Frage Blitzen mit (sehr) kurzen Zeiten - Frage an die Tekkies

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PeterTaylor

NF-Platin Mitglied
Platin
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Hi Leute,

nachdem ich schon ein schlechtes Gewissen habe, weil ich den Fuji GFX Thread ein wenig gekapert habe, wollte ich hier mal das Thema HSS (High Speed Sync) und Hyper- oder Supersync näher diskutieren.

Was ist der Unterschied zwischen den beiden Varianten? Nun, bei High Speed Sync sendet der Blitz ein nahezu permanentes Licht durch die Aneinanderreihnung vieler extrem schneller Einzelblitze - er imitiert sozusagen eine Dauerlichtquelle und das Fotografieren mit Zeiten kürzer der Synchronzeit wird möglich. Nachteil: Durch das Abfeuern vieler, schneller "kleiner" Blitze sinkt die Leistung rapide und die Blitzröhre wird deutlich stärker belastet. Mit Systemblitzen ist ein Anstinken gegen die Sonne nahezu unmöglich.
Hypersync, Supersync oder wie man es auch immer nennen mag, bedient sich einer anderen Methode. Hier werden bewusst lange Abbrennzeiten eines Blitzes genutzt, um EINEN langen Lichtimpuls zu erzeugen. Mit dem richtigen Timing wird dann versucht, die Kamera auf den Blitz so einzurichten, dass möglichst viel Lichtenergie des einen Impulses zur Belichtung genutzt wird. Da der Blitz trotzdem ein Impuls mit einem parabelförmigen Verlauf ist, verschenkt man eine Menge Blitzenergie und die, die auf dem Bild ankommt, ist in der Regel sehr ungleichmäßig über das Bild verteilt, meist oben heller und unten dunkler, weil die Blitzenergie dann zum Ende der Belichtung schon wieder abnimmt.

Worum geht es mir denn jetzt?

Ich fotografiere Menschen und ab und zu bewegen die sich auch mal recht schnell. Ich fotografiere sowohl im Studio (für die Frage irrelevant) und Outdoor. Ich liebe offene Blenden und die damit verbundene Freistellung sowie Schärfe- / Unschärfeverteilung. Zudem mag ich den Look, wenn die Umgebung leicht unterbelichtet und das Motiv korrekt belichtet ist.

Das bringt einige Probleme mit sich, die im Wesentlichen mit der Synchronzeit der Kamera zusammen hägen. Das Blitzen mit Zeiten, bei denen der Verschluss der Kamera nicht zumindest zu einem Zeitpunkt vollständig geöffnet ist, erfordert kreative Lösungen

Bei Aufnahmen im Gegenlicht bei hellem Sonnenschein (blauer Himmel und Sonne im Bild!) bei ISO100 und 1/250sek benötige ich etwa Blende 11-16 für die Grundbelichtung. Da ist die Schärfe vor und hinter dem Motiv einfach zu groß. Und wenn ich die Blende öffne, komme ich unter die Synchronzeit der Kamera. Also muss eine andere Lösung her (Aufsteckblitze im HSS Modus sind einfach zu schwach und für Hypersync zu schnell).

Wenn ich bei 1/250sek fotografieren muss, dann kann ich einen ND1,2 Gaufilter und Blende 2,8 nehmen oder ich brauche bei gleicher Blende eine Kamera mit ISO 6

Variante 1 nutze ich heute überwiegend, aber das Sucherbild ist dann verdammt duster . Zudem kann bei sehr schnellen Bewegungen auch das Motiv durch das Umgebungslicht leichte Unschärfen aufweisen.

