Jo lekt's mi do am Oarsch!
Warum, in Dreideifis Nomn, schaut denn der aane Moo ausm Buildl ausse?
Saubatzi, depperter.
Der hätt si scho no umdrahn kenna bevor da Fotograf s Buildl mocht, oda?
Ein Goaßelschnalzer ist ein Bayer, der mit seiner Goaßel (Geißel = Peitsche) eine Art von "Schlagzeug Musik" erzeugt ....er lässt die Goaßel krachen....
Geschichtlich gesehen kommt es von den Fuhrleuten, die beim einfahren in einen Ort mit der Goaßel geknallt haben und jeder in seinem eigenen Stil um sich von anderen Fuhrwerken zu unterscheiden.
So wurde es auch als Musikinstument erkannt und verwendet....
Die Musik wird in der Gruppe gemacht, gerne auch mit einer "Quetschn" (Akkordeon) begleitet....
....hier auf dem Holz....
..Holz ist in Bayern sowieso ein wichtiger Begriff!....Holz ist hier schon immer zum Heizen und für den Handel Gold wert.....also , wichtig und "groß"......
...aber Vorsicht!
"Hoiz vor da hüttn ham" (Holz vor der Hütte haben)...hat zwar den Urspung aus der Größe und Macht ....bedeutet aber, dass das Dirndl (die Frau) einen großen Busen hat.....
Jo lekt's mi do am Oarsch!
Warum, in Dreideifis Nomn, schaut denn der aane Moo ausm Buildl ausse?
Saubatzi, depperter.
Der hätt si scho no umdrahn kenna bevor da Fotograf s Buildl mocht, oda?
Ich werde verrückt! (wörtlich: Ja, lecke mich am Arsch!......aber mit ganz anderer Bedeutung im Bayerischen, da ist es mehr so, wie das "****" in Amerika, Ausdruck einer Verwunderung)
Warum in drei Teufelsnamen schaut der eine Mann aus dem Bild raus?
Der ungeschickte Schlingel.
Der hätte sich schon noch umdrehen können, bevor der Fotograf sein Bild macht, oder?
Einer der wichtigsten Sportarten in Bayern ist "Fingerhakeln"..
..ein Kraftsport, der uns auch eine sehr bekannte Redewendung brachte..."jemanden über den Tisch ziehen..."...
Bayern ist stark vom katholischen Glauben geprägt, gut zu sehen in den vielen Kirchen, Heiligenstatuen, Kapellen und Wegkreuzen...
..auch in der Sprache hat sich das tief verwurzelt...
..die Begrüßung „Grias Di Gott“, (Grüß Gott) oder zum Abschied "Pfiat di Gott" (auf Wiedersehen Gott) oder zum Dank "Vergelt's Gott!" ((Vergelte es Gott!) ist normaler Sprachgebrauch!....
Morgen werde ich versuchen, die anderen Negative zu holen, die liegen alle im Labor.....und dann kommt da noch was....
Durch meine regelmäßigen Fotoarbeiten in Garmisch, Törwang und anderen Regionen von Bayern, entwickelte sich damals über die lange Zeit eine gute Freundschaft und Vertrauen zu den Einheimischen...auch wenn ich ja optisch und sprachlich mehr einem "Saupreußen" entsprach....
wer Lust hat, kann sich ja nochmals meine Serie über die Einwohner von Törwang anschauen, die ich hier vor längerer Zeit mal gezeigt hatte....
Ja, ja, an diesen Spuren im Schnee sieht man mal wieder das gute alte, gepflegte Brauchtum, mit traditionellen, uralten dem Gelände angepassten Fahrzeugen dem Schnee zu trotzen und die Unbill der Natur zu überwinden.
So wie es auch die Inuit mit ihren Hundeschlitten oder die Sami mit den Rentierschlitten seit Jahrtausenden taten und auch heute noch tun.
Jan, das ist wirklich eine wunderschöne Serie und ich muss hier auch mal Werner Gilliam recht geben, dass analog besser ist als digital. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Bilder in digitaler Hochglanzästhetik die gleiche Atmosphäre und Authentizität ausstrahlen würden. Vielleicht liegt das aber auch nur daran, dass ich mich dabei an die Bilder erinnere, die mein Vater früher mit der F1 (die ich jetzt missbrauche) im Alpenraum gemacht hat. Mir gefällt das sehr