ANTARCTICA – Der weiße Kontinent

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Du lässt einen echt von einer Reise zur Antarktis träumen. Wundervolle Fotos und eine tollen Artenreichtum zeigst du uns hier. Nur der Eisbär fehlt noch! ;) :hehe: ;)

Ich bin übrigens auch bei einer weiteren Runde noch mit dabei!

Gruß
Stefan
 
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Vom Prinzip her ist es wieder eine ähnliche Tour, aber selbst wenn man die gleichen Anlandestellen besucht, sorgen Wetter, Licht, Tiere und Zeit für komplett andere Eindrücke. Ich hab's noch nicht erlebt, dass ich das Gefühl hatte, "zweimal das Gleiche" gemacht zu haben …

Wir sind also wieder zur Antarktischen Halbinsel unterwegs. Diesmal führt uns eine der ersten Anlandungen auf die kleine Insel Cuverville. Das felsige, größtenteils vergletscherte Inselchen liegt im Errera Channel, ein landschaftlich wunderschöner kleiner Durchlass direkt an der Westseite der Antarktischen Halbinsel.

Es liegt noch viel Schnee, und der ist so tief, dass wir an der Anlandestelle die Schneeschuhe ausgeben – damit geht es sich viel leichter, weil man kaum einsinkt, und außerdem verursachen unsere Gummistiefel dann keine tiefen Löcher, in die Pinguine hineinfallen könnten. Einer der Guides spurt den Hang hinauf, alle anderen folgen im Gänsemarsch. Die ungewohnte Gangart sorgt für viel Heiterkeit und Gelächter, auch für die eine oder andere Slapstick-Einlage.

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Cuverville Island, Aufstieg mit Schneeschuhen


Am Nachmittag geht es weiter, wir sind erneut in der Paradise Bay zu Gast. Die eine Hälfte der Gäste landet an der Station Brown an, die andere Hälfte nehmen wir mit zur Schlauchbootrundfahrt in der Bucht. Nach einer Weile wird getauscht.

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Zodiac Cruise, Paradise Bay


Das Wetter ist gut, kaum Wind, Wolken und Sonne, alles bestens. Und ja, natürlich sind auch die Eisberge da mit ihren verrückten Formen und allen Schattierungen von Weiß und Blau – und mit den Spiegelungen …

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Wer gedacht hatte, dass es das für heute schon war: denkste! Nach dem Abendessen macht sich eine kleine Gruppe Abenteuerlustiger auf, um auf einer winzigen Insel zu übernachten – mitten in der Wunderwelt der Antarktis. Die Campingnächte gehören auf manchen Touren zum Angebot, und zwei Guides begleiten die Gäste. Jeder trägt einen wasserdichten Sack mit Isomatte, Schlafsäcken, Biwaksack und Inlett, und an Land geht es dann erstmal darum, einen Schlafplatz zu finden und dort die Einzelteile zu einem funktionierenden Ganzen ineinanderzustecken. Es ist immer ein Riesen-Hallo, die Gäste sind mindestens so neugierig wie unsicher und begeistert, aber mit ein bisschen Hilfe haben dann alle ihre Behausungen für die Nacht ausgelegt. Es wird auch nachts nicht dunkel, sodass man sehen kann, wo man hinsteigt, und für dringende Bedürfnisse steht unten an der Landestelle ein Camping-WC.

Die Gletscher rumpeln um uns herum, Küstenseeschwalben keckern, ansonsten ist es still. Die Plancius liegt unterdessen weit draußen vor Anker.

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Einheimischer Wächter in der Camping-Nacht


Ich hatte auf schönes Licht gehofft, wie ich es an dieser Stelle schon einmal hatte, aber es hat sich zugezogen und fängt in der Nacht sachte an zu schneien. Am frühen Morgen kommt uns das Schiff abholen. Viel geschlafen habe ich nicht, weil es viel zu schön ist, der Natur zuzuhören und über die Schläfer zu blicken, die nie gedacht hätten, dass man in den dicken Schlafsäcken selbst inmitten von Schnee und Eis selig schlummert, aber für mich sind diese Campingnächte immer wieder etwas ganz Besonderes. (Wer mal die Chance hat: unbedingt machen!)

