Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Im Lagebericht von heute des RKI sehe ich keine Erläuterung, warum jetzt plötzlich die Schätzung für die Reproduktionszahl von 0,9 auf 0,75 geändert wurde. RKI-Chef Wieler hat doch vor kurzem noch erklärt, die Reproduktionszahl sei wieder von 0,9 auf 1 gestiegen. Bisschen schnell die Änderung.
 
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Steht ja direkt unter der Zahl, die Schätzungsmethode hat sich verändert:

"Die im Rahmen des Nowcastings geschätzte Anzahl von Neuerkrankungen wurde bisher als gleitendes 3-Tage-Mittel dargestellt um Zufallseffekte einzelner Tage auszugleichen. Ab heute verwendet das RKI ein 4-Tage-Mittel, das den Verlauf noch etwas glättet und gleichzeitig die Berechnung des Punktschätzers für den R-Wert erleichtert: für einen bestimmten Tag ergibt sich der R-Wert jetzt als einfacher Quotient der geschätzten Anzahl von Neuerkrankungen für diesen Tag geteilt durch die Anzahl von Neuerkrankungen 4 Tage davor. Dadurch hat sich die Form der dargestellten Kurve leicht verändert"
 
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hansolo22 kommentierte
Ketzerisch gesagt wir machen uns die Zahlen so wie sie politisch mehr opportun sind.
Um kein Missverstaendnis aufkommen zu lassen, das mag alles mathematisch richtig sein aber die Botschaft die draussen ankommt ist aus meiner Sicht eine verheerende - es verspielt Vertrauen in der Bevoelkerung.
 
Georgie1956 kommentierte
Dass das RKI ausgerechnet zum jetztigen Zeitpunkt von einem 3-Tage-Mittel auf ein 4-Tage-Mittel umstellt, verwundert mich. Denn gerade JETZT machen sich die Auswirkungen der Lockerungen vom 20.04.2020 bemerkbar (die Zahl der Neuinfektionen stieg vom 28.04.2020 auf den 29.04.2020). Damit haben wir doch keine Vergleichbarkeit mehr mit der Vergangenheit und können die Auswirkungen der Lockerung nicht richtig beurteilen, weil die Reproduktionszahl nur deshalb sank, weil die rechnerische Grundlage verändert wurde. Oder sehe ich das falsch?
 
falconeye kommentierte
Nein, vergleiche meine eigenen Auswertungen. Man kann sich nicht die Tageszahlen anschauen. Mein Modell von gestern misst gerade den Effekt vom Ostersamstag
 
F
Fiesta1 kommentierte

....aber die wollen doch nur unser Bestes.........
 
Sie weisen im Grunde sanft darauf hin, dass dieser Lockdown auch gesundheitlich mehr schaden könnte, als dass er nützt.
Ich bin etwas irritiert. Hast du dazu belastbare Quellen? Was am Lockdown war oder ist gesundheitsschädlich?
Ich habe keine Quellen, grundsätzlich nicht.
Also, um jetzt auch mal zu provozieren: So zeigst du dich nicht als seriöser Diskussionspartner. Ist schon ein bisserl eigenartig, vorauszusetzen, dass jede hingeworfene Behauptung - in dem Fall auch noch „zunehmend“ - als gegeben angenommen wird, um der „Diskussion“ willen.

Danke, dass du das wenigstens jetzt mal deutlich („grundsätzlich keine Quellen“) sagst.
 
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häuschen kommentierte
Im besagten Palmer-Interview fiel dieser Satz: „Der Armutsschock, der aus der weltweiten Zerstörung der Wirtschaft entstehe, bringe nach Einschätzung der Vereinten Nationen hingegen Millionen Kinder ums Leben.“ Palmer beruft sich also auf Aussagen der UN.

Ich gehe davon aus, dass die, die sich obschon des Zitats im Titel erbrochen haben, auch das gesamte Interview gesehen, oder gelesen haben. Diese ständige Quellenforderungen hier nerven mich zwar etwas, ich kann sie aber gut nachvollziehen, da sogenannte Verschwörungstheorien ohnehin schon genug die Runde machen.

