Am Strand (analog, schwarzweiss)

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schauinsland

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Zum erstenmal seit 20 Jahren habe ich wieder einen Ilford HP5 Plus belichtet.
Was meint ihr dazu?


picture.php


Nikon F801, Nikkor AiS 2.0/28mm, Reflectra RPS 10M


 
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_ft2

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Gefallen mir beide!
Hast du selbst entwickelt?
Die scans sind ziemlich gut.
Dieser Reflecta scheint eine echte Alternative zu den Coolscans zu sein.
 
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schauinsland

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Gefallen mir beide!
Hast du selbst entwickelt?

Danke, Bernhard.
Ich habe nicht selbst entwickelt, sondern den Film zu Pixelfoto-Express in Dresden geschickt.
https://www.pixelfoto-express.de/
Das Ergebnis sieht gut aus. Das Selbst-Entwickeln fange ich erst wieder an, wenn ich im Ruhestand bin.;)

Die scans sind ziemlich gut.
Dieser Reflecta scheint eine echte Alternative zu den Coolscans zu sein.

Ich bin zufrieden damit, zumal ein Coolscan im Preisvergleich recht unerschwinglich ist.
Den Scanner betreibe ich mit VueScan (Professional Edition) von www.hamrick.com .
 
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dmachaon

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schauinsland

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Soll ich ehrlich sein? Von Analog-Fotografie habe ich keinen Schimmer, auch nicht davon, was hier gut und was schlecht ist.
Wären die Bilder nicht als analoge gekennzeichnet, würde ich meinen: feine Grauabstufungen? Die Pfähle saufen im Schwarz ab. Sehr verrauscht, die Bilder...

Korn nennt man das "Rauschen" beim Film. Es gibt feinkörnigere Filme als den HP5 Plus, und man muss es mögen oder lassen. Ich bin damit groß geworden, mich stört es nicht. Zugegebenermaßen wirkt es auf einem Abzug anders als am Monitor, zumal in der starken forengerechten Verkleinerung.

Aber wie hättest du gerne die Pfähle? Seit 12 Jahren fahre ich im Winter nach de Haan, schon damals standen die Pfähle dort werweißwieviele Jahre. Von jeder Flut werden sie bedeckt und tauchen mit der Ebbe wieder aus dem Wasser auf. Erst wenn die Ebbe ihren Tiefststand errreicht oder überschritten hat, sind die Priele so leergelaufen, dass man meinen Standort überhaupt ohne Gummistiefel erreichen kann. Jahr(zehnt)elange Ablagerungen und Anhaftungen haben sie so schwarzgründunkel gemacht, vor allem wenn sie nicht abtrocknen oder, wie an diesem Tag aus der Gegenrichtung, vom Wind mit Sand gepudert werden.Auf meinem Monitor hat der vordere Pfahl noch Zeichnung, obwohl ich in der Bildbearbeitung das Schwarz noch etwas tiefer gezogen habe.
 
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mfey

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Ja unten links hat der vorder Pfahl noch gute Zeichnung, ansonsten nicht so richtig, da hat Daniel nicht unrecht.
Aber das würde mich nicht stören.
Es ist ja gerade der körnig-nostalgische Look der nicht nur mir offensichtlich gefällt.
Das ist dann eben nicht so knackscharf, wie in einem Hochglanzprospekt, aber das hat eine andere, nämlich ästhetische Qualität, gerade weil es von der Realität abweicht.

Allerdings kann ich verstehen,, dass manch einer hier schon zu viel fehlende Schärfe und geringen Dynamikumfang beklagen mag.
Wobei ich nicht weiss, ob Letzteres so stehen bleiben kann.
Eigentlich sollen ja Anaologe eher mehr Dynamik (Kontrastumfang) als Digitale erreichen, oder hat sich das jetzt schon umgekehrt?
Will sagen, noch weniger dürfte es aber auch für mich nicht sein.