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LG Sandra
 
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Neko Harbour heißt unser nächstes Ziel. Diesmal habe ich den Posten unten am Ende des penguin highway. Die Pinguin-Autobahnen verlaufen von der Kolonie oben am Berg hinunter zum Meer – runterwärts ist die von vielen Pinguinfüßen ausgetretene Trasse glatt, raufzu gemein steil für die kleinen Kerlchen, die sich mühen müssen, um zu ihrer Kolonie zu kommen. Eselspinguine nisten häufig mal höher am Hang, weil sie die ersten schneefreien Stellen nutzen, um ihre Nester anzulegen und mit dem Brutgeschäft zu beginnen. Und schneefrei ist es zuerst an exponierten Stellen, die die Sonne besonders gut bescheinen kann.

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Man verlebt eine spannende Zeit, wenn man sich einfach in die Nähe der Trasse setzt und zuschaut, was passiert. (Die Flaggen sind für die Gäste gesteckt, nicht für die Einheimischen.)

Die typischen Wölkchen sorgen an diesem Tag für eine herrlich monochrome Stimmung an der Halbinsel. Es weht kaum Wind, und wir gleiten durch ein Wunderland.

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Und dann stoßen wir auf Orcas. Es ist nicht zu fassen – eine ganze Familie zieht vor einem Gletscherabbruch ihre Kreise: der Chef, erkennbar an der riesigen Finne, Wale mittlerer Größe und auch ganz kleine. Vorsichtig schleichen wir näher – mit der Plancius kann man schleichen, sie hat einen dieselelektrischen Antrieb und ist sehr, sehr leise. Die Schwertwale stören sich nicht an unserer Anwesenheit, und so genießen wir einfach nur die Begegnung.

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Orcas, Antarktische Halbinsel


LG Sandra
 
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Wir sind auf dem Weg nach Süden. Es schneit sachte, die Wolken hängen tief.

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Eine Anlandung auf Petermann Island ist geplant, bei den Adelies. Wie üblich machen wir Guides uns bereit, um die Zodiacs zu Wasser zu lassen. Ich bin das erste Zodiac unten, werfe den Motor an und tuckere ein Stückchen von der Plancius weg, um Platz für die anderen zu machen und das Schlauchboot vorzubereiten. Mittendrin sehe ich auf einmal, wie sich ein Wal meinem Zodiac nähert, direkt unter der Wasseroberfläche.

Zielstrebig, neugierig, aber überhaupt nicht aggressiv – es ist ein Zwergwal, der Interesse an dem seltsamen schwarzen Ding zeigt, das da auf dem Wasser treibt. Es muss ein noch junges Tier sein, aber es ist sicher genauso lang wie mein Schlauchboot und behält den Kurs bei. Gleich wird es das Zodiac erreichen. Ich habe als Erstes den Motor ausgemacht, damit sich das Tier nicht an der Schraube verletzt, und stelle mich sicherheitshalber mal halbwegs stabil hin, aber die Berührung erfolgt unendlich sanft. Der Wal stupst das Schlauchboot mit seinem Rostrum, also der Schnauzenspitze, an, als wollte er herausfinden, wie sich das anfühlt. Dann dreht er ab – und kommt wieder. Dreht sich parallel zum Schlauchboot auf die Seite, um mich anzuschauen. Ich könnte ihn mit der Hand berühren, so nah ist er am Zodiac. Beim nächsten Mal atmet er aus, mir direkt ins Gesicht – ich bin mir sicher, er weiß genau, wo im Schlauchboot ich mich befinde.

Wir haben das Herunterlassen der Schlauchboote vorübergehend eingestellt, die Gefahr wäre zu groß, den Wal zu erschrecken oder zu verletzen, wenn jemand den Motor anlässt. Die Gäste stehen am Heck der Plancius und beobachten das Schauspiel. Ich bin komplett hin und weg. Es dauert eine Weile, bis mir einfällt, dass ich ja auch eine Kamera habe. (Die Fotos geraten angesichts des Erlebnisses allerdings zur völligen Nebensache.)

