Information Canon RF 11- 600 und 11-800


dembi64

NF-F Premium Mitglied
na ja, der Trend geht eben zu klein, leicht und kostengünstig. Solche Objektive waren in der Vergangenheit nur denen zugänglich die eben mal Summen im Gegenwert eines Kleinwagens auf den Tisch legen konnten. Mal sehen wie sich diese Objektive in der Praxis bewähren.
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Wenn man sich nur ein 300/5.6 oder 400/5.6 vom Gewicht her und finanziell leisten kann, aber 600 bis 800 mm Brennweite braucht, setzt man halt einen 2-fach Telekonverter dran. Dann geht normalerweise aber kein AF mehr, und die Abbildungsleistung bei Offenblende 5.6x2=11 ist nicht mehr so toll.
Diese neuen Canon Teles haben wohl AF und dürften voll Offenblentauglich sein.
 
siggi65
siggi65 kommentierte
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Richtig. Die haben eine perfekt runde Blende, weil es eben nur Festblende 11 gibt.
Wegen Preis, Gewicht und Packmaß werden das Objektive sein, die eben dann doch
mal mitgenommen werden, wo größere Klopper zu Hause bleiben bzw finanziell aus
dem Raster fallen. Das beste Objektiv ist immer noch das das man dabei hat.

Edith sagt gerade, daß man da eben Kompromisse machen muss. Jeder entscheidet
selbst wie faul er die findet.
 

Tom-2001

NF Mitglied
Mir gefällt es sehr gut, dass Canon jetzt eine Alternative zu den extrem teuren Profi-Teles anbietet. Auf Youtube finden sich schon erste Tests, z.B. von Jared Polin. Die Objektive schneiden sehr gut ab, sind aber wg. F11 nicht für Anfänger geeignet.
 
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siggi65
siggi65 kommentierte
T
Tom-2001 kommentierte
Von Blende für Anfänger habe ich nichts geschrieben, es geht um die Lichtstärke. Mit einem 600 F5,6 ist das Fotografieren einfacher als mit einem 600 F11.
 

Noctilux1

Unterstützendes Mitglied
Ja wenn Jared Polin das schreibt . Mir war nicht klar das 11 die feste Blende ist. Ich hab noch ein paar alte Weinflaschen,
Die könnte ich mit einem Adapter an meine D500 murksen. Das ist noch billiger, Lichtstärke ist ja anscheinend eh kein Thema mehr und der gute JP. Testet esbestimmt als gut wenn ich mich erkenntlich zeige.
 
2 Kommentare
T
Tom-2001 kommentierte
1) Lichtstärke ist sehr wohl ein Thema. Nur ist Canon auf die Idee gekommen jetzt mal eine Alternative anzubieten.
2) Der Autofocus von SLRs kommt bei bestimmten Lichtstärken an seine Grenzen (bei meiner Df ab F8). Die R5 und R6 sind hier deutlich überlegen.
P.S. Ich bin kein Canon Fanboy, sondern fotografiere seit 40 Jahren mit Nikon. Es bereitet mir aber Sorgen, dass Nikon in den letzten Jahren sehr viele Fehlentscheidungen getroffen hat.
 
Stefan L.
Stefan L. kommentierte
Ach und Du hast die Linsen schon ausführlich getestet, um das beurteilen zu können?

Ich hätte sowas ganz gern für meine Sonys, was soll bei den heutigen High-ISO Fähigkeiten in Verbindung mit IBIS bei F11 schon ein Problem sein? Lieber eine kleine günstige Linse die man sich auch wirklich leisten kann und die tragbar bleibt, als so ein 600 F4 Klopper, der einer elitären Minderheit vorbehalten bleibt.
 

Labradorit

Aktives und bekanntes NF-Mitglied
Dann geht normalerweise aber kein AF mehr, und die Abbildungsleistung bei Offenblende 5.6x2=11 ist nicht mehr so toll.
Die Blendenwerte sind aber logarithmisch. Blende 5.6 mit 2x Konverter müsste Blende 8 ergeben oder sehe ich da was falsch?
 
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dembi64
dembi64 kommentierte
Ja, das siehst du falsch. 2 Blenden gehen verloren. Mit einem 1,4fach Konverter nur eine.
 
Labradorit
Labradorit kommentierte
Danke für die Korrektur! Hatte hier einen Denkfehler.
 

Noctilux1

Unterstützendes Mitglied
Nein, ich habe und werde diese Linsen nicht testen. Ich halte solche Objektive für Dümmlich.
 