Der Rest meiner Ausführungen bedurfte mEn keinerlei Quellenangaben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Übrigens gilt in unserer Demokratie auch der Grundsatz, dass Regeln nur rechtmäßig sind, wenn sie auch durchsetzbar sind.
Ach - das ist mir neu.
Würde ja bedeuten, dass die Regeln des Finanzamtes z.B. rechtmäßig wären, weil sie (das Finanzamt sitzt am längeren Hebel) vom Steuerzahler hingenommen werden müssen.
 
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falconeye kommentierte
Das folgt aus dem Prinzip der Rechtssicherheit.
Z.B das Alkoholtransportverbot in Frankreich, das nicht durchgesetzt wird und in Frankreich wohl auch nicht durchsetzbar wäre, wäre in Deutschland nicht verfassungskonform. Es ist den Franzosen durchaus lästig, da so die Polizei immer etwas zu beabstanden finden kann, eas Willkür erzeugt und die Rechtssicherheit verletzt. Mehr dazu kann man gerne googeln. Daher muss z.B. die Maskenpflicht letztlich auch überprüft und durchgesetzt werden, um wirksam zu sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das RKI verwendet nun 4-Tage Mittel - allerdings taten sie dies laut Veröffentlichung des Algorithmus schon immer ...
Der Wert fiel von 0.96 auf 0.75, das liegt durchaus noch im erlaubten Schwankungsbereich. So genau ist die Methode des RKI nicht. Ihr Vorteil liegt in dem genenüber anderen Methoden geringeren zeitlichen Verzug, nicht der Genauigkeit.

Für eine genauere Auswertung mit besserer täglicher Vergleichbarkeit, auch zu anderen Ländern, empfehle ich meine Auswertung, z.B. hier im Thread. Veröffentlichung hierzu ist in Arbeit. Allerdings hat die RKI Auswertung einen Verzug von nur ca. 12 Tagen, meine von ca. 17 Tagen (eigene Berechnungen).
 
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Sedlitzer kommentierte
Ja. Ich sehe deine Charts.
Mich hat halt nur gewundert, dass die RKI-Zahlen erst stiegen - das war ja oK wegen Änderung der Messmethode - jetzt aber wieder sinken. Von zweimaliger Änderung der Messmethode stand eben nix unter dem Artikel (dass was @AnjaC anmerkte bezog ich auf die erste Änderung).
 
Der Wert fiel von 0.96 auf 0.75, das liegt durchaus noch im erlaubten Schwankungsbereich. So genau ist die Methode des RKI nicht.

Wenn die R(0) Abschätzung einen Schwankungsbereich von 1,0-0,7 erwarten lässt, dann ist es wissenschaftlicher Unsinn, wenn ein Zahlenwert (z.B. 0,75) mit 2 Stellen hinter dem Komma angegeben wird. Wieler ist Prof., er sollte den Unterschied zwischen einem "Taschenrechner-Wert" und einer quantitativen wissenschaftlichen Aussage kennen.

Mag sein, dass die tägliche RKI Pressekonferenz zur Volksberuhigung/unberuhigung gedacht ist. In einem Uni-Hörsaal könnte er mit solchen Zahlenwerten seine Tasche packen.

Ich schätze die Berechnungen von @falconeye, aber auch diese muss man lesen können. So erwartet er für den 26.5.: 350 Neuinfizierte, sieht jedoch eine Schwankungsbreite von 100-800 Neuinfizierten (ich habe den "Taschenrechner-Effekt" mal etwas geglättet). Was sagt uns das? Es zeigt uns, dass Falconeye für die nächsten Wochen weiter abnehmende Neuinfektionen erwartet, wir uns also derzeit in einer Phase befinden, in der ein Infizierter, weniger als einen anderen Menschen ansteckt.
 
