Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
Schlicht Unsinn und Falschmeldung Suedkorea hatte einen Lockdown sogar noch schaerfer als unserer.

Streite Dich mit der NZZ:

 
3 Kommentare
hansolo22 kommentierte
Einfach mal in Englisch googeln dann kommt auch die richtige Antwort @HaDiDi
SK hat Grossveranstaltungen verboten, Buecherein etc. geschlossen und grosse Firmen wurden angewiesen auf Heimarbeit umzustellen.
Ausserdem wurde der Schulbeginn verschoben und Kindergaerten geschlossen.
Zudem striktes Tracking per App - wogegen sich ja hier viele wehren.

Wasch mich aber mach mir den Pelz nicht nass - geht halt nicht.
 
Fraenker kommentierte
Zudem striktes Tracking per App - wogegen sich ja hier viele wehren.
Da bahnt sich wohl endlich eine Einigung an. Die Bundesregierung hat wohl eingewilligt, auf die 300 warnenden Wissenschaftler zu hören und nun eine dezentrale Lösung mit Datenschutz hinzunehmen.
 
HaDiDi kommentierte
Ok, die englischen Varianten, such Dir was aus:



 
Anzeigen
Danke, einer der besten und treffensten Beiträge, die ich hier seit Tagen gelesen habe!

Was genau war denn so treffend?


Ein solches Statement finde ich in den letzen Beiträgen hier überhaupt nicht. Vielmehr ging es um die Auswirkungen des wirtschaftlichen Stillstands auf Renten, auf die Gesundheit der Weltbevölkerung.

Zu meinem Thema der letzen Beiträge hier:

Anja fordert Nachweise zu den Aussagen vom Thai bzgl. der Auswirkungen des wirtschaflichen Stillstands aufs Rentensystem. Ok, ich habe auch keine Ahnung, wo er seine Zahlen herholt und zweifle sowas auch gerne an. Bekannt ist aber, dass unsere Renten nicht von einem riesigen Sparbuch in Merkels Schreibtisch gezahlt werden, sondern aus dem laufenden Geschäft. Dafür braucht es keine Nachweise, das weiß jeder.

In diesem Thread herrscht tatsächlich eine beinahe 98%ige Einigkeit darüber, dass der zurzeit bestehende Lockdown richtig war. Es herrscht eine 95%ige Einigkeit darüber, dass die Maßnahmen nun zu früh gelockert würden. Ich hoffe auch, dass eine 95%ige Einigkeit darüber besteht, dass Menschenleben vor Wirtschaftsinteressen stehen. Es ist geradezu unverschämt den Leuten hier etwas Anderes zu unterstellen, Herr Harms.

Wir stehen gerade am Anfang einer Epedemie, die - sollte kein Impfstoff gefunden werden - auf die von uns betriebene Art und Weise mehrere Jahre anhalten wird. Auf meine Frage, wie wir das über Jahre händeln sollen, weiß niemand eine Antwort. Auf meine Vermutung hin, dass Alle den Versuch betreiben sich unter keinen Umständen zu infizieren, äußern sich alle hier mit Zustimmung, obschon es vollkommen unrealistisch ist, dass das gelingen wird.

Wenn Ihr alle auf dem Standpunkt bleibt, dass wir die nächsten Monate, oder gar Jahre so weiter machen sollten, wie bislang, dann frage ich mich wirklich, wer hier der Vollhorst ist. Der, der einem kurz durch den selbst gewählten Sicherheitsabstand huscht, oder der, der glaubt, er bekäme in 18 Monaten immer noch seine volle Rente und seine rettende Krankenhausbehandlung.
250 Forenseiten mit Abstandsregeln, Infektionszahlen, exponentiellen Kurven und Anleitungen darüber, wie man seinen Mundschutz aufsetzt, ohne ihn mit den Händen anzufassen. Jeden Tag Ankündigungen von Glotzeprogrammen mit Pressekonferenzen und Beschwichtungsreden unserer Politiker.
Stellt man die Frage, wie es denn weiter gehen soll, kommt als Antwort, man kenne sich damit nicht aus und man mache lieber so weiter, wie in den letzten 4 Wochen. Und natürlich kann man sich mit Gemecker über andere Supermarktbesucher wunderbar vom Ernst der Lage ablenken.

Die Politik wird und kann die Wirtschaft nicht zu Grunde gehen lassen, selbst wenn es Menschenleben kostet. Stellt Euch das Leben auf Inseln vor, die bislang allein vom Tourismus gelebt haben. Was passiert mit der Gesundheitsversorgung in afrikanischen Staaten, auf Lanzarote und Kreta? Wie hoch ist der Prozentsatz an Kindern, die allein durch Online-Unterricht ausreichend motiviert werden können um etwas zu lernen?

@Klaus Harms
Die sogenannte Risikogruppe wird sich von selbst und ungehemmt sämtlichen Risiken aussetzen, wenn sie keine Kohle mehr hat sich was zu Fressen zu kaufen. So sieht es aus, wenn wir so weiter machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
2 Kommentare
Klaus Harms kommentierte
Nur kurz. Meine Bemerkung mit dem hirnlosen Gesabbel bezog sich auf die Sozialen Medien, nicht auf das Geschreibsel in diesem Thread, Wenn lesen, dann bitte richtig lesen. Denn das mal eben Aufschnappen und dann falsch verstanden oder fehl interpretiert ist es, dass das Lesen in den nicht nur Sozialen Medien nicht nur schwierig gestaltet, sondern stellenweise die kalte Wut aufkommen lässt. Ich habe Wirtschaft studiert, bin aber auch selber Unternehmer und weiß damit sicherlich auch bestens, dass wir nicht Jahre die Wirtschaft herunterfahren können. Und natürlich müssen wir Lösungen finden, ggf. Alternativen zu bisherigen Verhaltensweisen, neue Wege aufdecken, damit es auch wirtschaftlich, kulturell - mit Autos kann man kein Gehirn füttern - und gesellschaftlich sozial weitergeht. Eines sollten wir aber verinnerlichen, ein weiter so, wie bis zur Krise kann und darf es nicht geben. Wenn die Krise etwas Gutes hatte, dann war und ist es die nahezu allumfassende Solidarität und das Bemühen der meisten Menschen, einander zu helfen und zu unterstützen, von einige Idioten einmal abgesehen. Ich denke, es ist unsere Pflicht, diesen unterstützenden Geist zu bewahren, auch nach Covid-19.
 
häuschen kommentierte
So kommen wir der Sache vielleicht näher. Ich zähle mich auch zur Risikogruppe, schreibe das aber nicht so oft. So werde ich gern in die Schublade der Verschwörungstheoretiker geschoben, so wie ich Dich anscheinend in die Hypochonder-Schublade gesteckt habe. Sorry.

