Bitte nicht steinigen! Einstellung S5


rbruenker

Unterstützendes Mitglied
Hallo zusammen,

nachdem ich jetzt drei Monate mit der S5 fotografiere und auch schon verschiedene Einstellungen probiert habe, wäre ich mal an den bevorzugten Einstellungen der hier im Forum AKtiven interessiert. Ich bin zur Zeit an der Nordsee und genieße ein Kontrastreiches Wetter, sowohl Bildtechnisch als auch real.

Das läßt mich jeden Tag mit anderen JPEG-Einstellungen probieren und ich weiß garnicht mehr welche ich Standardmäßig verwenden soll. Was sind denn Eure Einstellungen, ggfs mit Situationsbedingten Korrekturen. Vielleicht kann man hier mal einfach die vertretenen Setups sammeln ohne gleich Glaubenskriege loszutreten. Ach ja, RAW ist super, aber ich habe die Fuji unter anderem wegen ihrer JPEG-Leistung gekauft, da mir wenns nicht gerade wichtige Ereignisse (Hochzeiten etc.) sind die Zeit zum RAW-Entwickeln fehlt.

Meine Einstellungen:

Filmsimulation STD
Dynamikbereich AUTO
Farbe ORG
Gradation M-HARD
Schärfe M-HARD
Farbraum sRGB
Weisabgleich AUTO
Qualität FINE
Auflösung L (seit FW 1.11, vorher M)

Wäre toll es würden sich viele beteiligen.:up:

Viele Grüße,

Ralph
 

Alexander Kunz

Unterstützendes Mitglied
Ich mache das genau wie Du von der Situation abhängig.

Bei viel Zeit & Muße Raw+JPEG, dann Filmsimulation F2 und zuhause auswählen (F2 wegen der Farbdarstellung, der Dynamikumfang ist da ja nicht anders als bei "normalen" Kameras).

Bei überschaubaren Kontrastverhältnissen alles Auto/STD außer Schärfe (Hard).

Bei viel Licht und viel Schatten wie parallel in meinem Post "der erste Monat ist vorbei" beschrieben 400% Dynamik, Farbe und Kontrast HIGH, und daheim in Lightroom die Lichter mit Recovery zurückholen.

Eine einzige "wirklich wahre" Einstellung gibt es sicher nicht. :)
 
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Laternamagica

Unterstützendes Mitglied
@rbruenker

Ich habe praktisch die selben Einstellungen, bis auf die Graduation (STD) und den Farbraum, da nehme ich Adobe RGB (und wenn ich hinterher den eingeschränken SRGB brauche, stelle ich das in LightRomm vor dem Exportieren halt entsprechend ein).

An meinem - nicht kalibrierten - Notebook Monitor gefallen mir die Farben bei AdobeRGB trotzdem besser, gerade die Hauttöne, obgleich der Monitor den AdobeRGB Farbraum eigentlich gar nicht abdeckt.

Warum das so ist, weiss ich nicht, ist mir auch egal, ich versteh meinen Fernseher auch nicht... :hehe:
 
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Christian-NRW

Unterstützendes Mitglied
Warum das so ist, weiss ich nicht, ist mir auch egal, ich versteh meinen Fernseher auch nicht... :hehe:
Habs bei der Fuji nicht ausprobiert, aber bei der Nikon D80 wars z.B. so, daß der Farbraum nicht nur die Art der Farbzuordnung bestimmte sondern auch die Farbverarbeitung. Dürfte im Sinne der Theorie nicht sein, richtig, war aber so. Konnte man auch schon auf den Tests von imagingresource sehen. Im Argb Modus der D80 machte sie deutlich realistischere Farben. Hab auch irgendwo darüber nen schönen Bericht gefunden, wo aufgezeigt wird, das es deswegen bei Nikon auch Color-MODE heißt und nicht Color-SPACE, da auch eine Farbveränderung mit inbegriffen ist.

Gruß
Christian

PS: bei mir ist alles auf STD/AUTO, bei reiner Personenfotografie Color auf LOW, manchmal auch F1 Modus.
 
