Frage Analoge Objektive an D700/D750

Thread Status: Hallo In diesem Thread gab es keine Antwort mehr seit 30 Tagen.
Es kann lange dauern, bis Sie eine aktuelle Antwort erhalten oder Kontakt mit den relevanten Benutzern aufnehmen werden.

snap7

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Gibt es eigentlich besondere Unterschiede bei der Nutzung von analogen Objektiven im Vergleich D750 zur D700?

Genauer gefragt, kann die D750 irgendetwas besser/schlechter oder verhalten die beiden sich in der Beziehung ähnlich?
 
Anzeigen

Ralf B.

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Analoge Objektive - schöner Begriff :)

Ich denke Du meinst die alten AI bzw. AI-S MF-Objektive. Ich hatte die D700 und nutze seit knapp zwei Jahren die D750. Ich habe nicht viele AI-Objektive, aber mit diesen gibt es im Prinzip keinen Unterschied zwischen beiden Gehäusen. Beide Sensoren empfinde ich als vergleichsweise anspruchslos, sprich sie liefern auch mit Linsen, die nicht speziell auf hohe Auflösung getrimmt sind, gute Ergebnisse. Allerdings hat der Sensor der D750 die doppelte Pixelzahl der D700. Ob das jeweilige Objektiv die höhere Auflösung bedienen kann und wie die Leistung insbesondere in den Ecken ist, kann man pauschal nicht sagen. Wenn du aber an der D700 zufrieden bist wirst du mit der D750 zumindest diese Auflösung auch erhalten.

Ich habe ein AI 1.8/50 (das "Pancake") und ein russisches MF 2.8/16 Fisheye. Beide funktionieren an der 750 tadellos und können auch die 24 MP Auflösung vernünftig bedienen. Mein 50er AI zeigt allerdings eine leicht andere Farbabstimmung als die moderneren Linsen. Das war aber bei der 700er auch so.
 
Kommentar

snap7

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Danke Dir für Deine Infos und Meinungen, den Begriff der "analogen Objektive" habe ich wohl gerade aus einem anderen Bericht geistig mitgenommen.

Geht mir natürlich genau um diese Ai bez. Ais Objektive.
 
Kommentar

Oldie FM2

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Dürfen es auch nicht-Nikon objektive sein?
Ich nutze seit ca 8 Monaten das voigtländer 40/2.0 an der D750 und bin wirklich begeistert und sehr zufrieden mit diesem Objektiv.
Zudem ist es sehr kompakt und leicht.
Die BQ ist überzeugend. Die Farben sind echt und klar.
Es ist mein Allrounder an der D750 geworden.
Du wirst auch woanders nur gutes über dieses Objektiv lesen.
Ich denke es ist besser als die Nikon 50mm 1,8 bzw 1,4 Ai/Ais Objektive.

Grüße
Axel
 
Kommentar

snap7

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Dürfen es auch natürlich, wobei es mir eher um die Eigenschaften der beiden Modelle bei Verwendung von manuellen Objektiven geht. Also ob da eine von beiden besser geeignet ist.

Mobile Grüße von Andreas
 
Kommentar

markusm1000

Sehr aktives Mitglied
Registriert
wobei es mir eher um die Eigenschaften der beiden Modelle bei Verwendung von manuellen Objektiven geht. Also ob da eine von beiden besser geeignet ist.
Nur die ganz, ganz kleinen Einsteigermodelle unterstützen keine alten, mechanischen Objektive, so dass diese nur rein manuell eingesetzt werden können.
Bei allen anderen gibst Du Brennweite und Blende ein, stellst das Objektiv auf kleinste Blende und hast damit Belichtungsmessung und -steuerung.
Benutzen kannst Du damit alle Objektive ab ai.
Die Df hat einen umklappbaren Blendenmitnehmer, damit kann man sogar prä-ai-Objektive ansetzen.
 