Mir wäre die Nutzung von HighSpeedSync am Liebsten, aber aktuell beherrscht das Verfahren wohl nur der Profoto B1 - und ich habe ein komplettes Hensel System. Ungern möchte ich wegen diesem Anwendungsfall nun eine Profoto Lösung anschaffen. Daher die Frage, ob es probate workarounds gibt. Ich erwische mich schon bei dem Gedanken, mir eine Mittelformatkamera mit Zentralverschluss und Synchronzeiten bis 1/2000sek zu kaufen, das wäre auch fürs Studio eine Qualitätssteigerung. Aber wenn ich ehrlich bin, ist diese Überlegung natürlich Unfug, schließlich ist es bei aller Liebe noch immer ein Hobby. Da wäre sogar die Anschaffung eines Profoto B1 noch die deutlich günstigere Lösung...

Also, wer hat Tipps für mich?

Schöne Grüße,
Peter
 
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@ Visual Pursuit

Die 'alten' Frequenzen, wie Du sie nennst, sind aber eher ein Vorteil. Die PocketWizards für Europa arbeiten mit 433MHz, wogegen die Pixelking, Yoguno und Co. bei 2.4 GHz arbeiten. Die längerwelligen Funkwellen durchdingen viel dickere Hindernisse (z.B. Mauern) und liefern somit ein robusteres Signal. Das hat mir schon oft gute Dienste geleistet.

Außerdem funktionieren die selbst mit älteren Generatoren sehr zuverlässig (z.B. den alten Bläsing Geräten). Ich hatte mal China-Kracher die schon Probleme hatten die Brongeräte zuverlässig auszulösen (weil sie sich wohl nicht an das Blitzprotokoll von Bron gehalten haben).

Ich bin eigentlich kein Markenfetischist aber die Pocket Wizard Geräte halte ich für wirklich gut, wobei ich am liebsten mit den Plus II und Plus III Geräten arbeite. Die neuen (Plus IV) kenne ich noch nicht. Die TT5 eben nur wenn ich Hypersync brauche und das kommt immer seltener vor.

Auch was die Leistung betrifft halte ich Hypersync für etwas effektiver. Ich werde mir demnächst mal ein Profoto B1 Gerät leihen. einfach um mal auszutesten was da bei kurzen Zeiten tatsächlich rauskommt. Bei meinem 1200J Bron-Generator verliere ich im Vergleich zur normalen Synchronisation bei 1/1000 Sek. 2 Blenden und bei einer 1/2000 ungefähr 3 Blenden. Ich hatte mir für meine damaligen Tests ein halbwegs realistisches Szenario gebaut (1m Schirm mit weißer Innenfläche in ca. 3m Abstand zur Wand) und kam so bei normaler Synchronisation bei ISO 50 und 125 Sek. auf Blende 13. Bei einer 1/1000 Sek. unter gleichen Bedingungen auf Blende 6.3 und bei 1/2000 Sek. auf Blende 4.8. Der Bron-Generator hat natürlich mehr Leistung als ein B1, aber ich bin mal gespannt, ob es die B1 Geräte es bei gleichen Bedingungen auch auf 40% der Leistung schaffen.

Trotzdem, mir ist ein gleichmäßigeres Ergebnis eigentlich lieber, auch wenn der Verlauf den man bei HyperSync bekommt 'on Location' oft gar nicht so auffällt.

VG
 
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Die 'alten' Frequenzen, wie Du sie nennst, sind aber eher ein Vorteil.

Geht so..... reise mal in die USA, da darfst Du sie dann nicht benutzen,
und umgekehrt hier die amerikanischen nicht.


Die Pixel King haben nicht weniger Reichweite, und ich hab auch
Pocket Wizards schon versagen sehen. Es hat schon seinen Grund
daß ich ein halbes Dutzend Funksysteme habe. Die sind leider alle
nicht perfekt.

Ich hatte mal China-Kracher die schon Probleme hatten die Brongeräte
zuverlässig auszulösen (weil sie sich wohl nicht an das Blitzprotokoll
von Bron gehalten haben).

Da gibt es kein Protokoll, das ist ein einfacher Schaltkontakt.

Auch was die Leistung betrifft halte ich Hypersync für etwas effektiver.

