Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Aber auch dir in Thailand dürfte nicht entgangen sein, dass in Deutschland nicht genügend Handdesinfektionsmittel und Gesichtsmasken verfügbar sind.

Ich will ja nicht zu zynisch und zu negativ formulieren, frage mich aber, warum in einem "reichen" Hightech Land nach sechs Wochen Pandemie die Basics noch immer nicht verfügbar sind. Henkel, Beiersdorf und 10 andere Buden würden Deutschland mit Desinfektionsmittel (ausreichender Qualität) fluten, wenn man (z.B. das Gesundheitsministerium) bei denen einen Auftrag platziert hätte. Und das Maskenproblem löst man notfalls selbst mit einer Bastelanleitung aus dem Netz.

Für die einfache thailändische Lösung zum Shopping-Problem braucht man sicherlich keine Dissertationsarbeit in Kybernetik, dass sollte irgend jemandem im Gesundheitsministerium auch bei etwas Nachdenken einfallen können und die Durchsetzung so einer Regelung landesweit müsste doch auch irgendwie machbar sein.

Wenn man nach Ostern langsam den Lockdown reduzieren will, dann sollte auch die Infektionsgefahr beim Shoppen minimiert werden.
 
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Bernd, danke für die Quellen, die Du gepostet hast. Leider ist es immer noch so, dass wir zu wenig überSARS-Cov-2 wissen, um sicher zu gehen. Und Ableitungen von Influenza, SARS, MERS und anderen Coronaviren haben inzwischen auch oft gezeigt, dass sie nicht zutreffen. Warum sollten sie es dann hier sein?

Ich will das nicht negieren, dass es so sein KANN. Ich verstehe die Theorie mit der Virenlast als Arbeitshypothese, der nachzugehen sich lohnt. Bewiesen ist das aber noch lange nicht, kann es in der derzeitigen Situation auch nicht sein.


Eben. Deswegen verfolge ich so gut wie möglich auch die Nachfolgemeldungen zu den 91 in Südkorea bestätigten erneut an COVID-19 Erkrankten. Es wäre sehr wichtig zu wissen, ob das Virus schlummert und sich nicht nachweisbar zeigt und es sich damit um ein erneutes Aufflammen derselben Infektion handelt oder um eine Neuansteckung.

Das klingt gut und ich hoffe, auch dieser Ansatz bringt uns weiter. Aber auch hier wird es wohl nicht viel schneller gehen als bei der herkömmlichen Impfstoffentwicklung. Wie siehst Du das, Falk?

In Deutschland wohl auch noch nicht so richtig beachtet ist ein Ansatz aus Marseille : (...)Behandlung mit Hydroxychloroquin am dortigen Institut für Infektionskrankheiten.

Doch Kay, sehr ausführlich sogar. Aber eben auch durchaus kritisch. Und wenn ich auf der verlinkten Homepage folgendes lese (Übersetzung von mir)

"(...) bei allen infizierten Patienten, von denen viele nicht sehr symptomatisch sind und Lungenläsionen im CT aufweisen, wird nach Diagnose der Krankheit angeboten: Behandlung mit einer Kombination aus Hydroxychloroquin (200 mg x 3 pro Tag für 10 Tage) und Azithromycin (500 mg am 1. Tag, dann 250 mg pro Tag für weitere 5 Tage) (...) außerhalb der Genehmigung für das Inverkehrbringen. Bei schwerer Lungenentzündung wird auch ein Breitbandantibiotikum eingesetzt."

... dann hoffe ich nur, dass die Patienten sehr eingehend über Risiken und Status der Therapie aufgeklärt werden. Denn einen Absatz darunter heißt es übersetzt:

"Wir halten es für unethisch, dass dieses Institut nicht systematisch in die therapeutischen Versuche zur Behandlung der Covid-19-Infektion in Frankreich einbezogen wird."

