallfreien Land- und Stadtkreisen, Ausnahme Jena.
Allerdings gibt es wohl nirgends einen ausreichenden kombinierten Effekt, der das „natürliche“ R0 unter 1 bringt. Scheinbar sind überall zumindest gewisse Maßnahmen erforderlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
luckyshot kommentierte
Hmh...
“Abstand“ ist das letzte woran ich mich bei meinen Thailand-Reisen erinnere.
Da war in den Provinzstädten Enge, Gedränge, Gewusel und unendlich viel Verkehr in jeder Hinsicht.
In Bangkok min. Faktor 10.
Bei einem jährlichen Bevölkerungswachstum von 1,6% ist das sicherlich nicht weniger geworden.
Selbst auf den damals noch nahezu unberührten Inseln ist man heute alles andere als alleine, da gibt es aber sicher noch Geheimtipps.

Das scheint mir jedenfalls ein sehr subjektiver Blick auf Thailand zu sein...
Deine penetrante Wiederholung dieses Blicks führt bei mir übrigens nicht zu einer Änderung meiner Meinung, im Gegenteil.
 
luckyshot kommentierte
@Kay
Ist " nett " zu lesen. Jetzt schützen die FFP2 Masken auch wieder die Träger vor Ansteckungen.

Das haben sie immer schon getan, Kay.
FFP2/3 schützen den Träger, aber nicht das Gegenüber wenn sie ein Ventil haben
OP-Masken schützen das Gegenüber, aber nicht den Träger
 
Kay kommentierte
Von Ventil sagt er nichts. - So, wie er das da formuliert, schützen die Masken die Träger (entgegen bisherigen Erkenntnissen). Und in seiner Stellungnahme sind Annahmen enthalten, deren Richtigkeit noch nicht einmal der Praktikant mit der Glaskugel ungewiss ist, wie der Anstieg der Zahlen zum Herbst und anderes.
Solche halbwissenschaftlichen Halbwahrheiten haben den ungeheuren Vorteil, dass sie für fast jeden hervorragend lesbar sind und deshalb sofort überzeugen.
Mir wäre eine deutliche Abtrennung von wissenschaftlichen Erkenntnissen, Annahmen und Wünschen lieber.
 
luckyshot kommentierte
@Kay - dass sie schützen (solange sie nicht durchfeuchtet sind) ist schon immer klar, nur nicht in welchem Ausmaß.
Um wieviel Prozentpunkte das Ansteckungs-Risiko genau sinkt, ist mAn irrelevant - mit Maske ist deutlich besser als ohne Maske, soviel steht (und stand) fest.

Von Ventil sagt er nichts.
Das ist für den Träger auch egal. Der Schutz für ihn ist mit oder ohne Ventil gegeben.
 
Kay kommentierte
Es ging nicht um die Ventile. Da ist klar, wenn man ausblasen kann ... - es ging um den zitierten Zeitartikel und das Statement des Herrn Kekulé.

Mir erscheint die signifikante Korrelation zwischen Nutzen und Verfügbarkeit wenig stochastisch.
 
mfey kommentierte
Masken sind ja nur ein Nebenaspekt in dem Artikel, wo vor allem die Strategie und Umsetzbarkeit auch unter Berücksichtigung der Risikogruppen mal etwas aufgedröselt wurde.
 
Moin Armin
nutzt Du dafür EC/Kreditkarte oder Smartphone/Smartwatch???
EC-Karte. Vor ca 3 Wochen hatte ich schon einmal bei meinem Kreditinstitut nachgefragt. Da waren die noch nicht so weit. Aktuell wirbt Aldi Süd damit, dass man bis 50€ kontaktlos zahlen kann. Gestern habe ich deshalb noch einmal meine Bank, den Biomarkt etc angerufen. Inzwischen haben alle umgestellt. Mein Nachbar bekommt das Geld für die Einkäufe mit Echtzeitüberweisung. Das kostet mich keine Gebühren und der Nachbar hat sofort sein Geld
 
4 Kommentare
F
Fiesta1 kommentierte
? wo wohnst du in welchem Dorf?
Ich hebe zusätzlich zum Einkauf 300,- mit ab bei Aldi.
 
AnjaC kommentierte
Es geht wohl primär darum, kontaktlos zu Bezahlen...
 
Kay kommentierte
und ich gehe nicht " nach Aldi "
 
jazzmasterphoto kommentierte


Das heißt "zu Aldi"!

Watt, schon acht Uhr?


.
 