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Zwergwal am Schlauchboot, Petermann Island


Beim nächsten Mal schiebt der Wal das Zodiac ein Stückchen herum – ja, auch das geht. Und dann kommt er wieder und kratzt sich den Rücken am Kiel; er schwimmt langsam unter dem Boot durch. Mittlerweile sind wir ein Stückchen weggedriftet, und zwei weitere Schlauchboote sind unten. Nun kann der Wal von einem zum anderen schwimmen und ausprobieren, ob sich die Zodiacs unterscheiden … Zur Abwechslung taucht er voller Vertrauen zwischen zwei Booten auf, das Rostrum in der Luft. Und schließlich entdeckt er die leeren Kajaks, von einem der Schlauchboote gezogen, als Spielzeug und stupst die an – es ist sensationell. Ich schwebe den ganzen Tag und den Rest der Reise auf Wolken. Verliebt in einen Zwergwal! :love:

LG Sandra
 
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Der Wal war natürlich das Gesprächsthema des Tages. Aber wir sind dann tatsächlich noch auf Petermann Island angelandet und anschließend wieder in Richtung Norden gefahren, nach Pleneau. Diesmal waren die Bedingungen bei den Eisbergen eher ungemütlich, aber der Schneefall sorgte auch für eine ganz wunderbare Stimmung.

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Warten auf die Gäste

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Seeleopard


Dafür hatten wir am nächsten Tag bei den Melchior Islands wunderbares Wetter. Die Inselchen sind eine wunderschöne Ecke, werden aber eher selten besucht – meist fährt man auf dem Weg von oder zur Antarktis nur dran vorbei. Wir hatten jedenfalls eine sehr spannende Schlauchboot-Ausfahrt.

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Melchior Islands, Zügelpinguine gucken

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Klein, aber so schön: Eisberg bei den Melchior Islands


Und dann ging's wieder nach Norden, ab durch die Mitte. Beagle Channel, Ushuaia. Noch 'ne Runde, vielleicht? Eine hätt ich noch ;)

LG Sandra
 
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Na gut, dann geht's am gleichen Abend auch schon wieder los – zumindest war das die Planung. Der starke Wind hält uns aber bis zum folgenden Morgen in Ushuaia fest. Das hat den Vorteil, dass wir nun bei Tageslicht durch den Beagle Channel fahren.

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Lichtstimmung überm Beagle Channel


Überhaupt, der Wind. Diesmal bereitet er uns ganz schön Kopfzerbrechen. Es soll zunächst zu den Falklandinseln gehen. Wir müssen aber sehr weit nach Norden ausholen, weil gegen den Wind und die Dünung überhaupt kein Ankommen ist – sobald wir versuchen, den Kurs gen Süden zu ändern, fliegt im Schiff wegen des Rollens manches durch die Gegend. Also halten wir Kurs und biegen dann so spät wie möglich nach Steuerbord ab. Auch das gehört zu Expeditionskreuzfahrten im Südatlantik; manchmal geht es einfach nicht so, wie man sich das vorstellt, und gegen die Natur geht es schon gar nicht, nur mit ihr.

Wir müssen eine Anlandung auf den Falklands opfern und gehen als Erstes auf Saunders an Land. Sicherheitshalber stecken sich zwei von uns schon gleich in Wathosen – in Strandnähe ist es flach, und es weht ein bisschen. War eine gute Entscheidung, wir stehen bis zum Po im Wasser, um die Zodiacs in Richtung Strand zu ziehen, den Gästen herauszuhelfen und die Schlauchboote dann leer wieder hinauszuschieben, bis die Fahrer den Motor so weit herunterklappen können, dass die Schraube Vortrieb erzeugt. Nach den Seetagen tut die Aquagymnastik aber ausgesprochen gut! Und die Gäste bekommen eine stilvolle Einstimmung ;)

Sehr zur Freude all jener, die mit an Land gekommen sind, tummeln sich am Strand die Pinguine: Eselspinguine, ein paar Königspinguine, Felsenpinguine und Magellanpinguine sind hier zu finden. Wer weiter den Grashang hinaufsteigt, sitzt bald mitten in einer Brutkolonie von Kormoranen und Schwarzbrauen-Albatrossen.

