Frage 40x60 hinter Glas: Welcher Anbieter, welches Papier?


jabe

New member
Hallo!

Wir würden gerne fünf Bilder (unter anderem das hier) unserer Reisen auf 40x60 drucken lassen und in Rahmen (50x70) mit Passepartout hinter Echtglas aufhängen (größte Auflösung: 7360x4912, kleinste: 4089x2729).

Meine Frage wäre: Welches Papier könnt ihr hierfür empfehlen? Bei Saal-Digital gibt es ja die Fine-Art Hahnemühle Papiere, die aber auch teurer sind. Unter Posterpapier gibt es u.a. Fujifilm matt und Fujifilm Silk/Portrait. Muss es zwingend Fine-Art-Papier sein oder tut's auch das Fuji-Papier? Sieht man im Rahmen hinter Glas überhaupt große Unterschiede?

Habt ihr also konkrete Empfehlungen? Oder habt ihr noch einen Geheimtipp für einen anderen Anbieter?

Viele Grüße!

- Jakob
 
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jazzmasterphoto

Erfahrenes Mitglied


In einem 50x70-Rahmen fände ich
ja ein 40x60-Bild zu eng sitzend.
Aber das ist ja Geschmackssache.

Meine Erfahrungen mit Saal sind
durchweg gut, auch wenn ich es
verwunderlich finde, daß 30x45 als
Poster fast doppelt so teuer ist wie
als Foto – bei identischem Papier.

Aus Erfahrung diverser Ausstellungen
kann ich sagen, daß Fuji Matt klar die
beste Wahl ist.

Glanz spiegelt einfach viel zu sehr …

Gute Rahmen und konkurrenzlos billige
Passepartouts gibt's bei Max Aab.


 

Klaus Harms

Administrator
Teammitglied
Na ja, nicht unbedingt ein Geheimtipp, aber schau Dich einmal bei WhiteWall um. Wir haben uns deren Prints auf und hinter was auch immer auf der photokina angesehen und waren völlig begeistert und aus dem Häuschen!

Ich habe selten eine solche Qualität gesehen.
 

jabe

New member
Danke für eure Antworten!

Rahmen haben wir bereits. Wegen der Passepartouts hätten wir wahrscheinlich selber welche gebastelt.

Sven, welche Größe (bei einem 2:3 Verhältnis) würdest Du denn für einen 50x70 Rahmen nehmen? 30x45 wäre ja doch recht viel Passepartout und recht wenig Bild. Dazwischen gibt's nicht viel bei den Anbietern, d.h. da müsste man sich wohl eher einen Rahmen um den 40x60-Druck machen drucken, um ein kleineres Realformat zu haben.

Klaus, hast Du denn eine konkrete Empfehlung für WhiteWall? Die haben nur die Fine-Art-Papiere und ein Standardpapier, wie es aussieht. Den Preis für die Fine-Art-Papiere würde ich mir gerne sparen ...
 

Kay

NF-F Platin Mitglied
Ein Mensch, der gerne reist, hat in seinem Flammenkuchenhaus an den Wänden nur WhiteWall und das sieht gut aus und gelegentlich verkauft er diese Bilder auch.

Warum willst Du viel Geld für eine Reise und die Ausrüstung ausgeben und, wenn Du tolle Fotos machst, ausgerechnet beim Ausdruck knausern ?
 

ebarwick

Nikon-Clubmitglied
In meinen gelegentlichen Ausstellungen habe ich in einem 50x70 Rahmen Bilder von 30x45, keinesfalls größer. Die Wirkung eines guten Passepartouts wird oft unterschätzt und ebenso oft wird den Bildern zu wenig "Luft" gelassen.

Grüße
Erhard
 

Figo

Nikon-Clubmitglied
Hallo Jakob,

ich drucke regelmäßig auf meinem Epson A2 Drucker, auch in A2 Größe.

Anbei ein kleines Schema zum Verhaltnis Bilderrahmen zu Passepartoutgröße:



Die Passepartouts müssen individuell angefertigt werden. Selber würde ich das nicht machen. Ohne entsprechende Erfahrung/Werkzeug wird das nix.