Auf einer Welt mit bald 8 Mrd. Menschen wird ein Abstand halten von Tag zu Tag schwerer. Die Welt ist so geordnet, dass Menschen gezwungen sind sich zu versammeln und in Schlangen zu stehen. Es ist verdammt schwer das ändern. Es gibt Ämter, Wartezimmer, Klassenräume, Flughäfen und Flugzeuge. Nirgends sind 1.50m Abstand machbar.

Wir brauchen neue Konzepte, größere Räume, schnellere Abläufe, Online-Bearbeitung und Digitalisierung. Die jetzigen Behelfslösungen sind nicht praktikabel, eine Realisierung risikoärmerer Konzepte ist mit unserer augenblicklichen Denkweise nicht vereinbar. Mit einem Impfstoff rechne ich persönlich in 2 Jahren.
 
Hallo Albert,

es tut mir wirklich leid, dass die Antworten hier dich nicht aufmuntern oder erhellen können. Was hast Du denn von uns, von diesem Thread hier erwartet? Hast Du denn selbst Antworten oder Lösungsansätze auf Deine Fragen?

Ich hätte vielleicht noch konkreter sagen sollen, dass ich im Moment keine anderen Antworten habe als die, die ich schrieb. Wir sind hier doch nicht in einer statischen Situationsbeschreibung, das ganze ist eine Entwicklung - das umfasst nicht nur die Zahlen der Infizierten und Todesfälle, sondern auch, mehr über SARS-CoV-2 zu lernen und das Erlernte dann sinnvoll anzuwenden. Es bedeutet auch, mehr darüber zu lernen, welche Auswirkungen welche Maßnahme hat und zwar sowohl auf die Pandemie als auch auf die Wirtschaft, die Gesellschaft, die Bildung, ... Dummerweise sehen wir bzgl des Virus immer erst 14 Tage später, was wie gewirkt hat. Das wird imho nun immer wieder neu justiert. Ich schrieb oben mal von vielen Stellschrauben. Es wäre schön, würde das alles wie ein Schweizer Uhrwerk funktionieren. Nur ist es leider momentan ein Gebilde, das noch lange nicht so fein eingestellt werden kann, dass alles wieder funktioniert. Von ein paar Schräubchen versteh ich was, von manchen weniger, von anderen gar nichts. Also kann ich nur zu denen was sagen, zu denen ich etwas weiß. Und zu den anderen lerne ich gerne dazu. So geht es vermutlich den meisten anderen auch und so tragen wir hier zusammen, was wir können. Deswegen sind wir trotzdem auch in der viel bemühten Schwarmintelligenz nicht im Besitze der Allwissenheit.

Auf meine Frage, wie wir das über Jahre händeln sollen, weiß niemand eine Antwort.

Ich weiß es momentan nicht. Das heißt nicht, dass mich diese Fragen nicht genauso umtreiben. Es heißt einfach nur: ich weiß es momentan nicht. Und nochmal die ernstgemeinte Frage: was erwartest Du?
 
Kommentar
Was hast Du denn von uns, von diesem Thread hier erwartet?

Hier sind doch alle bemüht, Lösungsansätze zu formulieren. Dazu sollte man aber unterschiedliche Meinungen auch diskutieren. Es wird keinen Königsweg geben. Nur einen mit weniger Kollateralschäden. Dazu muss man aber bereit sein, ökonomische Schäden in menschliche Schicksale zu übersetzen. Man muss akzeptieren, dass wirtschaftliche Schwierigkeiten auch zu Toten führen.

Es geht nicht darum, möglichst viele Corona-Tote zu verhindern, sondern die gesamtgesellschaftliche Balance zu halten. Wenn die Menschen nichts mehr zu fressen haben, dann hauen sie sich für ein gefrorenes Huhn den Knüppel auf den Kopf. Dann ist das zwar nur ganz indirekt ein Corona-Toter, aber auch ein Toter. Wie lange hält die Druckerpresse die Wirtschaftseinschränkungen in der EU aus, bis die Walzen glühen? Wie lange kann man eine Wohlstandsillusion aufrecht erhalten bei fast weggesperrter Wirtschaft, 3 Monate, 6 Monate?

Remdesivir scheint zu scheitern, Impfstoffe gegen Coronaviren gibt es noch nicht, gegen Coronaviren, die an ACE2-Rezeptoren andocken schon mal gar nicht. Das Problem ist nicht trivial. Mit viel Glück gibt es den Impfstoff in 18 Monaten, vielleicht aber auch erst in 3 Jahren, oder nie. So langsam muss man mal in Alternativmodellen denken. Wir stolpern immer tiefer in die Katastrophe, weil es Denkblockaden, Denkverweigerung gibt. Du willst nicht Leben gegen Leben aufrechnen. (Zitat: Das ist eine für mich sehr schwierige Diskussion, Leben gegeneinander abwägen.) Nein das ist nicht lustig. Aber was meinst Du, wie lange Du die moralische Haltung aus Schönwetterzeiten, in dieser Krise durchhalten kannst?
 
Zuletzt bearbeitet:
5 Kommentare
Fraenker kommentierte
...Nein das ist nicht lustig. Aber was meinst Du, wie lange Du die moralische Haltung aus Schönwetterzeiten, in dieser Krise durchhalten kannst?...
Genau, denn:
Erst kommt das Fressen, dann die Moral
Solange die Grundversorgung aufrecherhalten werden kann, ist vieles möglich.
Aber dann....
 
Klaus Harms kommentierte
Dazu muss man aber bereit sein, ökonomische Schäden in menschliche Schicksale zu übersetzen. Man muss akzeptieren, dass wirtschaftliche Schwierigkeiten auch zu Toten führen.

Das wird sicherlich in der Praxis so sein, das aber von vorn herein als gegeben hinzunehmen oder zu akzeptieren, ist Menschen verachtend und kriminell.

Es geht nicht darum, möglichst viele Corona-Tote zu verhindern, sondern die gesamtgesellschaftliche Balance zu halten.

Wie bist Du denn drauf? Lass mich raten, keiner Risikogruppe zugehörig, im mittleren Alter und keine Vorerkrankungen? Alle Liebsten und Verwandten ab 60 sind Dir schon weggestorben oder im Angesicht Deiner Ansichten weggelaufen? Sorry, aber in einem Staat mit einer Regierung, die diese Ansichten vertritt, wäre mein Aufenthalt kurzfristig beendet. Das, was Du hier propagierst, macht Diktaturen und Gesellschaften aus, in denen die Macht über den Souverän und wirtschaftliche Arroganz den Menschen und die Gesellschaft knechten. Du magst gern in China wohnen wollen, für mich und zum Glück für viele andere ist das keine Alternative zu einem demokratischen Staatsgefüge.
 
häuschen kommentierte
Oh, das hast Du aber mal sehr treffend formuliert.
 
