Mitmachthema All That Jazz

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Charlie Mariano, August 2008

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Grüße in die Jazzrunde,
Bernd

PS: Mein Mehldau-Tip: Art of the Trio, Vol. III - Songs , alleine schon wegen des atemberaubend schönen Openers 'Song-Song". Pure Poesie.
 
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PS: Mein Mehldau-Tip: Art of the Trio, Vol. III - Songs , alleine schon wegen des atemberaubend schönen Openers 'Song-Song". Pure Poesie.



Hi Bernd,

gestern abend und heute morgen mal wieder gehört ...
(doppelt hält besser :winkgrin:)

Mein Fazit:
Der Tipp ist sehr gut, aber Carsten wird sicher einpennen. Letztlich ist die
Dynamik von Brad Mehldau doch eher begrenzt, was angesichts seiner
durchaus interessanten Spielzüge die Musik zu einem Fall für analytische
Hörer macht, die mit wachem Ohr der reduzierten Linienführung seiner
oft überkreuz gespielten Strukturen nachgehen wollen.

Auf Dauer ist mir Mehldau zu eindimensional und zu emotionslos, was sich
übrigens (auch im Vergleich zu anderen Pianisten) live sehr gut an seiner
Körpersprache ablesen läßt.

Und dennoch: Brad Mehldau ist ein grandioser Pianist, an dem ich schätze,
daß er sich (wie übrigens z.B. Miles Davis vor ihm) aktuelle Pop-Songs etwa
von Radiohead oder Oasis vornimmt und sie spannend seziert. Womit sich
der Kreis meiner Argumentation schließt: Das ist etwas für Analytiker ...
Die freilich entzückende Details und zauberhafte Momente finden werden.


Beste Grüße,

Sven

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Hallo Carlsson,

Danke für das Lob, auch im Namen aller "Lieferanten".
Ich hoffe, daß wir in Zukunft noch mehr von Dir sehen werden.

Beste Grüße,

Sven


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[...] aktuelle Pop-Songs etwa
von Radiohead oder Oasis [...]
Also - ich mag seinen Beatles-Fimmel, der Mann hat eine linke Hand für die ich sterben würde und was Jorge Rossi im alten Trio beisteuert ist einzigartig, für mich der bestklingendste Schlagzeuger unter der Sonne.

Wenn mir der etwas säuselnde Duktus irgendwann auf den Senkel geht - wozu gibt´s denn Schlippenbach?

Herzliche Grüße
 
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... wozu gibt´s denn Schlippenbach?


Da fällt mir doch prompt ein alter Witz zu ein, den mir vor fast
30 Jahren ein tschechischer Kollege in Warschau erzählte:

Steht ein Mann auf einen Hochhaus und will sich hinunterstürzen.
Ruft ein Passant: Was willst Du Dich umbringen. Das Leben ist
so schön. Denk doch nur an Charlie Parker!
Antwortet der Mann auf dem Dach: Wer ist Charlie Parker?
Schreit der Passant: Spring, spring ...




PS: By the way: Meinst Du den Vater oder den Sohn? :hehe:

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[...] Meinst Du den Vater oder den Sohn? [...]
Den Vater, den Sohn und die Gattin vom Vater. Alles wunderbare Menschen und Musikanten.

Den Tschechen gibt es nichts hinzuzufügen. Es sei denn Polen.

An, dem Abend als Frau Meyer Landrut ihren Schlagerwettbewerb gewann saß ich in einem polnischen Club in Berlin. Ein Haufen deutscher Freejazzer und ein paar Polen waren anwesend, als mich die glückliche Kunde vom Sieg der Landsmännin über einen Telefon-Nachrichtenticker erreichte. Die Sache sprach sich herum, die meisten deutschen reagierten bis auf einen, der einen Kollegen kannte welcher zwei Songs auf dem Longplayer der Sängerin untergebracht hatte und jetzt vermutlich reich wird, betont teilnahmslos. Der Bekannte des Erfolgsmenschen reagierte noch lakonischer als alle anderen und die Sache schien ein gefundenes Fressen für die anwesenden Misanthropen zu werden.
Dann erreichte die Nachricht die Fraktion der polnischen Freejazzer, worauf einer von denen unverzüglich Aufsprang und durch den Laden zu tanzen begann, während er von enthusiastischem Frohsinn beseelt lauthals rief: "Wir haben gewonnen!".
 
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Ok, nicht 100% Jazz, aber vielleicht zählt es trotzdem...

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Kim Wilson, Fabulous Thunderbirds
Atak, Enschede/NL, 8.7.10​
 
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Mal etwas anderes aus der großen weiten Welt improvisierter Musik:

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Die Schwestern Maika Gómez und Sara Gómez spielten als Duo "Ttukunak"
auf Txalapartas, traditionellen Schlaginstrumenten ihrer baskischen Heimat.
Und zwar beim Traumzeit-Festival 2010 in der Gießhalle des Landschaftspark
Nord in Duisburg.


Beste Grüße,

Sven
 
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Solche Bilder sind künftig wohl nur noch schöne Erinnerung:

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"Game over" für das famose Vienna Art Orchestra nach 33 Jahren.
Die Gründe nennt mathias rüegg auf der VAO-Website.

Die Oppositionsparteien im von der SPÖ regierten Wien – ÖVP, FP
und Grüne - fordern nun massive Unterstützung der Stadt für eines
der wichtigsten kulturellen Aushängeschilder Österreichs.

Solidaritätsbekundungen kann man z.B. beim Standard posten.


Beste Grüße,

Sven
 
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