Stefan L.
Stefan L. kommentierte
Einer der besten Sportwagen der Welt kam mit mal gerade 120PS um die Ecke und brannte auf der Rennstrecke Zeiten hin, das sich die übergewichtigen Kollegen mit Monster-PS Zahlen und Monster-Preisen behaupten müßten. Wer jemals ein Lieschen (Lotus Elise) fahren durfte weiß, das klein und leicht trotz überschaubarer Motorleistung manchen mit mehr als der doppelten Leistung locker stehen ließ.

Wird mit den beiden RFs nicht anders sein. Wenn jemand weiß was er tut, wird er mit den Linsen bessere Fotos nach Hause bringen als der Prahlhans mit dem fetten 600 4.0
 
Christian B.
Christian B. kommentierte
Stefan, auch das kommt wieder darauf an. In bestimmten Situationen ist Lichtstärke durch nichts zu ersetzen als durch noch mehr Lichtstärke, und die Natur- und Sportfotografen, die unter schlechten Lichtverhältnissen mit einem 4/600 ansitzen , als Prahlhälse zu verunglimpfen, ist auch nicht zielführend. Aber richtig ist, dass man mit einem solchen Objektiv nicht gerade per pedes mobil ist. Dafür ist z.B das Nikkor 5.6/500 PF, die Zoomklasse 200-500 bis 150-600mm, ggf am DX-Sensor, ein mfT-System oder eben jetzt so ein Canon-Tele sehr hilfreich. Beides hat mal hier, mal da seine Berechtigung, und je mehr Auswahl wir haben, umso besser.
 
Stefan L.
Stefan L. kommentierte
Christian, das ist doch exakt was ich meinte. Jemand der mit einem 800 5.6 tolle Ergebnisse bringt wird das auch mit dem 800 11 hinbekommen. Sind ja mal gerade zwei Blendenstufen. Wer ohne die Linsen jemals probiert zu haben meint, das dies Marmeladengläser sind, wird zu 99,9% auch mit dem 600 4 nix gescheites zu Stande bringen.
 

ernst.w

NF-F Premium Mitglied
Bevor man so eine Bewertung raushaut, sollte man erst einmal nachdenken (und in diesem Forum nachlesen).
Nein, heute macht man das nicht. Heute will man vor allem den eigenen Frust loswerden. ;)

Wer sich "Noctilux" nennt, will Lichtstärke, das verstehe ich. Dass Preis und optische Qualität auch eine Rolle bei der Wahl eines Objektivs und vor allem bei der Bildqualität sein könnte, wird dann gerne übersehen., Und dann kommt es eben zu Aussagen wie "Ich könnte auch einen Flaschenboden... kommt aufs selbe raus." oder ähnlich. Da greifen dann Vernunftargumente nicht mehr. Leider.

Dass der AF bei Blende 11 an der Grenze der Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit arbeitet, selbt wenn die R5/6 da noch garade mitkönnen, sollte aber jedem Käufer klar sein. Aber was haben wir nicht früher, als Filme noch 400 ASA hatten, an Spiegelteles manuell verwendet... hat auch Spaßgemacht. ;) Und diese Spiegelteles waren damals wirklich auch Grenzfälle.
 
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Christian B.

NF-F Premium Mitglied
Und diese Spiegelteles waren damals wirklich auch Grenzfälle.
Und sind es tatsächlich trotz der heute genialen Sensortechnik geblieben. Selbst bei guten Spiegelteles (ich habe z.B. das neueste REFLEX-Nikkor 8/500mm und das neueste REFLEX-Nikkor 11/1000mm in meiner Sammlung) ist es trotz live-view und der Möglichkeit, in der Bildnachbearbeitung die flauen Kontraste stark aufzusteilen, nur sehr schwer möglich, halbwegs scharfe und kontrastreiche Bilder hinzubekommen. Das werden die neuen Canons optischer sicher sehr viel besser sein.
 
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Christian B.

NF-F Premium Mitglied
Es kommt noch ein Grund hinzu, warum man jetzt bei den spiegellosen Kameras etwas ausprobieren kann, was mit SLR und DSLR grenzwertig war: Das Sucherbild wird ja automatisch auf den Wert aufgehellt, den das künftige Bild haben wird. Zusätzlich kann man die Sucherlupe verwenden. Bei SLR oder DSLR bekommt man ja bei sehr lichtschwachen Objektiven, wie z.B. Spiegelobjektiven, recht dunkle Sucherbilder, die das manuelle Fokussieren zusätzlich erschweren.
 
