Brasilien - Pantanal

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Danke, Kiboko kann sich selber loben, tolle Bilder, ich lobe Kiboko auch
 
Kommentar
Vielen Dank, Crossi, Seamaster, Klaus und Erhard für Euer Lob und all die Anderen, die Kiboko mit den Likes überschütten.
Wir sind erst am Anfang des 2. Reisetages.
Die Highlights kommen erst noch.
Der Bilderzähler nähert sich der 100.
Es werden voraussichtlich mehr als 500 Bilder werden.
Dank der neuen Forumsoftware geht das Umsetzen der Beiträge auch sehr einfach.

Brasilien, Tag 2-3: Piuval im Wald

Bevor die Reise zur nächsten Unterkunft, der Pousada Rio Claro geht, unternimmt Kiboko noch eine Wanderung in ein Waldstück in Piuval. Dank unseres Guides Roberto können wir uns auf Piuval frei bewegen.
Mit dem Auto geht es bis zu dem Waldstück, indem auch der Aussichtsturm steht.
Am Waldrand steigen wir aus dem Auto aus und laufen in den Wald.


Bild 90: Am Waldrand​

Schweinerei
Kiboko ist noch nicht so richtig aus dem Auto ausgestiegen, da bewegt sich doch etwas mit sehr hoher Geschwindigkeit.

Pekaris!

Die Schweine laufen in einen Bogen.
Zwischen zwei Baumreihen lassen sie sich noch fotografieren, bevor sie mit hoher Geschwindigkeit im Wald verschwinden.
Ein Sau ist mit ihren Ferkeln unterwegs.
Die Ferkel sind nicht nur schwarz.
Es sind auch helle und gemusterte Ferkel dazwischen.
Neben den Pekaris gibt es im Pantanal verwilderte Hausschweine.
Die Hausschweine breiten sich weiter aus und verdrängen die einheimischen Pekaris.
Auch hier handelt es sich eher um wilde Hausschweine, als um Pekaris.
Schade!


Bild 91: Verwilderte Hausschweine
Kiboko wandert in das Waldstück.
Hier ist es erschreckend dunkel.
Es fällt kaum Licht auf den Boden.
An einem Palmenstamm bewegt sich etwas.
Ein Riesenbaumsteiger (Great Rufous Woodcreeper) wuselt am Palmenstamm entlang und klettert dabei schnell nach oben.
Neben einigen Fehlschüssen sind doch ein paar brauchbare Bilder entstanden.


Bild 92: Riesenbaumsteiger​
Affenbande

Im Wald stehen Acuri Palmen.
Deren harten Früchte sind besonders bei den Hyazinth-Aras beliebt.
Aber auch die Rückenstreifen-Kapuziner (Black-striped tufted Capuchin) mögen die Früchte.
Im dunkeln Wald sind die Äffchen schwer zu fotografieren.
Die Äffchen mögen es nicht, wenn sie offen einen Fotografen gegenüberstehen.
Daher verstecken sie sich ständig hinter Grünzeug.


Bild 93: Rückenstreifen-Kapuziner
Die Äffchen brechen sich eine Nuss aus einen Palmenfruchtstand.
Dann klettern sie schnell auf einen höheren Ast.
Dort wird die Schale der Nuss entfernt und das Fruchtfleisch gegessen.
Dabei war der Affe so vertieft, dass er die Kamera nicht gleich bemerkt hat.
Ein verdutzest Augenpaar schaut Kiboko an.
Zwei Sekunden später hat sich das Äffchen hinter den nächsten Zweig versteckt.


Bild 94: Rückenstreifen-Kapuziner mit Frucht der Acuri Palme
Ein Äffchen hält die Frucht der Acuri Palme fest.


Bild 95: Meine Frucht!​

Hyazinth Aras
Ein großer Baum ohne Blätter ist ein Mehrfamilienahaus.
Während sich weit oben in der Baumkrone ein Nest des Jabiru Storchs befindet,
haben die Hyazinth-Aras (Hyacinth Macaw) eine Höhlenwohnung im Stamm angemietet.
Die schönen blauen Hyazinth-Aras sind die größten Papageien.
Sie werden bis zu einen Meter groß.


Bild 96: Ein Paar Hyazinth-Aras am Nest
Beim Verlassen des Geländes der Pousada Piuval fällt ein gelb blühender Baum auf.
Die Baumblüte ist im Pantanal normalerweise im Juli.
Dann blühen viele Bäume in gelb, rosa oder violett.
Im Jahr 2018 war es aber zu trocken.
Auch Ende August haben nur wenige Bäume ein paar wenige Blüten.
Sie warten noch auf den ersten Regen als Startschuß für die Baumblüte.
Im Baum sitzt ein Schneckenmilan (Snail Kite).