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falconeye kommentierte
Das RKI hatR0 immer nur mit einer Nachkommastelle veröffentlicht, ich erinnere mich noch an Bulletins mit „0.9 (0.8 - 1.1)“. Dann kam (gestern?) bei der Angabe des Wertes 1.0 die Nachfrage eines Journalisten auf der PK, er käme nur auf 0.9. Da präzisierte Wieler auf 0.96. Jetzt passt das den Leuten (die heissen alle HaDiDi) auch wieder nicht. Etwas weniger Wieler-Bashing, bitte.
 
HaDiDi kommentierte
Ist meine Aussage wissenschaftlich falsch? Ist Wieler ein Wissenschaftler? Warum nennt er Werte, die die Datenbasis nicht annähernd hergeben? Er sollte den Unterschied einer quantitativen Angabe zu einem biologischen Prozess und Taschenrechner-Mathematik kennen. Sachliche Kritik ist kein Bashing.

Hier wird eine Exaktheit vorgegaukelt, die es derzeit nicht gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Selbst versuche ich auch die Tendenz der nächsten Wochen abzuschätzen.

Allerdings ist meine Vorgehensweise weniger mathematisch, ich versuche die Auswirkungen, von Wetter, staatliche Maßnahmen und Feiertage, etc. in das Verhalten der Bevölkerung zu "übersetzen" und damit die Neuinfektionen in rund 15-20 Tagen abzuschätzen.

Letzte Woche lagen die Meldungen von Neuinfizierten bei rund bei 1500/d. Die Zahlen dieser Woche zeigen einen weiter fallenden Trend, so dass wir bei etwa 1300/d Neuinfizierte für diese Woche rauskommen sollten.

Was sagt uns das? Wir befanden uns vor rund zwei Wochen in Deutschland in einer Phase in der der R(0) etwas unter eins lag.

Seitdem gab es viele warme Tage mit mehr outdoor Aktivitäten, Lockdown-Maßnahmen wurden gelockert und es gibt "religiöse Feiertage". Dieses wird eher wieder zum Ansteigen der Infektionszahlen führen. Die Maskenpflicht ist die einzige neue Maßnahme, die Neuinfektionen reduzieren sollte. Insgesamt erwarte ich aber in diesen Tagen einen ansteigenden R(0) auf leicht über eins und damit Neuinfektionen für Mitte Mai im Bereich knapp unter 2000/d.
 
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Kommentar
Ein Gespräch zwischen Salon-Kommunist Jakob Augstein und dem Quoten-Konservativen Jan Fleischacker versucht die momentane Stimmung in Deutschland einzufangen, durchaus kurzweilig und interessant:


und auch dieser Beitrag war hörenswert:

 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
Das ist aber nicht das Problem. Wer die Richtigkeit / Angemessenheit von Regeln nicht nachvollziehen kann und mit zivilem Ungehorsam reagiert, verhält sich zunächst einmal nicht falsch. In einer Demokratie zumindest.
...

Kannst Du hierfür bitte ein paar "legale" Beispiele nennen? Ich würde Deinen Gedanken gerne nachvollziehen können.
 
bernhard64 kommentierte

Danke. Ich hatte gehofft, dass Du es so meinst ;-).
Wir sind hier natürlich mitten im Minenfeld zwischen FFF, Hambacher Forst, NoGo-Areas, Asylrecht, Drogenhandel, Kohl-Ehrenwort und Clans. Bereiche in denen selbst der Staat scheinbar resigniert hat oder aus sonstigen Gründen das geltende Recht nicht (mehr) durchsetzt.
Vielleicht kommt daher auch die Verwunderung eines Teils der Bevölkerung, dass der Staat in der Corona-Krise plötzlich so hart und konsequent durchgreift. Ich persönlich habe das vorher für ziemlich unvorstellbar gehalten, eine große Hochleistungsvolkswirtschaft so aprupt abzubremsen.
 
falconeye kommentierte
> ziemlich unvorstellbar gehalten, eine große Hochleistungsvolkswirtschaft so aprupt abzubremsen
Zumindest in Friedenszeiten. Der Vergleich mit einer Kriegsanstrengung ist vielleicht doch nicht so falsch.
aber sehen wir es positiv, noch regiert der Staat die Konzerne und nicht anders herum.
 