Guten Morgen zusammen

Heute ist also der Tag, an dem weitere Beratungen weitere Entscheidungen hervorbringen sollen, obwohl dazu vermutlich schon fast alles bekannt ist. Noch offen sind allerdings die Sportkonzepte und die Zahl X täglicher Neuinfektionen mit bisher unbekanntem Herd, ab der die Maßnahmen wieder zurückgefahren werden sollen. Ich bin mal gespannt .... die RKI-Zahlen jedenfalls zählen aktuell wieder 947 Neuinfektionen und wie wir wissen, sind die in Wahrheit höher wegen des Meldeverzugs.

Hier wie immer die heutigen Pressetermine:
12:00 Uhr Regierungspressekonferenz

ab 13:00 Uhr 157. Sitzung des Deutschen Bundestages (Tagesordnung), Übertragung auf bundestag.de

Uhrzeit nicht klar, aber jedenfalls nach Mittag: Statements nach Beratungen zu möglichen Lockerungen der Corona-Beschränkungen, u.a. mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Markus Söder (CSU, Ministerpräsident Bayern) und Peter Tschentscher (SPD, Erster Bürgermeister Hamburg)
Zu sehen u.a. hier (da läuft auch jetzt schon ein Nachrichtenticker, über all das, was in der Gerüchteküche so durchsickert)

Ich wünsche euch einen schönen Tag!
 
2 Kommentare
HaDiDi kommentierte
Das Verhalten während der Osterfeiertage war wohl recht diszipliniert, die Neuinfektionen sind gut zwei Wochen später noch weiter gesunken. Derzeit sieht es nach einem Wendepunkt aus, es scheint wieder leicht steigende Neuinfektionen zu geben. Damit könnte die "Dance" Phase ganz schnell wieder beendet sein. Wäre interessant, in welchen Regionen und "Soziogruppen" die Anstiege erfolgen.

Eine Verschärfung der Maßnahmen (in den nächsten 10 Tagen), womit ich rechne, wäre psychologisch, aber auch ökonomisch ziemlich übel.
 
falconeye kommentierte
Haltet euch an mein Modell, dann bleibt ihr von so was verschont ...
Es gibt heute keinen Wendepunkt, nur den üblichen Mittwochsanstieg. Das berücksichtigt mein Modell aber bereits. In meinem Modell wurde heute erstmals die 1000er Marke erreicht
Auch gab es über Ostern eine in Österreich deutlich in Deutschland leicht, erhöhte Rate, die sich normalisiert hat.
Modell-Update: https://www.nikon-fotografie.de/com...egen-coronavirus-abgesagt.295040/post-2757455
 
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mfey kommentierte
Bildzeitung lese ich nur alle paar Jahre mal im Urlaub, da manchmal Erholungseffekte zur Verblödung führen und man eingtlich nur wissen möchte, was so ganz grob los ist. Von Anfang bis Ende hab ich es dank Urlaubsverblödung dabei noch nie geschafft...............
 
C
Christian B. kommentierte
Die Bildzeitung hat eine klare Strategie: Sie schreibt, was sie glaubt, was die Mehrheit der Bevölkerung lesen möchte, weil sie selbst so denkt. Mit dieser opportunistischen Strategie ist es ihr gelungen, seit Jahrzehnten die auflagenstärkste Zeitung Deutschland zu sein. Man mag diese Strategie und die prollige Aufmachung der Zeitung verachten - aber man kann eines aus der Bildzeitung lernen: Wenn man wissen möchte, was die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland denkt (und nicht die Mehrheit der Leute, die man selber kennt und mit denen man daher ggf. in einer "Wahrnehmungs- und Meinungsblase" steckt) - dann lohnt es sich, in die Bildzeitung zu schauen. Das ist - aus meiner Sicht - meist ziemlich ernüchternd, aber es erdet.
 
häuschen kommentierte
Oh mein Gott, hoffentlich stimmt das nicht.
 
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hansolo22 kommentierte

Das waere in der Tat mehr als ernuechternd aber ich fuerchte es ist wohl so.
 
luckyshot kommentierte
Ich bin mir garnicht so sicher, ob es tatsächlich die Mehrheit der Deutschen ist, die so denkt...
Die Bild verliert (wie die anderen Blätter auch) seit Jahren an Auflage (gegenwärtig 1,368 Mio Exemplare) und Reichweite, hat aber deutschlandweit wenig Konkurrenz (jdf. weniger als die großen seriösen Blätter (SZ, FAZ, Zeit, Welt usw.).
Ich fürchte fast, es ist sogar noch schlimmer, weil sich die Mehrheit nur noch in sozialen Medien informiert. Und das sind beileibe nicht nur “bildungsferne Schichten“ ...
 
Abwarten und Espresso trinken.
Ich hab derzeit andere gesundheitliche Sorgen und verfolge das Geschehen deswegen mit mehr Gelassenheit.
 
