Ich habe verschiedene RAW-Konverter ausprobiert, bevor ich mich für CNX entschieden habe:
ACR (mit Photoshop), Bibble Pro, Aperture, Capture NX.
1. Photoshop war schon eine Versuchung, aber Camera Raw hat mich nicht so überzeugt.
2. Wer sich über schlechte Bedienbarkeit von CNX auslässt, der sollte mal Bibble Pro ausprobieren - das ist die echte Katastrophe (ganz subjektiv).
3. In die engere Wahl kamen für mich Aperture und CNX. Den größten Vorteil von Aperture sehe ich in der Stapelverarbeitung und den schönen Apple-Fotobüchern, die man direkt aus Aperture (wie aus iPhoto) heraus erstellen und bestellen kann.
4. Das - aus meiner Sicht - beste Argument für CNX ist der Zugriff auf die Kameraeinstellungen.
Unter "Grundlegende Einstellungen" - "Kameraeinstellungen" lassen sich Tonwertkorrektur, Scharfzeichnung, Farbmodus und Sättigung nachträglich ändern, so als würde man die Kamera für jede Aufnahme nachträglich neu einstellen.
Und unter "RAW-Einstellungen" lassen sich natürlich u.a. Belichtung und Weißabgleich korrigieren.
Und nun zur Bedienung von CNX:
Lässt man sich von dem Programm führen, ist sie eigentlich ganz einfach.
Will man seine gewohnten "Photoshop-Schritte" machen, hat man so seine Schwierigkeiten.
Vieles kann man natürlich unter "Grundlegende Einstellungen" korrigieren, aber dort sind eigentlich nur die Kameraeinstellung und die RAW-Einstellungen sinnvoll.
Alles andere sollte man mit neuen "Schritten" machen - die sind nämlich nichts anderes als die Einstellungsebenen aus PS, nur heißen sie nicht so. Und mit den Auswahlwerkzeugen (Pinsel, Verlauf, ...) erstellt man nichts anderes als eine Maske, nur heißt das nicht so.
Und das Menü "Anpassen" gibt die Reihenfolge vor, in der die Anpassungen (für die meisten Fälle) das beste Ergebnis bringen: erst Helligkeit, dann Farbe, Scharf-/Weichzeichnung u.s.w.
Fazit:
Ob CNX "besser ist" als ACR kann man so nicht beantworten.
Für mich ist CNX besser, für Bildoptimierung optimal - und alles, was CNX nicht kann (Perspektivekorrektur, Montagen ...) mache ich mit dem Pixelmator, der reicht für meine Bedürfnisse - und bedient sich wie PS.