Bild 97: Schneckenmilan in einem Baum mit ersten gelben Blüten​
 
Kommentar
Brasilien, Tag 2-4: Transpantaneira

Das nächste Ziel ist die Pousada Rio Claro.
Die Fahrt geht über die einzige Verbindungsstraße im Pantanal, der Transpantaneira.
Ursprünglich sollte es eine Durchgangsstraße werden.
Nach der Teilung des Bundesstaates Mato Grosso wurden die Pläne vorerst aufgegeben.
Jetzt endet die Straße an der Grenze vom Bundesstaat in Porto Jofre.

Die Transpantaneira ist 145 km lang.
Über 120 Brücken führen über Flüsse, Bäche und Sumpfgelände.
Ein Portal markiert den Startpunkt der Transpantaneira.

Bild 98: Hier beginnt die Transpantaneira​

Holzbrücke am Rio Bento Gomes

Nicht weit vom Eingangsportal entfernt sind die ersten Brücken der Transpantaneira.
Die Brücken sind wenig vertrauenerweckende Holzkonstruktionen.
Aber sie müssen auch schwere LKW aushalten.
Die folgenden Brücken sind inzwischen alle durch Beton- und Stahlkonstruktionen ersetzt worden.
Nur auf den letzten 50 km sind noch zahlreiche Holzbrücken vorhanden.

Bild 99: Holzbrücke auf der Transpantaneira
An der Brücke steigt Kiboko aus.
Der Duster hat seinen Namen verdient.
Schon am zweiten Tag ist das Auto eingestaubt.

Bild 100: Eingestaubter Duster​

Die Brücke über dem Rio Bento Gomes ist ein beliebter Haltepunkt.
Von der erhöhten Straße schweift der Blick über den Fluss mit angschlossenen Tümpeln und Seitenarmen.
Es ist der selbe Fluss, den wir bereits in Piuval besucht haben.
Auch hier liegen hunderte Brillenkaimane im und am Wasser.

Bild 101: Brillenkaimane beim Sonnenbad​


Bild 102: Brillenkaiman im Schwimmbad​

Kiboko kann hier auch einige Wasservögel beobachten.
Besonders hübsch ist der Rosalöffler (Roseate Spoonbill).

Bild 103: Rosalöffler​

Auf der letzten Tour hat Roberto eine Anakonda beim Überqueren der Transpantaneira gesehen.
An der Stelle machen wir einen Zwischenstopp und suchen die umliegenden Gräben ab.
Aber die Schlange ist bereits über alle Berge.

Storchennest

Jabiru haben sich in einem großen Baum an der Transpantaneira ein Nest gebaut.
Jabirus haben eine Spannweite von bis zu 2,6m und sind bis zu 1,4m groß.
Sie sind nach zwei Kondorarten die drittgrößten flugfähigen Vögel in Amerika.

Bild 104: Baum mit Jabirunest​

Im Nest sind zwei Jungvögel.
Ein Elternteil ist gerade dabei den nimmer-satten Nachwuchs zu füttern.

Bild 105: Jungvogelfütterung bei Jabirus​

Roberto drängelt zum Aufbruch.
Wir (er) dürfen nicht zu spät zum Mittagessen nach Rio Claro kommen.
 
Kommentar
Sven, danke für das Kompliment.
Trotzdem wird das Äffchen Dir nichts von seiner Palmnuss abgeben wollen

---------


Brasilien, Tag 2-5: Rio Claro

Die Pousada Rio Claro befindet sich bei Kilometer 42 der Transpantaneira.
Dann sind es noch 3km Privatstrasse bis zur Pousada.
Überpünktlich für das Mittagessen sind wir da.

Willkommen in Rio Claro.

Bild 106: Eingangsportal an der Pousada Rio Claro​
Vögel an der Futterstelle

Innerhalb der Pousada gibt es mehrere längliche Vogelhäuschen.
Es sind Futterstellen, die mehrmals täglich mit Maisschrot befüllt werden.
Manchmal sind über 100 Vögel gleichzeitig an einer Futterstelle.
Kiboko verbringt hier die Mittagspause.
Die häufigsten Gäste ist der Mantelkardinal (Yellow-billed cardinal).
Bild 107: Mantelkardinal
Sehr ähnlich ist der Graukardinal (Red-crested cardinal).
Auffällig ist die Irokesenfrisur mit den hochstehenden Kopffedern.
Der Rücken ist auch heller, als beim Mantelkardinal.
Der Graukardinal ist deutlich seltener an der Futterstelle anzutreffen.

Bild 108: Graukardinal
Häufige Gäste an der Futterstelle sind Safranammern (Saffron Finch).
Das Männchen ist goldgelb. Das Weibchen ist weiß-braun.

Bild 109: Herr Safranammer​


Bild 110: Frau Safranammer​

Der Rosttöpfer, auch Töpfervogel oder Lehmhans genannt (Rufous Hornero) baut Kugelförmige Nester aus Lehm.
Auch der Rosttöpfer ist oft in der Pousada zu sehen.