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skyle

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Meine Einstellungen:

Filmsimulation STD
(meistens, Bei Portrait nehme ich auch gern mal F1b)

Dynamikbereich AUTO

(gelegentlich erzwinge ich 400 %, obgleich die Automatik meines Erachtens ganz gut funktioniert; 100 % nehme ich auch manchmal, um die Serienbildgeschwindigkeit zu steigern)

Farbe STD
Gradation STD
Schärfe M-HARD
Farbraum sRGB
Weisabgleich AUTO
Qualität FINE
Auflösung L (schon immer, meines Erachtens mehr Details)

Viele Grüße,
Christian
 
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GeorgD

Unterstützendes Mitglied
Hallo Ralph,

mit den RAW-Aufnahmen sieht es bekanntlich jeder anders. ;)

Ich fotografiere grundsätzlich in RAW, was zwar ein klein wenig mehr Arbeit beim Sichten der Bilder bedeutet, und mehr Speicher verschlingt, aber die Vorstellung, immer vor Ort auf Verdacht die richtige Feineinstellung vornehmen zu müssen, gefällt mir überhaupt nicht. Eine optimale Einstellung für alles gibt es sowieso nicht, außer RAW natürlich.

Wenn ich vor Ort nur noch die Blende und ggf. den ISO-Wert angleichen muss, und mich ansonsten auf die Gestaltung des Bildes konzentrieren kann, fotografiere ich wesentlich entspannter, vor allem weil mir die S5 auf Grund ihrer Dynamikreserven im Nachhinein noch viel Spielraum für die Optimierung am Computer lässt, vorausgesetzt ich habe RAW genutzt.

Früher hat man viel Zeit in der Dunkelkammer verbracht, aber heutzutage RAW-Dateien zu bearbeiten geht eigentlich wesentlich schneller, deshalb gibt es für mich auch keinen Grund auf die Möglichkeiten von RAW zu verzichten.

Herzliche Grüße, Georg
 
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rbruenker

Unterstützendes Mitglied
Hallo Georg,

verstehe Deine Argumentation, welchen Konverter benutzt Du denn. Ich habe eine MAC und benutze LR 2.0. Ich habe auch HU -V3, aber erstens läuft das auf dem Mac langsam (liegt wahrscheinlich aber auch an den großen Dateien) und zweitens finde ich das Programm sehr unübersichtlich. Vielleicht kannst Du mir ja mal deinen RAW-Workflow mitteilen, gerne auch per PN, da dass ja eigentlich offftopic ist.

Wäre super.

Gruß Ralph
 
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Alexander Kunz

Unterstützendes Mitglied
Ähm... wieso sollte ein Raw-Workflow mit Fuji-Rawfiles im Fujibereich OT sein? Mich interessiert das auch! :D
 
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GeorgD

Unterstützendes Mitglied
Hallo Georg,

verstehe Deine Argumentation, welchen Konverter benutzt Du denn. Ich habe eine MAC und benutze LR 2.0.
...
Vielleicht kannst Du mir ja mal deinen RAW-Workflow mitteilen, gerne auch per PN, da dass ja eigentlich offftopic ist.

Wäre super.

Gruß Ralph
Hallo Ralph,

ich benutze auch Lightroom 2 auf dem Mac. Der große Vorteil ist z.B. bei Serien, dass ich Einstellungen von einem auf die nachfolgenden Bilder übertragen kann (Taste: vorige). Dadurch komme ich relativ schnell durch die Belichtungs- und Farbkorrekturen durch. In einem zweiten Durchgang richte ich die Bilder bei Bedarf aus und korrigiere die Ausschnitte. Danach exportiere ich die Bilder in einem Arbeitsgang als JPG's in einen neuen Ordner. Wenn ich dann noch Retuschen vornehmen möchte/muss, geht es in Photoshop weiter, aber das sind erfahrungsgemäß die wenigsten Bilder.

Auf diese Weise ist das Entwickeln der RAW-Bilder kein allzu großer Aufwand.

Herzliche Grüße, Georg
 
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rbruenker

Unterstützendes Mitglied
O.k. das klingt gut, aber ich dachte immer das der große Vorteil der Fuji ja in den R und S-Pixeln liegt, sprich im Dynamikumfang, dieser jedoch nachträglich bei RAW nur im HU-V3 korregiert werden kann, das heist für mich, das ich im RAW der Fuji durch LR auch nicht mehr rausholen kann, als bei den D70-RAWs, da ich die zusätzlichen Pixel (warens jetzt die R oder S) für die Belichtung nicht gezielt ansteuern kann. Oder bietet LR in der 2.0-Version jetzt diese Möglichkeit, ohne das ichs direkt merke, z.B. über die Belichtungsregler oder den Detailregler?