Martin
 
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StephanB

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schauinsland

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Dank an alle für eure interessanten und ermutigenden Kommentare.:)

Allerdings kann ich verstehen, dass manch einer hier schon zu viel fehlende Schärfe und geringen Dynamikumfang beklagen mag.
Wobei ich nicht weiss, ob Letzteres so stehen bleiben kann.
Eigentlich sollen ja Anaologe eher mehr Dynamik (Kontrastumfang) als Digitale erreichen, oder hat sich das jetzt schon umgekehrt?
Will sagen, noch weniger dürfte es aber auch für mich nicht sein.
Martin

Da ist Skepsis angebracht.
In Foren wird der Kontrastumfang (Motiv- oder Eingangskontrast) von SW-Negativfilmen mit 8-9 Blendenstufen angegeben, von Farbnegativfilmen mit 12 und von Diafilmen mit 6-8.
Diese Quelle
http://anzinger-online.de/Foto/filmtest.shtml
nennt im Abschnitt "Typische Dichtekurve" 8 Blendenstufen, eine andere 10 Stufen für SW- und 13 Stufen für Farbnegativfilm.
http://www.elmar-baumann.de/fotografie/fotobuch/node17.html
Dafür muss man sicherlich den Film optimal belichten und entwickeln.

Der Eingangskontrast moderner DSLR liegt m.W. bei ca 12,5 bis 14 LW. Moderne rauscharme und "isolose" Sensoren sowie die Möglichkeit, die Aufnahme sofort am Monitor mit Histogramm zu kontrollieren, machen es ungleich leichter als beim Film, den theoretischen Kontrastumfang tatsächlich zu nutzen.

In puncto Schärfe ist der recht grobkörnige HP5 Plus gewiss nicht das Maß der Dinge, auch nicht unter den 400 ASA-Filmen.
 
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horstnet

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Hallo,
wenn man sich die Arbeitsweise von Ansel Adams zu eigen macht und nach dem Zonensytem belichtet und entwickelt, kommt man auf 10 Zonen für s/w Filme, was 10 Blendenstufen entspricht. Das reicht dann von papierweiß bis tiefschwarz.
Ich habe lange Zeit meine Großformat Negative nach dieser Methode erstellt.
Auch wenn ein guter Fine-Art-Print vom analogen Negativ auf ein hochwertiges Barytpapier einen ganz eigenen Reiz ausstrahlt, so sind die Möglichkeiten der Digitalfotografie mit anschließender EBV heute einfach größer. (Das hätte ich mir vor 20 Jahren nicht träumen lassen, dass ich das einmal sagen würde.)
Gruß, Horst
 
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Einhorn

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Die Grauabstufungen sind in deine Bilder sehr gut gelungen. Dieses Ziel hast wohl erreicht. Das Scans von KB-Negative oder Dias rauschen, ist nicht neu. Stört mich in dem Fall überhaupt nicht.

mfey: Will sagen, noch weniger dürfte es aber auch für mich nicht sein.

Genau diese Aussage trifft auf deine Bilder zu. Etwas mehr "Nachbelichten" (höchstens 5%), täten gerade in den Himmelpartien den Bildern gut. Dabei würde ich in #2 links die Häuser noch weglassen, die Flucht der Pfähle wird bestärkt.

Gruß Warner
 
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schauinsland

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Die Grauabstufungen sind in deine Bilder sehr gut gelungen.

Danke, Warner!

Etwas mehr "Nachbelichten" (höchstens 5%), täten gerade in den Himmelpartien den Bildern gut. Dabei würde ich in #2 links die Häuser noch weglassen, die Flucht der Pfähle wird bestärkt.

Gruß Warner

Bei Bild #1 kommt Nachbelichten für mich nicht infrage. Der tiefe Himmel ist an grauen Wintertagen so landschaftstypisch, diesen Eindruck möchte ich nicht (zer)stören. Bei einem digitalen Foto hätte ich eher an eine Dramatisierung des Himmels gedacht, aber hier möchte ich es so lassen.
Bei Bild #2 bin ich mir nicht schlüssig, vielleicht probiere ich einen Verlaufsfilter oder Abwedeln des Himmels.

Deine Beschnittidee finde ich gut und habe es mal schnell ausprobiert. Wenn ich das 3:2 - Format beibehalte und auch den Vordergrund etwas beschneide, entsteht ein sehr konzentriertes Bild, das in der Tat die Flucht der Pfähle bestärkt. Irgendwie ist es allerdings dann auch ein anderes Bild.

Herzlichen Dank für deine kritischen Anregungen!
 
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