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Eselspinguin bei der Rückkehr aus dem Meer, Saunders Island

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Eselspinguin mit Blümchen – auch kein alltäglicher Anblick


Die Bedingungen verschlechtern sich, die Plancius muss ihre Position ändern. Wir vereinbaren, dass uns das Schiff auf der anderen Inselseite wieder abholen wird. Nun haben wir Zeit, aber pünktlich dazu wird auch der Regen stärker. Es ist ein bisschen unerfreulich, aber abenteuerlich. Auf der anderen Seite ist ebenfalls wieder Wathosenzeit, aber die Dünung ist etwas angenehmer als am Anlandestrand. Immerhin! :)

Am nächsten Tag besuchen wir Stanley, die Hauptstadt der Falklands. Es weht ordentlich, aber letztendlich sind die Gäste zum Stadtbummel und Shoppen an Land gebracht – begleitet von einem enthusiastischen Commerson-Delphin, der sich über die kleine Bugwelle der Zodiacs freut, und empfangen von einer neugierigen Robbe am Steg.

Unser nächstes Ziel liegt fast 800 Seemeilen, gut 1.400 Kilometer, im Südosten: Südgeorgien.

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LG Sandra
 
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Auf Südgeorgien gehe ich mal ein Stück weg von der ansonsten chronologischen Schilderung; das macht's etwas leichter – und außerdem gibt es fast an jeder Anlandestelle Königspinguine, Pelzrobben und Seelefanten ;)

Südgeorgien also, was nix mit Georgien zu tun hat – Georgien ist nach dem Heiligen Georg benannt, Südgeorgien hingegen nach dem britischen König George III. Benannt hat Südgeorgien übrigens kein Geringerer als James Cook, der 1775 seinen Fuß auf die Insel setzte und das Land für die britische Krone in Besitz nahm.

Südgeorgien liegt wunderbar einsam mitten im Südatlantik, und den haben wir ja nun schon kennen gelernt. Man stelle sich also eine wilde Insel vor, mit zackigen Bergen, Gletschern und grünem Tussockgras, unbesiedelt und an vielen Stellen unberührt.

Bevor wir zu den Königspinguinen kommen, den Stars der Insel, müssen wir aber die Wanderalbatrosse besuchen. Nur auf Prion Island, einer kleinen vorgelagerten Insel, kann man sie zu bestimmten Zeiten des Jahres von einem Holzsteg aus beim Brüten beobachten. Die Regeln sind streng, es bedarf einer Sondergenehmigung, und man muss in Schichten ausbooten, weil nicht alle Passagiere gleichzeitig an Land dürfen. Es ist ein logistisches Gefrickel, aber machbar. Dummerweise ist in irgendeiner der Vorschriften auch festgelegt, dass man Prion Island nicht als erste Anlandung auf Südgeorgien durchführen kann. Wir haben aber durch die Windkapriolen eine Landung verloren und suchen um eine Ausnahmegenehmigung nach, die uns auch prompt erteilt wird. Auf dem Weg nach Südgeorgien haben alle, die einen Fuß auf die Insel setzen möchten, ihre Kleidung und ihre Rucksäcke gesäubert, gestaubsaugt und entfusselt, damit auch ja kein Pflanzensamen oder Keim eingeschleppt wird. Und dann landen wir doch tatsächlich als Erstes auf Prion Island. Und zwar deswegen:

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Wanderalbatros im Flug, Südgeorgien


Die Wanderer sind die größten Albatrosse mit einer Flügelspannweite von mehr als drei Metern. Das kommt auf den Bildern meist nicht so richtig rüber, weil der Vergleich fehlt, aber sie sind wirklich riesig.

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Ausblick von Prion Island


Licht und Wetter werden besser. Der Steg auf Prion Island wird von Pelzrobben bewacht, die ihr Territorium mit Scheinangriffen verteidigen, sich dann aber auch schnell wieder beruhigen und im Abendlicht posieren.

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Pelzrobbe, Prion Island

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Wanderalbatros, Prion Island


Natürlich gibt es noch viele weitere Albatrosarten, von denen man einige auch auf Südgeorgien zu sehen bekommt. Neben dem wunderschönen Graukopfalbatros, von dem mir noch kein Bild gelungen ist, weil ich immer viel zu fasziniert war zum Fotografieren, zählt der Rußalbatros zu den Lieblingen der Besucher. Zum einen, weil er recht selten ist, und zum anderen ist er einfach eine Schönheit mit seinem weißen Augenring.