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ernst.w

NF-F Premium Mitglied
In einem Fotoforum sollten doch gerade die alten Hasen Lichtstärke zu schätzen wissen.
Na sicher wissen wir Lichtstärke zu schätzen. Aber realistisch sind weder Preis noch Gewicht bei wirklich langen Brennweiten für mich tragbar. Es geht nicht um „überzahlt“, sondern schlicht um „mehr Geld als meine Börse hergibt“.

Deshalb finde ich den Versuch Canons durchaus interessant - auch wenn er für meine Kamera nicht taugt.
 
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VisualPursuit

Sehr aktives Mitglied
So gibt es von Olympus ein 5.0-6.3/100-400mm, das 1,36 kg wiegt und einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 200-800mm entspricht. Das Canon RF hat - obwohl es eine Festbrennweite und kein Zoom ist - ähnliche Abmessungen und wiegt 1,26 kg (und ist unwesentlich günstiger als das vorgenannte Olympus-Objektiv). Dies kommt alles nicht von ungefähr, denn die kleinbildäquivalente Lichtstärke des Olympus 100-400mm beträgt 10,0 - 12,6.
Da hast Du einen kapitalen Denkfehler. Kleinbildäquivalent ist die Schärfenausdehnung bei Blende 10,0-12,6.
Die Lichtstärke jedoch bleibt bei 5.0-6,3 - mit entsprechend günstigen Vorbedingungen für Verschlusszeit
und Empfindlichkeit.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Vielleicht magst Du das noch einmal bestätigen?
Dieses Thema ist i.d.T. ausdiskutiert. Was VisualPursuit schreibt mag subjektiv zutreffen, ist dann vor allem der jeweiligen JPG-Engine geschuldet. Objektiv trifft dies in dieser Allgemeinheit nicht zu. Im Gegenteil, einige low-light optimierte FX-Kameras haben eine zweite Stufe in der ISO-Verarbeitung und sind ab ISO 400 oder 800 sogar überproportional besser. Aber ignorieren wir das mal.

Ansonsten sind die Kameras objektiv inzwischen alle mehr oder weniger gleich, sie rauschen eben GENAU so stark, wie kein Licht gesammelt wird, d.h., wie vorne der Linsen-Durchmesser fehlt (Blende, nicht Blendenzahl), oder hinten die Sammelzeit (Verschlusszeit).

Sehr schön sieht man dies hier (die beiden aktuell höchst-rangierenden FX und mFT Kameras).
Die 32dB-Linie wird bei 1600 bzw. 700 ISO gerissen.
Vier Anm.:
1. Das sind nur 1.2 Blenden Unterschied, die Olympus schlägt sich also ordentlich! Allerdings ist die D850 auf Low-Iso, nicht High-Iso, optimiert (tatsächliche 2 Blenden Vorsprung beim Dynamikumfang). Die A7S/SII oder Nikon Z6 sind bzgl. 32dB-Linie z.B. 0.5 Blenden besser, die zweitplazierte Panasonic auch; und die zweitplazierte Oly E-M10D wäre 0.5 Blenden schlechter. Das sind also auch 2 Blenden Unterschied, die aber von Modell zu Modell +/- 0.5 Blenden variieren.
2. Die Kurven verlaufen ziemlich gerade, da gibt es keine magischen Sprünge, ab denen es besser / schlechter würde ;)
3. Das sind Messungen (RAW). Der subjektive Eindruck in der Praxis (unterschiedliche JPG-Engines und Auflösung) kann davon abweichen.
4. Die Oly zeigt bei 700 ISO gemessen im Display 1600 ISO an. Auch so etwas kann zu falschen Eindrücken führen ... ;)

P.S.
Wenn es hier um das Thema geht, ob lichtschwache Objektive an FXSinn machen: Natürlich! Und natürlich kann man ihren halbierten Blendenwert so 1:1 mit mFT vergleichen, ohne Wenn und Aber. F11 verhält sich also wie F5.6 an mFT. Für professionelle Fotos natürlich in beiden Fällen zu wenig, aber es gibt ja auch Momente, da geht es nicht ums Geldverdienen ...

Grundsätzlich aber ist ein 800/11 eine feine Sache, hat ja immerhin auch noch 73mm Durchmesser, wie ein 200/2.8! Und liegt grad noch so im beugungstolerablen Bereich für einen 40MP Sensor - hätte man auch mit Festblende bauen können :)

@VisualPursuit Wenn Du mFT und FX vergleichst, musst Du alle drei Parameter umrechnen: mFT-Brennweite*2, mFT-Blende*2, mFT-ISO*4! Eine mFT mit Basis-ISO 100 hat also nur eine FX-äquivalente Basis-ISO von 400 - und einen entsprechenden Verlust der Qualität bei lichtstarken Motiven - für mich fast der Hauptnachteil von mFT, da man dies nicht mit lichtstarken Objektiven kompensieren kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
"DXO? My eyes have disagreed with them in the past." (Roger Cicala)

Der "subjektive Eindruck in der Praxis" ist das was der Anwender am Ende sehen kann.