Jetzt bin ich mit den Verhältnissen in Frankreich nicht so vertraut. Aber das klingt doch sehr nach einer privat abgerechneten Behandlung. Didier Raoult hat durchaus einen guten Namen, soweit mir bekannt ist. Dass man jemanden wie ihn also entweder nicht fragt oder seine Ansicht in den die Regierung beratenden Fachkreisen ablehnt, gibt mir zu denken und ich würde gerne wissen, welch Gründe dahinterstecken.
 
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Ich will ja nicht zu zynisch und zu negativ formulieren, frage mich aber, warum in einem "reichen" Hightech Land nach sechs Wochen Pandemie die Basics noch immer nicht verfügbar sind.

Und ich mag hier nicht dauernd alles wiederholen. Wir haben das jetzt oft genug durchgekaut, dass es jedem einleuchten sollte. Wenn das Land, in dem die größten Mengen von PSA produziert werden, zunächst die Bestände selbst benötigt und dann auch nicht produzieren kann, wenn kurz danach alle Länder der Welt einen ebenso großen Bedarf haben, dann wird es eben knapp. Mit Hightechland oder nicht hat das erstmal nichts zu tun.

Ich will ja nicht zu ungehalten formulieren, aber ich kündige jetzt deutlich an, dass ich thematische Wiederholungen ab sofort kommentarlos löschen werde, sofern ein Beitrag keine neuen Informationen zu dem speziellen Thema liefert. Das betrifft zum Beispiel den Mangel an Schutzausrüstung, das Für und Wider des Tragens von Mund-Nasen-Schutz und Handschuhen für die Bevölkerung und was Praktikanten eventuell tun oder nicht tun.
 
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Das klingt gut und ich hoffe, auch dieser Ansatz bringt uns weiter. Aber auch hier wird es wohl nicht viel schneller gehen als bei der herkömmlichen Impfstoffentwicklung. Wie siehst Du das, Falk?
Das ist ja ähnlich zu monoklonalen Antikörpern. Nur dass der hier, wenn ich das richtig verstehe, der Antikörper synthetisch erzeugt wurde (im Computer oder mit chemischen Tests, muss ich noch nachlesen).

Was es ja schon JETZT gibt, ist eine Antikörpertherapie mit aus dem Blutplasma von Infizierten direkt in der Klinik erzeugten Antikörpern. Macht z.B. Erlangen schon. Ich vermute auch, Boris Johnson wurde so behandelt, da wird man sicher nichts haben anbrennen lassen - wird man aber wohl kaum jemals wissen.

Diese synthetischen Antikörper sind halt optimiert in ihrer Wirkung und haben i.d.R. kein großes Nebenwirkungsproblem - sind ja nur Antikörper, also Eiweissmoleküle, die sich an das Virus binden. Tests verlaufen meist positiv, wenn erst ein spezifischer Antikörper gefunden ist.

Herstellen können solche Antikörper halt einige Zellen der Immunantwort, oder Fabriken. Letztere natürlich in viel größerer Menge und billiger. Aber die Produktion ist kompliziert, so weit ich das verstanden habe.

Wegen der schnelleren Tests, weil ein Antikörper schon gefunden wurde, und der geringen Gefahren, verglichen mit Impfstoffen, wird das viel früher zur Verfügung stehen. Wie gesagt, klinische Tests seien für August geplant.
 
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Danke für diesen Link!
Besonders interessant finde ich Kapitel 8 des Beitrages, in welchem er zu der von manchen ins Spiel gebrachten absichtlichen Infizierung von sogenannten Nicht-Risiko-Gruppen der Bevölkerung mit dem Corona-Virus Stellung nimmt.
Hier ein Auszug daraus:

"Wir können nur sagen, was nicht machbar ist: eine aktive Durchseuchung der nicht-Risiko-Gruppen mit dem COVID-19-Virus ist mit Sicherheit ein absolutes Hirngespinst. Es kann nur Leuten in den Sinn kommen, die keine Ahnung von Biologie, Medizin und Ethik haben:

