Nun ist das Buch mit vier Interpretationen dieser geheimnisvollen 9. Sinfonie von Beethoven inklusive Partitur angekommen. Die Notizen sind weggelassen, das Original im Druck zu kaufen würden meine Verhältnisse übersteigen.
Aber dennoch: so beginne ich mir noch auf anderen Wegen einen Zugang zu Beethoven zu verschaffen ... letztlich auch immer ein Zugang zu mir selbst ...
Es ist fast wie ein Bild, einer der vielen "Notizen" aus dem 1. Satz der 9....
Eine handgeschriebene Partitur zu lesen ist ja fast wie ein Bild gestalten, die verschobenen Einsätze, die Instrumente ...
...und während ich mich mit Noten abmühte und mir versuchte ein Bild zu machen, war Coquine in ihrer Welt ...
Das bei dem schlechten Licht der Fokus nicht richtig sitzt, hat wohl mit meiner Verwirrung ob der Partitur zu tun ....
Aber es hat wohl auch mit der Erkenntnis zu tun, dass es nicht nur eine 9. Sinfonie gibt, sondern deren viele. Alleine Beethovens Notizen zur Sinfonie würden ein Buch umfassen und ob wir tatsächlich nun den "letzten Wurf" spielen, ist mehr als fraglich. Aber irgendwann ist fertig mit umschreiben, spätestens dann, wenn man gestorben ist ...
Nun, eigentlich hatten wir keine Termine am Wochenende. Bis auf einen, heute Abend wo wir zum Essen eingeladen werden ...
Es kam anders ....
Claudia und Hans haben sich zum Nachtessen eingeladen, weil sie mir noch die beiden Bilder von Hans und Tierry vorbei bringen wollten ...
Ich war nervös, denn so grosse Drucke hatte ich noch nie auf Leinwand machen lassen ...
Aber vorab spielte ich etwas Fotografie mit Sternlein, welche sich wiederum äusserst fotogen zeigte ....
....und nach ein paar Schritten zeigte sich die wunderschöne Stimmung auch ohne Äste im Vordergrund ... obwohl ich das durchaus auch attraktiv finde ....
Es war ein freudiger Moment, die beiden grossen Leinwände aufzuhängen ....
Die beiden Musiker begleiten mich schon so lange und Hans werde ich diese Jahr gleich zweimal sehen ...
Dort auf der Kirchenbank, wo sich Coquine nun ausruht, sass immer mein Vater und irgendwie dünkt es mich, als ob ein weniger der Geist meines Vaters in dieser Ecke geblieben ist ...