Genau deswegen gucken wir eben am Bild was rauskommt und
geben nichts auf Imatest und Co.
Dr. Nasse von Zeiss hatte höchstes Lob für unser Vorgehen.
Sein früher Tod verhinderte jedoch daß wir die geplante gemeinsame
Weiterentwicklung zusammen ausführen konnten.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Der "subjektive Eindruck in der Praxis" ist das was der Anwender am Ende sehen kann.
Der subjektive Eindruck hängt dann aber vor allem an den Einstellungen und dem Geschick bei der Nachbearbeitung, fast nicht mehr an der Kamera. Dann bitte unterlasse man einen Sensortest ganz. Anekdote: Meine D800E sah bei hohen ISO im Vergleich zu meiner D850 grottig aus. Nachdem ich sah, was meine D850 kann, habe ich einige High-ISO D800E-Bilder noch einmal neu bearbeitet, mit neuerer Software und besseren Einstellungen. Und siehe da, fast kein Unterschied mehr!

Der Mensch lässt sich ohne moderne Messtechnik zu leicht aufs Glatteis führen. DxO ist hier das alleinige Maß der Dinge, die Physiker dort verstehen nämlich die Physik dahinter ausreichend gut. Die drei DxO-Kennzahlen messen zuverlässig das Potential einer Kamera. Wie gut die Bilder tatsächlich werden, bestimmt am Ende natürlich immer noch der Fotograf ;)

Mit Hubert Nasse hatte ich seinerzeit auch Kontakt, wirklich schade, dass er nicht mehr unter uns weilt. Aber er wie auch Roger Cicala sind nicht die erste Referenz, wenn es um Sensortests geht.

Das ist so ähnlich wie der Test von Software: z.B. Photoshop vs. Affinity Photo. Vergleicht man am Ende objektiv die Software, oder nur die individuellen Fähigkeiten der Tester? Für Sensoren hat DxO das Problem für uns gelöst, das sollte man nicht ignorieren.
 
Zuletzt bearbeitet:

HaDiDi

Sehr aktives Mitglied
Als ich die erste Meldung über diese Dunkelzooms gelesen habe, habe ich zunächst meine Lesebrille geputzt. Kann das wirklich sein? Führen rauschärmere Sensoren und IBIS nun zu Teleobjektiven mit Anfangsblende 11? Sieht so der Fortschritt aus?

Blende 11 benutze ich äußerst selten, mal bei einem Makro, oder bei einer Landschaftsaufnahme, überwiegend fotografiere ich mit 1,8-2,8 oder 4,0-8,0 je nach Objektiv und Motiv.

Das Nikon 200-500/5,6 führt am APS-C Sensor zu einer Bildwirkung von etwa Blende 8 und deckt auch (fast) den äquivalenten Brennweitenbereich 600-800mm ab. Die Freistellung bei Wildlife-Aufnahmen ist noch akzeptabel. Wer hat Bedarf an Wildlife-Aufnahmen mit Anfangsblende 11? - Nikon-Fotografen sicherlich nicht.
 
1 Kommentar
Christian B.
Christian B. kommentierte
Das 200-500/5.6 an DX ist kleinbildäquivalent 8/300-750 und in der Tat eine ausgezeichnete Kombi. Sie ist aber noch immer doppelt so schwer wie das eine Lichtstärke schlechtere Canon 11/800 an FX. Beim Gewicht spielt hier die Musik.
 

Beuteltier

Platin Mitglied - NF "proofed"
Blende 11 benutze ich äußerst selten, mal bei einem Makro, oder bei einer Landschaftsaufnahme, überwiegend fotografiere ich mit 1,8-2,8 oder 4,0-8,0 je nach Objektiv und Motiv.
Ich verwende bei einem Tele wie z.B. dem 500/4, das ich vor gut 3 Monaten hatte, nur bei Motiventfernungen nahe unendlich Offenblende - im Nahbereich (5 Meter) ist mir die Tiefenschärfe/Schärfentiefe da viel zu gering, da wird tatsächlich auf f/8 bis f/16 abgeblendet.
Und für die Fotos einer totalen Sonnenfinsternis 1999 habe ich 1600 mm Brennweite bei f/32 verwendet.
 
Kommentar

VisualPursuit

Sehr aktives Mitglied
Und hier wird es auseinandergenommen:
 
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