Gruß,

Ralph
 
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Alexander Kunz

Unterstützendes Mitglied
Ich kann Dir versichern, dass Du mit LR2 verdammt viel aus den Fuji-Rohdaten rausholen kannst. :D Mein Ansatz ist immer erstmal eine Belichtungskorrektur um -1 bis -2 in LR um zu sehen wie viel tatsächlich noch in den Highlights drin ist. Und da IST viel drin, enorm viel. Lad Dir doch einfach mal die 30-Tage Testversion von LR herunter.

(es ist eher der Kampf gegen die verdammt gute JPEG-Engine der Kamera, gerade wenn der Kontrastumfang wirklich gross ist, kein Scherz... das muss man in LR mit den Rohdaten erstmal hinbekommen)

Ich habe mir das Finepix-Studio 2x angeschaut, wie es so schön heisst... (das erste und das letzte Mal). Wenn HS-V3 so ähnlich ist dann mein herzliches Beileid allen, die sich damit rumschlagen. So viel besser können die Ergebnisse IMHO gar nicht sein als das meine Leidensfähigkeit sich so weit strecken würde. :D
 
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thomlange

Unterstützendes Mitglied
Hallo Ralph, hallo Georg und alle Anderen,

ich nutze grundsätzlich RAW, sehe das so, wie auch Georg. Parallel dazu, für auf die schnelle, Jpg-S-Fine. Das kostet nicht so viel Speicher mehr und du hast was für gleich.
Die Einstellungen sind dabei auf Standard, Iso wird von Hand eingestellt, Dynamik meist auto wie auch Weißabgleich und Farbraum sRGB.

Die Umwandlung von Raw in Tiff nehme ich in HU-3 vor.

@Georg: Du hast recht, die Bedienung ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und das Programm ist langsam; aber ich habe mich damit gut eingefuchst, so daß ein -relativ- rasches Arbeiten möglich ist.

Mein persönlicher Workflow ist etwas langwieriger und umständlich, aber für mich ist auch der Weg das Ziel.
In HU werden Belichtung, Dynamik -in zusammenhang mit dem Kontrast- und Weißabgleich erledigt. Farbe je nachdem, Schärfe und Rauschreduktion auf org. So wird's dann in TiF-16 umgewandelt, Weiter geht's in PS.
Dort wird nach dem öffnen zunächst-wenn nötig- über PT-Lens Bildverzeichnung korrigiert. Danach wird eventuell geradegerückt, perspektivisch entzerrt und Bildauschnitt festgelegt.
Dann nehm ich mir- natürlich immer nur, wo notwendig, Lichter, Tiefen, Farben und all diesen Kram vor, wenn nötig auch entrauschen über Noisware Pro.
Dann geht's ab nach LAB und dort in den Kontrastkanal zum Unscharf Maskieren nach individueller Einstellung.
Zurück in RGB und nach 8-Bit und Speichern als Tif. Das wars.

LR2 habe ich noch nicht probiert.
Beim experimentellen Vergleichen HU-3 <-> LR1 habe ich FÜR MICH festgestellt, das HU3 die besseren Ergebnisse bringt Ich habe mir Aufnahmen mit hohem Iso-Wert und Großer Dynamik -weihnachsmarktlicher Karussell-Rummel nachts mit viel Glühlampen- vorgenommen und versucht, mit beiden Programmen das beste rauszuholen. Vor allem im Rauschverhalten war HU das deutlich bessere Ergebnis. Wie gesagt, das gilt für mich.

Was den Farbraum betrifft: Adobe RGB sollte gut überlegt sein. Wenn der Monitor/ Laptop nicht in der Lage ist diesen Farbraum auch wiederzugeben, macht das normalerweise keinen Sinn. Man kann nicht beurteilen bzw. bearbeiten, was man nicht sehen kann.
Nehmt euch mal Zeit für diesen Link:
Es lohnt, sich mi dem Thema mal etwas mehr ausenanderzusetzen.

Gruß Th. L.
 
