18-105 und dauernd Bilder unscharf

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Hallo zusammen,

mein Kit-Objektiv ärgert mich. Ich habe am Wochenende ein paar Veranstaltungsfotos gemacht, und zum wiederholten Mal fällt mir auf, dass alle Nase lang der Fokus nicht richtig sitzt. Ich frage mich inzwischen, ob ich einfach nur zu grobmotorisch bin, um den Fokus richtig zu setzen (ich fotografiere immer offenblendig, aber bei 3.5 - 5.6 dürfte es ja eigentlich nicht sooooo viel machen, dass ständig Gesichter unscharf sind, wenn ich doch eigentlich auf die Gesichter scharf stelle), oder ob an dem Objektiv was nicht stimmt.
Mir fällt das erst in letzter Zeit verstärkt auf.
Oder habe ich die Kamera ungünstig eingestellt? Ich fotografiere erst seit ein paar Monaten mit der D7000, davor mit einer D90, und bevor mir meine Objektive gestohlen wurden, habe ich das Kit-Objektiv so gut wie nie drauf gehabt... mit allen anderen Objektiven passierte mir das nicht, oder wenn, dann war halt beim 50er echt die Blende sehr weit auf, sodass erklärbar ist, wenn der Fokus auf einigen Bildern nicht richtig sitzt.
 
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Hallo nochmal,

schaut ihr euch mal bitte dieses Foto an?
Ich bin mir 100% sicher, dass der AF (AF-C, 9-Feld) auf das vordere Auge (also ihr linkes) ging. Da war der kleine schwarze Kasten drum. Jetzt gucke ich mir das Foto an und finde das andere Auge scharf oder die Nasenspitze vielleicht noch eher, aber nicht das anvisierte Auge.

Könnt ihr das analysieren an Hand des Bildes, das ich aus LR mit EXIF-Daten exportiert habe?
Jetzt war das 50mm drauf...

picture.php
 
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Ein typischer Denkfehler der Fotografin ;)

Der AF-Sensor ist größer, als das Dir angezeigte Messfeld, stell ihn Dir beinahe doppelt so groß vor.

Der AF weiß nicht, was die Fotografin anvisiert haben möchte, sondern sucht sich innerhlab seines Radius die beste Kontraststelle heraus, die er dann scharf stellt. In diesem Fall ist es eindeutig die Kante des Gesichts, im Übergangsbereich zum Hintergrund.
Am uneindeutigsten innerhalb des Messbereichs des AF-Feldes ist das vordere Auge.

* natürlich kann es auch ein Fehlfokus des Objektivs sein, aber dann müsste der Fokus bei jedem Bild hinter der anvisierten Ebene liegen. Ich denke, diese Erfahrung hast Du bislang nicht gemacht, oder?
 
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Ein typischer Denkfehler der Fotografin ;)
...

Auf dich habe ich gehofft :)
Danke für die Erklärung. Sehe ich alles ein.
Bestimmt auch wieder ein Denkfehler, aber warum sehe ich im Sucher ein schwarzes Kästchen um das vordere Auge? Dann ist der Fokus doch da und scharf, oder nicht?!


EDIT: Bei nochmaligem Lesen bemerkte die Fotografin dann das Wort "Radius". Also... schwarzer Kasten = Mittelpunkt der 9-Feld-Messung, Radius = Hälfte der 9 Felder großen Fläche, d.h. die Kante des Gesichts lag noch im Bereich der 9 Felder und der Autofokus schnappt sich die - richtig?
Ich habe mit der 9-Feld-Messung so eine unglaubliche Menge Schrott dabei im Moment, es kommt mir im Moment schlimmer vor als vorher mit "alles auf Auto". Ich schreibe das bisher mal der Notwendigkeit zu, den Umgang damit zu üben, man muss ja doch etwas umdenken. Vielleicht sollte ich nochmal auf dich hören und direkt die Einzelfeldmessung nehmen :)
 
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EDIT: Bei nochmaligem Lesen bemerkte die Fotografin dann das Wort "Radius". Also... schwarzer Kasten = Mittelpunkt der 9-Feld-Messung, Radius = Hälfte der 9 Felder großen Fläche, d.h. die Kante des Gesichts lag noch im Bereich der 9 Felder und der Autofokus schnappt sich die - richtig?
...
Vielleicht sollte ich nochmal auf dich hören und direkt die Einzelfeldmessung nehmen :)

Falsch, zumindest entsprechend meiner Erklärung.