Das ist aber keineswegs pauschal so. Je nach dem wie man die
Verzögerung legt ist der Anstieg der Leuchtkurve bis zum Maximum
im Bild, das siehst Du weiter oben an Deinem Beispiel bei 1/2500 sec.

Da ist nicht der Verschluss im Bild, sondern der Blitz fängt erst an
zu leuchten wenn der Verschluss schon eine Weile läuft.

Bei diesem Timing bleibt mehr Licht über, dafür hast Du eben das
Clipping und die starke Schwankung unten im Bild sichtbar.

Mit einem Zündzeitpunkt der näher an 50% der Maximalleistung
beim Loslaufen des Verschlusses liegt ist die Schwankung nicht
so hoch, aber es bleibt weniger Licht übrig.

Deswegen macht man Hypersync Tests am sinnvollsten mit einer
gleichmässig grauen Fläche im Bild - da sieht man deutlicher was
passiert.

Bei meinem 1200J Bron-Generator verliere ich im Vergleich zur
normalen Synchronisation bei 1/1000 Sek. 2 Blenden und bei einer
1/2000 ungefähr 3 Blenden.

Klar. Bei X-Sync ist die Schlitzbreite des ablaufenden Verschlusses
exakt so breit wie das Bildfenster. Mit jeder Zeitstufe kürzer wird die
Schlitzbreite halbiert. Das heisst bei 1/500sec ballert die Hälfte des
Blitzes bereits auf die Verschlussvorhänge, bei 1/1000 sec bereits 3/4....

Das ist bei HSS nicht anders.

Beim B1 kommst Du im Zweifel nicht so weit weil der eben maximal
500Ws hat. Das ist rund eine Blende Verlust gegenüber den 1200 Ws
Deines Generators (1200 Ws Generator = ~ 1000 Ws Kompaktgerät,
wegen Kabelverlusten)

Trotzdem, mir ist ein gleichmäßigeres Ergebnis eigentlich lieber, auch
wenn der Verlauf den man bei HyperSync bekommt 'on Location' oft
gar nicht so auffällt.

Dito was das gleichmässige Ergebnis angeht, und ob der Verlauf auffällt
hängt eben ganz stark von den verwendeten Gerätekombinationen ab.
Oft ist es sinnvoll die Kamera kopfstehend zu halten um den helleren Teil
nach oben im Bild zu bringen.
 
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Geht so..... reise mal in die USA, da darfst Du sie dann nicht benutzen,
und umgekehrt hier die amerikanischen nicht.

Das stimmt. Und in Japan gibt es nochmal andere Frequenzen. Aber ich benutze lieber ein robusteres Signal und falls ich mal in Amerika/Japan arbeite nutze ich andere Funkauslöser. Zur Not Rente ich welche vor Ort. Aber es macht doch keinen Sinn die ganze Zeit mit 2.4 GHz zu arbeiten, nur weil ich vielleicht einmal im Jahr nach Übersee muß.

Mit Canon habe ich allerdings keine Erfahrung. Kann natürlich sein das die da Zicken...

Da gibt es kein Protokoll, das ist ein einfacher Schaltkontakt.

Der Funkauslöser hat einen elektronischen Schalter, keinen mechanischen. Wenn die Spannungsdifferenz einen bestimmten Wert nicht überschreitet, bzw. das Signal nicht lange genug aufrecht erhalten wird, löst der Blitz nicht aus. So hatte man mir das auf meine Nachfrage hin bei Bron erklärt und gesagt das die Blitzgeräte dafür ein Protokoll hätten. Macht auch irgendwie Sinn, denn so kann man z.B. ungewollte Fehlauslösungen vermeiden. Ich erinnere mich an alte Blitzgeräte die, sobald Störelemente im Stromkreis waren (z.B. Neonröhren als Zimmerbeleuchtung), ständig ausgelöst haben.


Das ist bei HSS nicht anders.