HaDiDi kommentierte


Es geht um eine gesamtgesellschaftliche Lösung, da muss man schon von der eigenen, subjektiven Ausgangslage abstrahieren können. - Gesamtgesellschaftliche Balance ist nicht mehr erreicht, wenn es zu Plünderungen und Überfällen kommt, oder Menschen mit dem Colt einkaufen gehen.
 
Klaus Harms kommentierte
Menschenwürde hat nichts mit einer subjektiven Ausgangslage gemein, sondern ist die Grundlage jeglicher Demokratie und jeglichen gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Und ich kann zumindest momentan nicht die Gefahr von Plünderungen und/oder Überfällen erkennen. Menschen, die jetzt zu Gewalt neigen, haben ihren entsprechenden extremen zumeist braunen Hintergrund und haben auch schon vor Corona zur Waffe gegriffen. Und ja, Panikmache ist genau das, was wir momentan brauchen. Einige wenige Irre und völlig durchgeknallte Vollpfosten malen den Weltuntergang an die Wände und freuen sich dann, wenn es abgeht.

 
Und nochmal die ernstgemeinte Frage: was erwartest Du?

Die Frage ist so ja nicht zu beantworten, denn ich erwarte nichts Konkretes.

Ich erhoffe mir aber von mündigen Teilnehmern an einem solchen Thread etwas mehr Distanz zur eigenen Situation und den persönlichen Ängsten. Das Thema Abstand halten und Sicherheitsausrüstung ist doch längst durchgekaut. Jeder schützt sich selbst entsprechend seinem Bedürfnis und dem individuellen Risiko. Es sollte für niemanden ein Problem darstellen in den nächsten 2 Jahren mit Maske einkaufen zu gehen. Es sollte jedem bewusst sein, dass es Bevölkerungsgruppen gibt, die damit anders und sogar unverantwortlich umgehen. Das ist im Straßenverkehr nicht anders.

Warum bildet sich beinahe das ganze Volk selbst zum Virusexperten aus und kümmert sich einen Scheiß um die wirtschaftlichen Folgen? Warum verdrängen die Hälfte aller Menschen, dass wir global denken müssen um die Sache in den Griff zu bekommen? Warum will sich niemand darüber bewusst werden, dass ein Staat sich nicht allein um die Gesundheit des Einzelnen kümmern kann, wenn doch mehr auf dem Spiel steht?

Die Kinder müssen wieder in die Schule, da geht kein Weg dran vorbei. Die Folge wird sein, dass die Infektionsrate wieder steigt.
Die Geschäfte müssen wieder öffnen, Autos wieder produziert werden, Reisen wieder stattfinden, weil ansonsten die Arbeitslosenzahlen auf ein Maß ansteigen, das nicht mehr zu bewältigen ist, denn Arbeitnehmer tragen die Sozialversicherung, somit also die Gesundheitsversorgung und die Renten. Die Folge: Die Infektionsrate wird wieder steigen.

Somit kommt zwangsläufig der Tag, an dem die Logdown-Befürworter hier mit den Damen und Herren Politikern nicht mehr zufrieden sein werden, was sie jetzt ja zu sein scheinen. Ich halte das für ein weitaus wichtigeres Thema als das, was hier bislang diskutiert wird.

Ich provoziere anscheinend mit meinen Statements von Verweichlichung und das tue ich bewusst. Ich ahne, dass es für sehr viele von uns bald unerträglich schwierig wird. Die Risikogruppen werden zwangsläufig einem höheren Risiko ausgesetzt sein, die Menschen werden zu wenig Geld haben, die Gesundheitsversorgung wird leiden und all diese schwer zu definierenden Verschlechterungen werden einer Vielzahl an Menschen aufs Gemüt und auf die körperliche Unversehrtheit schlagen.

Darüber muss man sich Gedanken machen, darüber muss man sprechen. Wer versorgt wen, wer hilft wem und was passiert mit den Menschen außerhalb Deutschlands, die jetzt bereits Hunger leiden? Es kann zu einer sehr beharrlichen Flüchtlingswelle kommen, weil die Not in Afrika auf ein unerträgliches Maß steigen wird. Kann Europa sich dem weiterhin verschließen?

Wie gesagt, wir stehen erst am Anfang einer heftigen Krise, die extreme Veränderungen bedeuten kann. Es nervt mich ungemein, dass Ihr nichts Besseres zu tun habt, als auf Leuten rumzuhacken, die das Social-Distancing nicht verstehen.

Ich werde mich an diesem Thread im Übrigen nun nicht mehr beteiligen, zumal ich die Neugierde der Beteiligten hier noch nie mit Neuigkeiten befriedigen konnte. Mich springen hier zwei vollkommen verhärtete Lager an, damit mag ich nicht umgehen. Ich habe immer versucht, die Angelegenheit von beiden Seiten zu betrachten und werde stets einer der Seiten zugeschrieben. Solch vereiste Sichtweisen liegen mir nicht. Ich mag es reflektiert und am besten uneigennützig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar

Albert, das sind die wirklich drängenden Fragen, Du triffst es auf den Punkt. Viele machen sich anscheinend überhaupt keine Gedanken darüber, womit ein funktionierendes Gesundheitssytem, womit Alten- und Pflegeheime, Renten usw. finanziert werden. Geld drucken, Schulden aufnehmen? Wer soll die wie bedienen? Um Handlungsfähigkeit zu behalten, muß man bereits im Vorfeld auch darüber nachdenken, ab wann Menschleben oder die Wirtschaft in der Prioritätenliste oben stehen und nicht erst dann, wenn es bereits zu spät ist. Zynisch und menschenverachtend ist es, dies nicht rechtzeitig zu tun und vor allem auch offen zu diskutieren; dies unterscheidet uns von China.

Ich hoffe die Politik machts das, daran glauben kann ich nicht.

Gruß

Thomas
 
1 Kommentar
AnjaC kommentierte
Menschenleben stehen immer an oberster Stelle. Die Wirtschaft (und vieles andere) dient dazu, diese zu erhalten und menschenwürdig zu gestalten. Daher ist sie natürlich wichtig, aber sie ist Mittel zum Zweck und kann daher niemals Priorität Nummer 1 haben. Meine Meinung.
 