Wenn sich das Kind allerdings nach vorn bewegt hat, dann kann das auch die Ursache sein. Hierzu müsstest Du die Funktionsweise der 9 dynamischen Felder genau verstehen.

Und natürlich wäre Einzelfeld die genauere Variante, insbesondere bei solchen Portraits. Wenn Du primär solche Portraits machst, solltest Du auf Einzelfeld umsteigen.

Bei 9 dynamischen Feldern fokussierst Du mit dem mittleren Feld. Bewegt sich Dein Motiv dann schnell, gar hin und her und rutscht Dir der Fokus vom mittleren Feld herunter, übernimmt eines der umliegenden 8 Felder den Fokus automatisch. Bei Einzelfeld hättest Du den Fokus in solch einem Fall verloren.

Bist Du zielgenau und bewegt sich Dein Ziel nicht unerwartet schnell, kommst Du mit der Einzelfeldmessung vielleicht besser zurecht.

Zu meiner Erklärung:

Mir ging es um den AF-Sensor eines einzelnen Feldes. Der Sensor selbst besteht aus einem senkrechten und einem waagerechten Strich (Kreuzsensor) und diese Striche ragen tatsächlich über die Fokusfeldmarkierung hinaus. Die Markierung (der schwarze Rahmen, von dem Du sprichst) ist somit nur ein Hilfsmittel für Dich, der tatsächliche Messberech des Sensors selbst ist größer.
 
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Alles klar.
Bewegt hat sie sich nicht oder wenig, sie war (Achtung Wortspiel) voll auf ihr Müslischälchen fokussiert :D
D.h. der Denkfehler hatte dann genau den von dir beschriebenen Grund. Und da ist der Punkt, wo ich nicht verstehe, wie man ohne Brille fotografieren kann ;-) Ich hatte sie nämlich nicht auf und mich auf das Kästchen verlassen, ich denke, mit Brille hätte ich es gemerkt.

Ich glaube, ich werde mir mal die beiden U-Funktionen meiner D7000 belegen mit verschiedenen AF-Einstellungen. Ich mache schon häufig solche Porträts, allerdings halt "leider" meistens auch von Kindern und die halten selten still. Das spricht für 9-Feld. Wie gesagt ist im Moment ne Menge Ausschuss dabei, ich teste weiter, ich glaube, im Moment bin ich wirklich einfach noch "zu doof" ;-)
 
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Also... schwarzer Kasten = Mittelpunkt der 9-Feld-Messung, Radius = Hälfte der 9 Felder großen Fläche, d.h. die Kante des Gesichts lag noch im Bereich der 9 Felder und der Autofokus schnappt sich die - richtig?

Nicht ganz. Bei AF-C mit 9 Feldern ist immer der mittlere auch der aktive!
Verlässt das zu fotografierende Objekt das aktuell ausgewählte Fokusmessfeld, wird es verfolgt und die Schärfe entsprechend nachjustiert – das aktuelle Messfeldwird dabei aber nicht gewechselt!
 
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[MENTION=76970]redy[/MENTION], nach der Erklärung erschließt sich mir dann aber der Vorteil der 9-Feld-Messung nicht mehr. Wahrscheinlich ist das jetzt wieder eine blöde Frage, aber ich wäre dankbar, wenn mir nochmal jemand auf die Sprünge hilft. Wenn immer das mittlere das aktive Feld ist, wäre doch bei sich bewegenden Objekten schlauer, möglichst viele Messfelder zu verwenden, innerhalb denen der anvisierte Punkt dann verfolgt werden kann, also dann nicht nur 9 Felder zu verwenden, sondern alle.
 