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GeorgD

Unterstützendes Mitglied
O.k. das klingt gut, aber ich dachte immer das der große Vorteil der Fuji ja in den R und S-Pixeln liegt, sprich im Dynamikumfang, dieser jedoch nachträglich bei RAW nur im HU-V3 korregiert werden kann, das heist für mich, das ich im RAW der Fuji durch LR auch nicht mehr rausholen kann, als bei den D70-RAWs, da ich die zusätzlichen Pixel (warens jetzt die R oder S) für die Belichtung nicht gezielt ansteuern kann. Oder bietet LR in der 2.0-Version jetzt diese Möglichkeit, ohne das ichs direkt merke, z.B. über die Belichtungsregler oder den Detailregler?

Gruß,

Ralph
Hallo Ralph,

bei den RAW-Dateien der S5pro ist eben durch die S- und R-Pixel so viel Dynamik drin, wie bei keiner anderen Kamera. Nur lassen sich 12 Blenden Dynamik nicht am Computer darstellen und viele Ausbelichter können i.d.R. auch nicht so viel damit anfangen. Deshalb macht es Sinn, das Material mit 12 Blenden Eingangsdynamik erstmal an die 8-Blenden Ausgangsdynamik des JPG-Formats anzupassen, und das geht am besten und vor allem kontrolliert bei der RAW-Konvertierung. Bei JPG aus der Kamera erledigt das die S5 entsprechend ihren eigenen Algorithmen selber. Bei einem Diafilm passiert auf eine andere Art übrigens das gleiche, denn die Ausgangdynamik eines Dias oder eines Papierabzuges ist noch geringer als die des Computers, und merkwürdigerweise gab es zur Analogzeit kaum die heute so nervenden Dynamikprobleme. Mit einem qualitativ hochwertigem und wenig komprimierten JPG mit sRGB-Farbraum kann ich auch überall problemlos Abzüge und Fotobücher drucken lassen.

Eingangsdynamik und Ausgangsdynamik darf man also nicht verwechseln. Die Eingangsdynamik ist die Stärke der S5pro. Aber erst das gefühlvolle Herunterrechnen auf die darstellbare Ausgangsdynamik macht diesen Vorteil auch sichtbar.

Herzliche Grüße, Georg
 
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sicki66

Unterstützendes Mitglied
Meine Einstellungen entsprechen auch den meißten hier und weichen höchstens Situationsbedingt ab.Habe aber mal eine Frage,warum sind bei der Kamera vom Hersteller 200 Iso voreingestellt und nicht Iso 100?Bin es zwar von meiner D70s so gewöhnt aber wenns anders geht,warum nicht:confused:
 
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sehräume

Unterstützendes Mitglied
Hallo S5ler,

habe seit gestern eine S5 zu meiner D70. Da die S5 nicht "Plug and Play" ist, habe ich die Einstellungen ersteinmal so wie angegeben übernommen und einige Testfotos geschossen. Ich glaube das "Preis- Genussverhältnis" ist im Augenblick unerreicht. Habe die Firmware gleich auf 1.11 gebracht, es war kein Problem. Bin mir noch nicht sicher, ob ich L oder M verwenden soll, warum erst ab 1.11 - hat sich dadurch etwas verändert?

M.f.G.
 
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Stefan L.

NF-F Premium Mitglied
Komisch, mein LR scheint da irgendwie anders zu funktionieren. Ich habe anfangs RAF + JPEG geschossen und konnte bei keinem einzigen Bild aus dem RAF mehr rausholen, als aus den eh vorhandenen JPEGS. Dann bin ich ein wenig googlen gegangen und habe gelesen, das einzig und allein die Fuji-Software die S+R-Pixel richtig auslesen und aus den RAF's nochwas kitzeln kann.

Da mir die Software zu teuer war und ich die S5 eh als reine JPEG-Maschine haben wollte bin ich seitdem auf JPEG geblieben und sähe auch keinen Grund das zu ändern.
 
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Knut

Sehr aktives Mitglied
Ich glaube das "Preis- Genussverhältnis" ist im Augenblick unerreicht.
Das wird auf unabsehbare Zeit auch so bleiben! :winkgrin:

Herzlichen Glückwunsch zu Deiner Neuen, Du wirst es nicht bereuen.

Früher sagte man ( :D ), der 6Mpix-Modus (Fine/Medium) sei der schärfere, aber seit V1.11 hat sich das geändert. Geniesse die Farben und den Dynamikumfang.

Gruß
Knut
 
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