Gut, dass diejenigen die hier das Akzeptieren des Verlustes von Menschenleben fordern, um die Wirtschaft zu fördern, nur hier im Forum ihre menschenverachtenden Ansichten verbreiten können, und keinerlei Einfluss auf die Politik haben.

Gruß
Hans
 
1 Kommentar
Sedlitzer kommentierte
Das wird bereits in der Politik selbst - Schäuble (CDU) - nicht mehr ausgeschlossen. Von daher ist anzunehmen, dass in Entscheidergremien längst alles auf den Prüfstand gestellt wird, natürlich ebenso wie hier ohne zu fordern.
Siehe Link weiter unten.
 

Hans, lese doch bitte richtig. Niemand hier im Forum stellt solche Forderungen. Trotzdem muß darüber - genau wie über die Handlungsleitfäden/Richtlinien zur Triage - nachgedacht und diskutiert werden, bevor eine hoffentlich nie eintretende Extremsituation es notwendig macht. Davor die Augen zu verschließen ist natürlich auch eine Möglichkeit.

Gruß

Thomas
 
5 Kommentare
Klaus Harms kommentierte
Wie ist denn Dein Beitrag zu verstehen: „Um Handlungsfähigkeit zu behalten, muß man bereits im Vorfeld auch darüber nachdenken, ab wann Menschleben oder die Wirtschaft in der Prioritätenliste oben stehen und nicht erst dann, wenn es bereits zu spät ist.“

Eine Gesellschaft, eine Regierung und eine Politik, die Menschenleben nicht mehr oberst priorisiert, ist ist kriminell und verachtet Menschen und Menschenleben! Wer versucht, diese Thesen, die nebenbei gesagt auch unserem Grundgesetz und unserem demokratischen Verständnis widersprechen, proaktiv zu etablieren, ist entweder ein Vollpfosten oder kriminell oder beides. Im Übrigen werde ich diesem Unsinn in diesem Forum keine Plattform geben, so lange mein Name im Impressum steht!
 
T
Thomas.Landsiedel kommentierte

Klaus, welche Entscheidung trifft denn beispielsweise ein Einsatzleiter an einer Brandstelle, der Feuwerwehrleute in Lebensgefahr bringen muß, um ein Übergreifen des Brandes auf nebenstehende Gebäude bzw. ein nicht mehr beherrschbares Großfeuer zu verhindern.

Bitte einfach mal die rosarote Brille absetzen.

Gruß

Thomas
 
Klaus Harms kommentierte
Bitte selber noch einmal lesen und dann die hirnlose Aussage Deines Postings selber erkennen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gianni33 kommentierte
Das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit ist in Artikel 2 Grundgesetz verankert, zudem in Artikel 2 der Europäischen Menschenrechtskonvention mit der Maßgabe, dass das Recht jedes Menschen auf Leben gesetzlich geschützt werden muss.
 
T
Thomas.Landsiedel kommentierte

Klaus, laß stecken und behalte Deine Naivität.
 
Aus dem Alltag:
Meine Eltern wohnen in Bayern in einer fakultativ betreuten Einrichtung, gehen auf die 100 Jahre zu und konnten mit familiärer Unterstützung noch im Park spazieren gehen. Besuche sind nun verboten. Bis vor kurzem durften sie noch in die Cafeteria, wo sie einzeln mit Corona-Abstand platziert in 2 Schichten essen konnten.
Nun wird das Essen gebracht. Die Sparkassenfiliale im Eingangsbereich der Anlage, wo die Mitarbeiterin hinter eine Plexiglasscheibe saß, hat wegen Corona geschlossen.
Nun sollen sie also einsam in ihrem Appartment dem Tod entgegensehen, von der Umwelt abgeschnitten, ohne Zugang zu ihrem Konto, von dem sie gerne dem Enkelchen was überwiesen haben. Leute, das ist die Generation, denen wir alles zu verdanken haben. Nun sind sie entmündigt und hier werden undifferenzierte Lobeshymnen auf die soziale Abstinenz gesungen.
Mein Vorschlag wäre, die Betreuer in Heimen und Krankenhäusern oder in der ambulanten Pflege sollten engmaschig getestet werden, da die Gefahr von diesen ausgeht. Die Insassen halten das Abstandsgebot und werden ebenfalls im Verdachtsfall getestet. Meine Eltern sind reif genug und geistig vollkommen klar, um selbst zu entscheiden, ob sich sich das Essen bringen lassen wollen und wie lange noch. Noch ertragen sie es mit Fassung. Noch 2 Wochen meinte meine Mutter, aber dann will sie wieder Zugang zum Konto , zum Friseur, zum Park und zur Kantine. Sie hat so recht.
 
Zuletzt bearbeitet:
4 Kommentare
hansolo22 kommentierte
Naja, jetzt haben wir 4 Wochen Lockdown und schon sehen deine Eltern dem Tod entgegen alleine?
Leben die in 8 Wochen nicht mehr.
Die Situation ist fuer uns alle eine Herausforderung - und wie Klaus ja schrieb wir brauchen neue Konzepte die kommen nicht ueber Nacht.
Ein bischen Geduld und Dankbarkeit das wir nicht Zustaende wie in Italien oder Spanien haben wuerde da vielleicht helfen.
 
mfey kommentierte
Die bei ihnen verhängten Restriktionen die ich konkret genannt habe, sind überzogen.
Weder war die Sparkassendame gefährdet, noch war das Essen an getrennten Tischen eine ernste Gefahr, noch war es schädlich wenn mein Bruder helfen kam.
Aber ich weiss, ihr wisst das alles besser.
Was soll der dämliche Satz, leben die in 8 Wochen nicht mehr. Ja der Tod kann in diesem Alter jeden Tag kommen. Und wenn es nach bestimmten Leuten geht, dann müssen sie noch sehr lange auch gegen ihren Willen in der genannten Art "geschützt" werden.
 
hansolo22 kommentierte
Ich vermute es gibt viele Betroffene welche die eine oder andere Massnahmen fuer ueberzogen halten.
Ich lese in deinem Beitrag Frust das du wie viele nicht mehr das machen kannst was vorher "normal" war.

Das Argument mit den Sparbuechern und den Enkeln fand ich uebrigens an dieser Stelle daneben - persoenliche Meinung.
Aber wenn deine Eltern jeden Tag ableben koennen dann kann ich dir aus eigener Erfahrung nur empfehlen eine Handlungsvollmacht fuer deren finanzielle Dinge zu erstellen.

Koennen deine Eltern ein iPAD oder ein Smartphone bedienen und haben sie Internet im Heim?
Dann vielleicht ein iPAD schenken - Pflegekraft bitten es einzuschalten und hin zustellen dann gibt es doch eine Moeglichkeit der Kommunikation.