Zuletzt bearbeitet:
HaDiDi kommentierte
Siehe Beitrag #3.494, die Wirtschaft ist nicht eine abstrakte Veranstaltung einiger Milliardäre, die Wirtschaft ist die Lebensgrundlage von Hans, Paul und Achmet und deren Familien....
 
falconeye kommentierte
Habe "Wirtschaft" durch "Konzerne" ersetzt.
Im übrigen schrebe ich nirgends, dass der Staat nicht auch die Interessen der Wirtschaft im Auge habe.
Und "Lebensgrundlage", wenn schon, ist die Erwirtschaftung und Verteilung der lebensnotwendigen Güter. Der Rest ist Musik
 
bernhard64 kommentierte



So seltsam das klingen mag, aber ich finde es auch irgendwie beruhigend.
Die "böse Wirtschaft" existiert mMn nur in den Gehirnen von Leuten, die nichts davon verstehen (müssen). Vielleicht führt Corona zu einer Verschlauung der Bevölkerung und man kann was gegen die beknnten Mißstände tun (beleidigender Mindestlohn, Lobbyismus, etc.)
 
Guten Morgen zusammen

ich habe mir den Tag heute frei genommen, weil ich ein paar wichtige persönliche Dinge regeln muss. Das heißt nicht, dass euch nicht im Auge habe , aber inhaltlich zum Thema werde ich heute wenig beitragen können. Deswegen nur in aller Kürze...

... die heutigen Pressetermine

10:00 Uhr Pressekonferenz des Robert Koch-Instituts (RKI) zum aktuellen Corona-Sachstand
10:30 Uhr Pressekonferenz mit Detlef Scheele (Vorstandsvorsitzender Bundesagentur für Arbeit) zur aktuellen Lage des Arbeitsmarktes in der Corona-Krise

Um 14:00 Uhr beginnen die Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten. Danach sind sicher wieder Pressestatements zu erwarten.

Ich wünsche euch einen schönen Tag!
 
Kommentar
Diese ständige Quellenforderungen hier nerven mich zwar etwas, ich kann sie aber gut nachvollziehen, da sogenannte Verschwörungstheorien ohnehin schon genug die Runde machen.
Schön, dass du den Punkt gefunden hast. Vielleicht schreibst in Zukunft bei solchen Aussagen die Quelle gelich hinzu, dann brauchen dich die "ständige Quellenforderungen hier" nicht mehr zu nerven. Dass nur hier und nicht überall Quellen gerne gesehen werden, liegt wohl im Wesenm des Verschörungstheoretikers: Dem sind exakte und seriöse Quellenangaben nämlich eher zuwider; der will sie gar nicht kennen, sonst müsste er möglicherweise seine Meinung revidieren. Und das geht gar nicht. Aber das hier ist eben keine Plattform für Verschwörungstheorien. Wir wollen's wissen.
 
häuschen kommentierte
Die Quelle des Ursprungsthemas war in diesem Fall ein reißerischer Pressetitel.
 
HaDiDi kommentierte
Und der Inhalt passte nicht zur Denkrichtung der Mehrheit in diesem Thread....
 
HaDiDi kommentierte
Klar hat jeder von uns Bildungslücken, aber diese kann man dann auch selbst googlen. Das Motto - habe ich noch nie gehört, jetzt will ich aber eine Quelle, ist dann doch etwas zu bequem.
 
ernst.w kommentierte
Zum ersten Kommentar von @HaDiDi

Ich kann mich nur wundern, was ich Bildungsbürger so alles nicht verinnerlicht habe. Z.B. auch und im Besonderen die Rücklagen der deutschen Rentenversicherung.
Und auch die Maastricht-Verträge kann ich nicht auswendig runtersagen. Muss wohl jetzt mit meinen Siebzig noch die Schulbank in Deutschland drücken, um deinen Erwartungen entsprechen zu können.

