Analog- und Vintagefotografie vom Bremenfrosch

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Bremenfrosch

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Hallo in die nff-Gemeinde :f055:

Nachdem flickr den freien Speicher zusammengestrichen hat, sind hier kaum noch ältere Fotos von mir zu sehen. Daher habe ich meinen Thread "Analoges von Bremenfrosch" nun begraben. Das Thema soll hier neu aufleben und ist um digitale Vintage-Kameras erweitert.

Der Wiederaufbau wird etwas dauern. Solltet Ihr Interesse haben, viel Spaß und schaut immer mal wieder rein.

VG Holger

Nachtrag: Nach flickr habe ich meine Fotos dann im nff-Archiv gespeichert, nachdem auch dort eine Umstellung erfolgte, waren sie da auch wieder weg. Ich bemühe mich, auch diesen Schaden wieder geradezurücken. 29.10.2019
 
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Bremenfrosch

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Die Kameras
( Stand: Anfang März 2019 )

Unter den Fotos habe ich Links gesetzt zu den entsprechenden Seiten auf meiner Homepage, da gibt es viel mehr Informationen, Fotos von und mit der Kamera.

Revueflex SC 2 - meine Erste

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Im April 2017 stieß ich im Schaufenster eines Pfandhauses auf meine erste Kamera (Anfang der 1980er Jahre für 399 DM gekauft), eine Revueflex SC2. Für ganz wenig Geld stand sie zum freien Verkauf zusammen mit einem 50er f1.9, einem 28er f2.8 und einem 300er f5.6. Ich konnte nicht widerstehen und wusste nicht, worauf ich mich mit dem Wiedereinstieg in die analoge Fotografie einlasse ... :rolleyes:

Nikon Coolpix 990 - die Verrückte

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Keinen Monat später sah ich eine Anzeige in der hiesigen Zeitung. Kaum 2 Kilometer entfernt wurde eine Nikon Coolpix 990 angeboten, die Kamera, die ich schon zu Beginn der digitalen Fotografie bestaunt hatte. Voll funktionstüchtig, mit intakter Batterieklappe und begleitet von drei Speicherkarten (mit gigantischem Speicherplatz von 64, 32 und 16 MB!). Tolles spaßiges Spielzeug mit analogähnlichen Fotos.

Nikon F-501 - der Kameratraum

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Am Anfang meiner "Fotokarriere" war ich Revue, dann wurde ich Minolta-Dynax, aber mein Wunschtraum war immer eine Nikon - aber sowohl vom Preis der Kamera wie auch der Linsen nicht zu machen.
Seit meiner ersten Nikon (D90) in 2010 lugte ich auch regelmäßig in den diversen Portalen nach gebrauchten, analogen Nikons. Dabei erschien mir die F-501 mit ihrem antiken Äußeren und der (zu der Zeit) fortschrittlichen Technik genau richtig. Wie es der Teufel will, bekomme ich nur wieder einen Monat später im April 2017 in der Bucht den Zuschlag für ein Gehäuse in einem erstklassigen Zustand, technisch und optisch. Als erstes Objektiv wurde mein Nikkor 50/1.4D angesetzt und tolle Fotos gemacht, aber es gibt ja so viel altes Zubehör für Nikons ... :rolleyes:

Rollei 35 T - die Spiegelverkehrte

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Ich hatte Blut geleckt und begann, mich für die Fotografie mit alten Kameras zu interessieren. Da gab es doch noch so einen Kamerawinzling mit auffälliger Optik. Die Rollei 35 fand meinen Fokus.
Abermals in regionalen Anzeigen fand ich in 1/2018 eine Rollei 35 T, Erbstück des Verkäufers, der mit ihr nicht umgehen konnte. Ich hatte bislang auch nur theoretische Kenntnisse von dem guten Stück, der Verkäufer staunte aber Bauklötze, als ich den Rückdeckel abnahm. Für einen wirklich günstigen Preis wechselte sie den Eigentümer, keine Beulen (haben die 35er sonst immer), nur eine winzige Schramme und technisch tipptopp. Quecksilberbatterie? Auch kein Problem mehr.
Das ist wirkliches, manuelles, analoges Fotografieren - wenn man mal die Nase voll hat von der Technik.

