Anden – Archipel – Analog / Ecuador und Galapagos

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MartinA

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Anfang 1995 planten zwei Badener eine Reise nach Südamerika: Ecuador und Galapagos, das sollte es sein.
Wichtig: das ganze mit möglichst kleinem Budget.
Mein Freund und ich wanderten vor der Reise über Monate kreuz und quer durch den Südschwarzwald und wir glaubten vorbereitet zu sein.
Jeweils ein Rucksack mit möglichst leichtem Gepäck, ein paar Reiseschecks, die Flugtickets in der Tasche und nahezu Null-Spanisch-Kenntnisse sind mit dabei. Und auch eine Kamera durfte nicht fehlen.
Am 29.10.1995 hatte die Reise in Freiburg begonnen, und endete genau einen Monat später am 29.11.1995.



Keine Angst, liebe Forengemeinde, es folgt kein Reisebericht mit unzähligen Details von dem, was wir so alles erlebt haben.
Dies ist ein Fotoforum – und darum folgt eine (relativ) kleine Auswahl der Bilder, die ich während der Reise aufgenommen habe.
Vorwarnung: obwohl ich schon viele Jahre Bilder knipste, hatte ich fotografieren (!) nicht gelernt (und ich lerne noch immer).

Dieses Thema könnte für Reiselustige und Naturfreunde mit einem Anhang für historische Aufnahmen interessant sein.
Tieraugen-Autofokus und rasende Technik für gefühlte 400 Bilder/sek war noch Science-Fiction. Das ist den Bildern anzusehen.
Weitere Fotos ergänze ich die nächsten Tag…. So nach und nach.
Für technisch Interessierte: mein bereits über viele Jahre bewährte Minolta X500, eine kleine Objektivauswahl (z.B. MD Rokkor 75-200 1:4.5) und ein Sack voll Fuji Sensia 200 Diafilme waren mit dabei.


Genug der vielen Worte: die Reise beginnt mit zwei echten, „selbstgemachten“ Dias, die die Route dokumentieren sowie den Anflug auf Quito, die Hauptstadt von Ecuador. Es folgen zwei Bildern aus der Stadt.


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Von Otavalo ist es fast ein Katzensprung zu verschiedenen, in einer beeindruckenden Vulkanlandschaft eingebetteten Seen, die auf kleinere und größere Exkursionen einladen.


Hier der Caricocha, einer von mehreren Seen in der Mojanda-Region.
Randnotiz: eine extreme „Magenverstimmung“ war dafür verantwortlich, dass ich einerseits am Wegesrand vielerlei unterschiedliche „Duftmarken“ hinterlassen habe, andererseits es leider nicht geschafft habe See komplett zu umrunden – was unter "normalen" Umständen keine Problem gewesen wäre.

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Als nächstes Ziel auf der Liste stand der Cotopaxi, einer der höchsten aktiven Vulkane weltweit, den wir wenigstens ein Stück erklimmen wollten…
Tja, nur das Sauwetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Darum springen wir weiter nach Baños de Agua Santa.
Baños ist bekannt durch seine Thermalquellen und hatte schon 1995 bemerkenswerte touristische Infrastruktur.

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1.800 – 2.800 – 3.800
Diese Zahlenmix kennzeichnet die jeweiligen „Höhepunkte“ unserer Wanderung von Baños aus, über Pondoa bis (fast) zum Refugio Garganta de fuego.
Die erste Etappe hatte rund 6 km Strecke – und war bemerkenswert steil.
Und da noch ein wenig Restkondition vorhanden war, versuchten wir uns (ungeplant und total naiv) an den restlichen 4 km bis zum Refugio Garganta de fuego, ein Ausgangspunkt zur Besteigung des Vulkan Tungurahua.
4 km… hört sich nach nicht viel an – aber die zu bewältigenden Höhenmeter haben uns geschafft. Kurz vor dem Refugio haben wir total erschöpft aufgegeben.


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Demnächst geht es weiter….
 
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Klasse Bericht bis jetzt,ich bin gespannt wie es weitergeht.

2003 war ich mit meiner damaligen Frau und zwei befreundeten Paaren in Equador. Galapagos haben wir ausgelassen und sind ststtdessen nach Peru weitergereist um den Incatrail zu machen. Sowohl der Markt in Otavalo als auch der Kratersee sind mir in guter Erinnerung. In einer sternenklaren Nacht und bei -25° haben wir uns auf gemacht um den Cotopaxi zu besteigen. Leider bin ich in eine überfrorenen Spalte eingebrochen und hatte danach nasse Beine, bei den eisigen Temperaturen nicht gutes. So war für mich die Tour zu Ende, nichtsmehr mit Gipfel, und mit einer Bersteigergruppe die mangels Kondition abbrechen musste, ging es zurück zum Cotopaxihaus.
 
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MartinA
MartinA kommentierte
Vielen Dank, Ralf, für Lob und deine Ergänzung aus eigenem Erleben.
Die Besteigung des Cotopaxi bis auf fast 6.000m ist sicherlich nochmal eine ganz andere Nummer im Vergleich zu unserer Wanderung(!). Da hätte ich konditionell mich um einiges aufrüsten müssen. ;)

Apropos Kondition: während des steilen Aufstieg nach Pondoa wurden wir leichtfüßigen Schrittes von einer Frau (geschätzt ebenfalls wie wir Anfang 30) überholt. Keine Wanderschuhe, einfache Sandalen, Straßenkleidung.
Während uns die Sturzbäche aus den Poren schossen, wirkte sie im Vergleich äußerst entspannt. Wir waren froh über die Gelegenheit für ein Päuschen und eine kurze Plauderei auf Englisch. Sie war Lehrerin in einer Schule und auf ihrem Arbeitsweg von Baños aus nach Pondoa.
Den täglichen Arbeitsweg.
1.000 Höhenmeter.
Bemerkenswert.
 