Ahem. Schon mal drüber nachgedacht, dass du eben geschätzte 70% der Forenten hier als zu bildungsfern für dieses Forum und deine Beiträge bezeichnet hast? Nur, weil sie sich eventuell nachinformieren und ihre "Bildungsschwächen" ausbügeln wollen und Quellen nachfragen?

Und der Inhalt passte nicht zur Denkrichtung der Mehrheit in diesem Thread....
Das ist jetzt ein gültiger Grund, Quellen zu unterschlagen?

"Oida!"
 
häuschen kommentierte
Zur Ernstchens Verteidigung muss man sagen, dass er Österreicher ist. Die Jungs dort haben gute Gründe, sich nicht um die Deutsche Rente zu kümmern, damit sie sich nicht krümmelig beömmeln.
 
@ernst.w Das hatte ich aber doch bereits getan:

 
Kommentar
@ernst.w Das hatte ich aber doch bereits getan:
Ja, danke, aber nicht dort, wo ich danach gefragt hatte. Das weißt du doch.

Ja, diese Verschachtelung von flacher Struktur mit Kommentaren, die sich dann wieder nur direkt auf einen Beitrag beziehen, kann einem schon mal die Übersicht nehmen... Seit ich das für mich erkannt habe, konzetriere ich mich weiterhin auf die Beiträge und lasse Kommentare, die sich nicht auf meine Beiträge beziehen aus, so sie nicht von Mitgliedern stammen, die ich besonders schätze. Schließlich habe ich neben dem Forum noch ein durchaus reichhaltigen Real Life.
 
Georgie1956 kommentierte
"kommentierte"???? Habe ich nicht, ich muss auf "einen Beitrag" klicken, um zum gesuchten Kommentar zu kommen,
 
häuschen kommentierte
Genau
 
ernst.w kommentierte
@Georgie1956

Das ist nicht überall und bei allen Kommenatren gleich - und dann nochmal anders im Club. Aber das Prinzip ist dasselbe. "einen Beitrag" hatte auch ich vor einiger Zeit. Ganz zu Beginn war der link im ersten "hat" verborgen. Derzeit eben unter "kommmentíerte" (ja, wirklich, mit 3 m):

Jetzt wollte ich dir einen Screenshot anhängen, geht aber nicht bei Kommentaren. Zumindest nicht bei mir. Und verlinken ginge, istz mir jetzt aber zu mühsam.
 
Georgie1956 kommentierte
Ernst, ist auch egal. Ich finde es nur seltsam, dass nicht alle diese Softwareversion haben. Hauptsache ist aber, dass jeder weiß wo er klicken muss. So, jetzt aber genug offtopic.
 
ernst.w kommentierte
Ich finde es auch seltsam, weil ich derzeit wieder "einen Beitrag", "kommmentierte" und "Deinen Kommentar" als Links zum Kommentar in einer Benachrichtigungsliste gemeinsam angeboten bekomme. Ist schon eine Softwareversion, aber wahrscheinlich hängt der Link von anderen Faktoren ab. "Deinen Kommentar" z.B. gibt es nur bei Kommentaren, an denen ich betroffen bin. Den Rest kann ich auch nicht systematisieren. Trotzdem einen schönen Abend!
 
Über die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns wurde hier ja schon mal ansatzweise diskutiert. Häufig wurde nach Quellen gerufen. Jetzt gibt es eine ganz aktuelle, belastbare Quelle und die Folgen für den Arbeitsmarkt sind tatsächlich noch übler, als erwartet:

 
UlrikeHoffmann kommentierte

Ist immer wieder nett zu lesen, in andere Menschen etwas hinein interpretieren was gar nicht da ist. Vorallem wenn man diesen Gegenüber nicht mal kennt
Ich habe nur festgestellt, dass es kein Wunder ist, dass die Wirtschaft auf 0 runter gefahren ist.
Und, dass KEINER irgendetwas weiß.
Das sieht man ja jeden Tag.