Pentax MG - der Zufallsfund

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Eigentlich wollte ich ja keine weitere alte SLR kaufen, aber zwei Monate später wurde in einer regionalen Anzeige (schon wieder :cool: ) eine Pentax MG mit original 50mm f2 zusammen mit einem Tokina 135mm f2.8 für ein "Tellergericht beim Griechen" angeboten. Eigentlich wollte ich nur "mein" 135er wiederhaben, das Pentax-K-Bajonett macht es ja möglich.
Das Objektiv ist super an der Revueflex SC2. Die Pentax MG liegt sehr gut in der Hand, alles funktioniert, wirkt sehr wertig, aber irgendwie ist sie mir viel zu automatisch. Sieht super aus, der Handschmeichler, aber ... sie stand schon wieder zum Verkauf, habe ich aber nicht übers Herz bekommen. :frown1:

Revue AC4 SP - das Arbeitstier

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Ich darf keine Anzeigen lesen ... Kaum einen Monat nach der Pentax wurde eine Revue-Fotoausrüstung angeboten. Ich bin ja PK-affin und die SC2 ist eine sehr, sehr einfache Kamera. Die AC4 SP stand zusammen mit einem 50mm f1.7, einem 28-70mm f4, einem 70-210mm f4.5-5.6, einem Blitzgerät, der Tasche und einigem Filterzubehör im fast ausgeräumten Wohnzimmer des Verkäufers, man musste sich verkleinern. Er hat viel erzählt, wo man überall mit der Kamera war. Ich habe nicht verhandelt, für einen halben Hunderter wurde das Set mein. Ich habe den Kauf nicht bereut.
Man sieht der AC4 SP an, dass sie geliebt und benutzt wurde. Sie hat Stellen, ist abgegriffen, dafür ist sie aber technisch voll auf der Höhe, weil sie nicht einrosten konnte. Die Kamera ist nur aus Plastik, leicht, liegt aber toll in der Hand und ist für ihre Zeit technisch sogar teilweise der Nikon F-501 überlegen (die kann keine Belichtung von 8s). Gelungener Partner für die PK-Objektive.

Minox 35 GL - der Winzling

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Übermut tut selten gut.
Durch einen Bekannten wurde ich auf die Minox 35 aufmerksam. Der Winzling war früher der direkte Konkurrent für meine Rollei 35 T, hat ihr verkaufstechnisch sogar den Rang abgelaufen. Das wäre doch ein tolles Duett! Ist es auch:

full


Meine Minox 35 GL habe ich mit fast allem erdenklichen Zubehör inklusive dem originalen Umbausatz für die Batterie (wie die Rollei 35 brauchte sie Quecksilber) über die Bucht gekauft - ohne Prüfung. Das Set ist optisch 1a, die Kamera technisch grundsätzlich auch, wenn da nicht die kleine Macke wäre, der ich erst jetzt nach ca. einem halben Jahr Herr wurde.
Wie bei vielen, vielen anderen weigerte sich auch bei dieser Minox der Verschluss manchmal zu schließen. Ein bekanntes Problem der 35er von Minox. Verharzung? Oft, aber nicht bei mir! Die Blitzsynchronisation erfolgt durch Eindrücken einer kleinen Nase beim Einschieben des Blitzgeräts. Diese Nase kommt nicht wieder vollständig heraus und bleibt irgendwo zwischen "Blitz" und "Tageslicht" hängen - Ergebnis: der Verschluss bleibt offen. Da ich den Blitz eigentlich nie benutze und die Minox den serienmäßigen Schutzdeckel trägt, tut es nur noch halb so weh. Aber die Minox ist schon eine Mimose! Kein Vergleich zur Rollei 35, sowohl technisch als auch von der Bildqualität.