Immer wenn ich im Büro erzähle „wir waren damals hierundda..“ höre ich „achwieinteressant erzählmal“.
Dann sag ich „das muss so ungefähr 95 gewesen sein.“

Dann wird es oft so komisch still.
Die Gen Millenials oder Gen Loctite rechnet dann hektisch nach und stellt fest dass sie nicht dabei waren.
 
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S
Sörensen kommentierte
Was ist denn die Generation Loctite?
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
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Wieder müssen wir unsere weitere Planung kurzfristig ändern: ein Erdbeben, dass wir auch in Baños spüren konnten, hat die Straße die uns als nächstes in den östlichen Landesteil führen sollte, unpassierbar gemacht haben.
Nun gut, dann ziehen wir die Galapagos-Inseln zeitlich vor. D.h. zurück nach Quito, einen Flug buchen und schon am nächsten Tag stehen wir am Flughafen von Baltra, eine kleine Insel des Archipels.
Von dort aus geht es per Fähre zur Insel Santa Cruz. Im Hauptort Puerto Ayora organisieren wir eine 5-tägige Bootstour zu verschiedenen Inseln, die bereits am nächsten Tag starten soll.

… und beim abendlichen Spaziergang entdecken wir in der Dämmerung die erste Meerechse. Die auffällige Rotfärbung, der ansonsten grauen Tiere, ist typisch in der Fortpflanzungszeit.


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dembi64
dembi64 kommentierte
au weia, wenn ich den TAME-Flieger sehe kommen schlimme Erinnerungen hoch. Mit einer solchen Maschine wollten wir nach Peru fliegen. Schon beim Start hatten wir Probleme, sie konnte einfach keine Geschwindigkeit aufnehmen. Endlich in der Luft hat sie keine Höhe bekommen und wäre gefühlt beinahe gegen die Berge gekracht. Alles hat gewackelt und gescheppert und die Kiste ist gefühlt fast auseinandergefallen. Der Pilot hat gewendet und ist zurück zum Flughafen geflogen. Die Landung war hart und ruppig. Letztendlich ging es verspätet und mit einer Ersatzmaschine weiter.

Wenn man liest wieviele Unglücke es mit TAME Maschinen gab ist es vermutlich gut dass die den Flugbetrieb 2020 eingestellt haben.
 
MartinA
MartinA kommentierte

Irgendwie beruhigend, dass wir dies damals nicht gewusst haben.
Habe auch mein Tagebuch konsultiert: über den Flug habe ich keine besonderen Einträge (obwohl ich sonst jeden Mist aufgeschrieben habe :rolleyes:).
 
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Nächster Tag: wir treffen uns mit den anderen Teilnehmern auf dem Boot. Ein buntes Völkchen: Israelis, Niederländer, Australierinnen und wir Deutsche.
Doch der Start verzögert sich: der für solche Touren erforderliche, offizielle Guide weigert sich, da die Gruppe zu groß ist: mindestens ein Mensch muss von Bord.
Lange Diskussion.
Keiner will gehen.
Warten (und um die Zeit vertreiben beobachten wir die Pelikane von Bord aus).
Der Veranstalter versucht einen anderen (willigeren) Guide aufzutreiben. Was nach einiger Zeit tatsächlich gelingt.


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Demnächst geht es weiter….
 
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Es geht los: nach einem ersten Zwischenstopp auf der kleinen Insel Plaza Sur erreichen wir Santa Fé.
Beide Inseln beeindrucken (was zu erwarten war) mit ihrer Flora und Fauna.

Rotes Sesuvium (Mittagsblumen), riesige Baumopuntien, dösende Seelöwen…


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Weiter geht’s mit den nächsten beiden Inseln auf unserer Tour: Espanõla und Floreana. Neben den bereits gezeigten Meerechsen liegt nun der Schwerpunkt auf der Vogelwelt der Eilande.
Empfangen werden wir von den neugierigen Galapagosspottdrosseln und einem auffälligen Goldwaldsänger.


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Zwei der auf den Inseln vorkommenden Tölpelarten schauen wir uns ein wenig genauer an:
die weißen Nazcatölpel (damals noch als Unterart des Maskentölpel zugeordnet) und die Blaufußtölpel (total überraschenderweise an ihren blauen Füßen zu identifizieren).


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Vom späten Nachmittag ist die Aufnahme des bemerkenswert weit entfernten Flamingo an der Punta Cormorant (Floreana).
Darunter eine Aufnahme von Scalesia, eine mit den Sonnenblumen verwandter Korbblütler.
In der Abenddämmerung ist eine Wasserschildkröte am Strand angekommen.


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Demnächst geht es weiter….
 
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Bevor unsere Tour und der Aufenthalt auf den Galapagos-Inseln endet, steht noch eine Visite auf der Charles Darwin-Station auf dem Programm. Da lernen wir u.a. den legendären und inzwischen verstorbenen „Lonesome George“ kennen, der es sogar zu einem eigenen Wikipedia-Artikel gebracht hat.


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Demnächst geht es weiter….
 
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