Glauben? Würde ich gerne, geht aber nicht. Bin keiner Religion angehörenden.

Man sollte mit dem Virus umgehen können. Er wird genauso unser Leben begleiten, wie andere Viren und Krankheiten.
 
häuschen kommentierte
Georgie1956 kommentierte

Nee, Laschet und Söder (spechten beide auf die Merkel-Nachfolge und führen sich entsprechend medienwirksam auf).
Scholz und Spahn haben einfach nur Pech, in dieser Zeit zu den Hauptakteuren gehören zu müssen. Und machen ihren Job (meine Meinung) ganz gut.
Eigentlich ist diese Frage ja absolut off topic.....
 
AnjaC kommentierte
hansolo22 kommentierte

Ulrike das ist einfach schlicht FALSCH was du hier von dir gibst - die Wirtschaft ist nicht auf NULL - sonst haettest du keine Lebensmittel im Supermarkt.

Es gibt einzelne Branchen die hart betroffen sind - das ist Tatsache.
Jeder versteht deine Frustration glaube ich - aber mit Uebertreibungen hilft man sich selber nicht weiter.

Meine Nachbarn arbeiten durchwegs alle, noch nicht mal Kurzarbeit, im Gegenteil einige sogar mit Sonderschichten, einige aus dem Home Office.
Was derzeit bleibt ist die Tourismusbranche und die Restaurants - sowie Veranstaltungen wie Kuenstler oder Fussball - da wird man weiter helfen muessen.
 
Update 30.4.2020, eigenes Modell

Germany
New Cases 29.04.2020: 1627​
Weekly average: 1556​
R0: 0,83 (0,74 - 0,93)
Forecast 27.05: 303 (127 - 723)​

Austria
New Cases 29.04.2020: 45​
Weekly average: 68​
R0: 1,00 (0,68 - 1,47)
Forecast 27.05: 26 (1 - 528)​

Switzerland
New Cases 29.04.2020: 143​
Weekly average: 163​
R0: 0,76 (0,70 - 0,84)
Forecast 27.05: 13 (6 - 28)​
 
Kommentar
A
 
1 Kommentar
ernst.w kommentierte
Meine Frage weiter oben nach der Datenquelle ist noch nicht beantwortet. Es ist aber essentiell, ob du "deine" oder die offiziellen Daten zur Berechnung nutzt, schon gar, wenn sie gar so weit auseinanderliegen, wie ich schon oben belegt habe. Die offiziellen Daten für Österreich sind aktuell unter https://info.gesundheitsministerium.at/dashboard.html?l=de abrufbar und stammen vom österreichischen Gesundheitsministerium. Woher beziehst du die Daten für deine Österreich-Berechnungen?
 
CH
Der Trend in der Schweiz ist anhaltend positiv, mit der Chance, das Virus komplett aus der Bevölkerung zu elimieren.

 
Zuletzt bearbeitet:
4 Kommentare
sam25 kommentierte
Hallo Falk

Ich kommentiere hier zum ersten Mal. Danke ohnehin sehr für deine Mühe und Arbeit. Ich möchte nur kurz dein Statement aufgreifen "mit der Chance, das Virus komplett aus der Bevölkerung zu eliminieren".
Was die Statistik nicht zeigt, sind die grossen regionalen Unterschiede und die bevorstehende Öffnung der Bewegungsfreiheit. Es ist daher nicht anzunehmen, dass auch in der Schweiz das Virus weg sein wird. Die Schweizer buchen wie wild Sommerferien in der Schweiz, statt im Ausland und der Binnentourismus wird sich hauptsächlich in diese Regionen bewegen, wo sie ohnehin schon eine hohe Fallzahl haben. Allen voran der Kanton Tessin und der Kanton Graubünden.
Die Situation im Kanton Tessin ist nach wie vor sehr angespannt, auch wenn dort ab dem 11. Mai die Wirtschaft wieder langsam heraufgefahren wird. Ich stehe im ständigen Kontakt mit einer lieben Freundin, welche in der spital-externen Betreuung arbeitet und seit Wochen die Hölle durchmacht. Die Öffnung insbesondere der Agglomerationen Locarno/Ascona und Lugano, aber auch die Tagestouristen oder Ferienhausbesitzer in den Tälern, bescheren der Region ein erneutes, hohes Risiko. Das Virus wird sich noch lange halten, an eine komplette Eliminierung glaube ich deshalb nicht. Aber ich bin kein Prophet ....
 