Jeder definiert einsam sicherlich anders - aber ohne Kommunikation und Verbindung muss kein Mensch im Heim sein auch wenn das den persoenlichen Kontakt nicht ersetzt.

Als Mediziner kannst du doch mit der Heimleitung reden vielleicht kannst du ja etwas bewirken mittels deiner Fachkenntnis.

Es gibt nichts Gutes ausser man tut es.
 
mfey kommentierte
Wenn ich von meinen Eltern rede, geht es nicht um meinen Frust sondern deren Situation, die du nicht einschätzen kannst oder willst.
Das Engagement meinerseits und meiner Brüder für meine Eltern kannst du getrost als gegeben annehmen.
Sie sind nur ein persönliches Beispiel, die Diskussion über ethische Normen und Entmündigung der Alten in Coronazeiten will ich hier nicht anstoßen, sie findet ja bereits an anderer Stelle vielfach und zurecht statt.
Ich bin schon allgemein der Meinung, dass für die Alten und Hilfsbedürftigen in unserer Gesellschaft deutlich zu wenig getan wird. Mussten wirklich erst so viele in den Altenheimen sterben, bis auf einmal das Durchschnittsalter in der Coronastatistik anstieg, oh wunder, ja da gibt es ja noch diese Alten, die wir jetzt konsequent durch Zwangsquarantäine (übertrieben formuliert) beglücken müssen. Solche Vorstellungen wurden ja von den "Zwangshygienikern" geäußert.
England ist mir da unangenehm aufgefallen.
Also wenn man es ernst meint mit den Gesundheitsbefürchtungen, dann müssen die potentiellen Überträger regelmässig gecheckt werden, den Alten sollte man aber die hygienisch zumutbaren Freiheiten lassen. Wenn sie körpernah gepflegt werden müssen, aber ein Essensgang unter Abstandsregeln möglich ist, dann sollte man das nicht verbieten, sondern den Betroffenen die Entscheidung überlassen.
Und zu deiner Frage mit ipad und Internet: wenn du heute 98 Jahre alt wärest, kämst du damit auch nicht zurecht. Weder von der Sehstärke noch von der Feinmotorik ist das möglich. Von fehlenden Erfahrungen mal abgesehen. Ich habe das Thema schon sehr oft angesprochen, sie kennen das nicht, können sich das auch nicht vorstellen, weil sie es eben nicht kennen und dann ist das ganz schnell durch. Mein Vater ist fast blind, da kann ich ihn verstehen.
 
Ja das ist schlimm für die Betroffenen.
Es ist in meinen Augen das Versagen der Verantwortlichen im Katastrophenschutz und der Gesundheitspolitik dass das Testen von Fussballprofis tagelang diskutiert wird aber durch Inkompetenz in einem Brettener Altenheim schon dutzende Menschen verstorben sind. Die Verantwortlichen gehören bestraft, aber siehe Duisburger Loveparade, am Ende ist niemand Schuld.
In diesen tausenden Beiträgen hat sich nur herauskristallisiert dass auch gar niemand, auch kein Prof. Dr oder anderer Titelträger eine korrekte Antwort auf irgendeine Frage geben kann.
Es ist umso ärgerlicher dass Epidemien dieses Ausmasses schon theoretisch auf dem Plan standen aber jeder verantwortliche Entscheidungsträger sich in seiner persönlichen Wohlfühlblase eingerichtet hatte oder einem Lobbyisten in die Falle ging.
Nächstes Jahr wissen wir mehr.
 
Kommentar

Das sind Befürchtungen, die ich nicht völlig, aber doch ähnlich teile.

Darüber muss man sich Gedanken machen, darüber muss man sprechen.

Ja, und das tun wir hier. Es gibt aber darüber hinaus auch andere Ängste oder Befürchtungen, die die Threadteilnehmer umtreiben. Die haben hier ganz genauso ihren Platz. Du kannst doch in einer Zeit, in der jeder von uns Sorgen und Nöte hat, in der wir alle in einer völlig neuen Situation sind und einer veränderten und ungewissen Zukunft entgegensehen, nicht verlangen, dass wir uns jetzt alle in den Elfenbeinturm begeben und alles abstrahiert vom eigenen Empfinden betrachten. Hier geht es um ein Miteinander. Auch und zu einem sehr großen Teil um Informationen und zusammengetragenes Wissen, dass dann diskutiert wird. Aber vor allem anderen soll dieser Thread ein Ort sein, an dem jeder einen Platz hat und in dem wir bei allen unterschiedlichen Meinungen trotzdem ein Zusammengehörigkeitsgefühl empfinden, das idealerweise dem ein oder anderen auch ein wenig durch die Zeit hilft.

Und nur um das in dem Zusammenhang nochmal klarzustellen: Wir können hier keine theoretischen wirtschaftswissenschaftlichen Vorlesungen abhalten. Das sprengt einfach den Rahmen des Threads. Da kommen wir an die Grenzen des Machbaren.

Wie gesagt, wir stehen erst am Anfang einer heftigen Krise, die extreme Veränderungen bedeuten kann. Es nervt mich ungemein, dass Ihr nichts Besseres zu tun habt, als auf Leuten rumzuhacken, die das Social-Distancing nicht verstehen.

Albert, wer ist denn "Ihr"? Alle, die hier schreiben? Das ist mir zu verallgemeinernd und wird diesem Thread und allen, die sich daran beteiligen, nicht gerecht. Du möchtest differenziertere Diskussionen, dann braucht es aber auch eine differenzierte Betrachtungsweise. Du schreibst selbst, Du provozierst teilweise. Dann musst Du meiner Meinung nach auch mit dem Echo leben.


Ich sehe hier keine zwei Lager, schon gar keine verhärteten. Sicher kristallisiert sich bei aufmerksamem Lesen bei manchem Threadteilnehmer heraus, welche Meinung er vertritt. Wir diskutieren hier und jeder vertritt seine Meinung. Manch einer revidiert sie auch. Wir alle lernen dazu. Du sprichst die Seitenzahl des Threads an. Lies doch mal von Beginn an ein bisschen quer und dann vergleiche, wo wir heute sind in der Diskussion.

Wenn ich auf Deine Beiträge antworte, dann tue ich genau das nach bestem Wissen und Gewissen und nicht mehr. Ich teile dich keinem "Lager" zu, ich antworte Dir persönlich so gut es mir möglich ist. Und dabei vertrete ich meine Meinung. Und genau das tun die allermeisten hier ebenso. Deine Einschätzung kann ich deshalb nicht nachvollziehen.

Leute, das ist die Generation, denen wir alles zu verdanken haben.