Als Papier (über Dienstleister) sehe ich drei Möglichkeiten.
  • Auf Fotopapier als Ausbelichtung, (einigermaßen gute Altersbeständigkeit)
  • als Digitaldruck (nicht so gute Altersbeständigkeit)
  • als Inkjetdruck mit Pigmentfarben auf Fine-Art-Papiere (extrem gute Altersbeständigkeit)
Unter Altersbeständigkeit verstehe ich die Farbstabilität auch bei Hängung mit direkter Sonneneinstrahlung.

Ich gebe als erfahrener Drucker mit meinem heutigem Wissen dem Inkjetdruck mit pigmentierten Farben auf Fine-Art-Papieren den Vorzug. Neben der Haltbarkeit bringt das Verfahren eine extrem gute Auflösung, Reproduzierbarkeit und Steuerung der Farben.
 

Klaus Harms

Administrator
Teammitglied
Letztlich trifft Dein Qualitätsanspruch die Auswahl des Papiers. Warum willst Du ggf. an der Qualität sparen? Denn das wird unausweichlich der Fall sein, wenn Du minder qualitatives Papier auswählst.

Und Kay hat Recht. FineArt Drucke von WhiteWall haben keine vergleichbare Konkurrenz. Und ich denke, ich kann das gut beurteilen, weil ich/wir schon mit etlichen Anbietern sowohl privat als auch geschäftlich zusammengearbeitet haben.

Und ja, auch ich habe eine Zeitlang mit Epson DIN A3+ selber ausbelichtet, muss aber sagen, dass mir dazu jetzt die Zeit und die Ruhe fehlt.Genau gerechnet sparst Du beim Eigendruck auch nicht wirklich.

Klaus, hast Du denn eine konkrete Empfehlung für WhiteWall? Die haben nur die Fine-Art-Papiere und ein Standardpapier, wie es aussieht. Den Preis für die Fine-Art-Papiere würde ich mir gerne sparen ...
 

jazzmasterphoto

Erfahrenes Mitglied


Mmh, vielleicht zeigt ein Bild
am besten die Proportionen:





Wenn Dir zuviel Passepartout
bei 30x45 ist, dann nimm 40x60.

Max Aab fertigt Passepartouts
mit Laser, sehr exakt – aber …

WICHTIG:

Du mußt den Ausschnitt auf
jeden Fall umlaufend kleiner
als das Bildformat wählen –
mindestens 2, besser 3 mm.
Sonst kriegst Du Probleme … :heul:

Zum Befestigen gibt's nur eins:
Filmoplast P90 von Neschen.

Das nimmt jedes Museum … :cool:


Warum übrigens manche hier
Prints auf echtem Fotopapier
schlechtreden, verstehe ich
nicht wirklich. :kopfkratz:


 

jabe

New member
Vielen Dank für eure Antworten!!


Warum willst Du viel Geld für eine Reise und die Ausrüstung ausgeben und, wenn Du tolle Fotos machst, ausgerechnet beim Ausdruck knausern ?
Letztlich trifft Dein Qualitätsanspruch die Auswahl des Papiers. Warum willst Du ggf. an der Qualität sparen? Denn das wird unausweichlich der Fall sein, wenn Du minder qualitatives Papier auswählst.

Nicht knausern und sparen. Das andere Papier ist ja nicht schlecht oder minder, sondern auch gut (vielleicht nicht "herausragend", aber trotzdem gut).
Die Frage ist, ob sich der mehr als dreifache Preis bei Fuji Matt vs. FineArt wirklich lohnt bzw. ob dann so ein großer Unterschied sichtbar ist.
Die Bilder hängen halt im Wohnzimmer und nicht in einer Galerie.

Ferner habe ich bisher noch nicht viel Druckerfahrung, ich durfte ein-, zweimal auf einem Epson R3000 drucken, das war's auch schon. Und nicht immer wurde der Druck so, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Ich habe also die Befürchtung, dass ich mich nachher bei teurem Papier ärgere, weil z.B. das Gesamtbild zu dunkel ist - ich habe noch nicht einmal einen kalibrierten Monitor!
Ich bin also noch in der Probierphase.