D
dimetos kommentierte
Ich stimme mit sam25 überein, dass ich nicht an eine Eliminierung glaube - allerdings mehr, weil die Schweiz sehr auf Austausch mit dem Ausland angewiesen ist und die Lockerung der Massnahmen scheinbar einigen Menschen das Gefühl gegeben hat, es sei wieder alles "normal". Immerhin sind die Ansteckungszahlen auch im Tessin in den letzten Tagen erfreulich stark zurückgegangen, teilweise liegen sie im einstelligen Bereich. In Graubünden hat es seit über einer Woche nicht mehr als 5 Neuansteckungen gegeben. Die Situation in den Spitälern wird sich naturgemäss erst später entspannen, aber der Trend ist auch hier deutlich (alle Zahlen von hier).
 
sam25 kommentierte
....Dankeschön für den Beitrag. Meine Überlegungen gehen weiter, haben hier aber keinen Platz, weil sie zu stark polarisieren würden...
In diesem Sinne lese ich still mit und verzichte auf weitere Kommentare....
 
bernhard64 kommentierte

Schade, trotzdem alles Gute in die Schweiz ...
 
Zur heutigen PK des RKI:
R0 wurde zu 0.76 angegeben. Es war der Experte anwesend (jüngeren Baujahres), der täglich R0 berechnet. Es wird ein Seminar für interessierte Journalisten angeboten, um in die Details der R0 Berechnung eingeweiht zu werden, da es zu R0 immer wieder Nachfragen gebe.

Es wurde sich über den Ausreisser von Dienstag (0.96) echauffiert (danach 0.75, 0.76). Meine Meinung dazu (vgl. auch meinen Artikel dazu, der heute erscheinen wird): R0 wird aus den Nowcasting-Werten berechnet, aber über ein gleitendes N-Tage-Mittel, nicht den Tageswerten. Mein eigenes Model verwendet systematisch N=7. Das RKI hat zunächst N=4 verwendet und dies auch publiziert. In jüngerer Zeit muss das RKI zu N=3 übergegangen sein, ohne dies zu erwähnen. Das liefert eine zeitnähere Abschätzung von R0 (Verzug von nur 11, statt zuvor 12 Tagen gemäß meiner eigenen Berechnung). Wahrscheinlich als Hilfestellung der andauernden Öffnungsdiskussionsorgie

Aber mit nur N=3 und sinkenden absoluten Zahlen unterliegt R0 grossen statistischen Schwankungen, sichtbar am Wert 0.96 von Dienstag. Das hat das RKI selber gemerkt und ist wieder zurück zu N=4 gegangen, das stabilere Aussagen zu R0 liefert. Dahinter steckt keinerlei politische Motivation, meiner Meinung nach. Man hat nur selber gemerkt, dass N=3 zu klein gewählt war. Meiner Untersuchung nach ist N=7 der bestmögliche Wert, wenn man keine Nowcasting Meldedaten hat.

Ich denke, dass ich in 4 Tagen, wenn ich in den Bereich der RKI-Auswertung von Dienstag komme, keinen so deutlichen Ausreisser messen werde.

Oder anders ausgedrückt: Der Anstieg von R0 in Österreich ist kein Ausreisser, sondern signifikant und besorgniserregend.
 