Das ist insofern anders als das der Lichtverlust bei HSS wirklich Linear ist (wie bei einem Kameraverschluß), bei Hypersync nicht. Du hast schon recht das der Lichtabfall zu beginn der Kurve stärker ist, als gegen Ende, aber ich kann eben auch (wenn ich auf ganz kurze Zeiten verzichten kann) den Auslösezeitpunkt so legen, daß ich näher am Auslöseimpuls bin. Dann habe ich zwar mehr Verlauf, aber auch mehr Leistung.

VG
 
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Aber ich benutze lieber ein robusteres Signal und falls ich mal in
Amerika, oder Japan, arbeite nutze ich andere Funkauslöser.

Wie robust das Signal ist hängt weit mehr von der verwendeten
Sendeleistung, dem Modulation und dem Protokoll als von der
Frequenz ab. Daß 433 MHz pauschal robuster sein soll ist
pauschal falsch.

Der Funkauslöser hat einen elektronischer Schalter, keinen
mechanischen.

Das ist egal, Durchgang ist Durchgang.

Wenn die Spannungsdifferenz einen bestimmten Wert nicht
überschreitet, bzw. das Signal nicht lange genug aufrecht
erhalten wird, löst der Blitz nicht aus.

Eine Spannungsdifferenz ergibt sich allein aus dem Zündkreis
des Blitzgeräts, und es gibt kein Signal, nur einen Schaltkontakt.


Leuchtstoffröhren flimmerten mit konventionellen Vorschaltgeräten
bei 50 Hz - das haben verschiedene Blitzgeräte als hochfrequenten
Blitz fehlinterpretiert. Eine Schaltung die das ausfiltert hat aber am
Synchronkontakt nichts verloren, das ist dann eine Fehlkonstruktion.

Das ist insofern anders als das der Lichtverlust bei HSS wirklich
Linear ist (wie bei einem Kameraverschluß), bei Hypersync nicht.

Doch, das ist er. Bei beiden Techniken wird der Schlitz im Verschluss
in gleichem Maße kleiner, daher verpufft bei beiden der gleiche Anteil
des Lichts auf die Verschlussvorhänge.

Der Unterschied ist ein anderer:
Du kennst die ungeregelte Leuchtkurve eines Blitzgerätes, so wie
der halt ohne Abschaltung/Regelung abbrennt?

Stell Dir das als eine Wasserwelle vor. -> Hypersync.
Und jetzt lass die gleiche Menge Wasser zur Ruhe kommen. -> HSS.

Der Pegel erreicht nun nicht den Spitzenwert des Wellenkamms,
ist dafür an jeder Stelle der Kurve gleich hoch.

Die Spitzenhelligkeit an einer Stelle des Bildes wird gern als effektiver
missverstanden, es ist jedoch nur ungleichmässiger.


Nicht mehr Leistung, nur anders verteilt. In den Elkos ist bei beiden
Verfahren die gleiche Energie gespeichert.

Und siehe oben - Dein Beispiel mit 1/2500 sec, da ist nicht nur der
Abfall sondern bereits der Anstieg zu sehen.
 
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@ Visual Pursuit

Auch die Sendeleistung ist nach oben hin von der Bundesnetzagentur begrentz und du kannst sicher sein, daß die PWs auch im freien Feld weiter funken als die Konkurrenz aus China. Schau Dir nur mal die Antennen der Plus II Geräte, oder TT5 Geräte an. Wie gesagt, vom Prinzip her sind die langen Wellen (bei gleicher Sendeleistung) immer im Vorteil, wenn es darum geht Hindernisse zu überbrücken. Das ist vom Prinzip her die 'bessere' Technik.

Mit den Neonröhren hast Du sicher Recht, das hat wohl nichts mit dem Synchrokontakt zu tun. Trotzdem werden moderne Blitzgeräte auch elektronisch gesteuert und vom Prinzip her, macht es schon Sinn, daß Signale bestimmte Normen erfüllen müssen.