Das stimmt. Und ich hoffe, wenn wir mal so alt sind, dass dann die nächstfolgenden Generationen auch sagen können "Das ist die Generation, der wir etwas Gutes zu verdanken haben."

Mein Vorschlag wäre, die Betreuer in Heimen und Krankenhäusern oder in der ambulanten Pflege sollten engmaschig getestet werden, da die Gefahr von diesen ausgeht.

Volle Zustimmung. Es braucht ein Screening - und dafür gesicherte Testkapazitäten. Dazu gehören auch die immer wieder mal fehlenden Reagenzien.
 
Kommentar
Ich hoere und lese derzeit nur immer Risikogruppen die wir schuetzen muessen.
Das suggeriert in der Bevoelkerung ja gerade die Meinung - aha wg. der Dicken, Alten und Kranken muessen wir uns einschraenken.

Dem ist aber eben nicht so.

Corona toetet auch junge Menschen oder solche im "besten" Alter und bei einer unkontrollierten Duchseuchung legt sie durch die erkrankten NICHT Risikogruppen sowohl das Gesundheitssystem als auch die Wirtschaft lahm.

Kein Erwachsener egal welchen Alters kann sich sicher sein durch Corona nicht zu sterben oder wie inzwischen auch festgestellt mit Langzeitschaeden wie einer Lungenfibrose als Schwerstbehinderter weiter leben zu muessen.

Egal wieviel Prozent rauf oder runter, das alleine wuerde mir genuegen solche simplen und einfachen Massnahmen wie Abstand und Maske zu nutzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
3 Kommentare
Fraenker kommentierte
Abstand und Maske sind doch sowieso kein Problem. Genauso, wie die Wirtschaft nicht nur aus Saufgelagen, Egoismus und Fußball besteht.
 
Kay kommentierte
Bei Saufgelagen bin ich mir nicht sicher. Zum Rest habe ich gerade die Fußballsendung mit Anne Will gesehen.
 
mfey kommentierte
@hansolo22
>>Ich hoere und lese derzeit nur immer Risikogruppen die wir schuetzen muessen.
Das suggeriert in der Bevoelkerung ja gerade die Meinung - aha wg. der Dicken, Alten und Kranken muessen wir uns einschraenken.<<
Nein, diesen Eindruck habe ich nicht. Die meisten Menschen fürchten um ihr eigenes Leben, wahrscheinlich übewiegend zu Unrecht, da die teils überzogenen Maßnahmen ja zweifellos gegriffen haben.

>>Corona toetet auch junge Menschen oder solche im "besten" Alter und bei einer unkontrollierten Duchseuchung legt sie durch die erkrankten NICHT Risikogruppen sowohl das Gesundheitssystem als auch die Wirtschaft lahm.<<
Ja auch Junge können nicht nur am u.a. Motorradfahren, sondern auch an Corona sterben. Aber bei Alten und Polymorbiden steigt die Sterlichkeit rasch um einen noch knapp einstelligen Faktor an.
Also müssen diese Gruppen besonders aufwändig und wenn nötig auch kostenintensiv geschützt werden. Dass sich nun alle solidarisch einschränken, ist natürlich daraus nicht ableitbar. Die Sterblichkeit der Nichtrisikogruppen werden wir letztlich auch nicht verhindern, solange kein Impfschutz in Sicht ist. Sie ist höher als bei üblichen Grippewellen, aber deutlich niedriger als bei Ebola oder Tollwut, wenngleich die Menschen nach meiner Wahrnehmung zumindest hier subjektiv den Realitätssinn verloren haben oder auch noch nie besessen haben.
Wie definierst du eine unkontrollierte Durchseuchung? Wieviel echte Coronatote pro Tag sind kontrollierbar? Das ist doch dann die Kernfrage, wenn Verdoppelungszeit der Neuinfektionen oder R nicht mehr gelten sollen.
Dann landen wir wieder bei Intensivkapazitäten, Personalstärke der Gesundheitsämter zur Nachverfolgung der Infektionswege sowie Testkapazitäten, damit die identifizierten Kontakte auch getestet werden.
Findet diese Diskussion in der Öffentlichkeit statt? Gibt es endlich klare Vorgaben oder haben Wissenschaftler und Politiker zusammen da eher geschwächelt?
 
Schäuble sagte der Sonntagsausgabe des "Tagesspiegel": "Wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig." Wenn es überhaupt einen absoluten Wert in unserem Grundgesetz gäbe, dann sei das die Würde des Menschen.

Schäuble in der Sonntagsausgabe des "Tagesspiegel", gefunden beim ZDF
 
1 Kommentar
AnjaC kommentierte
Ich finde es sehr schade, dass sowohl @häuschen wie auch @falconeye sich hier nicht mehr beteiligen, habe ich ihre Beiträge doch immer sehr geschätzt.

Zum Thema "Absoluter Schutz des Lebens": Das Beispiel ist zwar abgedroschen und der Vergleich zu Covid-19 hinkt an vielen Stellen, aber wenn wir den Schutz des Lebens über alles stellen würden, müsste der Autoverkehr konsequenterweise sofort verboten werden - von unbeschränkter Geschwindigkeit auf deutschen Autobahnen ganz zu schweigen. Insofern verstehe ich den absoluten Anspruch nicht, Menschenleben über alles zu stellen, denn in ganz vielen Bereichen ist das schon heute nicht der Fall. Es ist immer eine Risikoabwägung. Und nein, ich möchte nicht Covid-19 mit Grippe gleichstellen, aber auch an der Grippe sterben Menschen, vor allem, wenn sie alt sind. Es gibt aber keine Impfpflicht für Altenpfleger, soweit mir das bekannt ist, und sie wäre vermutlich auch nicht durchsetzbar. Wer Besuchsverbote in Altenheimen zur Grippehochsaison fordert, dürfte ebenfalls ausgelacht werden. Trotzdem kostet auch dieses Verhalten Menschenleben. Das dies auch von Moderatorenseite völlig in Abrede gestellt wird, beeinträchtigt die Diskussion meiner Meinung nach ganz erheblich.

Auch verstehe ich nicht ganz, welche Fürsorgepflicht vom Staat hier eingefordert wird. Natürlich sollten wir alle so weit wie möglich Rücksicht nehmen - aber heisst das im Umkehrschluss, dass niemand mehr entscheiden darf, welchen Risiken er sich aussetzen möchte? Müssen alle Restaurants geschlossen bleiben, weil sich dort jemand anstecken könnte? Niemand wird gezwungen, in ein Restaurant zu gehen. Und bringt es uns dann weiter, den Restaurantbesucher als Vollhorst zu beschimpfen, weil er für sich persönlich zu einer anderen Risikoeinschätzung gekommen ist?