Zusätzlich richten wir unsere Wohnung gerade erst ein und es wäre nicht das erste Mal, dass wir etwas kaufen und dann feststellen, dass es doch nicht so gut passt. Es ist also nicht auszuschließen, dass ein oder zwei Bilder dann nicht aufgehangen werden, weil die Farbe doch nicht so gut zum Vorhang passt (ich übertreibe ein bisschen, aber ihr kennt das, wenn man eben nicht alleine entscheidet).
Daher frage ich mich, ob fürs Erste nicht ein Fuji Matt-Druck ausreicht. Wenn einem die Fotos nach einem halben Jahr immer noch so gut gefallen, kann man immer noch aufrüsten.

Ähnlich verhält es sich mit dem Passepartouts - da würden wir erst einmal welche aus weißem und ggf. auf das Bild abgestimmten Pappkarton zurechtschneiden. Wenn sich die Meinung dann gesetzt und gefestigt hat (und das Konto sich erholt hat, so ein Umzug und Neubezug einer Wohnung kostet, ächz!), können wir uns dann endgültig für die passenden Passepartouts entscheiden.


An Hans und Sven, vielen Dank, eure beigefügten Bilder sind wirklich sehr hilfreich!
Wir haben recht dominante, schwarze Rahmen. Da müssen wir uns über das Format wohl nochmal Gedanken machen bzw. wie was wirkt.


Hier sollen die Fotos dann rein (der fünfte Rahmen passte nicht mehr ins Bild). Wenn ihr also konkrete Tipps habt, wie es gestalterisch sinnvoll ist, gerne her damit! Da bin ich für jeden Tipp dankbar (so à la "bei der Wandfarbe und den Rahmen würde ich das-und-das Passepartout wählen, weil deswegen-und-daher.")!




Viele Grüße!
- Jakob

PS: Kay, was meinst Du mir Flammkuchenhaus? Hat der Besagte ein Restaurant?
 

PeterTaylor

NF-F Platin Mitglied
...
Max Aab fertigt Passepartouts
mit Laser, sehr exakt – aber …

...

Zum Befestigen gibt's nur eins:
Filmoplast P90 von Neschen.

Das nimmt jedes Museum … :cool:
...

Bin immer wieder dankbar für Deine tollen Tipps, Sven!

VG,
Peter

p.s.: Ansonsten kann ich WhiteWall für höchste Qualität auch wärmstens empfehlen. Saal Digital und Fotostadt.de sind für mich auch Alternativen.
 

dmachaon

Well-known member
Ich hatte mich vor ca. 2 Jahren auch intensiv in dieser Materie belesen... nach meinem Verständnis hat Hahnemühle-Papier vor allem eine hohe haptische Wertigkeit - die hinter Glas jedoch ziemlich uninteressant ist.
Den Mehrpreis dafür habe ich mir entsprechend gespart und bin mit Saal Digital (Fuji matt) glücklich. Ob Whitewall besser ist, kann ich nicht beurteilen. Ich wüsste jedoch nicht, was hier noch besser sein soll. Die Details sind perfekt, Farben und auch die Farbechtheit nach Jahren ebenso.
Letztlich überkommt mich auch hier der Verdacht, dass man nicht gerade wenig für den Markennamen bezahlt. Ob man einen möglichen Qualitätsvorteil von wenigen Fitzelchen überhaupt erkennt, sei dahingestellt.

Meine Fotos hängen als 90x60 in 100x70-Rahmen (mit jeweils 5 cm umlaufendem Passepartout, Schrägschnitt, Porzellanweiß) in schwarzen Echtholzrahmen mit 3 cm Breite.
 

Rainer Martini

NF-F (Club) Mitglied - sponsored/"proofed"
Dazu möchte ich anmerken, Es gibt das Fuji Cristal und Kodak Endura, beide ähnlich vom Preis, das Kodak ist etwas besser was die Farbsättigung angeht, AAAAber beide Papiere sollten auf Forex aufgezogen werden, da sie sich bei 60x90 deutlich wellen, da sie mit Passepartout nicht plan auf dem Glas liegen.
Ganz anders Hahnemühle Fine Art Photo Rag, das Papier ist viel schwerer und liegt auch bei großen Formaten ganz plan im Rahmen.
Der Farbumfang des Hahnemühle ist viel größer als bei Fuji und Kodak, wenn man die nebeneinader liegen sieht ist der Unterschied deutlich, das Foto hat eine ganz andere Sättigung.
Ich habe mich mit Hermann Will, Herausgeber von Fine Art Printer, darüber unterhalten und haben die darstellbaren Farbraume der Papiere verglichen. Seine Empfehling geht ganz klar zu Hahnemühle und Tecco.
Ich lasse alle meine Prints bei Whitewall printen, z.Z. hängen einige auf der Kunstmesse in München, wer mag, kann die sich dort anschauen
LG
Rainer
 

