AF-S 14-24/2.8G ED Nikkor nach Stoß repariert

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Beuteltier

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Hallo Leute!

Ich bekam ein AF-S 14-24mm f/2.8G ED Nikkor auf den Tisch, das in der 14mm-Stellung fest klemmte, und für das von einem Nikon Service Point ein KV mit 800 Euro Reparaturkosten nach einem Stoß/Fall/Druck-Schaden erstellt wurde,
wozu das Objektiv offensichtlich (alle anderen Verschraubungen waren noch original mit Sicherungslack vom Werk her fixiert) nur so weit zerlegt wurde:

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Es wurde befunden, dass der Helicoid beschädigt wurde und erneuert werden muss, wobei schon das Ersatzteil alleine 430 Euro gekostet hätte.

Ich habe das Objektiv aber sehr viel weiter zerlegt und befand, dass der ganze Helicoid (= alle inneren Tuben mit den Schneckengängen) gar nicht beschädigt ist, sondern nur die Zoom-Gänge in der Frontlinsenfassung:

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Ich habe die Beulen und Grate im Aluminium aus geschliffen und alles wieder ordentlich zusammen gebaut:

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Die Zoomverstellung geht jetzt zwar etwas ungleichmäßiger als bei einem neuen Objektiv, aber sie geht wieder!
Meine Rechnung war nicht mal ein Viertel so hoch wie der KV... :up:
 
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Hallo Michael,

würdest Du nun auch von einem Stoß/Fall/Druck-Schaden (Einzelereignis) ausgehen, oder ist dort ein nicht sonderlich geeignetes Material (weiches Alu) verwendet worden, welches im Laufe der Zeit verschleißt?

Das Spiel in diesem ausgeschlagenen (Übertreibung) Zoom-Gang hat Einfluss auf die Position der Frontlinsengruppe, oder?

Ich probiere dieses Objektiv immer, wenn der Nikon Zirkus bei meinem Händler einkehrt (gerade wieder vor einigen Tagen) und wundere mich regelmäßig, wie hakelig sich der Zoom-Mechanismus anfühlt - keine gute Reklame. :rolleyes:

MfG Jürgen
 
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Hallo Jürgen!
Das Spiel in diesem ausgeschlagenen (Übertreibung) Zoom-Gang hat Einfluss auf die Position der Frontlinsengruppe, oder?
Wenn bei deinem Exemplar da ein Spiel ist, hat das einen ganz geringen Einfluss auf die Position der Frontlinsengruppe, der macht sich meiner Meinung nach aber nur in einer Veränderung der Brennweite bemerkbar.
Das von mir reparierte Exemplar hat da jetzt kein Spiel (vorher klemmte es ja sogar), aber im gesamten Zoomweg ist ein geringes Spiel zu bemerken.
 
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Mein 14-24 klemmte auch mal im Zoom, nach eigentlich normalen Beschleunigungen während des Transports.

Nikon hat es dann während der Garantiezeit kostenlos repariert, also nicht auf Sturzschaden plädiert, der es ja auch nicht war. Aber da gibt es wihl auch andere Fälle.

Ich empfehle, dieses Objektiv vorsichtiger als andere Objektive zu transportieren.
 
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Da es sich bei dem benannten Objektiv um mein eigenes handelt möchte ich auch einmal was dazu sagen.
Erst einmal bin ich begeistert von der Super Arbeit von Beuteltier und dazu noch der Kostenpreis der in keiner Relation vom Angebot des Nikonpoint Dresden stand.
Dabei hatt das Objektiv noch 2,5Jahre Garantie (Scheiz) also knapp 1,2Jahr alt.
Aus Kulanz wurde das Objektiv überhaupt nur angenommen da angeblich nur 1Jahr auf das Objektiv in Deutschland anerkannt wird.
Wenn es in der Schweiz gekauft wurde, obwohl der Händlernachweis bestand.
Das nur zur Nikongarantie -Weltweit.
Das dann ein Sturzschaden festgestellt wurde was zur Ablehnung der Garantieansprüche einher ging.
Der Reparaturpreis lag bei 799,00€ mit den festgestellten Mängel wie schon genannt.
Leider ist mir bis heute noch unklar wie dieser Schaden entstanden sein soll, eventuell hat schon ein absetzen des Rucksackes dazu geführt aber runtergefallen ist es mir persönlich auf keinen fall.
Jedenfalls habe ich es aus dem Sevice Point wieder abgeholt mit der Bemerkung - Nikon ist nun mal nicht billig.
Das es zum Schluß - Beutetier- sei Dank, doch nicht so war ist schon ein starkes Stück.
Bisher war ich eigentlich mit diesem Nikon Point immer zufrieden gewesen,aber diesmal war ich stinksauer nach dem erfährt wie man hier hinters Licht geführt wurde.
Ich werde wohl dort nichts mehr machen lassen.
 
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Mensch Michael, seit Jahren lese ich immer wieder von deinen Reparaturkuensten, die mich immer wieder begeisgtern, tolle Leistung ! Hut ab und vielen Dank für die interessanten Einblicke.
 
