Autofokus bei 2,8/70-200 VRII mit Graufilter

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mozi

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Für Aufnahmen beim Radrennen benötige ich längere Verschlußzeiten von 1/200 bis 1/500. Da ich die Radrennfahrer freistellen möchte, habe ich mittags bei voller Sonne ein Problem. Fürs nächste Jahr dachte ich an einen Graufilter. Aus dem Bauch heraus, würde ich sagen, daß die AF-Treffsicherheit etwas abnehmen wird. Aber wie stark?

Hat zufällig jemand Erfahrung mit der Treffsicherheit des Autofokus bei aufgeschraubten Graufilter bzgl. Sport?

Vielen Dank.

/Edit
Dachte an einen Graufilter mit 3 Blendenstufen. z.B. B+W Graufilter 103
 
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Hallo Rolf,

der AF ist nicht schlechter, als wenn sich eine Wolke vor die Sonne schieben würde...
Nein im Ernst: Der AF arbeitet umso besser, je grösser die Öffnung des Objektivs ist. Das hängt mit dem Öffnungswinkel der Strahlenbündel zusammen, welche auf den Detektor fallen. Ein Graufilter verringert nur die Lichtmenge, ändert aber nichts an der Geometrie des Strahlenbündels (im Gegensatz zu einer Abblendung um drei Stufen). Du dürftest also in der Praxis nichts von einer Verschlechterung des AF merken.

Gruß
Uli
 
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Graufilter ist nicht gleich Graufilter. Für Aufnahmen von fließendem Wasser an Bachläufen (Belichtungszeiten von mehreren Sekunden bei bewölktem Himmel und Blende 22 o.ä.) habe ich einen 8x Graufilter von Heliopan.

Der schluckt soviel Licht, dass der AF des AF-S 2,8/80-200mm bzw. jetzt das AF-S VRII 70-200mm zwar ab und an noch, aber insgesamt nicht mehr befriedigend funktioniert und zudem das Sucherbild deutlich dunkler wird, was auch bei statischen Aufnahmen eine manuelle Fokussierung erschwert.

Ich würde, wenn überhaupt mal nach einem 4x Graufilter schauen und dabei dann auch auf Qualität achten. Was ein schlecht vergüteter Filter (in dem Fall, von dem ich spreche, ein UV Filter an einem AF-S 4/300mm) aus einem sehr guten Objektiv machen kann, habe ich einmal erfahren. Das Bokeh wurde völlig unruhig. Nachdem die Fehlerquelle ausgemacht war und der Filter runter genommen wurde, war das Bokeh deutlich "cremiger".

Vielleich ergibt sich in einem Laden mal die Möglichkeit einen 4x Graufilter mit AF zu testen, damit Du einen Eindruck davon bekommst, inwieweit der die AF Perfomance, die bei Sportaufnahmen ja wichtig ist, beeinträchtigt.
 
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Ein Graufilter verringert nur die Lichtmenge, ändert aber nichts an der Geometrie des Strahlenbündels (im Gegensatz zu einer Abblendung um drei Stufen). Du dürftest also in der Praxis nichts von einer Verschlechterung des AF merken.

Mit Verlaub Uli. Das ist Quatsch. Dann müsste man bei einem lichtstarken Objektiv auch bei absoluter Dunkelheit fokussieren können, was nicht der Fall ist. Die Lichtmenge, die auf den AF Sensor trifft, spielt eine entscheidende Rolle.

Richtig an deinen Ausführungen ist aber, das ein Objektiv mit Anfangsblende 2,8 einen Graufilter bei AF Einsatz besser verkraftet als ein Objektiv mit beispielsweise Blende 5,6. Unbegrenzt ist diese Reserve jedoch nicht, und man muss sich darüber im Klaren sein, dass ein AF System umso besser funktioniert, je mehr Licht (bzw. Kontrast) zur Verfügung steht.
 
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Ich weiß nicht, ich weiß nicht.....

Warum gibt es bei lichtschwachen Objektiven + Konverter denn AF-Probleme? Auch wenn es hell genug ist?

Gruß
Dirk
 
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In diesem speziellen Fall passt Ulis Erklärung: Die angestrebte Belichtung wird bei Lichtwerten erreicht, die gut im Funktionsbereich des Autofokus liegen; dem sollte es in desem Bereich egal sein, ob die grelle Mittagssonne durch einen Graufilter oder durch eine dichte Wolkendecke gedämpft wird. Bei bewölktem Himmel machen wir uns ja auch nicht gleich Sorgen, dass der AF nicht mehr funktionieren könnte. :cool:

Im Übrigen stimmt es natürlich: Wenn man per Graufilter so viel Licht wegnimmt, dass sekundenlange Belichtungszeiten dabei herauskommen, dann hat der AF die gleichen Probleme als wäre es dunkel. Ist ja eigentlich auch nicht so überraschend. ;)
 
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Ich habe für mein 200/2VR u. 400/2.8 VR einen Graufilter der 2 Blenden schluckt, seitliche Mitzieher gehen noch wenn ich eine kontrastreiche Stelle fokusiere, bei Frontalaufnahmen ist die Ausschußquote sehr hoch.
Ich benutze Sie deshalb so gut wie gar nicht. Eine Kamera mit ISO50 würde mir gefallen.