  1. kommt es mit Sicherheit nicht in Frage, Millionen von Gesunden Mitbürgern absichtlich mit einem aggressiven Virus zu infizieren, von welchem wir eigentlich überhaupt nichts wissen, weder das Ausmass der akuten Schädigung, noch die Langzeitfolgen;
  2. je grösser die Anzahl Viren pro Population, desto grösser die Wahrscheinlichkeit einer zufälligen Mutation, welche das Virus noch aggressiver machen könnte. Also sollten wir sicher nicht aktiv mithelfen, die Anzahl Viren pro Population zu erhöhen.
  3. Je mehr Leute mit COVID-19 infiziert sind, desto wahrscheinlicher wird es, dass sich dieses Virus noch „besser“ an den Menschen adaptiert und noch desaströser wird. Es wird ja angenommen, dass das bereits einmal passiert ist.
  4. bei staatlichen Reserven von angeblich 750 Milliarden, ist es ethisch und moralisch verwerflich, aus blossen wirtschaftlichen Überlegungen Millionen von gesunden Personen zu infizieren.
  5. Die gewollte Infizierung gesunder Leute mit diesem aggressiven Virus würde eines der fundamentalen Prinzipien der gesamten Medizingeschichte aus reinen, kurzfristigen ökonomischen „Bedenken“ akut aushebeln: das Prinzip des „primum nil nocere“. Ich würde mich als Mediziner weigern, an einer derartigen Impfaktion überhaupt teilzunehmen."
Gruß
Hans
 
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Danke für die Zusammenfassung.
Jedem, der auf dem Boden des Grundgesetzes oder der Humanität steht, ist das klar.
Was ist das gerettete Geschäft wert, wenn dafür Nachbarn und Freunde sterben müssten. Da fang ich lieber nochmal von vorne an.
(Ich bin mir des moralischen Spagats angesichts der Armut in der Welt und täglich verhungernden Kindern bewusst. Das liegt aber weit außerhalb meines Wirkungskreises )
 
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Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat ihre 3. ad-hoc-Stellungnahme zur Corona-Virus-Pandemie vorgelegt. Diese spielt laut Bundeskanzlerin Angela Merkel eine wichtige Rolle bei der Entscheidung über erste Schritte zu einer Rückkehr zur Normalität.

Zitat aus der Beschreibung der Stellungnahme:

"Die Autorinnen und Autoren der Stellungnahme betonen, dass vor dem Hintergrund der durch die Coronavirus-Pandemie verursachten psychischen, sozialen, wirtschaftlichen, zivilgesellschaftlichen und politischen Probleme die rasche Eindämmung der Ausbreitung der Pandemie weiterhin höchste Priorität haben müsse. Wenngleich die Pandemie das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben noch auf Monate bestimmen wird, gelte es nun, über die akuten Einschränkungen zentraler Grundrechte (wie der Bewegungsfreiheit) hinaus zu gehen und Kriterien und Strategien für die allmähliche Rückkehr in die Normalität zu entwickeln. Voraussetzung für eine solche allmähliche Lockerung sei, so die Stellungnahme, dass sich die Neuinfektionen auf einem niedrigen Niveau stabilisieren, das Gesundheitssystem nicht überlastet wird, Infizierte zunehmend identifiziert werden und die Schutzmaßnahmen (Hygienemaßnahmen, Mund-Nasen-Schutz, Distanzregeln) eingehalten werden."

Zum 19-seitigen PDF geht es hier:
 
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Zitat aus der Beschreibung der Stellungnahme:
Und hier ein weiteres Zitat:
Es ist tatsächlich wichtig, die Informationslage derart zu gestalten, dass die subjektiv erlebte Bedrohung nicht überhand nimmt!
Hoffentlich wird dementsprechend gehandelt.
 
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Das ist ja ähnlich zu monoklonalen Antikörpern. Nur dass der hier, wenn ich das richtig verstehe, der Antikörper synthetisch erzeugt wurde (im Computer oder mit chemischen Tests, muss ich noch nachlesen).
Ok, hab jetzt Zeit gefunden, noch ein wenig mehr zu stöbern
Hier ist die PhD Thesis von 2017 zu den Arbeiten:
Endlich mal eine PhD Thesis, die den Namen auch verdient.