Bild 111: Rosttöpfer​

Eher selten an der Futterstelle ist der Rotachsel-Kuhstärling (Screaming Cowbird).
Diese Vögel sind Brutparasiten. Sie legen Ihre Eier in fremde Nester und lassen sie von anderen Vogelarten ausbrüten und die Küken füttern.

Bild 112: Rotachsel-Kuhstärling​

Besonders schön sind die bunten Papageien.
Sie müssen sich schon in das Futterhaus zwängen.
Dabei vertreiben sie die kleineren Vögel.

Nandaysittich (Black-hooded Parakeet)

Bild 113: Nandaysittich​

Der Maximilianpapagei (Scaly-headed Parrot) sitzt weit oben im Baum und hat sich nicht an die Futterstelle herangetraut.
Vielleicht mag er auch keinen Mais.


Bild 114: Maximilianpapagei​
 
Kommentar
Eindrucksvoll Deine Fotos, die Texte lassen mich manchmal schmunzeln.
 
Kommentar
Danke Volker und Sven für Eure netten Kommentare.
Sven, ich hoffe, dass Dir die vielen Affenbilder nicht auf die Nüsse gehen ...


Brasilien, Tag 2-6: Rio Claro im Wald

Die Pousada Rio Claro hat nur kleine Ländereien.
Eine Bootsfahrt ist für uns heute leider nicht möglich.
Daher unternehmen wir eine kleine Wanderung durch einen kleinen Streifen Wald parallel zur Transpantaneira.
Ein Trampelpfad führt hier in Schlangenlinien durch das Waldstück.
Auf einem Baum sitzen kleine Äffchen.
Unser Guide Roberto hat sie sofort gesehen.
Kiboko fotografiert, weil der Baum so schön ist.
Die Äffchen hätte Kiboko ohne Hilfe nicht gesehen.
Ein Äffchen liegt auf dem dritten Ast von unten am rechten Bildrand kurz bevor der Ast nach oben kreuzt.


Bild 115: Baum mit Äffchen
Schwarzschwanz-Seidenäffchen

Es sind Schwarzschwanz-Seidenäffchen (Black-tailed Marmoset).
Sie sind winzig. Ausgewachsene Äffchen sind so 18-28cm gross und bringen 300 bis 400g auf die Waage.
Sie sind endemisch im Pantanal.
Erstaunlicherweise sind sie nicht besonders scheu.
Meist bleiben sie faul liegen.
Die Herausforderung besteht eher darin eine freie Schussbahn für das Teleobjektiv zu finden.

Bild 116: Schwarzschwanz-Seidenäffchen​


Bild 117: Schwarzschwanz-Seidenäffchen​

Viel agiler ist ein Trupp Rückenstreifen-Kapuziner (Black-striped tufted Capuchin).
Sie beobachten die Fotografen genau.
Sobald das Teleobjektiv auf sie gerichtet wird, verstecken sie sich.
Bei diesem Porträt war Kiboko schneller ...

Bild 118: Rückenstreifen-Kapuziner​

Ein anderer Kapuziner Affe hat sich eine Palmen Nuss geerntet.
Jetzt ist er dabei die Schale zu entfernen.
Seinen Schwanz hat er um einen Palmenzweig gewickelt.
Kopfüber hängt er bequem an einen Palmenzweig und hat so alle Gliedmaße zur Verfügung, um an den Inhalt der Nuss zu gelangen.
Kiboko kann das nicht nachmachen.
Der Palmenzweig wäre abgebrochen.

Bild 119: Abhängen auf Affenart​

Direkt am Weg sitzt ein schillernder Vogel.
Es ist ein Rotschwanz-Glanzvogel, auch Rotschwanzjakamar genannt (Rufous-tailed Jacamar).
Ganz vorsichtig schleicht sich Kiboko an.
Kiboko macht ein paar Bilder.
Dann geht es in Zeitlupe ein paar Schritte weiter.
Zwischendurch fliegt der Vogel auf.
Aber er setzt sich wieder an die selbe Stelle.
So kann sich Kiboko bis an die Naheinstellgrenze des Objektivs (ca. 5m) nähern.
Dann ist aber nur noch ein Porträt möglich.
Jacanare sind Ansitzjäger.
Von Ihren Aussichtspunkt halten sie Ausschau nach Insekten.
Sobald ein Insekt vorbeifliegt versuchen sie es zu erbeuten.
Die Jakamare verhalten sich ähnlich, wie die Bienenfresser in Afrika und Asien.
Hübsch bunt sind sie auch.

Bild 120: Rotschwanz-Glanzvogel​

Da ist etwas im Busch

Es raschelt im Gebüsch.
Da ist etwas im Busch.
Es hört sich groß an.
Bei genaueren hinsehen ist es eine mittelgroße Schildkröte.
Es ist eine Köhlerschildkröte (Red-footed Tortoise).
Leider läuft sie vor Kiboko weg.
Kiboko kann sie nur von hinten bewundern.
Bevor Kiboko protestieren kann, hat Roberto sie schon in den Händen.
Er stellt sie vor Kiboko auf dem Weg.
Kiboko hält einen größeren Abstand.
Nach rund einer Minute kommen Kopf und Beine aus dem Panzer raus.
Sofort dreht sich die Schildkröte um.
Zielstrebig rennt sie wieder in ihr Gebüsch.