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Rußalbatros, Südgeorgien


LG Sandra
 
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Mit der Wildheit Südgeorgiens machen wir in den kommenden Tagen einige Male Bekanntschaft. Die großen Gletscher sind berüchtigt für katabatische Winde, die aus dem Nichts entstehen und immense Geschwindigkeiten erreichen können – 80, 90 Knoten sind keine Seltenheit (das entspricht mehr als 150 Stundenkilometern). Uns weht es jedenfalls einige Male ganz schön um die Nase.

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Morgendliche Anlandung, Südgeorgien


Nun aber zu den Stars der Insel, den Königspinguinen. Sie leben in riesigen Kolonien zusammen und zeigen relativ wenig Scheu vor Menschen, sofern diese sich langsam bewegen und Abstand halten – manchmal sind die Pinguine neugierig und kommen nahe heran.

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Ein "König" im Porträt


Es ist einfach fantastisch, inmitten dieser großartigen Szenerie zu stehen, umgeben von tausenden Pinguinen, die meist nicht viel machen – warum sollten sie Energie verschwenden? Sie füttern die braunen Jungtiere, die noch ihren Daunenflaum haben, und leisten sich mal eine Meinungsverschiedenheit mit dem Nachbarn, aber ansonsten ist Herumstehen und Geduldhaben angesagt.

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Königspinguine, Gold Harbour

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Detailaufnahme vom Gefieder


Das warme Wetter hat die Gletscherflüsse anschwellen lassen, und an mancher Stelle ist nur in Wathosen ein Durchkommen. Also müssen wir am hiesigen Ufer bleiben, aber Pinguine gibt es dort auch mehr als genügend.

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Durchquerungsversuch – John testet die Wassertiefe


Viel Zeit zum Fotografieren habe ich als Guide nicht, aber dann gelingt mir doch noch ein Bild, das ich sehr mag ;)

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3 + 1


LG Sandra
 
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Sehr beeindruckende Fotos. Da wird man ehrlich neidisch.

Und es gibt wohl doch noch ein Fleckchen Erde was die Reise nach Alaska toppen könnte.

Faszinierender Reisebericht. Hoffe es folgen noch ein paar Runden.
 
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Die wilden Landschaften Südgeorgiens beeindrucken immer wieder. Eine Stelle, an der man das deutlich erleben kann, ist der Drygalski-Fjord im Südosten der Insel – meist dreht man hier eine Runde, bevor man sich auf den Weiterweg in Richtung Antarktischer Halbinsel macht. Es ist eine unglaublich zugige Ecke mit türkisfarbenem Wasser, gespeist von den Gletschern, die bis ans Meer reichen.

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Gletscher-Detail, Drygalski-Fjord

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Wasserfall, Drygalski-Fjord


Die Wasserfälle stürzen hier mitunter auch waagerecht die Wände entlang, je nach Windverhältnissen …

Und dann ist es doch wirklich Zeit, von Südgeorgien Abschied zu nehmen. Unser Weiterweg führt uns erneut quer über den Südatlantik in Richtung Antarktische Halbinsel. Das felsige, abweisende Elephant Island liegt auf der Route, und auch wenn wir hier nicht anlanden können, weil die Dünung das nicht erlaubt, halten wir doch kurz inne, und mancher schaudert vielleicht ein bisschen beim Gedanken daran, dass Shackletons Männer hier monatelang ausharrten in der unerschütterlichen Hoffnung, dass "The Boss" sie würde retten kommen.

Zuletzt angelandet bin ich an genau dieser Stelle 2013, die Bilder dazu gibt's hier: http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/2200489-post57.html

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Gletscher, Meer und brash ice vor Elephant Island


Wir wagen uns ein Stückchen in Richtung Weddellmeer vor. Die östliche Seite der Antarktischen Halbinsel ist so ganz anders als die häufig besuchte westliche; kälter, eisiger, abweisender – und wesentlich schwieriger zu besuchen.