Gruß
Thomas
 
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So formuliert kann ich Dir (Artcifox) zustimmen, allerdings ist Sportfotografie eben auch ein Feld, in dem es auf AF Präsizion und Geschwindigkeit ankommt.

Beides profitiert von einem mehr an Licht. Da muss man die Grenzen eben genau ausloten. Denn ein schön freigestelltes Bild ist dann wertlos, wenn die Af Performance/Geschwindigkeit vielleicht noch für ein Porträt aber nicht mehr für ein Sportbild, bei dem kontinuierliche Nachführung wichtig ist, ausreicht. Zudem ist bei einer Blende 2,8 (bei der ja trotz Graufilter fotografiert wird) die Anforderung an die AF Präzision höher als bei Blende 5,6. Insofern lässt sich die Kombination Objektiv mit 2x Graufilter bei Offenblende nur bedingt mit einem Objektiv mit Offenblende von 5,6 vergleichen.
 
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Und die Frage ist jetzt gerade, ob das besser oder schlechter fokussiert als mit einem (fiktiven) 200/4 oder 400/5,6 ohne Filter.


Gruß, Matthias

Eben nicht nur, weil ich nicht mit Blende 4 oder 5,6 fotografiere (der TO will ja freistellen) und die Offenblende 2,8 höhere Anforderungen an die AF Präzision stellt als ein Objektiv gleicher Brennweite mit Anfangsblende 4 oder 5,6.
 
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Eben nicht, weil ich nicht mit Blende 4 oder 5,6 fotografiere (der TO will ja freistellen) und die Offenblende 2,8 höhere Anforderungen an die AF Präzision stellt als ein Objektiv gleicher Brennweite mit Anfagnsblende 4 oder 5,6.

Das verstehe ich nicht. Oder wir beide nicht? Du fokussierst immer mit Offenblende. Und dass man bei f/2,8 genauer scharfstellen muss als bei f/5,6 ist auch klar. Die Frage ist: Wann arbeitet der AF besser? Bei f/5,6 ohne Graufilter oder bei f/2,8 mit 4x-Filter?

Gruß, Matthias
 
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Das verstehe ich nicht. Oder wir beide nicht? Du fokussierst immer mit Offenblende. Und dass man bei f/2,8 genauer scharfstellen muss als bei f/5,6 ist auch klar. Die Frage ist: Wann arbeitet der AF besser? Bei f/5,6 ohne Graufilter oder bei f/2,8 mit 4x-Filter?

Gruß, Matthias

Der AF bei Blende 2,8 arbeitet ohne Graufilter am besten; bei Blende 2,8 und 2x Graufilter dürfte die Präsizion etwa einem Objektiv mit Anfangsblende 5,6 (das dann ohne Filter) gleichen, weil in beiden Fällen die gleiche Menge Licht auf dem AF Sensor ankommt (aber eben weniger Licht als bei einem 2,8er Objektiv ohne Graufilter). Da der TO aber bei Offenblende (sprich 2,8) fotografieren will, die ja schon allein in Sachen Schärfetiefe anspruchsvoller ist als Blende 5,6 er aber, vereinfacht gesagt "nur" die AF Präzision eines 5,6er Objektives hat, muss er mit Einbußen rechnen.
 
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Ich verstehe was Du meinst. Deshalb übertreibe ich mal:

Arbeitet der AF mit einem f/2,8-Objektiv mit einem 64x-Graufilter (6 Blendenstufen) besser oder schlechter als mit einem f/22-Objektiv ohne Graufilter? Ich würde meinen, er arbeitet mit f/22 gar nicht, mit f/2,8 + Graufilter bei gutem Licht aber doch. Da ich aber weder die passenden Objektive, noch einen Graufilter habe, kann ich es nicht ausprobieren. Und im Grunde ist's auch egal. Bevor ich wieder.... :fahne:


Gruß, Matthias
 
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beim phasendetektionsautofokus kommt es weniger auf helligkeit und kontrast an als auf eine zur triangulation ausreichende basis, welche ab einer bestimmten relativen öffnung nicht mehr gegeben ist, ein derartiger autofokus wird also unterhalb der kritischen öffnung versagen, diese wird im bereich 1:5,6 zu finden sein, darunter kann es so hell sein wie es will.
 
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beim phasendetektionsautofokus kommt es weniger auf helligkeit und kontrast an als auf eine zur triangulation ausreichende basis

Und damit sind wir wieder bei null:

Nein im Ernst: Der AF arbeitet umso besser, je grösser die Öffnung des Objektivs ist. Das hängt mit dem Öffnungswinkel der Strahlenbündel zusammen, welche auf den Detektor fallen.

Aber mal im Ernst, Hanner: Hast Du das gerade selber geschrieben (im Schweiße Deines...) oder von irgendwoher kopiert? :rolleyes:


Gute Nacht,
Matthias
 
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