Kommentar

Randle P. McMurphy

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Mir ist nicht exakt klar was Du mit Deiner Frage wissen möchtest
die Handhabung unterscheidet sich grundsätzlich nicht.
Ich verwende die alten Scherben an meiner Nikon D800/D700 und Df
und bin absolut zufrieden....... ;)
 
Kommentar

1bildermacher1

Nikon-Clubmitglied
NF Club
Registriert
Man kann auch V-Objektive mit einem Balgengerät an der D700 verwenden und erziehlt damit eine sehr gute Qualität, nur Zeit muss man haben.

Gruss Wolfgang
 
Kommentar

snap7

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Danke schon mal für die bisherigen Meinungen und Hinweise.

Eine D700 nenne ich ja mein Eigen und hin und wieder kommen solche Objektive wie das Ais 135 2,8 oder ein altes 50 1,8 zum Einsatz.

Wie alte Lady sich mit diesen Linsen anfühlt ist mir bekannt, mir ging es (reichlich kompliziert ausgedrückt im Grippewahn ;)) darum, was mich bei einem ggf. Upgrade auf eine D750 erwarten würde.

Aktuell lese ich da so heraus, keine großartige Veränderung.
 
Kommentar

Danulon

Sehr aktives Mitglied
Registriert
(...)



Wie alte Lady sich mit diesen Linsen anfühlt ist mir bekannt, mir ging es (reichlich kompliziert ausgedrückt im Grippewahn ;)) darum, was mich bei einem ggf. Upgrade auf eine D750 erwarten würde.



Aktuell lese ich da so heraus, keine großartige Veränderung.



So ist es - abgesehen vom etwas kleineren und leichteren Gehäuse der D750.

Ich verwende beide nebeneinander - sehr viel mit MF-Objektiven.
 
Kommentar

Ralf B.

Sehr aktives Mitglied
Registriert
So ist es - abgesehen vom etwas kleineren und leichteren Gehäuse der D750.

Nun ja, der Sensor der D750 ist schon klasse, da kommt die D700 nicht annähernd heran, insbesondere im Dynamikumfang. Die Punkte für die bessere Haptik gehen aber eindeutig an die D700 ...
 
Kommentar

Beuteltier

Platin Mitglied - NF "proofed"
Platin
Registriert
Hi!
abgesehen vom etwas kleineren und leichteren Gehäuse der D750.
Dazu habe ich mal 'ne Frage:
Der Suchereinblick der D750 ist ja wie bei den "kleineren" Nikons rechteckig.
Bei der D700 ist er wie bei D3, D4, D5 rund.
Vor 5 Jahren habe ich mal D300s und D700 vom Sucher-Eindruck her verglichen und war von dem größeren Sucherbild so begeistert, dass ich mir jetzt wieder eine D700 geholt habe. Ist das Sucherbild der D750 genau so groß und hell wie das der D700? :confused:
 
Kommentar
S

SuperA

Guest
Hi!

Dazu habe ich mal 'ne Frage:
Der Suchereinblick der D750 ist ja wie bei den "kleineren" Nikons rechteckig.
Bei der D700 ist er wie bei D3, D4, D5 rund.
Vor 5 Jahren habe ich mal D300s und D700 vom Sucher-Eindruck her verglichen und war von dem größeren Sucherbild so begeistert, dass ich mir jetzt wieder eine D700 geholt habe. Ist das Sucherbild der D750 genau so groß und hell wie das der D700? :confused:

Beim Kauf der D3 war das ein wichtiger Grund gegenüber der D300. Anfang 2015 habe ich mir eine D2x gekauft, um im Telebereich etwas besser aufgestellt zu sein, habe sie aber zwischenzeitlich wegen des kleinen Suchers wieder verkauft. Die D500 ist die erste nicht Einstellige, die mir gut in der Hand lag, aber der kleine Sucher hat mich erneut davon abgehalten.

Nach meinem Verständnis müsste die Größe bei allen FX-Gehäusen identisch sein, bis auf ein paar % wegen der minimalen Unterschiede und die Helligkeit allein von den Objektiven abhängen.
 