1 Kommentar
Sedlitzer kommentierte
Das erklärt einiges. Danke.
 
Oder anders ausgedrückt: Der Anstieg von R0 in Österreich ist kein Ausreisser, sondern signifikant und besorgniserregend.
Ich weiß nicht, woran es liegt, aber vielleicht ist es so schwierig, mir Antwort zu geben. Ich habe nun schon mehrmals gefragt, woher deine Daten, die sich von den offiziell von unserem Gesundheitsministerien ganz deutlich (um das Zweieinhalbfache im angegebenen Wert) unterscheiden, stammen. Aus einer komplett anderen Datenbasis erreicchnen sich wahrscheinlich auch ziemlich andere Prognosen (und mit großer Wahrscheinlichkeit auch ein deutlich anderer R0). Sind deine Zahlen korrekt, steigt der R0 bei uns also "besorgniserregend". Stimmen die unseres Ministeriums, sieht das aber drastisch anders aus. Richtig oder falsch?

Solltest du diese Frage aus irgendwelchen Gründen nicht beantworten können, wäre ich auch dankbar, wenigstens das erfahren zu können. Weil derzeit komme ich mir schon vor wie ein Depp, der betteln geht.
 
2 Kommentare
falconeye kommentierte
Siehe meinen neuesten Post
 
ernst.w kommentierte
Ja, danke. Habe ich schon kommentiert.
 
Gestern war ein interessantes Interview mit Norbert Roettgen der mal klar erklaert hat dass das es keine ZWEI Probleme gibt - CORONA und Wirtschaft, sondern nur eines naemlich die SARS-COV2 Pandemie
Und das es insofern auch keinerlei Interessen Gegensaetze gibt sondern nur eine Frage wie wir diese in den Griff bekommen weil ohne Kontrolle die Wirtschaft genauso hin ist.
 
3 Kommentare
luckyshot kommentierte
Naja, das ist der Standpunkt bzw. eine Auslegung von Herrn Röttgen...

Ich fürchte das wahre Problem mit der Wirtschaft liegt in der Tatsache, dass das wirklich ein globales Problem ist und nicht der Handlungsgewalt einer einzelnen bzw. unserer Regierung unterliegt. Natürlich müssen wir hier bei uns die Pandemie bis zu einem gewissen Grad in den Griff bekommen, um der Wirtschaft wieder auf die Beine helfen zu können, aber wir verdienen unser Geld überwiegend mit Exporten und solange wichtige Märkte ihre Corona-Strategie überhaupt nicht im Griff haben, wird mMn auch unsere Wirtschaft nicht richtig auf die Beine kommen.
Insofern spielt es doch für jeden von uns eine Rolle, was in all den anderen Katastrophengebieten passiert. Angefangen in Europa - allen voran GB - aber auch in USA, Russland, Türkei, Brasilien und anderen ist die Lage noch weit entfernt von “im Griff“. Da kann BMW wieder munter produzieren, solange die dort nicht wissen wohin mit den Mengen von Toten, werden da nicht viele händeringend darauf warten, endlich ihr neues Auto bestellen zu können.
 
Fraenker kommentierte
hansolo22 kommentierte

Es gilt die Pandemie komplett und nicht nur bis zu einem gewissen Grad in den Griff bekommen - halbherziges fuehrt in das Disaster das hat doch Italien und UK vorgefuehrt.

Was andere Laender machen ist zunaechst mal deren Problem und wir koennen umso frueher helfend beiseite stehen je besser wir unsere Problem in den Griff bekommen.

Fokussierung und Konzentration auf das Wesentliche ist aus meiner Sicht jetzt das Erfolgsrezept und nicht permanente Ablenkung durch das - absolut verstaendliche - Klagen mancher betroffenen Geschaeftszweige oder Menschen.

Nicht falsch verstehen jeder darf und soll seine Probleme kundtun und dafuer werben das sie geloest werden - aber die Entscheider sollen muessen nach Diskussion ihren Kurs folgen und beibehalten - das Rumgeiere von Hr. Laschet ist absolut kontraproduktiv - sowohl fuer die Pandemie - als auch fuer seine Karriere.
 
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