Der Ansatz ist tatsächlich Computational Immunology. Das ist aufregend, ich wusste nicht, dass man schon so weit ist. Gegen das SARS-CoV-2 Virus haben sie 9 Wochen benötigt, einen Satz (6-7) passender Antikörper zu berechnen.

Das geht viel weiter als Covid-19. Mit dieser Fähigkeit der Menschheit wird es bald keinem Virus mehr möglich sein, sie anzugreifen. U.a. auch deshalb, weil man prophylaktisch Antikörper gegen wahrscheinliche Mutationen herstellen kann. Ferner kann man Antikörper gegen unveränderliche Antigene schnell mutierender Viren herstellen, was das Immunsystem nicht schaffen kann, weil es die dafür nötige Information nicht besitzt. Also z.B. auch gegen Erkältung, Schnupfen, saisonale Grippe etc.

Total spannend, ich bin richtig aufgeregt. Die Firma ist noch neu und Startup, aber ohne VC, was sie mir total sympathisch macht. Sie verdienen mit ihrer Software und Antikörper Bibliotheken.

Mich würde eine weitere unabhängige Meinung aus dem Virologen-Umfeld interessieren. Die machen die nächsten Tage Tests an Hamstern, danach gibt es im Prinzip ein Heilmittel, dem nur noch klinische Tests fehlen.

Jedenfalls habe ich auf centivax.com finanzielle Unterstützung geleistet (Crowdfunding Link).

Manchmal bin ich doch ziemlich stolz auf uns Menschen ...
 
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falconeye kommentierte
Distributed Bio ist 16 Leute groß. Und trotzdem könnten sie das Covid-Problem schneller als irgendjemand sonst lösen ...
 
HaDiDi kommentierte


Schneller lösen. - Nööö, in Beitrag #2.995 begründe ich auch warum.
 
Danke für den Link. Zu den geforderten „niedrigen Neuinfektionsraten“ konnte ich leider keine quantitative Aussage finden, es steht dort nur: „In den nächsten Wochen und Monaten sollte die Zahl der Neuinfektionen soweit wie möglich kontrolliert auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. Dabei sind Kurzzeitprognose-Modelle immer mit aktualisier- ten, hochaufgelösten Daten anzupassen.

Immerhin war Dirk Brockmann Teil der AG, ich hatte hier schon einmal sein Forecast-Modell verlinkt.
 
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Der Ansatz ist tatsächlich Computational Immunology.

Der Ansatz ist Proteinchemie, oder Proteindesign.

Ein Enzym und dazu kann man auch einen Antikörper im weitesten Sinne zählen, besteht aus der Sekundärstruktur, alpha-Helix, beta-Faltblatt und manchmal Disulfid-Brücken, die zur 3D-Stuktur des Proteins führen und diese Struktur unter bestimmten Bedingungen (pH, Temperatur, etc.) stabil halten. Außerdem formen sie das Protein so, dass das aktive Zentrum, also der Bereich, wo eine Assoziation zu einem Substrat, oder Epitop stattfindet, entsprechend zugänglich ist.

In den letzten 30 Jahren hat man viele Enzyme kristallisiert (teilweise mit gebundenem Substrat) und hat so etwas über die 3D-Strukturen und die Bindungsaffinitäten gelernt. Danach hat man durch gezielte Mutagenesen einzelne Aminosäuren ausgetauscht: Im aktiven Zentrum wollte man so Bindungsaffinitäten und Substratumsatz verändern, in der Sekundärstruktur wollte man Proteine schaffen, die z.B. temperaturstabiler werden.

Ähnliche Arbeiten sind bei Antikörpern gelaufen. Zunächst hat man versucht zu verstehen, was ein gutes Epitop ist, also die Bindungsstelle, die ein spezifischer Antikörper bei einem Antigen erkennt. Welche Aminosäuren in einem Epitop werden besser erkannt, wie muss die 3D-Stuktur eines Epitops aussehen, damit sich Antikörper mit Bindungsaffinität herausbilden können. Dann hat man sich mit den Unterschieden (Aminosäuren und 3D-Struktur) beim Antikörper IgG beschäftigt.