Husch ... schon ist sie weg.

Man beachte die Bewegungsunschärfe am Schildkrötenbein.

Bild 121: Köhlerschildkröte​

Der Bär ist los

Wenige Wegbiegungen weiter bewegt sich etwas auf dem Weg.
Es ist ein Südamerikanischer Nasenbär (South American Coati).
Neugierig schaut er uns an.
Aber dann wird ihm die Sache zu unheimlich.
Schnell verschwindet er im Unterholz.

Bild 122: Nasenbär​

Der Nasenbär gehört zu einer Gruppe aus rund zehn Tieren.
Mit einem Sicherheitsabstand rennen sie parallel zum Weg durch das Unterholz.
So sind sie im dunklen Wald nicht zu fotografieren.
Aber die Nasenbären sind auch neugierig.
Hier werden wir von einem Nasenbär beobachtet.
Er stellt sich auf die Hinterbeine hinter einem Baum und riskiert ein Auge.


Bild 123: Guckst Du!​

Es wird immer dunkler im Wald.
Fotos von agilen Tieren sind nicht mehr möglich.
Das war es für heute, denkt Kiboko.
Kiboko geht zurück zum Auto.
 
Kommentar
Nasenbär ... wunderbar: erinnert mich an Suri, unsere kleine Nasenbärin ....
 
Kommentar
Nasenbär ... wunderbar: erinnert mich an Suri, unsere kleine Nasenbärin ....
Sam, beim Anblick der Nasenbären musste ich auch Euch und Suri denken.


Brasilien, Tag 2-7: Rio Claro - auf dem Heimweg

Es geht den Trampelpfad durch das Waldstück zurück zum Auto.
Plötzlich gibt es Querverkehr.
Kurz vor Kiboko überquert eine grüne Schlange den Weg.
Sie ist vielleicht einen cm dick und 20 cm lang.
Flink schlängelt sie sich durch die Blätter auf dem Weg und verschwindet im Laub, bevor Kiboko sie fotorafieren kann.
Gerne hätte Kiboko sie im Laub auf dem Boden gesucht,
aber Roberto sagt Kiboko soll lieber die Finger davon lassen.
Sie könnte giftig sein. Sicher ist er sich aber nicht.


Bild 124: Trampfelpfad ohne Schlange​

Der Bär ist los!

Es dämmert schon.
Wir sitzen im Auto, um zur Pousada zurückzufahren.
Da flitzt etwas Großes über die Straße.
Etwas Kleineres flitzt hinterher.
Es ist ein großer Ameisenbär (Great Anteater) mit Nachwuchs.
Am Straßenrand bleibt die Ameisenbärmama stehen und lässt den Nachwuchs aufsteigen.
Leider sitzt Kiboko heute hinten.
Die Kamera steht noch auf Landschaft mit vielen Messfeldern.
Der Auto-Fokus trifft das Auto. Er trifft Fensterrahmen, Armaturenbrett, Rückspiegel, aber nicht die Straße.
Aus der Fotoserie bleibt ein unscharfes Ratebild aus der zweiten Reihe.
Damit ist Kiboko nicht wirklich zufrieden.


Bild 125: Großer Ameisenbär beim Überqueren der Straße​

Langsam trottet der Ameisenbär nach links in das sehr hohe Gras.
Kiboko nimmt die Verfolgung auf.

Der Ameisenbär hat ca. 20m Vorsprung.

Kiboko bahnt sich einen Weg durch das Dornengestrüpp am Straßenrand.

Der Ameisenbär trottet langsam weiter.

Kiboko versucht ihn einzuholen. Der Untergrund ist getrockneter Schlamm. Unzählige Viehhufe haben beim Trocken der Oberfläche eine extreme Textur hinterlassen. Die Füße wollen bei jedem Schritt umknicken. Die Beine finden keinen Halt.

Der Ameisenbär trottet gemächlich weiter.

Immer wieder kann Kiboko den langen Schweif oder den Rücken im hohen Gras sehen. Trotz größter Anstrengung kommt Kiboko nur langsam näher.

Der Ameisenbär biegt ab.

Kiboko kann ihn den Weg abschneiden und einige Meter aufholen.

Der Ameisenbär verharrt an einem Grasbusch.

Kiboko kann den Rücken hinter dem großen Grasbusch sehen. Vorsichtig schleicht sich Kiboko auf wenige Meter an.

Der Ameisenbär läuft wieder los.