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Tafeleisberge und Land im Weddellmeer

Das obige Bild ist morgens um halb fünf entstanden, als ich mal rausgetapst bin, weil das Licht so fantastisch war ;)

Wir erleben wieder einen dieser Stop-and-go-Tage, an denen man von Plan A zu Plan B, Plan C und so weiter gehen muss, weil sich die Pläne nicht durchführen lassen. In Richtung Paulet Island versperrt uns dichtes Eis den Weg – kein Durchkommen. Dafür finden wir an der Eiskante Adeliepinguine, die sichtlich in ihrem Element sind.

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Jawohl, Pinguine können fliegen!


Und dann entdeckt der Käpt'n, der alle Hände voll zu tun hat, das Schiff zu steuern, doch tatsächlich quasi nebenbei einen einzelnen Kaiserpinguin! Alles rennt nach den Kameras, und tatsächlich: Da steht ein junger Kaiser einsam auf seiner Scholle. Wir sind vollkommen aus dem Häuschen.

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Junger Kaiserpinguin – starker Crop


Eine Zodiacfahrt und eine Anlandung müssen wir kurz vor dem Start absagen, weil die Dünung an der Gangway zu heftig ist. Auch das gehört zu einer Expeditionskreuzfahrt dazu.

LG Sandra
 
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Wir wechseln wieder auf die Westseite der Halbinsel und fahren nach Süden. Cierva Cove begrüßt uns mit riesigen Eisbergen und einer mystisch-nebligen Stimmung – perfekt zum Schlauchbootfahren.

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Eisberg und Zodiac, Cierva Cove

Überhaupt, die Lichtstimmungen … Ich glaube, sie sind einer der Hauptgründe, warum es mich immer wieder in die Polarregionen zieht.

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Antarktische Halbinsel

Quasi in letzter Minute gelingt uns doch noch die ersehnte Anlandung auf dem antarktischen Kontinent – in direkter Nachbarschaft sehr entspannter Zügelpinguine.

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Zügelpinguin-Porträt, Antarktische Halbinsel


Und ich komme unverhofft doch noch zu einigen (foto)grafischen Spielereien.

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Schnee und Himmel, grafisch


Die Stimmung ist entspannt, gelöst, beinah getragen. Von nun an geht es wieder nach Norden.

Ganz vorbei ist unsere Reise aber noch nicht; auf dem Weg nach Ushuaia machen wir einen Abstecher zu den South Shetlands. Auf Deception Island landen wir bei Whalers Bay, und für ein paar Bilder der rostigen Tanks ist am Ende auch noch Zeit. Hier befand sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die südlichste Trankocherei der Welt.

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Rostige Details, Deception Island

Unsere allerletzte Landung führt uns nach Halfmoon Island. Hier gehen wir in strömendem Regen an Land, beobachten Zügelpinguine und dürfen einen Blick in die argentinische Forschungsstation Camara werfen. Am eindrücklichsten ist mir aber die kurze Wanderung von der Anlandestelle hinüber zur Station in Erinnerung geblieben – und der Blick auf die Wanderer, die trotz der widrigen Bedingungen ganz gelassen und entspannt durch den Regen spazierten …

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Halfmoon Island


Nein, es gibt keine gloriosen Sonnenuntergänge zum Schluss :D

Mit diesen Bildern verabschiede ich mich für diesmal, danke Euch herzlich fürs Mitreisen und für das große Interesse. Wer noch mehr Antarktis sehen möchte, kann dies – bis zum eigenen Besuch in dieser Wunderwelt aus Schnee und Eis – hier tun:

http://www.nikon-fotografie.de/vbul...arctica-eine-liebeserklaerung-in-bildern.html

http://www.nikon-fotografie.de/vbul...-suedgeorgien-und-antarktische-halbinsel.html

Kiboko hat dem Antarktis-Virus ebenfalls nachgegeben:

http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/nf-f-bilderforum/255827-pinguinland.html

LG Sandra :hallo:
 
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Überhaupt, die Lichtstimmungen … Ich glaube, sie sind einer der Hauptgründe, warum es mich immer wieder in die Polarregionen zieht.

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Antarktische Halbinsel


Und ich komme unverhofft doch noch zu einigen (foto)grafischen Spielereien.

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Schnee und Himmel, grafisch

Grandioser Abschluss! Wunderschön!

Hoffentlich zieht es dich bald wieder dorthin :)
 
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