Wer sich da etwas einlesen will, hier ein relativ einfach verständlicher Beitrag:


Wer es komplexer mag und experimenteller:



Nachdem unser Körper in der selbst/nicht-selbst-Reaktion eine fremde Substanz erkannt hat, beginnt er mit seiner Immunantwort. Alle möglichen Bindungsstellen, Aminosäurenkombinationen und 3D-Strukturen, die ein Computer modellieren kann, kann prinzipiell auch unser Körper ausbilden.
Bei einem großen Fremdpartikel, wie einem Virus, wird unser Immunsystem diverse Epitope erkennen und einen Satz unterschiedlicher IgGs ausbilden, die das Virus an ganz unterschiedlichen Stellen angreifen. Das ist normalerweise therapeutisch wirksamer, als der Einsatz nur eines spezifischen (häufig monoklonalen Antikörper) der nur an einer Stelle binden kann. Spezifisch bindende Antikörper (meist Monoklonale) nimmt man eher zum Markieren.

Was immer dieses Unternehmen herausgefunden hat, es muss sich erstmal zeigen, ob Covid im menschlichen Körper das eine ausgewählte Epitop entsprechend präsentiert und ob dieser eine Antikörpertyp, dann dass Virus so stark in seiner Reproduktionsfähigkeit inhibiert, so dass der Krankheitsverlauf abgemildert wird. Der Weg von in vitro Experimenten zu einer in vivo (im Körper eines infizierten Menschen) Wirkung ist ziemlich weit.

Und selbst wenn man DEN spezifischen IgG findet, der einer körpereigenen Immunantwort, die das Virus an vielen Stellen gleichzeitig angreift, überlegen ist, muss man danach diesen spezifischen Antikörper in großen Mengen produzieren, um damit Hunderttausende von Kranken behandeln zu können. Das müsste dann in speziellen Zellkulturen stattfinden, über Kosten und mögliche Produktionsmengen möchte ich nicht nachdenken, aber für eine Pandemie wahrscheinlich nicht darstellbar. Da sind Antiseren von Menschen, die covid überstanden haben, schneller und in größerer Menge verfügbar. Bei covid wird der spezifische Antikörper-Ansatz keinen breitflächigen Durchbruch bringen.

Und Du kannst sicher sein, dass es viele hochkompetente Risk Capital Gesellschaften gibt, die ständig nach Start-ups mit erfolgversprechenden Ansätzen suchen. Liquidität ist im Überfluss vorhanden, wenn der Ansatz so spektakulär wäre, brauchten die Jungs kein Crowdfunding. Wäre es ein Rohdiamant, den hätten sich Black Rock & Co. diesen schon gesichert.

Der Ansatz ist wissenschaftlich interessant, aber nicht spektakulär, es gibt viele Gruppen und Start-ups, die sich mit Epitop-Antikörper-Bindungsstudien beschäftigen und letztendlich geht es ja darum.
 
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Bei diesem Satz habe ich dann abgeschaltet.

Zu behaupten, dass Dr. David Halpern und Sir Patrick Vallance sowie diverse Profs. an Universitäten in Kalifornien, etc. morallose Gesellen sind, die zudem keine Ahnung von Biologie haben, ist schon eine ziemlich dreiste Äußerung.

Kapitel acht ist kein wissenschaftliches Kapitel, da fließen vor allem eigene Werte, religiöse Überzeugungen, aber auch Egoismus - eigenes Gefährdungspotential ein. Und da kann es durchaus zu unterschiedlichen Prioritäten kommen, sprich die gesellschaftliche Gesamtschadensbilanz kann man sehr unterschiedlich bewerten.

(off-topic und Themenwiederholung gelöscht)
 
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Guten Morgen zusammen

Ich hoffe, eure Osterfeiertage waren so schön, wie unter diesen Umständen nur möglich. Heute geht es wieder weiter mit dem "neuen Alltag" und ich wünsche uns, dass wir alle das Beste daraus machen.