Zwischen zwei großen Grasbüschen ist ein halbwegs freies Schussfeld.
Kiboko lässt die Kamera rattern.
Leider hat Kiboko immer noch keine Einzelfeldmessung ausgewählt.
Der Autofokus findet die Grashalme im Vordergrund interessanter.
Zeit um die ISO weiter nach oben zu schubsen bleibt auch nicht.
Eine Belichtungszeit von 1/20s ist für ein laufendes Tier auch etwas optimistisch.
Trotzdem hält Kiboko drauf.
Auf einem Bild kann man einen Ameisenbär erkennen, auch wenn die Schärfe nicht perfekt ist.

Bild 126: Großer Ameisenbär
Der Ameisenbär ist nicht wirklich scheu. Sofort nimmt Kiboko die Verfolgung wieder auf.

Der Ameisenbär trottet unter ein Dornengestrüpp hindurch.

Kiboko muss einen Umweg machen. Es wird immer dunkler.

Die Distanz zum Ameisenbär wird größer.

Schweren Herzens muss Kiboko abbrechen.
Trotzdem ist Kiboko überglücklich.
Der Traum einen Ameisenbär in freier Wildbahn zu sehen ist in Erfüllung gegangen.
Es ist schon ein tolles Erlebnis so ein ungewöhnliches Tier aus der Nähe sehen zu dürfen.
Kiboko bahnt sich seinen Weg durch Dornengestrüpp und hohes Gras zurück zum Auto.
Es wird das einzige Ameisenbärbild bleiben.

Schwein gehabt?

Kiboko ist gerade am Auto, da flitzt schon wieder ein Tier über die Straße.
Pekari!
Es leben zwei Sorten Pekaris im Pantanal.
Das Weißbartpekari hat eine helle Schnauze.
Das Halsbandpekari hat einen hellen Ring am Hals bis hinter die Ohren.
Vermutlich ist es doch nur ein verwildertes Hausschwein oder ein Mischling.

Bild 127: Wildes Hausschwein statt Pekari​

Mit Abendrot endet der zweite Tag im Pantanal.

Bild 128: Abendstimmung im Pantanal​
 
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Brasilien, Tag 3-1: Rio Claro - am Bootsteg

Noch vor dem Frühstück erkundet Kiboko im Morgenlicht die Pousada Rio Claro.
Ein Holzplankenweg führt zum Bootsteg.
Die Sonne steht für ein stimmungsvolles Sonnenaufgangsbild schon zu hoch über dem Rio Sararé, der hier Rio Claro heißt.
Aber auf dem Rückweg von Porto Jofre wird Kiboko nochmal drei Nächte hier sein.
Da wird es dafür noch eine Gelegenheit geben.

Alle Vögel sind schon da

Rund um den Bootsteg sind viele Vögel unterwegs.
Einige Vögel bauen ihre Nester und suchen nach Baumaterial.
Der Grauhauben-Cacholote (Grey-chrested Cacholote) hat eine große Feder gefunden.
Die schleppt er zu seinem erstaunlich großen Nest.

Bild 129: Grauhauben-Cacholote mit großer Feder​

Die Cayenneschwalbe (White-winged Swallow) hat ebenfalls eine Feder für den Nestbau gefunden.
Die Cayenneschwalbe ruht sich zwischen ihren Beutezügen immer wieder auf einem Pfahl in der Nähe vom Bootsteg aus.
Die Feder nimmt sie auf die Jagd nach Insekten mit.

Bild 130: Cayenneschwalbe mit weißer Feder​

Ein Schmalschnabel-Baumsteiger (Narrow-billed Woodcreeper) sucht in einem Baum nach Nahrung.
Erst läuft er den Baumstamm hoch.

Bild 131: Schmalschnabel-Baumsteiger am Baumstamm​

Später untersucht er auch die kleinsten Äste vom Baum.
Mit seinen Füßen krallt er sich fest und hängt sogar komplett nach unten.
Anscheinend hat der Vogel von Gravitation noch nichts gehört.
Somit gilt sie für ihn nicht.
Kiboko wird schon beim Zuschauen schwindlig.
Das Bild ist nicht gedreht.

Bild 132: Schmalschnabel-Baumsteiger hängt an einem Zweig​

Ein Mönchsittich (Monk Parakeet) ist auch am Nestbau.

Bild 133: Mönchsittich​

Eine Camposspottdrossel (Chalk-browed Mockingbird) hüpft im Morgenlicht durch einen Baum.

Bild 134: Camposspottdrossel​

Auf dem Weg zum Restaurant will ein Rotbrustguan (Chestnut-bellied Guan) unbedingt fotografiert werden.
Für das Tele war er zu dicht und zu groß.
Somit gibt es nur ein Porträt.
Mehrere Rotbrustguane leben vom Vogelfutter für die kleinen Vögel und sind schon fast zahm.

Bild 135: Porträt eines Rotbrustguan​
 
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Brasilien, Tag 3-2: Transpantaneira

Heute geht es an nach Porto Jofre, dem Endpunkt der Transpantaneira.
Damit möglichst viele Fotostopps möglich sind und das Morgenlicht genutzt werden will,
startet Kiboko schon gleich nach dem Frühstück.