Kommentar

bl2002

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Ich habe ausschließlich manuelle Nikkore am 24Mpx Sensor einer Sony A7 (ist der gleiche Sensor wie bei der Nikon D750). Das funktioniert wunderbar.
Aber: als Pixelpeeper (der bin ich!), kann ich klar sagen, daß keines der Altglas Nikkore die 24Mpx Sensorleistung unter dem Schärfeaspekt (Auflösung der Linsen) ausreizt. Moderne Objektive können mehr.
Das ist nicht bei normalen Anwendungen bemerkbar; schon gar nicht, wenn die Bilder im Internet landen. Aber 100% Ansicht und/oder anspruchsvolle Ausdrucke ab 60x80cm zeigen Grenzen. Neuere Optiken zeichnen besser den Randbereich und sind offenblendtauglicher, wenn dies ein Thema für Dich ist. Aber haben häufig einen "neutralen Charakter"; nicht ohne Grund greifen auch Profis auf das Altglas zurück, um einen Fotostil zu erreichen (bauen sich manche sogar per Photoshop nach). Du muß also genau wissen, was Du möchtest oder brauchst.

Stilistisch wird sich mit einer D750 das Grundproblem manueller Fotografie an einem digitalen Nikon Body fortsetzen. Nämlich: wo liegt mein Fokuspunkt? Auch mit einer D750 ist die Fokussierung per Sucher eher eine Interpretation als ein klares Sehen vor Auslösung. Auch die Auflösung des LCD reicht meistens nicht und ist draussen völlig unbrauchbar. Der Grund, warum ich zum elektronischen Sucher mit Fokuspeaking und Fokuslupe gewechselt bin.

Grundsätzliches Fotografieren mit Altglas: es gibt nichts schöneres, als bewußt die Parameter manuell zusammenzusetzen und seine Bildidee realisiert zu bekommen. Inzwischen gibt es mehr und mehr neue Objektive mit höherer Auflösung auch in manueller Ausführung (Beispiel Zeiss, Voigtländer...). Preislich aber nicht weit von AF-S Nikkoren entfernt. Altglas ist also auch heutzutage eine interessante Alternative für entschleunigte und charaktervolle Fotografie; preislich sowieso unschlagbar und Dank Spezialisten wie Michael (=Beuteltier) langfristig nutzbar.
 
Kommentar

Ralf B.

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Ist das Sucherbild der D750 genau so groß und hell wie das der D700? :confused:

Ja.

Ich konnte das zwar nie direkt vergleichen, da meine D700 gestohlen und anschließend erst durch die D750 ersetzt wurde, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich bei der D750 irgendwas bzgl. Suchervergrößerung und Helligkeit vermisst hätte.
 
Kommentar

Danulon

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Hi!

Dazu habe ich mal 'ne Frage:
Der Suchereinblick der D750 ist ja wie bei den "kleineren" Nikons rechteckig.
Bei der D700 ist er wie bei D3, D4, D5 rund.
Vor 5 Jahren habe ich mal D300s und D700 vom Sucher-Eindruck her verglichen und war von dem größeren Sucherbild so begeistert, dass ich mir jetzt wieder eine D700 geholt habe. Ist das Sucherbild der D750 genau so groß und hell wie das der D700? :confused:

Da meine D750 momentan etwas "bockig" ist (vgl. Nachbarthread), fotografiere ich wieder öfter mit der D700.

Ohne es im Detail nachgemessen zu haben, stelle ich in der Praxis keinerlei Unterschied fest - Anmerkung: Ich bin Nicht-Brillenträger und kann daher nichts über evtl. Einschränkungen für Brillenträger sagen.

Wenn, dann fühlt sich der D750-Sucher aufgrund der ein wenig kontrastreicheren Belichtungsdatenanzeige im unteren Sucherdisplay für mich sogar noch etwas bedienungsfreundlicher als der der D700 an.

Nachteilig ist einzig, dass die Okularabdeckung nicht wie bei der D700 als Schalter in der Kamera, sondern wie zu Urzeiten über einen separaten Deckel bewerkstelligt werden muss. Über die Wahrscheinlichkeit, diesen Deckel zu verlieren, wurde hier ja schon öfter diskutiert...
 