Ein Funkauslöser erzeugt die Zündung elektronisch. Da ist kein Schalter der umgelegt wird und einen Stromkreis schließt. Der Kreis der geschlossen wird ist im Blitzgerät. Wenn die Spannung für das Signal schwankt, kommt es eben dazu, daß der Blitz einmal auslöst und einmal nicht. Genau das Phänomen hatte ich bei den Dingern und mir scheint die Erklärung dafür auch recht plausibel. Ich kann nur sagen, daß die nicht immer ausgelöst haben und wenn Du eine bessere Erklärung dafür hast, kannst Du sie ja gerne vortragen

Bezüglich der Leistung bleibt der Verschluß der Kamera zwar immer gleich Weit geöffnet, aber die Menge des Lichts die Eintritt ist unterschiedlich. Schau dir mal eine typische Blitzkurve an. Die ist impulsartig und zu Beginn wird viel Energie abgegeben und zum Ende hin läuft sie flach aus. Da der Verschluß aber nur über ein kurzes Intervall geöffnet ist und nicht über die Dauer des ganzen Impulses Licht empfängt, hat man eine höhere Ausbeute je näher man zum Impuls hin synchronisiert. Bei HSS ist es völlig egel wann ich auslöse, weil die Lichtmenge über die Dauer konstant ist.

Ich glaube wir hatten da zu einem früheren Zeitpunkt schon mal drüber diskutiert - auch ohne Ergebnis Ich werd's einfach mal ausprobieren und sehen, ob die Leistung vergleichbar ist.

VG
 
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(...) und du kannst sicher sein, daß die PWs auch im freien Feld weiter funken als die Konkurrenz aus China.

Weiter als viele Konkurrenten, das ist richtig,
aber die Pixel King Pro können erprobterweise
mithalten.

Mit eingebauten Antennen......


Klar, aber wie gesagt: Da gibt es kein Signal, da wird nur ein
Kontakt geschlossen.

Ein Funkauslöser erzeugt die Zündung elektronisch. Da ist kein
Schalter der umgelegt wird und einen Stromkreis schließt.

Ob ein Schalter umgelegt wird oder ein Transistor oder Optokoppler
auf Durchgang schaltet ist Wurst -> Durchgang ist Durchgang.

Am P/C-Stecker des Blitzkontakts liegt innen eine positive
Spannung an die vom Zünder kurz mit dem Kragen (Masse)
verbunden wird. Das Äquivalent von "zwei Drähte aneinander halten".

Der Kreis der geschlossen wird ist im Blitzgerät.

Korrekt, aber ich fürchte Du hast das nicht ganz zu Ende gedacht:


Die einzige Spannung die schwanken könnte wäre die im
Zündkondensator des Blitzgeräts. Dafür kannst Du aber nicht
die Funke verantwortlich machen. Wenn die Stadtwerke Dir ab
und zu nur 110 Volt liefern, kannst Du ja auch nicht den Lichtschalter
für weniger helles Licht verantwortlich machen.

Schau dir mal eine typische Blitzkurve an.

Siehe oben - dann stell sie Dir als Welle vor, und überlege wie sie
aussehn würde wenn das Wasser im Bottich ruhig und ohne Welle
steht.

(Mir ist klar, daß ich jetzt eine Animation basteln sollte um den
Denkfehler anschaulich zu machen - da habe ich aber momentan
keine Zeit für.)

Da der Verschluß aber nur über ein kurzes Intervall geöffnet ist und
nicht über die Dauer des ganzen Impulses Licht empfängt, hat man
eine höhere Ausbeute je näher man zum Impuls hin synchronisiert.

