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Beim Abstieg lag erwartungsgemäß Schnee auf den Tritten, diese Stellen nahe der Abbruchkante sind nicht versichert und von daher war das etwas haarig, bei trockenen Bedingungen dürfte das ein Spaziergang sein
Nur wenige Minuten später kam kurz die Sonne auf den Grat, die Sicht zur Hütte war klar und nun sah man auch das steile Schotterfeld, über das die Bahn zur Bergstation fährt. Das Loch war nur von kurzer Dauer, 1 Minute später war wieder alles dicht.
Zurück auf der Hütte zog ich meine 24 Jahre alten Abseilhandschuhe aus und war zufrieden, wir waren zufrieden, denn trotz meiner Skepsis gegenüber Steigen (als Kind musste/durfte ich mit dem Vater schon so ziemlich die berühmtesten Steige steigen und später als junger Bergführer mit Kunden auch) hatten wir an dem Tag ein grandioses Bergerlebnis. Gegen 16:30 waren wir am Auto und fuhren leider zurück. Am frühen Abend fing es in den Dolomiten heftig zu schneien an. In Reutte in Tirol nach dem Fernpass hatten wir abends spät noch gut gegessen und kamen nachts um 1:30 zuhause an, nach einer tollen Dolomitenwoche. Diese Handschuhe, die viele Abseilmeter in den Alpen erledigt haben, man sieht es ihnen an, hatte ich an dem Tag auch für die Drahtkabel angezogen. Abseilen an 60m langen Doppelseilen, wenn es mal schnell gehen muss sind ein Luxus, denn man verbrennt sich nicht die Hände an neuen imprägnierten Seilen. Anfangs hatte ich die nicht zweckentfremdet natürlich zum MTB´n benutzt und ich meine, es ist jetzt die Zeit, sich mal was neues zu gönnen