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Je mehr Felder aktiv, desto mehr Rechenleistung, desto ungenauer.
Am genauesten ist halt das einfache Messfeld, aber halt auch relativ unsicher wenn das Objekt sich bewegt.
 
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[MENTION=76970]redy[/MENTION], nach der Erklärung erschließt sich mir dann aber der Vorteil der 9-Feld-Messung nicht mehr.

Nimm an, ein Hund rennt schnell auf Dich zu und wechselt dabei die Richtung, oder sein Kopf geht schnell auf und ab. In dem Fall musst Du nicht mit der Kamera rumzucken, weil Du Dein Messfeld theoretisch um das 9-Fache vergrößert hast.
 
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Nimm an, ein Hund rennt schnell auf Dich zu und wechselt dabei die Richtung, oder sein Kopf geht schnell auf und ab. In dem Fall musst Du nicht mit der Kamera rumzucken, weil Du Dein Messfeld theoretisch um das 9-Fache vergrößert hast.

Ja, und wenn ich es um das 37-fache vergrößere, wäre es doch umso besser?!
[MENTION=76970]redy[/MENTION], das macht Sinn :)

Ich mach das wirklich mal mit den User-Funktionen... die Einstellungsmöglichkeiten sind ja wirklich vielfältig, und ich bin mir sicher, ich werde den Tag erleben, da mache auch ich einfach mal (fast) nur scharfe Bilder ;-)
 
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wäre doch bei sich bewegenden Objekten schlauer, möglichst viele Messfelder zu verwenden, innerhalb denen der anvisierte Punkt dann verfolgt werden kann, also dann nicht nur 9 Felder zu verwenden, sondern alle.
Das Problem dabei ist, dass je mehr Felder Du verwendest, desto mehr Rechenpower benötigt der AF.
 
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Ihr ahnt gar nicht, wie schön ihr gerade meine Argumentation untermauert, dass ich unbedingt die D7200 brauche :hehe: Die wird doch so gelobt wegen ihres schnellen AF... :hehe:
Die D7000 gehört mir nicht, irgendwann wird was Neues her müssen...
 
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Die D7000 gehört mir nicht, irgendwann wird was Neues her müssen...

... irgendwann war JETZT... danke an mein spendables Christkind, ich bin nun stolze Besitzerin einer D7200 :)

Nun habe ich nochmal eine AF-technische Frage an Euch. Ich verstehe es einfach nicht.
Ich teste dauernd zwischen verschiedenen AF-Einstellungen hin und her und irgendwie verhalten sie sich nicht so, wie ich es erwarte.

Nach allen Beschreibungen, die ich gelesen habe und auch nach Euren Erklärungen sollte es doch so sein: AF-C, Dynamischer AF, 51 Felder -> Messfeld in der Mitte wird benutzt zum anvisieren (außer, ich hab es verschoben, aber jedenfalls hat es einen fixen Punkt, der durch den schwarzen Kasten im Sucher markiert ist).
Ich visiere damit das Auge einer Person an, die mir gegenübersitzt.
Die Person bewegt sich.
Dann sollte die Schärfe doch dem anvisierten Auge folgen, da bei Bewegungen das jeweils benachbarte Messfeld übernimmt, oder?
Und das unabhängig davon, ob die Person sich nach vorne, hinten oder zur Seite oder schräg nach vorne oder sonst irgendwie bewegt.

Das verhält sich nämlich meiner Meinung nach nicht so, und die besten Ergebnisse mit sich bewegenden Motiven erziele ich bisher mit AF-C / 3D. Allerdings ist es da ein kleines Lotteriespiel, das richtige Ziel zu fokussieren, aber wenn es einmal sitzt, folgt das schwarze Kästchen sehr schön und flott hinterher.

Sollte das Markierungskästchen bei der dynamischen 9-Feld oder 51-Feld-Messung auch dem anvisierten Objekt folgen? Oder ist das dann so, dass es in der Mitte sitzen bleibt, das Objekt, das sich dann außerhalb der Mitte befindet, aber trotzdem scharf wird?
 
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