Blitzen im Bereich Tierfotografie

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Und wen ein berümter Voll(pfosten)profi meint er müsse das anders machen kann er das machen ist das ne gute Sache?
Der Satz ist ohne die fehlenden Kommas eine Zumutung, nur mal so nebenbei...

Aber noch was zum Thema.
Ich hab ein Buch vom Pölking, es ließ mir keine Ruhe, also hab ich kurz nachgelesen und genau das Thema ist da drin:
Zitat aus Fritz Pölkings "Naturfotografie gestern und heute" ("zweites Werkstattbuch"), S.36 unten:
"Erstaunlich ist die Reaktion der Tiere auf den Teleblitz: es gibt keine.
Anscheinend gehören Blitze in der Nacht zum normalen Lebensbild und rufen keine sichtbaren Reaktionen hervor."

Von Seite 77 bis 88 wird ausführlich geschildert, wie die nächtlichen Aktionen mit der Leopardenfamilie abliefen.

Hier gehts dann u.a. um den Einsatz des Lepp Televorsatzes vor dem Nikon SB24 plus SK-6 Powerbügel.

Zitate aus S.81:
"...die Leoparden störten sich weder am Rotlicht noch am Blitzlicht."

"...Karakal...scheu... Anders dagegen der Milchuhu, der sich 20 Minuten lang fotografieren ließ. Ihn störte weder das rote Einstellicht noch der Blitz, er reagierte auf beides überhaupt nicht, sondern suchte mit den Augen immer die Umgebung nach Beute ab."
 
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Ich bin ja überhaupt kein Freund der Blitzerei. Aber wie soll man sonst nachtaktive Tiere fotografieren um sie nachweisen zu können? Gut: Heute gibt es Wärmebildkameras u.ä.
Für mich wäre Voraussetzung für den Einsatz eines Blitzes die vorherige Information eines entsprechenden Experten.
 
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Der Hauptgrund warum man in der Tierfotografie nicht blitzt, ist sicher die große Fluchtdistanz der Tiere und das man sie meist in ihrer natürlichen Umbegung zeigen möchte. Mal mal abgesehen von der Reichweite. die bei den meisten Geräten nicht ausreichend ist, macht ein Blitz in großer Entfernung auch kein besonders schönes Licht. Außerdem ist es auch schwierig bei sich schnell bewegenden Tieren das Licht nachzuführen, möchte man es nicht, wenig elegant, frontal über der Kamera positionieren.

Bei kurzen Aufnahmeentfernungen wird ja auch häufiger mal ein Blitz eingesetzt (z.B. Insekten, Unterwasser,ect) und es spräche auch wenig dagegen, ihn bei weniger scheuen Tieren mit kürzeren Aufnahmeentfernungen einzusetzten. Gerade in Situationen mit starker Sonne und hohen Kontrasten. Aber wer macht sich schon soviel Mühe, neben der Kameraausrüstung, auch noch ein ordentliches Licht mitzuschleppen. Ist eben wenig praktikabel. Bei wilden Tieren mit größerer Fluchtdistanz wäre das ohnehin nur mit fernausgelöster Kamera möglich und die Tiere müßten dann auch erstmal in die Nähe der Kamera gelockt werden. Ohne Blitz und aus größerer Entfernung ist's im jeden Fall einfacher. Interessanter, weil etwas seltener, sind aber eher die weitwinkeligen Aufnahmen, wenn man wirklich nah dran ist... mitten rein zu den kämpfenden Moschusochsen :D

VG
 
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Beim Lesen der Beiträge kam mir ein anderer Gedanke. Bei Dunkelheit benötigen meine Augen etwas länger um "gut" sehen zu können, nun kommt ein Fotografen-Blitz und danach benötigen meine Augen wieder eine gewisse Zeit um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Deswegen flüchte ich aber nicht bei einem Fotografen-Blitz. Könnte es denkbar sein, das auch das Auge der Tiere sich erst mal wieder an die Dunkelheit gewöhnen muss?
 
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