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Das kann durchaus sein, wenn das Objektiv mit der Front voran senkrecht im Rucksack stand. :frown1:
Michael,sind die Linsen denn so empfindlich wenn sie auf der Frontlinse stehen?...das hab ich oft mit angesetzten D300s Body gemacht-jetzt krieg ich aber das flattern!!!Bei dem Preis und Profi Linse (die gehen bekanntlich anders mit ihrem Equipment um):eek::nixweiss:[/QUOTE]
Sch...wie kann ich ein Zitat kenntlich machen???....:heul:
 
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Hallo Michael,
Man sollte eigentlich alle Zoomobjektive, bei denen die Frontgruppe sich vor und zurück bewegt (also z.B. auch das 24-70/2.8 und das 17-55/2.8 DX) nicht auf der Front abstellen...
in diese Kategorie fällt das 14-24 mm ja nicht direkt (bezogen auf einen ausfahrenden Tubus), aber das relativ hohe Gewicht der Frontlinsengruppe dürfte die Schockresistenz begrenzen, man sollte das Objektiv also keinen hohen g-Kräften aussetzen.
Aber ab wann wird es kritisch? Reicht schon ein kräftiges Absetzen der Fototasche und akkumulieren sich die Belastungen?

Dieses Fehlerbild ist für das 14-24 mm Zoom nicht so unüblich, Roger Cicala von lensrentals.com hatte hier schon 2009 geschrieben:
"The Nikon 14-24 f/2.8 and Nikon 24-70 f/2.8 both made the list, and every single repair was the same: zoom ring stiffness to the point they are difficult to use. They both have a similar inner-outer barrel zoom mechanism, so we assume there’s a common issue with them. These are rather recently introduced lenses, so we’re watching to see if the rate gets higher as more copies age—right now our average copy is only 9 months old."

In den Lensrentals Repair Data: 2012-2013 wird das Nikon 14-24 f/2.8 weiterhin mit durchschnittlich 40 Wochen zwischen den Reparaturen aufgeführt (das 24-70 mm hat sich scheinbar gebessert).
Roger schreibt dort auch:
"Unlike some manufacturers, we consider failure of an internal part without obvious external damage to be a failure, not the result of impact. "

Ich vermute mal, Falk hatte sein Objektiv nach Düsseldorf und nicht an einen Service-Point geschickt.

MfG Jürgen
 
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Hallo Jürgen!
In diese Kategorie fällt das 14-24 mm ja nicht direkt.
So betrachtet nein, da hast du recht.
Beim 14-24 ist auch nicht der Stoß gegen die Frontlinsengruppe das Problem, weil diese ja durch die fest montierte Gegenlichtblende geschützt wird.
Vielmehr vermute ich, dass die im Fronttubus beschädigten Exemplare wie das, über welches dieser Thread geht, mit der Front nach oben, also dem Bajonett nach unten, zu fest abgesetzt wurden, ich habe meine Antwort auf Andreas' Vermutung auch entsprechend korrigiert.
Wenn man sich die Druckstellen der drei Gleitrollen in den drei Schneckengängen genau an sieht, wird man erkennen, dass diese nur auf der Kante sind, welche bei einem zusammen schieben des Zooms belastet werden.
Da dieses zusammen schieben aber wegen der Schutzwirkung der fest montierten Gegenlichtblende, in welcher der Fronttubus läuft, nicht durch einen Druck auf die Front des Objektives erfolgen kann (außer, man schlägt direkt nur auf die Mitte der Frontlinse - die könnte dabei aber brechen), sondern nur "umgekehrt" dadurch, dass die Frontlinsengruppe nach einer Fallbeschleunigung durch ihr eigenes hohes Gewicht sich beim Abbremsen an den drei Gleitrollen beschädigt.
 
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Wie sollte man das Objektiv denn dann am besten lagern? Bajonett nach oben?
 
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Hallo Michael,

sowas darf aber meines Erachtens nicht vorkommen, dass die Steuer-Gleitrollen in den Kurven als Endanschlag dienen, da hat eine Tubus-Enddämpfung da zu sein, bevor die Rollen anschlagen.

Dienen da tatsächlich die Steuerrollen am Ende als Endanschlag?
 
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Hallo Günther!
Dienen da tatsächlich die Steuerrollen am Ende als Endanschlag?
Der Schaden ist ja nicht am Ende sondern am Anfang der Schnecke, also in ausgefahrener Position des Fronttubus aufgetreten.
Er kommt daher, dass der in axialer Richtung erfolgte Stoß zu hart war und durch die Schräge der Schnecke nicht mehr in eine Drehbewegung umgesetzt werden konnte, sondern die Schnecken-Wand eindellte.
 
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Hi!
Wie sollte man das Objektiv denn dann am besten lagern?
Lagern?
Du meinst vermutlich, in einen Fotokoffer oder Rucksack stellen?
Entweder seitlich liegend oder eben mit der Front nach unten, also mit dem Bajonett nach oben.
Und am besten in derjenigen Brennweiten-Position, in welcher der Frontlinsensatz eingefahren ist, beim 14-24er also in Stellung 24mm.
 
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Hallo Günther!

Der Schaden ist ja nicht am Ende sondern am Anfang der Schnecke, also in ausgefahrener Position des Fronttubus aufgetreten.
Er kommt daher, dass der in axialer Richtung erfolgte Stoß zu hart war und durch die Schräge der Schnecke nicht mehr in eine Drehbewegung umgesetzt werden konnte, sondern die Schnecken-Wand eindellte.

Ok, das ließe sich aber gut vermeiden, wenn eine spezifizierte Tubus Endposition für den Transport vorhanden wäre.

Solche Schäden sind ja mehr als ärgerlich in der Preisklasse, zumal der Schneckengang für immer verhunzt bleibt, falls nicht ausgetauscht wird.

Eigentlich hätte ich ja auch vermutet, dass die Gewinde-Stehbolzen der Gleitrollen auch was abkriegen, bei solch einem Schlag.
 
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ich habe nur ein wenig quergelesen und frage mich nun, wie kommt so ein gefährdetes objektiv unbeschädigt zum kunden, wenn es verschickt wird? DHL soll ja nicht gerade zärtlich mit den paketen umgehen...
gibt es eine spezielle verpackung? sicherung?
 
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