Kommentar

Danulon

Sehr aktives Mitglied
Registriert
(...)
Stilistisch wird sich mit einer D750 das Grundproblem manueller Fotografie an einem digitalen Nikon Body fortsetzen. Nämlich: wo liegt mein Fokuspunkt? Auch mit einer D750 ist die Fokussierung per Sucher eher eine Interpretation als ein klares Sehen vor Auslösung. Auch die Auflösung des LCD reicht meistens nicht und ist draussen völlig unbrauchbar. Der Grund, warum ich zum elektronischen Sucher mit Fokuspeaking und Fokuslupe gewechselt bin.
(...)

Ich verwende mit Begeisterung MF-Objektive an der D700 und D750.

In manchen Situationen arbeite ich mit Live View und Vergrößerung, um den Fokus exakt genug setzen zu können. Weitaus öfter hat mir der Fokusindikator im Kamerasucher allerdings ausreichend gute Dienste geleistet.

Einschränkung: Meine lichtstärksten MF-Objektive erreichen f/2,0 und Portraits und Makroaufnahmen, bei denen ein falsch gesetzter Fokus besonders schmerzhaft auffällt, sind bei mir eher die Ausnahme als die Regel.
 
Kommentar

Danulon

Sehr aktives Mitglied
Registriert
Nun ja, der Sensor der D750 ist schon klasse, da kommt die D700 nicht annähernd heran, insbesondere im Dynamikumfang. Die Punkte für die bessere Haptik gehen aber eindeutig an die D700 ...

Der Aspekt Haptik ist m.E. sehr stark geschmacksabhängig.
Außer bei schweren Telezooms liegt mir die D750 besser.
Ich habe lange Finger, aber keine "Pranken".
Die D750 verschreckt menschliche Motive weitaus weniger als die D700 - besonders, wenn eine nicht zu lichtstarke Festbrennweite drangeschraubt ist.

I.S. Dynamik ist der Vorsprung der D750 tatsächlich sehr groß, sie verzeiht weitaus mehr und eröffnet in der Nachbearbeitung deutlich mehr Möglichkeiten.

In einem Punkt gefällt mir allerdings die D700 wiederum besser: Die Bildanmutung der RAW-Dateien ist meist schon direkt nach dem Einlesen der Bilder so gut, dass ich weitaus seltener nachbessere. Bei der D750 ist das deutlich öfter der Fall. Ob das bei der D750 über eine Defaulteinstellung im Import vermieden werden kann, habe ich noch nicht herausgefunden.

Nachdem ich diese Erfahrungen zunächst als Sentimentalität abtat, war ich jüngst wieder sehr erstaunt darüber, dass ich (mittlerweile viel LR-bewanderter als noch vor 2 Jahren) immer noch sehr oft mit den D700-RAWs so zufrieden war, dass ich gar nicht mehr nachbessern wollte.

Für mich ist die D700 deshalb zwar bei Bildern mit großem Dynamikumfang eingeschränkter, ansonsten aber aus diesem Grund immer noch "schnappschusstauglicher". Die D750 bietet in der Nachbearbeitung mehr Reserven und erwartet vielleicht auch deshalb, dass ihre Bilder nachbearbeitet werden.
 
Kommentar

Randle P. McMurphy

Sehr aktives Mitglied
Registriert
In manchen Situationen arbeite ich mit Live View und Vergrößerung, um den Fokus exakt genug setzen zu können. Weitaus öfter hat mir der Fokusindikator im Kamerasucher allerdings ausreichend gute Dienste geleistet.

Einschränkung: Meine lichtstärksten MF-Objektive erreichen f/2,0 und Portraits und Makroaufnahmen, bei denen ein falsch gesetzter Fokus besonders schmerzhaft auffällt, sind bei mir eher die Ausnahme als die Regel.

Scheint mir auch die einzig verläßliche Vorgehensweise zu sein
auch wenn es haufenweise Fotografen gibt die sich bei Offenblende
auf Autofocus und Freihand verlassen........
 
Kommentar
-Anzeige-
Oben Unten