bl2002

New member
Ist das nicht auch motivabhängig, welches das geeignete Papier ist? So war es jedenfalls zu meinen Fotolaborzeiten und die Papiere der Demo-Ausdrucke bei Canon (Photokina 2016) waren bei den Topprintern auch Technik/Motiv angepaßt. Die Ausdruckqualität war auf der Messe ein Thema. Diverse Motive und Materialien waren zu begutachten. Es wurde in der Regel sehr knallige Farben gezeigt (z.B. Sublimationsverfahren bei Chromaluxe); das erinnert doch sehr stark an asiatisch abgestimmte TVs. Nicht mein Ding.
Wirklich subtil fand ich die Druckergebnisse bei Canon mit der Vorstellung der Pro 2000 und Pro4000, welche (als erste Drucker?) einen Farbraum größer sRGB darstellen können, bei einer Auflösung von 2.400 x 1.200 dpi.
Meine eigene Erfahrung dazu: Die Auflösung des Druckers spielt eine - wenn nicht die - entscheidene Rolle. Das ist natürlich in Verbindung zum Papier und der Tinte zu sehen. Nur äußerst genaue Kalibrierungen bringen solche High End Resultate.
Der heutige Standard ist das nicht bei den Druck-Anbietern. Wenn aber so detailiert gearbeitet wird, stellt sich die Frage, ob Glas die richtige Oberfläche auf einem solchen Bild ist. Für mich ist es wegen der Spiegelungen kaum geeignet.
Auch ein schwarzer Rahmen ist als Vorgabe (vor allem bei Farbbildern) überlegenswert, wenn es um optimale Bildpräsentationen geht.
Insofern stellt sich die Frage, ob wirklich alle Register gezogen werden müssen, oder nicht auch ein Normalausdruck - zumindest für den Einstieg - ausreichend ist. Ich würde das für vernünftig halten und in einem weiteren Schritt, 1 - 2 Bilder (wo wirklich alles stimmt) spezialisiert verarbeiten lassen. Dazu gehören dann aber auch Probedrucke; vor allem da der TO über keinen kalibrierten Prozess verfügt.
 

TomD7000

Active member
Zwar nicht ganz zum Thema passend:

Wer von Euch nutzt Bilderrahmen ohne Glas?
Nimmt man eine "Verweildauer" der Fotos von z.B. 3 Jahren an den eigenen vier Wänden, dann ist doch der Faktor Schmutz nicht so entscheidend, oder?

Aber man kann auch leicht strukturierte Papiere nehmen, die hinter Glas nicht entsprechend wirken würden.

In Gemäldegalerien sind die Bilder auch selten hinter Glas.

Wie sehr ihr das?

MfG
TomD7000
 

dmachaon

Well-known member
Eine gute Frage!

Keine Ahnung, warum man immer Glas nimmt. Ich denke, es sieht einfach wertiger aus. Ein Rahmen ohne Glas, schwer vorstellbar für mich. Wenn sich das Papier nur leicht wellen würde, sähe man das gleich und die edle Optik eines Rahmens wäre dahin. Auf dicker Pappe freilich nicht...
 

jazzmasterphoto

Erfahrenes Mitglied
… Aber beide Papiere sollten auf Forex aufgezogen werden, da sie sich bei 60x90 deutlich wellen, da sie mit Passepartout nicht plan auf dem Glas liegen. …

Mmh, lägen sie hinter einem Passepartout
noch auf Glas auf, dann würde ich mir doch
echt Sorgen machen … :cool:

Wenn man Papier richtig befestigt, dann
sollte es sich aushängen und eben dann
auch keine Wellen schlagen.

Hat man genügend Geld, dann nimmt man
Halbe-Rahmen, die zwar teuer sind, aber a)
eine perfekte Planlage in jedem Format, und
b) sehr schnelle und bequeme Bildwechsel
bieten.

Heute erst wieder erlebt … bessere Rahmen
mit Wechselmöglichkeit gibt es nicht.


 
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