Im Straßengraben der Pousada

Der erste Stopp ist noch auf dem Gelände der Pousada Rio Claro.
Im Graben sind viele Vögel auf Nahrungssuche.

Eine wilde Moschusente (Moscovy Duck) ist hier im Graben unterwegs.
Die wilden Enten sind schwarz, mit grünlichem Schimmer, weißen Deckflügeln und markante rote Warzen um das Gesicht.
Moschusenten wurden bereits von den Ureinwohnern als Haustiere gehalten.
Laut Wikipedia wurden die ersten Moschusenten 1514 nach Europa gebracht und später auch in Afrika und Asien eingeführt.
Die Haustiervariante heißt Warzenente oder auch einfach Flugente.
Sie hat inzwischen viele verschiedenen Farbvarianten mit weiß, grau und blau.

Bild 136: Moschusente​

Im selben Graben ist auch sein Stirnbandibis (Plumbeous Ibis) unterwegs.

Bild 137: Stirnbandibis​

Auf der Transpantaneira

Es sind noch rund 100km Schotterpiste bis Porto Jofre.
Die Straße ist gesäumt von hohem Buschwerk.
Durch den Straßenstaub sind die Blätter rötlich-grau-braun eingefärbt.
Fotografisch ist das wenig spannend.

Bild 138: Transpantaneira​

Die berühmten Gräben und Tümpel am Straßenrand sind eher selten.
Durch die ungewöhnliche Dürre sind fast alle Tümpel ausgetrocknet.
In den wenigen Schlammpfützen sammeln sich die Wasservögel und versuchen die letzten Fische zu erbeuten.
An diesen Stellen liegt die Transpantaneira auf einem hohen Damm.
Dabei entstehen höchstens Übersichtsbilder aus der Hubschrauberperspektive.
Hier sind so ca. 30 größere Vögel sichtbar: Jabiru und Waldstörche, sowie Seiden-, Schmuck- und Kuhreiher.

Bild 139: Tümpel an der Transpantaneira​

Sobald Kiboko das Auto verlässt, flüchten viele Vögel auf die umliegenden Büsche und Bäume.
Ein Waldstorch (Wood Stork) lässt sich nicht stören.

Bild 140: Waldstorch​

Einfacher sind Vögel auf hohen Bäumen zu fotografieren.
Ein Nest eines Jabiru Storches mit drei Jungvögeln.
Für die Störche ist die Trockenzeit zur Aufzucht des Nachwuchses ideal.
In den immer kleiner werdenden Tümpeln und Schlammpfützen sammeln sich die Fische.
Sie sind eine leichte Beute.

Bild 141: Jabiru Storch mit drei Jungtieren im Nest​

Im Nachbarbaum ruht sich ein Schopfkarakara (Southern Crested Caracara) aus.
Er war auf Beutezug. Der Schnabelinhalt lässt sich nur schwer identifizieren.
Vermutlich hat er ein Vogelnest geplündert.

Bild 142: Schopfkarakara​
 
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Brasilien, Tag 3-3: Transpantaneira

Die Transpantaneira ist für alle Rinderfarmen die Verbindung zur Außenwelt.
Die Einheimischen brettern hier mit hoher Geschwindigkeit entlang.
Alles wird eingestaubt.
Auf Fotografen, die am Straßenrand stehen, wird keine Rücksicht genommen.
Mit etwas Glück kann sich Kiboko oft noch gerade so vor einer Staubwolke ins Auto flüchten.

Bild 143: Bus auf der Transpantaneira​

Tod auf der Transpantaneira

Auch auf die Tiere wird hier keine Rücksicht genommen.
Drei Rabengeier (Black Vulture) haben einen Capybara-Kadaver gefunden.
Auf dem Rückweg liegt hier noch ein toter Geier daneben.

Bild 144: Rabengeier mit Capybarakadaver
Über 120 Brücken musst Du fahren

Von den rund 120 Brücken sind vielleicht noch 50 alte Holzbrücken.
Sie sind teilweise in einen abenteuerlichen Zustand.
Wenn es die Trockenheit zulässt, versuchen viele Fahrzeuge die Brücken zu meiden.
Sie bahnen sich neben den Brücken einen Weg.

Bild 145: Holzbrücke​

Die Holzbrücken benötigen oft Reparaturen.
Daher werden in jeder Trockenzeit einige Holzbrücken durch Beton- und Stahlkonstruktionen ersetzt.
Hier wird gerade eine alte Holzbrücke abgerissen.

Bild 146: Brückenabriss​

Nur im letzten Abschnitt sind noch ausschließlich Holzbrücken.

Bild 147: Holzbrücke
Am Ende der Transpantaneira wird es feuchter.
Die Landschaft wird offener.
Von den Holzbrücken aus schweift der Blick über kleine Flüsse und sumpfige Wiesen.