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Der Lockdown war meiner Meinung nach wichtig und richtig. Aber es kann nicht monatelang so weitergehen.
Ja, Covid-19 wird uns noch sehr lange beschäftigen. Nein, wir werden nicht bis zur Entwicklung eines Impfstoffs im Lockdown verharren können. Ja, es werden deshalb Menschen sterben. Das ist bitter und traurig. Aber es ist in meinen Augen eine Illusion zu glauben, dass dies völlig verhindert werden könnte. Wir können nur Risiken abschätzen. Man wird nur durch behutsames Austesten feststellen können, welche Lockerungen möglich sind und welche ein zu grosses Risiko beinhalten. Ein gesundes Mass an Eigenverantwortung wird dabei sicher hilfreich sein.
 
Kommentar
3 Kommentare
AnjaC kommentierte
Habe ich auch nirgendwo geschrieben.
 
Fraenker kommentierte
Es kommt aber hier manchmal so rüber, als ob es einerseits die empathielosen Wirtschaftsteilnehmer gibt und auf der anderen Seite die humanen, die alleine für die Menschlichkeikeit stehen.
Wenn es nicht so gemeint ist, dann sollte man darüber nachdenken, warum es so ankommt. Vielleicht liegt es an den Kraftausdrücken, die (nicht von dir) denen entgegengeschleudert werden, die eine Gefahr in einem zu langen Lockdown für Leib und Leben von vielen Menschen befürchten.
 
Zuletzt bearbeitet:
AnjaC kommentierte
Naja Frank, wenn ich zitiert werde, dann fühl ich mich auch angesprochen. Zu den von verschiedenen Usern empfundenen "2 Fronten": ich empfinde das nicht so. Aber Ihr könnt alle was dafür tun, dass es eben keine verhärteten Fronten gibt, sondern Diskussionen miteinander.
 
Anderes Thema: Fussballbundesliga und Corona.
ich muss gestehen, dass ich mich für Fußball überhaupt nicht interessiere. Ich muss aber einräumen, dass das bei Stammtischen unseres Tennisclubs immer Thema Numero 1 ist!
Eben habe ich Anne Will gesehen und Baerbocks Äusserungen (Die Grünen) anhören dürfen:
Wenn ich es richtig verstehe, wird ein Konzept des DFB überprüft, inwieweit Bundesligaspiele ohne Zuschauer durchgeführt werden dürfen. Korrigiert mich, wenn ich das falsch verstanden habe.
Die Spieler werden dann einen Tag vor dem Spiel getestet und nur negativ Getestete dürfen antreten.
Wenn einer zwischen 2 Spielen positiv getestet wird, kommt er in Quarantäne, die Mitspieler aber nicht, da sie ja spätestens einen Tag vor dem nächsten Spiel ihrerseits noch mal getestet werden.
Dieses Hygieneprotokoll wird vom Verein finanziert und geht nicht zu Lasten der Allgemeinheit.
Das ist in meinen Augen hygienisch doch vollkommen ok und mit Regeln zur Berufsausübung vertretbar. Da die jungen gesunden Spieler doch statistisch unter den genannten Bedingungen fast Null Risiko eingehen. Jede Krankenschwester ist da viel stärker gefährdet und wird nicht getestet.
Nun sagten die Grüne und auch Kollege Lauterbach von der SPD, dass das ja nicht ginge.
Erstens müßten andere nach Kontakt mit Coronapositiven auch in Quarantäne und 2. müsse man ja mit Menschenansammlungen vor dem Stadion rechnen, die von den Veranstaltern ohne Polizei nicht verhindert werden könnten.
Inhaltlich jedoch kamen zum eigentlichen Thema (Hygienekonzept) keine Gegenargumente, was mir für die mittlerweile ideologisch verhärtete Frontenbildung typisch scheint.
Nun ja, im ÖPNV gibt es täglich auf dem Weg zur Arbeit Menschenansammlungen, vor allem in der U-Bahn. Wer da täglich rein muss, ist viel mehr gefährdet als ein Profifussballer.
Bei realen Bundesligaspielen braucht man auch Polizei, welche z.B. in Köln die angetrunkenen Fans vom Bahnhof bis ins Müngersdorfer Stadion geleitet, da die örtlichen Geschäfte vor Randale Sorge haben.
Daher auch meine Aversion gegen Fußball, da ich das hautnah mehrfach früher so erleben durfte.............
Dennoch...
Etliche Millionen Fussballfans hocken in Coronazeiten vor der Glotze und würden sich über Fussball freuen.
Warum soll das nun nicht möglich sein? Die den Ball tretenden Millionäre gehen nur ein gar nicht mehr meßbares Risiko ein, den anderen hilft es durch das Corona-Wochenende.
Hier wurde die ganze Unredlichkeitder Diksussion deutlich: Es geht nicht um inhaltliche Fakten zum Infektionsschutz, sondern Frau Baerbock verstieg sich zu Argumenten, wie Fussball sei doch nun wirklich keine Priorität, die Situation in den Kitas sei doch viel wichtiger, und die Polizei würde wo anders gebraucht, wo genau ließ sie offen, etc.
 
Zuletzt bearbeitet:
1 Kommentar
Furby kommentierte
Diesem Post von Martin muss ich als absoluter Fußballhasser (jedoch auch in der Erkenntnis, dass das Spiel mit der Lederkugel ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor und auch Beruhigungsfaktor für weite Teile der Bevölkerung ist), ohne Wenn & Aber beipflichten. So sehr die Politik beim von ihr allerdings recht spät eingeleiteten Einstieg ins "Management der Pandemie" Solidarität miemte, bei dieser Sendung versuchte schon wieder jeder mehr oder weniger sein parteipolitisches Süppchen zu kochen. Angenehm ist bei dieser Art der Sendungen zurzeit jedoch, dass die bezahlten Klatscher im Studio fehlen. Und die nette Annalena Baerbock sollte vielleicht auch bei ihrem Spezialgebiet "Kobold" bleiben.
 
Natürlich sollten wir alle so weit wie möglich Rücksicht nehmen - aber heisst
das im Umkehrschluss, dass niemand mehr entscheiden darf, welchen Risiken
er sich aussetzen möchte?

Es geht darum daß verhindert wird andere einem Risiko auszusetzen.
Wer jeden Tag fünf Flaschen Korn ex kippt, der gefährdet nur sich selbst.

Wer Covid-19 verbreitet, gefährdet aber im schlimmsten Fall hunderte
oder gar tausende andere Menschen.

Man entscheidet eben nicht nur für sich allein.
 