Fazit:

Meine Analogecke im Regal wird schon ziemlich eng, da soll bis auf weiteres nichts mehr dazukommen. Soll ... :rolleyes: Es macht aber immer wieder einen Höllenspaß, mit den Oldtimern unterwegs zu sein und sich und die alte Technik zu fordern. Manchmal staune ich, was WIR zusammen so hinbekommen.

Die Ergebnisse stelle ich gern in die digitalen und analogen Foren ein.

VG Holger
 
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Bremenfrosch

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Der Weg vom belichteten Film zum digitalen Foto

Analoge Kameras habe ich jetzt eigentlich genug, Filme habe ich auch schon genug probiert (s/w-Lieblinge sind Ilford FP4 125 und Agfa APX 100, in Farbe Kodak), bleibt das leidige Problem, die analogen Fotos auf den Bildschirm und ins Netz zu bekommen.

Anfangs habe ich die Filme zu einem Fotogeschäft in der City gebracht, Preis moderat (Fahrtkosten für Straßenbahn höher), aber lange Bearbeitungszeit und viel Schmutz im Scan bei geringer (4-5 MP) Auflösung. Einen kleinen, neuen Betrieb in Bremen für individuelle Fotoentwicklung habe ich probiert, bei ähnlicher Dauer aber höherer Auflösung teurer, hat auch ein Schmutzproblem. Das kann es auf Dauer nicht sein.

Derzeitige Lösung

Ich hatte mir bereits aus einem Schuhkarton eine Möglichkeit gebaut, Negative abzufotografieren. Diesen Schuhkartonscanner habe ich nun abgewandelt und verfeinert.

diy_scanner_4.jpg


diy_scanner_5.jpg


diy_scanner_6.jpg


Ich fotografiere zur Vermeidung von Streulicht in den Karton hinein, auf der Hinterseite wird der Negativstreifen durch einen alten Hama-Diabetrachter gehalten. Beleuchtung mittels einer Flächen-LED-Leuchte, die hinter einer opalen Scheibe steht. Ich hatte zunächst auch mit einem Abflussrohr statt des Kartons gespielt, aber der Karton klappt super.
Einzelheiten zu dem Scanner auch auf meiner Seite.

Nikon bietet das ES-2 zur Digitalisierung von Dias und Negativen an. Man braucht (insb. bei DX) dazu aber ein kompatibles Makroobjektiv, das Nikkor Mikro 40. Da ich mit meinem Tamron 90 Makro mehr als zufrieden bin und mit einem 35er und einem 50er auch ausreichend Standardlinsen habe, sah ich diese Investition nicht ein.
Der ES-2 und seine Möglichkeiten wurden in diesem Thread umfangreich diskutiert.

Filmentwicklung

Zu den Fotogeschäften in der Innenstadt, die ca. 1 Woche für die Entwicklung brauchen, muss ich mit den teuren Öffentlichen fahren (2x zwei Fahrten). Den neuen, kleinen Laden erreiche ich nur per Post (2x Porto). So habe ich Rossman ausprobiert, der liegt ohnehin auf dem Weg, und bin restlos zufrieden. Günstig (ca. 2,50 pro Film), relativ schnell, Nachverfolgung per Internet und die Negative sind sauber und relativ antistatisch. Was will ich mehr?

So sieht der Scan aus:

Das abfotografierte Schwarz-Weiß-Negativ sieht dann so aus:

scan_roh_ohne_kb12.jpg


Ich fotografiere die Trägerseite vom Negativ, das führt zu einem seitenverkehrten Bild. Horizontal drehen, Umkehren, Schneiden und die Feineinstellung sind bei s/w ja kein großes Problem, bei Farbnegativen ist noch ein Weißabgleich (ggf. über die Automatik in Photoshop Elements 15, funktioniert erstklassig) erforderlich. Ergebnis nach Retusche:

scan_bearb_03_g.jpg


Ich bin mit meiner Lösung derzeit sehr zufrieden. Die geringen Kosten bei geringem Aufwand und der (für analog) relativen Schnelligkeit werden mich noch öfter mit den alten Kameras spielen lassen.

VG Holger
 
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