Habt vielen Dank für die überraschend positiven Reaktionen und die konstruktive Kritik!
Zum "Tathergang": Die Idee ist, die fiktive "Ermordung" von Lebensmitteln zu inszenieren. Dabei muss klar werden, dass die Lebensmittel vor der Tat ganz offensichtlich schon tot bzw. nie belebt waren, um einen Widerspruch zu erzeugen. Darin besteht für mich die eigentliche Ästhetik dieser Bilder.
Ich würde also ganz sicher keinen Kükenschnabel aus einem Ei schauen lassen. Damit wäre für mich die Grenze zur Geschmacklosigkeit überschritten. <klugscheiß>Die Eier aus dem Supermarkt sind sowieso allesamt unbefruchtet. Realistischer würde es dadurch also auch nicht.</klugscheiß>
Die Umsetzung ist keine Bildmontage, sondern eine echte Inszenierung mit Filmblut (bekommt man z.B. in Kreativshops wie etwa "idee"). Am Computer habe ich lediglich das RAW "entwickelt", also die üblichen Bildparameter optimiert und die Staubflecken auf dem Sensor weggestempelt - dazu reicht CNX 2 völlig aus.
Was das Filmblut angeht, so ist es an Ort und Stelle aufgebracht worden und dann nach kurzem Warten genau so geflossen, wie es zu sehen ist. Die Verfärbung der Risse am Ei erklären sich durch den Kapillareffekt.
Allerdings bin ich beim Ei auch nicht ganz damit zufrieden, wo das Blut ausfließt. Das sieht tatsächlich noch zu aufgesetzt auf. Ich denke aber das könnte ich mit ein bisschen mehr EBV korrigieren.
Das OPINEL habe ich extra für den Apfel ausgewählt, weil es das schönste Messer in meinem Haushalt ist. Wer so ein Ding besitzt, der wird sicher bestätigen können, dass es eine wunderschöne Haptik und Optik besitzt. Letztlich hätte man aber auch jedes andere Messer nehmen können, denn der Apfel wurde natürlich im Affekt erstochen - so banal ist das.
Ich möchte die Idee übrigens weiterverfolgen. Hat vielleicht jemand 'ne 45er rumliegen? Ich würde gerne mal einen Schinken erschießen.