2 Kommentare
D
dimetos kommentierte
Es geht darum daß verhindert wird andere einem Risiko auszusetzen.
Das Argument hat schon auf Seite 5 dieses Threads jeder verstanden. Aber es ist ein Totschlagargument. Ich gefährde auch andere Menschen, wenn ich einkaufen gehe. Lebensnotwendig? Jein. Ich könnte von Tiefkühlbrot leben. Gehe ich in die Bäckerei, muss ich sogar mit den Angestellten reden und gefährde sie damit deutlich mehr. Tragen wir alle Masken, kann man das Ansteckungsrisiko dort verringern. Aber es ist nicht weg. Trotzdem muss man deshalb den Bäckereibesuch nicht verbieten.
 
VisualPursuit kommentierte
Dann präzisiere ich mal auf "so weit wie möglich verhindern".
Daß es immer ein Restrisiko geben wird ist allen klar.
 
Dimetos hat zu Recht darauf hingewiesen, dass niemand zu einem Freizeitrisiko gezwungen wird, bei dem er zunächst keinen anderen, sondern nur Gleichgesinnte gefährdet.
Wir kommen hier schon wieder auf eine zunächst so nicht ableitbare Diskussionsebene, wenn man sagt, dadurch werden andere gefährdet.
Bei einer Ansteckungshäufigkeit von aktuell kleiner gleich eins davon zu reden, dass ein einzelner hunderte oder gar tausende anderer Menschen gefährdet, zeigt, wie irrational hier argumentiert wird.
Andere sind erst dann gefährdet, wenn schlüssig belegt werden kann, dass bei der dadurch begünstigten Ausbreitung der Infektion, die sich ohnehin immer weiter ausbreiten wird, eine Erkrankungshäufigkeit erreicht wird, welche unser Gesundheitssystem überfordert.
Als Gegenleistung der Risikobereiten erhält die Gesellschaft ja auch eine vielfache Zahl - geschätzt fast über 90% der Infizierten - von immunisierten Restaurantbesuchern, die einen Schutzwall bilden.
Wenn eine Erkrankung nicht heilbar ist, entscheidet die Letalität über die Anzahl der Toten. Das Verhalten der Gesunden kann die Dynamik des Sterbens aber nicht die Anzahl der Toten beeinflussen, solange die palliativen Behandlungskapazitäten gewahrt sind und weder wirksame Medikamente noch Impfstoffe zur Verfügung stehen.
Das ist weiterhin nicht in Sicht.
Die weitere Aufrechterhaltung der partiellen Abschaffung demokratischer Grundrechte muss dann schon durch Fakten und nicht nur Vermutungen über eine zweite Welle der Infektion belegt werden.
Ab wann darf man von einer Welle sprechen, die in ihren Auswirkungen zur Sterblichkeit letztlich alternativlos ist und bislang vom Gesundheitssystem in Deutschland bestens gemeistert wurde?
Die Woge von Corona-Beatmungsfällen, die ich auch befürchtet hatte, hat es bislang gar nicht gegeben, die Krankenhäuser werden durch Unterauslastung gerade in den Ruin getrieben und da wird bereits die nächste Panikwelle herbeigeredet. Das hat mit Wissenschaft nichts zu tun. Das sind Vermutungen die auch unter Fachleuten sicher nicht unbestritten sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
VisualPursuit kommentierte
Die Ansteckungsgefahr ist statistisch gemittelt kleiner gleich 1.
Das bedeutet daß durchaus 99 Infizierte völlig ohne jemand anders
anzustecken durch's Leben gehen können, und einer im Alleingang
alle Nachbarn in der Straße infiziert.

In Ischgl war es ein einziger infizierter Barkeeper.
Auf dessen Kappe gehen 89 Tote.

Das Argument, daß ein Einzelner hunderte Infektionen weitergeben
könnte ist also keineswegs irrational, sondern belegte Tatsache.

Ja, Statistik hat so ihre Tücken.
 
D
dimetos kommentierte
Ja. In einer Apres-Ski-Bar. Ich war nicht dort, aber um das Klischee zu bedienen: Laute Musik, Leute schreien sich an, dichtes Gedränge. Idealere Bedingungen für die Virusausbreitung gibt es nicht. Wird in Zukunft nicht stattfinden können (wie vermutlich auch Chöre, Fussballspiele mit Publikum, Open-Airs etc.). Der Nachbar wird nicht 99 andere Nachbarn anstecken, wenn er durch die Strasse geht. Vermutlich nicht mal mehr ohne Maske. Wenn wir von Statistik reden, dann bitte nicht mit global gemittelten Wahrscheinlichkeiten.
 
VisualPursuit kommentierte
Es wird (hoffentlich) nicht mehr in diesem Umfang passieren, aber das hängt
wesentlich davon ab wie vernünftig das im Volk gehandhabt wird.
Ich war gestern gezwungen den Nahverkehr zu benutzen und bin auch
durch den Hauptbahnhof in Düsseldorf gekommen.

Was ich da ztu sehen bekommen habe stützt meinen Eindruck daß die
Lockerungen das falsche Signal waren, große Teile der Bevölkerung es immer
noch nicht gerafft haben und die zweite Welle noch mal schlimmer wird.

Mit heftigerem Lockdown.
 
A
audiomac kommentierte
@mfey "sind erst dann gefährdet, wenn schlüssig belegt werden kann " - es werdenwegen Corona Infektionen und Covid-19 Todesfällen bereits Strafuntersuchungen geführt...

Wenn die Oma, Mutter oder sonst ein betreut lebender Angehöriger Mensch stirbt - wird es schnell eng und es werden rollende Köpfe gefordert - dann, weiss man dass, das nicht sein darf...
Wenn einem die Schutzmassnahmen nicht passen - kann man ungestraft deren Aufhebung fordern...

Es ist schon eine verrückte Zeit...
 
mfey kommentierte

Du hast mich falsch vertanden: Die Oma, die nicht ins Restaurant geht, welches ja auch Hygienekonzept und Abstand wieder öffnen können wird, stirbt nicht an den Restaurantbesucher. Dieser darf und wird ohnehin seine Oma nicht besuchen Ich habe nun wirklich mehrfach einen deutlich besseren Schutz der Risikogruppen und des dort eingesetzten Personals gefordert. Bitte reiss nicht Dinge aus dem Zusammenhang, die ich nicht gesagt habe.ebl
Die Oma stirbt dann leichter, wenn sie nicht von Immunisierten umgeben ist, das ist nun mal Tatsache, auch das hast du nicht gelesen oder kannst das Problem insgesamt, das wir hier ständig diskutieren, aus einer Sicht nicht eineordnen.
 
-Anzeige-