Heute um 10 Uhr gibt es wieder eine Pressekonferenz des Robert Koch-Instituts zum aktuellen Corona-Sachstand, zu sehen wie immer auf phoenix. Die Fallzahlen hängen da ja wegen des Meldeverzugs immer hinterher, ganz besonders ist das immer übers Wochenende und wie jetzt über Ostern zu beobachten. Auch die Zahlen der JHU sind von diesem "Feiertagsfaktor" beeinflusst. Deshalb erschreckt euch nicht, wenn heute und morgen (beim RKI übermorgen) die Fallzahlen wieder ansteigen und den Meldeverzug aufholen.

Zu Chloroquin habe ich eine neue Meldung gefunden, Quelle br.de - hat da jemand einen Link zu der brasilianischen Studie, zu der ja schon Zwischenergebnisse vorgelegt werden? Ich konnte auf die Schnelle nichts valides finden:

"Eine Studie zur Behandlung von Coronavirus-Infektionen mit dem Medikament Chloroquin ist wegen Herzrhythmusproblemen bei manchen Teilnehmern teilweise gestoppt worden. Brasilianische Wissenschaftler hatten das Malaria-Medikament auf seine Wirksamkeit gegen Covid-19 untersucht. Seit langem ist bekannt, dass es schwere Nebenwirkungen haben kann, darunter eine Änderung des Herzschlags, die zu einem plötzlichen Tod führen kann. Bei der in der brasilianischen Stadt Manaus durchgeführten Studie war geplant gewesen, an 440 schwerkranken Covid-19-Patienten Chloroquin in zwei Dosen zu testen. Die Forscher veröffentlichten Ergebnisse schon nachdem 81 Patienten mit dem Präparat behandelt worden waren."
 
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Andere Länder, andere Sitten.
Die USA und Deutschland gründen auf recht unterschiedlichen Verfassungen. Dort steht die Freiheit an vorderster Stelle und der Staat ist nicht allzusehr in die Pflicht genommen. Ganz anders bei uns. Hier steht die Würde des Menschen an erster Stelle und der Staat hat alle Menschen, die sich in seinem Bereich aufhalten zu schützen. Hierzu können die im GG garantierten Freiheitsrechte, die nachrangig sind zugunsten Art 1 eingeschränkt werden. Das war auch vor Corona schon so.

Unf natürlich hat dieser Unterschied Auswirkungen auf die Optionen, die Wissenschaftler vorschlagen können ...
 
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Ich fand den Artikel aus der Schweiz sehr lesenswert, danke fuer den Link!
Einige Aussagen kann ich nicht ganz beurteilen, z.B. den Pessimismus betreffs einer Impfung.
Auch die Aussage Grippeimpfung bringt nichts muss ich -persönlich - widersprechen.
Ich lasse mich seit einigen Jahren gegen Grippe impfen, auf einer Reise in die USA im Feb letztes Jahr bekam meine erwachsene Tochter eine schwere Grippe mit hohem Fieber und typischen Symptomen, ich hab sie eine Woche lang gepflegt im Hotel und bin selbst nicht krank geworden - fuer mich zumindest ein Beweis dass die Impfung damals funktioniert hat.

Bei den Passagen zum Ursprung des Virus keimt bei mir aber der Verdacht, das es evtl. doch ein Unfall im Labor in Wuhan gewesen sein koennte.

Gestern las ich das es neue Ansaetze zur Behandlung gibt statt Beatmung, fruehzeitig Stickoxidgaben.

Allen im Forum eine gesunde Woche.
 
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Auch die Aussage Grippeimpfung bringt nichts muss ich -persönlich - widersprechen.
Das war imho im Zusammenhang mit COVID-19 gemeint. Viele haben überlegt, sich gegen Grippe impfen zu lassen - nicht wegen der Grippe, sondern weil sie sich davon versprechen, dass dann ggf COVID-19-Symptome und Verlaufsschwere günstig beeinflusst werden. Gegen die Wirksamkeit der Grippeimpfung gegen Grippe hat der Autor keine Einwände erhoben.
 
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hansolo22 kommentierte
Betreffs der Grippeimpfung das lese ich eindeutig anders, besonders im Zusammenhang mit dem Begriff "Werbung".
 
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