Bild 148: Sumpflandschaft im Pantanal​


Bild 149: Träge dahinfließender Fluß im Pantanal​

Das natürliche Gefälle im Pantanal beträgt nur wenige Zentimeter pro Kilometer.
Daher stehen die Flüsse mehr, als dass das Wasser fließt.

Bild 150: Träge fließender Fluss im Pantanal​
 
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Brasilien, Tag 3-4: Transpantaneira

An der Transpantaneira ist ein aufgelassenes Gebäude.
Es scheint ein Rasthof oder Tankstelle gewesen zu sein.

Bild 151: Aufgelassener Rasthof​

Vögel am Rasthof

Im Schatten großer Bäume geht Kiboko auf Vogeljagd.

Graukuhstärling (Greyisch Baywing).

Bild 152: Graukuhstärling​

Finkentyrann (Fuscous Flycatcher).

Bild 153: Finkentyrann​

Die meiste Zeit hat Kiboko aufgewendet, um den hübschen roten Rubintyrann zu erwischen.
Aber den haben wir später noch öfter gesehen.
Am Rand des Wäldchens verspeist ein junger Schneckenmilan (Snail Kite) eine Krabbe.

Bild 154: Junger Schneckenmilan mit Krabbe​

Auf der anderen Straßenseite schreitet ein Maguaristorch (Maguari Stork) über eine Wiese.
Der Maguari Storch sieht unserem Weißstorch sehr ähnlich. Hauptunterscheidungsmerkmal ist ein weißer Bereich am Schnabel.

Bild 155: Maguaristorch​

Dann schreitet auch Roberto ein.
Er drängelt zum Aufbruch.
Wir (er) dürfen das Mittagessen in Porto Jofre nicht verpassen.

Ein weiblicher Grünfischer (Greenfisher) sitzt auf seinen Ansitz in einem Baum.
Im Auto auf der Brücke ist Kiboko auf Augenhöhe.

Bild 156: weiblicher Grünfischer​
 
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Brasilien, Tag 3-5: Porto Jofre - Hotel Pantanal Norte

Überpünktlich zum Mittagessen erreichen wir das Hotel Pantanal Norte in Porto Jofre.
Das Dokumentationsbild ist bei der Ankunft durch die Autoscheibe entstanden.


Bild 157: Eingang zum Hotel Pantanal Norte​

Die Zimmer sind in kleinen Hütten.
Jede Hütte hat zwei Zimmer.
Das Zimmer von Kiboko hat vier Einzelbetten.
Vor der Hütte ist eine Veranda.
Die Blickrichtung geht zum Fluss.
Hier hängt Kiboko herum, bis das Licht für eine Erkundungstour auf dem Hotelgelände besser wird.


Bild 158: Hütten im Hotel Pantanal Norte​

Vögel vor der Veranda

Wenn ein hübscher Vogel vorbeikommt, dann wird der auch fotografiert.

Von diesem Vogel wird Kiboko regelrecht tyrannisiert. Der missachtet jede Naheinstellgrenze und läuft ganz dicht am Sessel vorbei. Graslandtyrann, auch Stelzentyrann genannt (Cattle Tyrant).


Bild 159: Graslandtyrann​

Der Rubintyrann (Vermilion Flaycatcher) tyrannisiert ebenfalls Kiboko.
Er setzt sich provokativ auf einem Pfahl vor der Hütte.
Trotz Teleobjektiv ist der Abstand etwas zu groß.
Kiboko erhebt sich aus dem bequemen Sessel und nähert sich vorsichtig dem Vogel an.
Der fliegt aber ein Stück weiter.
Sobald Kiboko dort angekommen ist, fliegt er wieder weiter.
Setzt sich Kiboko wieder auf der Veranda in den Sessel.
Sitzt wenig später der Vogel wieder auf dem Pfahl vor der Hütte.
Dieses Spiel wiederholt sich mehrfach.
Die Hartnäckigkeit von Kiboko hat sich dann doch ausgezahlt.


Bild 160: Männlicher Rubintyrann​

Das Geschrei auf dem Nachbarbaum lockt Kiboko an.
Eine Gruppe Mönchsittiche (Monk Parakeet) hat sich im Baum niedergelassen.



Bild 161: Mönchsittich​
 
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Bernd, Deine Bilder sind die absolute Spitze. Aber das Pantanal hatte ich mir anders vorgestellt: grüner, feuchter, wilder.
 
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Aber das Pantanal hatte ich mir anders vorgestellt: grüner, feuchter, wilder.

Danke für das Lob.
Ich hatte mir auch das Pantanal etwas anders vorgestellt.
Brasilien kämpft schon seit längerem mit einer Dürre.
Es gibt Landstriche, die haben schon 5 Jahren fast keinen Regen gesehen.
Im Pantanal sind normalerweise Mitte Juli die ersten Regenschauer.
Das ist der Startschuß für die Bäume.
Sie blühen dann in gelb, hellblau, rosa und violett.
Voriges Jahr hat es aber im Pantanal im Juli keinen Regen gegeben.
Im August auch nicht.
Auf der Rückfahrt anfang September fingen die ersten Bäume an zu blühen.
Ohne Regen war es im Pantanal besonders trocken.
Das Gras war halbtrocken und damit nicht intensiv Grün.