Kurt Raabe kommentierte
auch vom mir gute Besserung
 
häuschen kommentierte
Das bisschen Gicht - das ist nach der Spargelzeit wieder weg
 
Georgie1956 kommentierte
Gute Besserung auch von mir!
 
HaDiDi kommentierte
Gute Besserung, denk mal über Thailand am Meer nach. Wärme und viel Sonnenlicht, optimal für uns alte "Säcke".
 
hansolo22 kommentierte
Danke an alle fuer die guten Wuensche, derzeit lebe ich von einem Tag zum anderen mit der Hoffnung auf Besserung.

@HaDiDi
Keine Option fuer mich - meine erwachsene Tochter hat eine Behinderung von Geburt an und lebt mit uns und arbeitet in meiner Firma.
Hier ist sie eingebunden in die Familie meiner Frau - wenn wir mal nicht mehr sind dann hat sie weiter soziale Kontakte und Unterstuetzung - das ist fuer mich ein sehr wichtiger Punkt.
Wenn ich wo leben wollte mit Waerme dann waere Perth in Australien mein Traumort.
War dort erst im Dezember beruflich - nur im Sommer heiss - den Rest des Jahres angenehm warm - sehr nette Menschen - und sehr gute Gesundheitsversorgung.
 
Update 6.Mai

Germany

New Cases 05.05.2020: 855
Weekly average: 1014
R0: 0,78 (0,69 - 0,89)
Forecast 02.06: 118 (45 - 311)
Alert Value A: -0,04


Die Lage ist aktuell unter Kontrolle ("Moderate Risk"), der A Wert ist ~0 (-0.04) und sogar weiter fallend. In einem guten Monat kann die Zahl neuer Fälle pro Tag unter 100 fallen.

Neuseeland steht gemäß meinem Forecast 7 Tage vor Ausrottung des Virus. Thailand 14 Tage. Australien unsicher.
 
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1 Kommentar
HaDiDi kommentierte
Ich hoffe, Du liegst richtig mit Deinen Trend-Hochrechnungen.

Selber sehe ich die Sache bis 15-20 Mai nicht so optimistisch. (Eher wieder Infektionszahlen im Bereich 1500-2000/d.) Recht haben möchte ich aber nicht, (auch wenn meine Kurzzeit-Investments auf einen Anstieg der Neuinfektionen ausgerichtet sind.)
 
Die Lage ist aktuell unter Kontrolle
Orakelmodus:
in spätestens 4 Wochen sind die Zahlen wieder so schize dass wieder verschärft werden muss.

Und dieses populistische Journalistengequatsche dass ich hier gerade bei Maischberger sehe macht mich krank.
 
3 Kommentare
häuschen kommentierte
So ein gesunder Optimismus verhilft einem bestimmt sicher durch die Krise.

Wer ist denn Maischberger?
 
HaDiDi kommentierte
Wer ist denn Maischberger?

Gute Frage!
 
AnjaC kommentierte
Maischberger habe ich nach den ersten Äußerungen von Johannes B. Kerner und Gabor Steingart ausgeschaltet. Da war klar, dass das keine Sternstunde des Journalismus wird und auch keine neuen Informationen bringt.
 
Die Kanzlerin hat heute deutlich auf die neue Problematik, die nach den Öffnungsbeschlüssen entstanden ist, hingewiesen:

Wir müssen jetzt darauf vertrauen, dass jeder Einzelne von sich aus noch disziplinierter und verantwortlicher handelt als bisher, nachdem die bislang strengen verhängten Maßnahmen in großem Umfang gelockert wurden.

Was mich anbetrifft, so sehe ich mich dazu in der Lage. Ich werde jetzt sogar noch vorsichtiger und umsichtiger sein, als schon bisher, weil ich infolge der Lockerungen mit einer erhöhten Infektionsgefahr rechne.

Ob die gesamte Bevölkerung diese Disziplin aus eigener Einsicht aufbringt, ist eine offene Frage.

Gruß
Hans
 
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Kommentar
Was mich anbetrifft, so sehe ich mich dazu in der Lage. Ich werde jetzt sogar noch vorsichtiger und umsichtiger sein, als schon bisher, weil ich infolge der Lockerungen mit einer erhöhten Infektionsgefahr rechne.

Social distancing, Masken tragen, Hygiene-Verhalten hätten sich in der Lockdown-Phase zu Automatismen entwickeln müssen. Was ich so höre aus meinem Bekanntenkreis in Deutschland (überwiegend Ruhrgebiet), ist das wohl nicht so. Damit ist eine steigende Infektionsgefahr durchaus realistisch.

Als Risikopatient mit Kohle (der Du ja zu seinen scheinst), würde ich mich lieber in ein warmes asiatisches Land am Meer einmieten, in dem social distancing und Maskentragen selbstverständlich sind.
 
Kommentar
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