Fast. Der Verschluss ist an jedem einzelnen Pixel nur sehr kurz
geöffnet, braucht aber um ein Vielfaches länger um den ganzen
Sensor zu überqueren. Ein Blitz der nicht mindestens für 1/200 sec
(t 0,5) lang leuchtet ist fertig mit Leuchten während der Verschluss
noch auf der Reise ist. Am Anfang der Reise erreicht die Helligkeit
des Blitzes ihren Gipfel, typisch im ersten Drittel des Bildfeldes.
Dieser Gipfel ist naturgemäß heller als ein kontrolliert gleichmässig
leuchtender Blitz, das führt dazu daß manch einer das als mehr
Leistung für Hypersync interpretiert. Ab der Mitte geht das aber
kontinuierlich gegen 3 Blenden unterbelichtet - DAS wiederum fällt
den meisten Anfängern nicht auf. Den fstoppern auch nicht, womit
dann geklärt ist was ich von denen halte.

Ich glaube wir hatten da zu einem früheren Zeitpunkt schon mal
drüber diskutiert - auch ohne Ergebnis

Ja, ich weiss jetzt aber wo Dein Denkfehler liegt. Wenn ich wieder
etwas mehr Zeit habe setze ich mich mal an eine Animation.
 
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Also, wer hat Tipps für mich?

Eine gebrauchte Nikon D70 (D40/D50 gehen auch) kostet deutlich unter 100€.
Deren elektronischer Verschluss erlaubt Blitzzeiten von bis zu 1/8000 sec.
Kontakte am Blitz abkleben, so dass die Zündung nur über den Mittenkontakt erfolgt.
Banale, preiwerte, einfache Lösung, ohne viel Geraffel rumzuschleppen.
 
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@ Visual Pursuit

Das ist nett, aber ich glaube wir hatten das mit den Grafiken auch schonmal (die hatte ich damals gebastelt). Manchmal ist es einfacher einen empirischen Test zu machen, als lange theoretische Diskussionen zu führen. Ich werd's einfach mal ausprobieren und dann berichten. Dir noch einen schönen Abend...

VG
 
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Oder eine Canon 1D (erste Version).

Letzte Woche bekam ich noch en passant mitgeteilt daß man angeblich
auch mit der EOS M5 und einem "dummen" Mittenkontaktfunkzünder
bis 1/2000 sec synchronisieren kann.

Wenn die Mitte/Ende November geliefert wird ist das sicher eins der
ersten Dinge die ich ausprobieren werde.

Mit der G5x ging das letztes Jahr, vermutlich wird das Gerücht also stimmen.

Ein Schritt weiter zum globalen Verschluss.
 
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Ich stell mal in diesen nicht ganz unpassenden thread ne zusätzliche Frage:

Hat folgendes schon mal jemand probiert, sollte das klappen, oder bin ich da gedanklich auf dem Holzweg?

Ziel:
Die Ansteuerung/Auslösung via PW TT1 mit AC3 (damit der als SpeedCycler funzt), klar alles in M.
Empfänger wären die FlexTT5, die somit "seriell" auslösen, wie ich das mit den SB800 schon mehrfach gemacht hatte.
Aber jetzt nicht mit SB Sytemblitzen, sondern mit einfachsten Studioblitzen, Sync/Zünden per Kabelanschluss, aber wie komm ich vom TT5 ans Kabel, einfach mit nem Adapter der nur den Mitenkontakt abgreift, sollte das klappen??
Fallls ja, würde ich mir Mittenkontaktadapter besorgen, denn dann wäre auch eine "freemask" Funktion möglich!
 
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Hat folgendes schon mal jemand probiert, sollte das klappen,
oder bin ich da gedanklich auf dem Holzweg?

Vorweg: Das habe ich oben beschrieben, die Bedienungsanleitung
der Geräte sagt das gleiche - ja, geht.

Ziel:
Die Ansteuerung/Auslösung via PW TT1 mit AC3
(damit der als SpeedCycler funzt), klar alles in M.