Das Pantanal ist in erster Linie Farmland für die Rinderzucht.
Die Bäume wurden fast alle abgeholzt.
Der Bundesstaat Mato Grosso heißt übersetzt großer Wald!
Den gibt es aber nicht mehr.
Die Farmer optimieren ihr Land.
Mit Bulldozern werden die Termitenhügel plattgemacht, um mehr Weideland zu schaffen.
Die Jaguare, Pumas, Ozelots werden trotz Verbot abgeknallt, weil sie den Kälbern / Rindern gefährlich werden können
Capybaras und Sumpfhirsche werden abgeknallt, weil sie Nahrungskonkurenten für die Rinder sind.
Eco-Lodges und Rinderfarmer sind sich spinnefeind.

Andererseits waren wir vielleicht nicht in den wildesten und besten Unterkünften.
Die besten Unterkünfte sind schon frühzeitig (1 Jahr im voraus) ausgebucht und überdurchschnittlich teuer.
Wir haben unseren Reisebudget überzogen und mussten trotzdem sparen.
Vielleicht können bei "wild" andere Pousadas mehr bieten.

Wir waren nur an der Transpantaneira (Nord Pantanal). Es gibt auch noch das Südpantnal,
dass eventuell feuchter ist. Im Südpantanal soll man sehr gut Anakondas sehen können.
Auch Gürteltiere sind dort häufiger. Dagegen sind Jaguarsichtungen extrem selten.

Man Kann Flugsafaris oder ausgedehnte Bootstouren in den Nationalpark am Rio Paraguay machen.
Dort ist es (vielleicht) einsamer und wilder.

Auch muss man immer bei Bildern und Berichten vorsichtig sein.
Viele Reiseveranstalter wählen für Ihre Berichte die besonders wilden und spektakulären Bilder aus.
An der Transpantaneira gibt es nur wenige gute Stellen zum Fotografieren.
In der Regel sind links und rechts hohe, vollgestaubte Büsche und Weidezäune.

In der Regenzeit sieht es im Pantanal anders aus.
Fast alle Wege und Zufahrten sind überflutet.
Die Häuser stehen auf Warften oder Inseln, die aus den Fluten ragen.
Sie erreicht man nur noch per Boot.
Manche Pousadas haben eine Kutsche, die von einem Trecker gezogen wird, um die Gäste
von der Hauptstraße abzuholen.

Die Trockenheit hat aber auch Vorteile.
Das werdet Ihr am Tag 4 und 5 sehen.
 
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Brasilien, Tag 3-6: Porto Jofre - Hyazinth-Ara

Gegen 15 Uhr wird das Licht wieder besser.
Kiboko macht sich auf die Suche nach den Hyazinth-Aras.
Es gibt nur noch 6500 blaue Aras.
Die meißten Vögel leben im Pantanal.
Hinter dem Restaurant ist schon ein lautes Gekreische zu hören.
Dort steht eine Reihe noch sehr kleiner Acuri-Palmen.
Die Palmen tragen Früchte.
Die Früchte sind eine der Lieblingsspeisen der Aras.
Zehn Hyazinth-Aras (Hyacinth Macaw) sind in den Palmen aktiv und kreischen lautstark.


Bild 162: Acuri Palmen im Hotel Pantanal Norte​

Hyazinth-Aras im Hotelgarten

Die Acuri-Palmen haben große Fruchtstände mit vielen Palmnüssen.
Die Aras sind die größten Papageien und einen Meter groß.
Mit ihren starken Schnäbeln reißen sie eine festsitzende Nuss aus dem Fruchtstand.


Bild 163: Hyazinth-Ara auf einem Fruchtstand der Acuri Palme​

Mit der Palmnuss sucht sich der Ara ein bequemes Plätzchen.
Mit einem Bein hält er die Nuss fest, während er mit dem Schnabel ganz fix die Schale und das Fruchtfleisch entfernt.
Dann wird mit dem kräftigen Schnabel der harte Kern geknackt und der Inhalt verspeist.
Wenig später holt sich der Ara die nächste Nuss.



Bild 164: Hyazinth Ara beim Schälen einer Palmnuss​

Die Vögel sind nicht besonders scheu und man kann sich ihnen auf ca. 5-8m nähern.
Porträt eines Hyazinth-Aras (Hyacinth Macaw).


Bild 165: Porträt eines Hyazinth Aras​

Die Aras bilden Paare, die ein Leben lang zusammenbleiben.
Ein Paar sitzt gemeinsam auf einem Palmenzweig.


Bild 166: Ein unzertrennliches Paar​

Schnabelhakeln verstärkt die Bindung des Paares.


Bild 167: Schnabelhakeln​
 
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