Wenn Du den noch nicht gekauft hast würde ich immer
einem weiteren Flex TT5 den Vorzug geben. Der Mini TT1
braucht eine Knopfzelle die nicht allzu lange hält, hat eine
eingebaute Antenne die man nicht ausrichten kann, muss
separat programmiert werden statt über "replizieren" einfach
kopiert zu werden, kann nicht als Empfänger eingesetzt
werden.... und kostet für all diese Einschränkungen nur
minimal weniger als ein Flex TT5.

Aber jetzt nicht mit SB Sytemblitzen, sondern mit einfachsten
Studioblitzen, Sync/Zünden per Kabelanschluss, aber wie komm
ich vom TT5 ans Kabel, einfach mit nem Adapter der nur den
Mitenkontakt abgreift, sollte das klappen??

Guck mal ganz scharf auf die Rückseite der Flex TT5:
Du siehst zwei 1/8" bzw 3,5mm Buchsen (P1/P2).
Eine davon ziert ein Blitzsymbol. (58, 59..... genaaaaaauuuu.)

Je nachdem ob Deine Blitzgeräte 1/8" (3,5mm) oder 1/4" (6,35)
Klinkensteckerbuchsen für das Synchronkabel aufweisen musst
Du entweder ein Kabel 3,5mm auf 3,5mm oder eines 3,5mm auf
6,3mm Klinke einsetzen. Das darf gerne recht kurz sein und ist
sinnvollerweise nur Mono beschaltet. Yep, das sind simple
Audiokabel für Centbeträge.
 
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Guck mal ganz scharf auf die Rückseite der Flex TT5:
Du siehst zwei 1/8" bzw 3,5mm Buchsen (P1/P2).
Eine davon ziert ein Blitzsymbol. (58, 59..... genaaaaaauuuu.)
.
Geht´s noch peinlicher ??
Kann ich noch dämlicher sein?
Mal sehen...

Letzte Frage:
Gibt es die Chance auf Probleme mit Studioblitzen, wenn man die Kabel einfach parallel schaltet um so 2 oder 3 Blitze syncron zu zünden, also ohne galvanische Entkopplung?

Vielen Dank für Deine Geduld!

PS:
Ja, den AC3 mit TT1 und 3xTT5 hab ich schon relativ lange, aber eben auch relativ selten und wenn dann nur mit den SB800 im Einsatz bisher.

Wenn ich was "großes" brauche, dann gehe ich zu Hensel in München, da sind die Rentpreise günstiger als bei den anderen lokalen Anbietern.

Jetzt hab ich aber - wenn mein KV angenommen wird - evtl. nen größeren Auftrag, da brauch ich was größeres als die SB800 und nicht nur 1 Tag, sondern gut 2 Wochen, da wird mieten dann auch fast uninteressant...
 
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Gibt es die Chance auf Probleme mit Studioblitzen, wenn man die Kabel einfach parallel schaltet um so 2 oder 3 Blitze syncron zu zünden, also ohne galvanische Entkopplung?

Wieviele willst Du denn parallel schalten?

Theoretisch sollten baugleiche Geräte alle die gleiche Zündspannung
haben. Wenn drei parallel durchschalten, kommt im Zweifel aber mehr
Strom zusammen als der Zündkontakt mag.

Du könntest natürlich auf jeden Flex TT5 einen Funkzünder mit
eigenem Kanal stecken, wenn Du Hensel mietest hast Du ja eh
Geräte mit eingebautem Funk. Weitere Sender kosten gerade mal
2 Euro netto/Tag.

Jetzt hab ich aber - wenn mein KV angenommen wird - evtl. nen
größeren Auftrag, da brauch ich was größeres als die SB800 und
nicht nur 1 Tag, sondern gut 2 Wochen, da wird mieten dann auch
fast uninteressant...

Bei längerer Mietdauer kannst Du verhandeln. Musst Du halt
durchrechnen. Kaufen und dann wieder verkaufen kommt halt mit
dem Restrisiko des Verkaufsverlustes.
 
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